Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

Dieses Thema im Forum "Automatisierung" wurde erstellt von Getriebesand, 6 Dez. 2012.

  1. Hallo !!
    in meinem praxissemster soll ein projekt realisiert werden bei dem ein pneumatischer Schlagzylinder auf ein Werkstück hämmert, allerdings nicht wie ein presslufthammer, sonder jeder schlag wird einzeln via LabView steurung ausgelöst.

    Das Problem: an dem Zylinder kann man keine Endlagenschalter oder Wegmesseinrichtung anbringen, laut Hersteller.
    Der Zylinder soll mit verschiedenen drücken betrieben werden, damit soll die Auftreffenergie des Hammerkopfes(vorn am Kolben) gesteuert werden

    Wie kann man ohne Endlagenschalter realisieren dass der Kolben nach dem Aufschlag sofort wieder einfährt??

    Danke im Voraus für eure professionelle Hilfe.
     
  2. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    Ich gehe davon aus, dass der (Schlag-)Zylinder ohnehin nach dem Aufschlag nicht wieder einfährt:
    Wieso sollte der das tun?
    Hinter dem Kolben lastet doch das Druckluftpolster!

    Das größere Problem wird sein, die Auftreffenergie zu steuern,
    denn die ist außer vom Druck noch von einer Menge anderer Faktoren abhängig.
     
  3. Bei konstantem Arbeitsdruck könnte man zwischen magnetventil und Zylinder in der luftleitung des arbeitshubs einen druckschalter montieren, der den umschaltvorgang einleitet. Bei unterschiedlichen arbeitsdrücken müsste man da einen strömungsschalter nehmen, wenn es so etwas gibt. Denn wenn der Kolben ausgefahren ist, kommt der Luftstrom zum stehen, zeitpunkt zum umschalten.

    Gruß
     
  4. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    Hi, was ist mit hier dem Zylinder von Festo (siehe Anhang) Wegmesssystem integriert und das Kabel wird in der Nut vom Zylinder verlegt.
     

    Anhänge:

  5. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    Ja, danke ersteinmal für deine Antwort.
    Das Problem ist dass am Kolbenende ein 1kg schwerer Hammerkopf befetigt ist der auf ein Werkstück aufschlägt, einzelne, dosierte Schläge.
    Die Steuerung über das Strömungsventil muss wirklich schnell sein damit der vom Werkstück abprallende Hammer nicht durch den noch anliegenden Sschlagdruck ein weiteres Mal auf das Werkstück gestossen wird.
    Dieser Fall soll ausdrücklich vermieden werden.
    Der Mod meinte zwar das dieses Rückprellen kaum passieren kann da Schlagdruck anliegt, ich bin mir aber da nicht so sicher.
    Am Ende werden es die Versuche zeigen.
    Ich denke wir werden die Steuerung mit einer messeinrichtung anlernen und die Umschaltzeiten für jeden Druck im Rechner hinterlegen.
    Gruss!
     
  6. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    Was wird denn da jetzt wie gehämmert?
    Soll da was umgeformt werden? Mit Pneumatikzylindern nutzt man da besser die statische Kraft, die ist immerhin um bis zu 50% größer, als die Kraft in Bewegung... oder soll der 1kg Hammer nur mit Druckluft beschleunigt, und quasi im freien Fall auf was auch immer hier gehämmert wird auftreffen?

    Wieso gehen Endlagenschalter nicht?

    Viel Spaß dabei, wenn es doch so genau sein soll.

    Beschreibe das Problem noch einmal genau, d. h. was Sinn und Zweck der Bearbeitung ist und was genau das Problem mit dem Zylinder ist, dann können wir dir weiterhelfen.
     
  7. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    So Grüße,

    hier Schaltplan , Schaltplanbeschreibung und Skizee Prototyp Anlage

    Viel Spass!
     

    Anhänge:

  8. AW: Zylindersteuerung ohne Endlagenschalter

    Sehr schöne Erleuterung - sowas schaffen die wenigsten.
    Die Auslegung scheint ja schon ziemlich gut zu sein, hätte mir hier eine größere Baustelle erwartet. In deinem Fall machen Endschalter sowieso keinen Sinn, da der Hub des Zylinders ja variabel ist - sonst kann es passieren, dass vor dem eigentlichen Auftreffen bereits der Rückhub beginnt (außerdem wird der Zylinder ja nicht 100 mm Wandstärke haben - induktive Näherungssensoren würden da sicher funktionieren).
    Du schreibst, dass du Lichtschranken zur Geschwindigkeitsmessung einsetzen willst. Gibt es da schon konkrete Pläne?
    Vielleicht würde sich ein optischer Abstandssensor (Reflexlichtschranke, Laser,... z.B. das hier) seitlich am Zylinder anbieten, welcher den aktuellen Hub des Zylinders misst - damit könnte man einerseits die Geschwindigkeit zur Bezugsherstellung Druck/Energie messen (wobei du da schon recht hast mit der vorherigen Abstraktion dieser Analogie, das in Echtzeit zu regeln wird sich nicht ausgehen), andererseits könnte man damit den unteren Totpunkt des jeweiligen Hubes (v=0) bestimmen und somit sicher den Rückhub einleiten.

    Wenn Ambos und Gestell sehr steif sind (wovon ich ausgehe), zieht der Zylinder massenmäßig immer den Kürzeren. Aus dem Stoßgesetz resultiert damit immer ein Rückfedern des Hammers (außer das Rundteil besteht aus einer teigförmigen Masse ohne elastischen Verformungsanteil - naja wobei hier dann immer noch die Elastizität des Hammers bleibt).
    Wenn man nur mit großen Drücken fährt, dann ist der Effekt sicher gering - trotzdem drückt der Zylinder dann immer noch mit voller Kraft auf das Rundteil - und ich glaube, das will man ja genau vermeiden, sodass nur eine eingestellte Verformungsarbeit geleistet wird und dann fertig.
     

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