Zweigstelle Hydraulik

B

Benutzer247635

Gast
Hallo,
Folgendes Szenario: Ein Volumenstrom einer Pumpe fließt in eine Zweigstelle (T-Stück) und dann in zwei Hydraulikmotoren/Drosseln (auf jeden Fall entsteht Lastdruck). Der Volumenstrom der Pumpe ergibt sich aus der Summe der Volumenströme der beiden Motoren/Drosseln. Wie sieht es mit dem Pumpendruck aus? Ergibt sich dieser auch aus der Summe der beiden Teildrücke oder gilt: p1=p2=Pumpendruck?
 
Ergibt sich dieser auch aus der Summe der beiden Teildrücke oder gilt: p1=p2=Pumpendruck?
Der höchste, benötigte Druck bestimmt den Pumpendruck.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Bis auf den (bei richtiger Dimensionierung der Rohre vernachlässigbaren) Druckverlust an den Rohren
liegt an beiden Hydraulikmotoren der gleiche Druck an, wie er auch von der Pumpe kommt.
 
B

Benutzer247635

Gast
Von einer Pumpe kommt kein Druck, sondern Volumenstrom. Der entsteht durch Verbraucher. Die Frage ist: Addieren sich diese bei einer Zweigstelle?
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Eine Pumpe liefert eine Druck/Volumenstrom-Kennlinie
und der Systemdruck stellt sich danach ein,
(worauf er geregelt ist oder) wieviel Volumenstrom die Verbraucher ziehen.

Insofern wollte ich zum Ausdruck bringen:
Nach der Pumpe UND an den Hydraulikmotoren liegt der GLEICHE Druck an.
 
B

Benutzer247635

Gast
Nach der Pumpe UND an den Hydraulikmotoren liegt der GLEICHE Druck an.
Okay, soweit bin ich jetzt.

Der höchste, benötigte Druck bestimmt den Pumpendruck.
Ich habe etwas Anderes gelesen. In einer Parallelschaltung herrscht der Druck , der aus der Belastung des am gering belasteten Verbrauchers hervorgeht. Quelle: Einführung in die Ölhydraulik (Matthies, Renius, kein direktes Zitat).
Beispiel: Eine Pumpe läuft. Der Volumenstrom verteilt sich auf zwei Leitungen durch ein T-Stück. In einer Leitung ist ein Motor, der eine Seiltrommel, die ein Gewicht hebt, antreiben soll. Die zweite Leitung geht "ins Leere" ohne Verbraucher. So ist überall der Druck gleich dem Atmosphärendruck und die Trommel wird sich nicht bewegen.
 
Ich habe etwas Anderes gelesen. In einer Parallelschaltung herrscht der Druck , der aus der Belastung des am gering belasteten Verbrauchers hervorgeht. Quelle: Einführung in die Ölhydraulik (Matthies, Renius, kein direktes Zitat).
Beispiel: Eine Pumpe läuft. Der Volumenstrom verteilt sich auf zwei Leitungen durch ein T-Stück. In einer Leitung ist ein Motor, der eine Seiltrommel, die ein Gewicht hebt, antreiben soll. Die zweite Leitung geht "ins Leere" ohne Verbraucher. So ist überall der Druck gleich dem Atmosphärendruck und die Trommel wird sich nicht bewegen.
Oder so herum.

Ich ging jetzt davon aus, wenn du über ein T-Stück 2 Hydraulikzylinder ausfährst (gleicher Kolbendurchmesser), einer muss keine Last drücken, der andere muss eine Last drücken, dann den ungünstigsten Fall suchst. In dem Fall wäre es so, dass zuerst der Zylinder ohne Last ausfährt bis Anschlag und dann baut sich der Druck auf um den zweiten Zylinder auszufahren. Das wäre für mich hier der ungünstigste Fall (da dieser Druck die Auslegung des Antriebs und der Leitungen etc. bestimmt). Spinnt man noch weiter und der zweite Zylinder ist auch am Anschlag baut sich ein unkontrollierter Druck auf (sofern die Pumpe keine Druckregelung hat und kein DBV im Kreislauf verbaut ist). Deshalb muss normalerweise in DBV verbaut werden und das ist so eingestellt, dass es ein kleines Stück oberhalb des "höchsten" Verbrauchers öffnet.
 
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