Zusammenhang Querkraft- / Biegemomentverlauf

Da doch immer wieder das Thema negativ / positiv, unten / oben bei Erstellung der Zeichnungen für Querkraft- und Biegemomentverlauf angesprochen wird, hab ich hier mal mein Verständnis dazu, dass hoffentlich korrekt ist: :D

Querkraftsverlauf:
Als Erstes zeichnet man ja, zumindest in der Klausur, den Querkraftverlauf indem man einfach die wirkenden Kräfte von links nach rechts durcharbeitet und einzeichnet. Dabei werden sämtliche Kräfte auch so eingezeichnet wie ihre Wirkrichtung im freigeschnittenen System ist. Soweit also noch recht einfach. :)

Nun zu den Biegemomenten:
Ich habe es so verstanden, dass eine negativer Querkraftsbereich (unter Nulllinie) einen steigenden Biegemomentverlauf verursacht und logischerweise ein positiver Querkraftsbereich (über Nulllinie) einen sinkenden Biegemomentverlauf. Je höher der Querkraftswert oberhalb oder unterhalb liegt, desto stärker "reagiert" der Biegemomentverlauf durch Sinken oder Steigen!

Beispielhaft die Musterklausur:
Start 0 Nm
Querkraftsverlauf beginnt bei -1,81kN (Fs) > Biegemoment beginnt von 0 nach oben zu steigen (bis 72,4Nm)
Querkraftsverlauf durch Fay=2,1kN wieder oberhalb Nulllinie (+0,29kN) > Biegemoment sinkt wieder ab (bis 39,63Nm)
Querkraftsverlauf durch Fb=0,6kN noch weiter nach oben (+0,89kN) > Biegemoment sinkt stärker ab (bis 0 Nm)
Ende 0 Nm

So kann ich mir das recht einfach merken..... hoffe das es auch stimmt...?!?! :oops:
 
AW: Zusammenhang Querkraft- / Biegemomentverlauf

Gerade gesehen, dass diese recht einfache Betrachtung nur funktioniert, wenn man die entsprechenden Biegekräfte immer LINKS von der betrachteten Lagerstelle hat! Aber dies ist ja in der Klausur problemlos möglich, so dass man die andere Möglichkeit aussen vor lassen kann. :D


(Ich finde die O-Regel eher verwirrend weil die Biegemomente mit positivem Vorzeichen bei nach oben gebogenem Balken aber nach unten, unterhalb der Nulllinie gezeichnet werden müssen! Reichliches Durcheinander meiner Meinung nach o_O )
 
AW: Zusammenhang Querkraft- / Biegemomentverlauf

(Ich finde die O-Regel eher verwirrend weil die Biegemomente mit positivem Vorzeichen bei nach oben gebogenem Balken aber nach unten, unterhalb der Nulllinie gezeichnet werden müssen! Reichliches Durcheinander meiner Meinung nach o_O )

Klingt für mich auch verwirrend ...

Ich hatte seinersiet mal mit folgenden Festlegungen eines Koordinatensystems TM gelernt:

[tex]\hspace{70}[/tex]Skizze.PNG

Dann erhält man n.m.M. schlüssige Zustandslinien. Beispiel:

[tex]\hspace{70}[/tex]M.PNG

Aber man hält sich wohl am besten an das, wie man´s gelehrt bekommt ... ;)
 
P

paulinet

Gast
AW: Zusammenhang Querkraft- / Biegemomentverlauf

Also da gehen die Meinungen zum letzten Satz wohl auseinander.

Es gibt Darstellungen da werden positive Querkräfte nach oben und andere da werden sie nach unten dargestellt. Je nachdem, ob man von links oder von rechts die wirkenden Kräfte anträgt. An einer Schule wechselt das sogar bei den profs.

An der TU Darmtadt stellt man positve Werte nach oben dar, negative nach unten!

Eine Ausnahme: die Baubranche stellt das Moment positv nach unten dar. Das hat historische Gründe. Das Moment ist aus dem Seileck entstanden.
In der letzten Klausur habe ich alle positiven Kräfte nach oben dargestellt! Auch das Moment.
Dann kann man in der Klausur schneller kontrollieren, weil das eine die Ableitung des anderen ist und umgekehrt das Integral .
An der FH Darmstadt wird sogar die negative Normalkraft (Druck) nach oben dargestellt und die positive (Zug) NACH UNTEN.

Also der Herrgott hat einen großen Tiergarten.

Faustregel: wird die gestrichelte Faser geknutscht, ist das ein negatives Moment. Knutschen ist eben negativ!

pauline
 

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