Wiedereinstieg in Technikerstelle, welche Weiterbildung hilft?

Hallo ihr netten Leute,

ich bin jetzt 30 Jahre alt und nach meiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker und Weiterbildung zum Maschinenbautechniker, startete ich im Jahr 2017 als Konstrukteur im Sondermaschinenbau in einem mittelständischen Betrieb. Die Arbeit machte mir großen Spaß, da ich als verantwortlicher Konstrukteur bereits sehr früh viel Verantwortung übernehmen konnte und in viele Projekte einbezogen wurde.
Leider hat sich die Firmenleitung (zum Ärger des Leiters Maschinenbau) dazu entschieden, aus Kostengründen zukünftig wieder auf externe Konstrukteure zu setzen. Da mein Vetrag auf 1 Jahr befristet war, musste ich mir also eine neue Stelle suchen. Irrerweise hat mir mein Chef kurz vor Ende meiner Vertragslaufzeit noch mitgeteilt, dass man mich nun doch unbefristet einstellen würde. Natürlich hatte ich da schon den Arbeitsvertrag für eine neue und vielversprechende Stelle als Konstrukteur unterschrieben.
In der neuen Stelle hat dann garnichts funktioniert (Aufgaben, Kollegen, Vorgesetzte,..) und bereits nach 4 Monaten schied ich dort dann aus.

In den folgenden 6 Monaten suchte ich nun dringend eine neue Stelle. Leider hat es nach fast 30 Bewerbungen nicht für eine Technikerstelle geklappt. Dafür startete ich als Maschinenbediener im 3-Schicht Betrieb in einer großen Firma (über 6000 Mitarbeiter). Die Arbeitsbedingungen sind nun eigentlich viel besser, da ich netto viel mehr bekomme und auch mehr Freizeit habe (3200€ netto + 13. Jahresgehalt + Prämie bei 35h, vorher 2500€ bei 38h). Die Arbeit ansich ist natürlich im Vergleich sehr stupide und macht jetzt nicht sooo viel Spaß. Ohne diesen Schritt hätte ich mir aber nicht vor zwei Jahren mein dringend benötigtes Eigenheim kaufen können.

Ich hatte große Hoffnung, dass ich jetzt nach 2 Jahren Chancen auf eine Technikerstelle in diesem Betrieb habe oder wenigstens mehr Verantwortung innerhalb meiner Abteilung bekomme. Leider sieht es nicht danach aus. Natürlich kann sich innerbetrieblich mal was ergeben. Das kann aber auch noch Jahre dauern.

Da ich heute finanziell einige Verpflichtungen habe (Eigenheimfinanzierung und meine Familie mit 3 Kindern) kann ich beruflich kein großes Risiko eingehen.
Um mein Wissen nicht ganz in der Versenkung zu lassen und um "am Ball" zu bleiben, möchte ich mich nun gerne nebenberuflich weiterbilden.
Gerne würde ich im Bereich SPS-Programmierung oder Elektrotechnik dazulernen.

Vielleich hat hier ja jemand einen Tipp, welche Vortbildungen für mich sinnvoll wären und wie ich diese mit Beruf und Familie vereinbaren kann.
 
Eine *Fortbildungsmöglichkeit wäre eine Art Online-Kurs wie sowas hier. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich natürlich streiten. Bei SPS-Programmierung halte ich Fehlersuche für einen sehr wichtigen Aspekt. Das lässt sich aber halt meistens nur machen, wenn man an einer richtigen Anlage / Modell sitzt. Wie viele elektrotechnische Vorkenntnisse hast du denn als Maschinenbauer? Bei gewissen Grundkenntnissen könntest du ja versuchen diverse DIY Projekte von YouTube und Co selbst umzusetzen. Dabei kann man sicher einiges dazulernen und hat vielleicht auch noch einen Nutzen davon bzw. es macht einfach mehr Spaß als eine theoretische Weiterbildung.

Die Frage ist natürlich auch immer, in wie Weit man vielleicht eine "Bescheinigung" o.ä. brauch für eine neue Bewerbung. Ich bin letztens auf die Seite Coursera gestoßen. Da kann man verschiedene Kurse belegen und bekommt dann ein Teilnahmezertifikat ausgestellt. Sowas wäre vielleicht auch eine Option für dich, da man das gut mit dem Familienleben und Job unter einen Hut bringen kann.
 
Top