Zulassung DAA Technikum

Hallo Jungs,


ich denke hier wird es nicht viele Frauen geben, dennoch Grüße ich auch die taffen Mädels, die in den männerdominierten Berufen jeden Tag kämpfen und sich durchsetzen.

Ich habe folgendes Problem:

Ich habe 2006 meine Ausbildung als Industriekauffrau abgeschlossen und bin seit 2010 im techn. Vertrieb bei einem Hersteller für Ventilatoren und Lüftungsgeräten.

Anfang Januar war ich bei einer Infoveranstaltung des DAA-Technikums und habe mir Infomaterial zukommen lassen. Ich habe Interesse daran den Elektrotechniker nebenberuflich zu machen.

Danach habe ich eine Email bekommen, dass ich nur zugelassen werden kann, wenn ein Tätigkeitsnachweis vorliegt, der dem eines Facharbeiters gleicht. Welche Tätigkeiten sind denn hier gemeint?

Ich habe bei meinen Kollegen nachgefragt und die meinen, dass Elektrotechniker der schwierigste Techniker ist. Aber das ist die Fachrichtung, die mich am Meisten interessiert.

Für den HLK-Techniker reicht mein Tätigkeitsbereich aus….

Ich habe hier im Forum gelesen, dass man vom Niveau (Mathe, Physik) bei Klasse 8-10 anfängt.

Was meint ihr??
 
Meiner Meinung nach ist der Techniker eher als Weiterbildung für "technische" Berufe gedacht, du hast ja quasi eine kaufmännische Berufsausbildung abgeschlossen. Deswegen wird das DAA Technikum auch den Nachweis, speziell in der Elektrotechnik, verlangen. Als Technikerin würdest du im Endeffekt größere Verantwortung in diesem Bereich tragen, welche sich auch auf deine Mitmenschen auswirkt.
Die Unterscheidung zu HLK kann ich mir nicht erklären. Vielleicht gilt in der Elektrotechnik ein höheres Risiko.

Das wäre aber nur meine Erklärung, sicher gibt es auch andere Stimmen.
Du solltest dir vielleicht überlegen, wo dein Ziel ist. Soll es nur der Techniker bleiben oder auch weiter in Richtung Betriebswirt gehen? Dann wäre ein anderer Weg sinnvoller oder ein Studium sollte in Betracht gezogen werden.

Zum Stoff kann ich sagen, dass es mit ein wenig Arbeit kein Problem darstellen sollte. Du hast ja evtl. schon vom DAA die Probematerialien gesehen.
Für Mathe kann man auch viel vorarbeiten.
Einfach ein Buch über Einstieg in Hochschulmathematik kaufen und durcharbeiten, am besten mit Übungen. Das ist dann fast der komplette Stoff im Techniker. "Keine Angst vor Mathe" von Werner Poguntke kann ich empfehlen.

Ich bin gespannt auf die Antworten der Elektrotechniker, welche dir wahrscheinlich noch relevantere Antworten geben können.
Auf alle Fälle machst du mit einer Weiterbildung nie etwas falsch!
 
Na ja...meines Wissens braucht es "einschlägige Berufserfahrung", wer einen Elektrotechniker machen will, sollte zumindest Elektrofachkraft sein, also eine Ausbildung in dem Bereich als Energieanlagen/Industrie/Büro-Informations/.../...-Elektroniker/in, Elektro-Installateur/in (oder wie auch immer das aktuell heißt) abgeschlossen und diesen Beruf eine Mindestzeit ausgeübt haben.

Der Umgang mit Elektrizität birgt Gefahren und Risiken, deren Einschätzung und Handhabung in einer elektrotechn. Ausbildung vermittelt und geprüft wird.
Kaufleute haben damit nichts zu tun und die HLK-Monteure/Techniker auch nicht zwingend (die meisten dieser Kollegen laufen mit betrieblich eingetrichterten Scheuklappen durch die Gegend, klemmen Dir zwar noch Geräte ab, wenn sie Ihnen im Weg sind und schreien anschließend nach dem "ELEKTRIKER!?" der die auseinandergerupften Brocken ohne Vor-Wissen wieder anschließen muss, grrr :sick:...erlebe ich täglich! Sorry, ich bin off topic...)

Die Lüftungsgeräte, die Du verkaufst, müsste ein angehender Elektrotechniker bereits anschließen können und dürfen, das Können ist erlernbar, das Dürfen bedart einer Prüfung durch Fachleute entsprechender Gremien (IHK oder HWK), was in den Azubi-Prüfungen Thema ist.

Der Lernstoff Mathe fängt wieder beim Bruchrechnen an, zieht sich über binomische Formeln, geometrische Berechnungen, komplexes Rechnen (da hört´s in der Elektronikerausbildung auf) bis hin zu Integral- und Differentialrechnen. Abiturienten kennen das (und mehr) schon.
In der Physik ist die Mechanik ein großer Teil, mit Kräften, Masse, Beschleunigung, usw., aber das setzt auch wieder in der 8. Klasse an. Es ist halt ein groooßes Paket Papier, aber es ist mit einem gewissen Teil an Selbst-Disziplin und strukturiertem Lernen absolut machbar.

Den Zugang zur Elektrotechnik bekämst Du mit Abitur über ein Studium - das ist dann halt stärker Theorie-lastig und nicht jedermanns, äh fraus - oder wie heißt das...Sache. You know, what I mean!?

Vor vielen Monden hatte ich mal eine ähnliche Frage, als ich mich beim DAA anmelden wollte und Post kam mit den Formularen:
Antrag auf Zulassung zur staatl. Prüfung

Einstweilen wünsche ich Frohe Ostern,
Jürgen 🙂
 
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