Wirtschaftsingenieurwesen an der Wilhelm Büchner Hochschule

Hallo zusammen,

vor 2 Jahren habe ich den Staatlich geprüften Elektrotechniker erfolgreich abgeschlossen.
Nun möchte ich aber noch einen Schritt weiter gehen.
Ins Auge gestochen ist mir der B.Eng Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Informationstechnik an der Wilhelm Büchner Hochschule.
Hat jemand Erfahrung zum Studiengang oder zur Hochschule selber?
Und ist es mit 27 evtl. zu spät für ein Studium? Eure Meinung bzw. eure Erfahrungen würden mich interessieren.

Gruß ETTechniker
 
Es gibt kein zu spät für ein Studium. Denk doch mal selbst nach, wie lange hast du gearbeitet? Was glaubst du wie lange du noch arbeiten musst? Was sind 3 Jahre Studium wenn du noch 35 Jahre arbeiten wirst. Außerdem sollte man immer danach streben, das zu erreichen was man wirklich will. Wichtig ist nur die Frage, brauchst du dafür das Studium oder geht es auch anders?
Ich halte die Qualität der Dozenten und Unterrichtseinheiten im Fernstudium für sehr durchwachsen, kann aber auch nur von 2 Semestern berichten. Schlussendlich geht es darum ein Studium abzuschließen. Die Qualität hängt stark von den Dozenten ab und war zumindest bei Diploma extrem schwankend, auch durch ständig Personalwechsel.
 
Hallo ETTechniker,

zu alt ist man nie für eine Weiterbildung. Ich bin selbst 33 Jahre und fange jetzt noch ein Fernstudium an. Was zählt ist zur Weiterbildung hauptsächlich die Berufserfahrung wo du bei einem Fernstudium ja nach wie vor hast.

Hast du dir mal die DIPLOMA Hochschule angesehen? Da kannst du mit deinem abgeschlossen Techniker pauschal 2 Semester verkürzen. Alternativ kannst du aber auch bei der WBH versuchen so viel wie möglich anrechnen zu lassen. Ich bin selbst bei der WBH und mache gerade ein Zertifikat und bin dort eigentlich ganz zufrieden. Von der DIPLOMA habe ich allerdings keine Erfahrungen.
 
Hat jemand Erfahrung zum Studiengang oder zur Hochschule selber?
Und ist es mit 27 evtl. zu spät für ein Studium?
Bin aktuell noch an der WBH, Studiengang Maschinenbau. Bin gerade am Bearbeiten der Bachelorthesis, wenn nichts mehr schief geht ist die Abgabe am 01.08.
Prinzipell passt es. Wenn du dir auf Fernstudium.de oder anderen Seiten die Berichte durchliest: Es meckern immer wieder Leute über Hefte, die nicht aktuell sind etc. --> an einer "normalen" Hochschule sind die Skripte auch nicht immer aktuell. Wichtig ist, dass man sich am Anfang ein kleines Netzwerk aufbaut, um sich gegenseitig helfen zu können.
Zum Alter: Ich habe mit 36 begonnen und war nicht der Älteste. Also bleib wegen dem Alter mal ganz locker ;)
 
Vielen Danke für eure Rückmeldungen. Wie es aussieht, werde ich das Fernstudium an der WBH beginnen.
Ich habe mir jetzt nochmal das gratis Infomaterial bestellt und versuche mir etwas vom Techniker anrechnen zu lassen.
Und klar, es gibt immer Leute die meckern, aber der Großteil (so habe ich den Eindruck) ist positiv gestimmt.
Habt ihr für das Fernstudium eure Arbeitszeit reduziert, oder ging das neben Vollzeit-Arbeit?
Für weitere Meinungen bin ich natürlich dankbar.
 
Versuche vorher die Anrechnung durch zu bekommen und dann erst die Einschreibung. Denn andersrum hat die WBH wenig Interesse dir Studiengebühren zu erlassen (durch die Anrechnung wird das Studium günstiger, da du weniger bearbeiten muss).

Habe eine Vollzeitstelle mit Frau und Kind. Habe aber einen Tag pro Woche Homeoffice. 3 Stunden davon bekomme ich bezahlt, die restlichen 35 Stunden muss ich in 4 Tagen in der Firma sein.
Lerntechnisch habe ich mir 2 Abende in der Woche reserviert + den kompletten Freitag und Sonntag. Und das wurde durchgezogen, egal was war (außer krank). Urlaub gab es im Endeffekt 1 Woche pro Jahr, der Rest wurde für Prüfungen und Labore verwendet. Habe für jede Prüfung bei der rein Repititorium angeboten wurde, dieses auch mitgenommen. Und Prüfungen habe ich alle - bis auf eine - in Pfungstadt geschrieben. Hatte den Vorteil, dass man immer mal wieder andere Studenten traf. Und im Rep gab es hi und da auch konkrete Tipps, was für die Prüfung am nächsten Tag relevant sein kann.

Tipp: Wenn du dich mal eingegroovt hast (so ab dem dritten Semester), versuch die Laboreingangsprüfungen relativ frühzeitig zu erledigen. Tw. muss man manche Labore schon fast ein Jahr im Voraus buchen und Voraussetzung für die Buchung ist eine bestandene Laboreingangsprüfung. Und gehe bald zur Einführungsveranstaltung, damit du Mitstudenten kennenlernst, sowie die WBH mit OnlineCampus.
 
B

Benutzer74741

Gast
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Prinzipell passt es. Wenn du dir auf Fernstudium.de oder anderen Seiten die Berichte durchliest: Es meckern immer wieder Leute über Hefte, die nicht aktuell sind etc. --> an einer "normalen" Hochschule sind die Skripte auch nicht immer aktuell. Wichtig ist, dass man sich am Anfang ein kleines Netzwerk aufbaut, um sich gegenseitig helfen zu können.
Zum Alter: Ich habe mit 36 begonnen und war nicht der Älteste. Also bleib wegen dem Alter mal ganz locker ;)

Ich studiere an der WBH im Master und kann das daher ganz gut vergleichen, mit meinem Bachelor an einer staatlichen FH vor 10 Jahren...
Die Studienhefte sind teilweise gut, teilweise sind sie eine Zumutung.
Die Welt der partiellen Differentialgleichungen auf 150 Seiten zu erklären...

Klar, an einer normalen Hochschule sind die Skripte auch mal gut, mal schlecht. Manchmal macht ein Prof. damit sogar ein Geschäft, indem er sein Skript für 20 EUR verkauft, anstatt es zum Kopierpreis zur Verfügung zu stellen.
Aber an der normalen Hochschule sind die Skripte eben auch nicht zum Selbst lernen gedacht, sondern sollen lediglich die Vorlesung begleiten.
Auch der Kontakt zu den Profs. funktioniert an der normalen Hochschule, in der Regel, besser. Denn da gehe ich einfach hin, klopfe an die Tür oder spreche den Prof. nach der Vorlesung an.

An der WBH musst du dich, nach meiner Erfahrung, bei manchen Profs. oder Tutoren auf 2 bis 3 Tage Reaktionszeit einstellen. Das kann, gerade kurz vor einer Klausur in der letzten Phase der Vorbereitung, schon ganz schön bremsen...

Das Netzwerk wird meines Erachtens überschätzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in einer Gruppe wirklich mal ein Problem oder eine Aufgabe gemeinsam geknackt haben. Am Ende grübelt dann doch jeder für sich alleine.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Aber an der normalen Hochschule sind die Skripte eben auch nicht zum Selbst lernen gedacht, sondern sollen lediglich die Vorlesung begleiten.
Auch der Kontakt zu den Profs. funktioniert an der normalen Hochschule, in der Regel, besser. Denn da gehe ich einfach hin, klopfe an die Tür oder spreche den Prof. nach der Vorlesung an.
Kenne ich noch so, dass man nichts ausgeteilt bekam, sondern selbst mitschreiben "durfte".
Die Profs waren auch nur manchmal hilfsbereit.

An der WBH musst du dich, nach meiner Erfahrung, bei manchen Profs. oder Tutoren auf 2 bis 3 Tage Reaktionszeit einstellen. Das kann, gerade kurz vor einer Klausur in der letzten Phase der Vorbereitung, schon ganz schön bremsen...
Stimmt. Aber auch hier gibt es gute und schlechte. Manche gute Dozenten arbeiten auch fächerübergreifend (bekommt man aber nur raus, wenn man viel mit denen zu tun hatte oder Tipps von anderen Studenten bekommt)

Das Netzwerk wird meines Erachtens überschätzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in einer Gruppe wirklich mal ein Problem oder eine Aufgabe gemeinsam geknackt haben. Am Ende grübelt dann doch jeder für sich alleine.
Meine Erfahrung ist genau gegenteilig. Bin in einer Gruppe mit > 40 Personen (allerdings nur Maschinenbau) und dort klappt der Austausch sehr gut.
 
B

Benutzer74741

Gast
Kenne ich noch so, dass man nichts ausgeteilt bekam, sondern selbst mitschreiben "durfte".
Die Profs waren auch nur manchmal hilfsbereit.
Da muss ich dir selbstverständlich Recht geben. Es gab auch immer wieder Profs. die ihr Wissen als so wertvoll und ihre eigene "Stellung" als so herausgehoben wahrgenommen haben, dass Sie weder Skript noch eine "offene Tür" für die Studenten hatten.
Aber, und das unterscheidet eben die "normale FH" von der WBH. In diesem Fall hattest du immer noch die Vorlesung und die MUSSTE der Prof. halten. Und du hattest regelmäßig 5(?) bis 50 Studenten, mit denen du dich direkt mit Augenkontakt austauschen konntest.
Es ist eben, leider, ein Unterschied, ob ich dich direkt mit Augenkontakt frage "Hast du die Aufgabe xx gelöst? Ich komme da nicht weiter..."
Oder ob ich das in eine WhatsApp-Gruppe mit 25 Leuten schreibe...

Stimmt. Aber auch hier gibt es gute und schlechte. Manche gute Dozenten arbeiten auch fächerübergreifend (bekommt man aber nur raus, wenn man viel mit denen zu tun hatte oder Tipps von anderen Studenten bekommt)
Das ist vermutlich ein Nachteil vom 3-semestrigen Master. Ein echter Kontakt zu den Profs. baut sich hier nur schwer auf. da für jedes Fach jemand anderes zuständig ist und man ja ohnehin, nach Plan, nur 1,5 Jahre studiert...

Meine Erfahrung ist genau gegenteilig. Bin in einer Gruppe mit > 40 Personen (allerdings nur Maschinenbau) und dort klappt der Austausch sehr gut.

Dürfte dasselbe Problem wie oben erwähnt sein. Bei "nur" 6 Klausuren und einem Vor-Ort-Labor ist das "WIR"Gefühl sicherlich geringer, als im Bachelor mit wesentlich mehr Präsenzphasen und Kennenlern-Möglichkeiten.
Viele Gruppenteilnehnmer habe ich persönlich nie getroffen...
 
Aber, und das unterscheidet eben die "normale FH" von der WBH. In diesem Fall hattest du immer noch die Vorlesung und die MUSSTE der Prof. halten. Und du hattest regelmäßig 5(?) bis 50 Studenten, mit denen du dich direkt mit Augenkontakt austauschen konntest.
Es ist eben, leider, ein Unterschied, ob ich dich direkt mit Augenkontakt frage "Hast du die Aufgabe xx gelöst? Ich komme da nicht weiter..."
Oder ob ich das in eine WhatsApp-Gruppe mit 25 Leuten schreibe...

Es gäbe ja auch noch das interne Forum im OC, das aber so gut wie keiner nutzt bzw. maximal um Fehler in den Heften aufzuzeigen. Nach meinem Verständnis war das genau dafür gedacht.
 
Bin aktuell auch an der WBH. Habe davor meinen Techniker beim DAA gemacht und einge Fächer angerechnet bekommen.
Klar muss einem sein, dass ein Studium definitiv mehr erfordert wie der Techniker. Nach der jetzigen Einschätzung würde ich sagen das doppelte :D. In meinen Techniker hab ich sicher gelernt, aber den hab ich mit deutlich wenierg Aufwand mit 1,8 abgeschlossen. Um das an der WBH zu schaffen muss man schon mehr Aufwand betreiben (mMn.). Ich selbst hab auch erst mit 32 angefangen. Zu Beginn des Studiums war das so der Schnitt würde ich sagen. Und wie schon geschrieben. Wir müssen ja noch bis 70 arbeiten, da bleiben also noch ein paar Jahre Zeit. Ist also nicht für Umsonst wenn man es nochmal angeht. Man braucht nur Durchhaltevermögen ;)
 
Hi Jens,

kannst du mir verraten was du angerechnet bekommen hast? Habe meinen Techniker ebenfalls bei der DAA gemacht und schwanke nun zwischen der Hamburger Fernhochschule , bei der es eine recht einfache, pauschale Anrechnung von 7 Studienmodulen + Hauptpratikum gibt und der WBH, bei der individuell über Anrechnungen entschieden wird.

Bin aktuell auch an der WBH. Habe davor meinen Techniker beim DAA gemacht und einge Fächer angerechnet bekommen.
Klar muss einem sein, dass ein Studium definitiv mehr erfordert wie der Techniker. Nach der jetzigen Einschätzung würde ich sagen das doppelte :D. In meinen Techniker hab ich sicher gelernt, aber den hab ich mit deutlich wenierg Aufwand mit 1,8 abgeschlossen. Um das an der WBH zu schaffen muss man schon mehr Aufwand betreiben (mMn.). Ich selbst hab auch erst mit 32 angefangen. Zu Beginn des Studiums war das so der Schnitt würde ich sagen. Und wie schon geschrieben. Wir müssen ja noch bis 70 arbeiten, da bleiben also noch ein paar Jahre Zeit. Ist also nicht für Umsonst wenn man es nochmal angeht. Man braucht nur Durchhaltevermögen ;)
 
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