Wie schwer ist der Techniker Maschinenbau? Vergleich zu Ausbildung/Abi

Moin an alle,

Kurz zu mir: Bin 26 Jahre alt habe Sommer 2020 meine Ausbildung zum Industriemechaniker beendet, konnte diese aufgrund guter Leistungen um 6 Monate verkürzen. Hab im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Schnitt von 1,2. Habe 2013 mein Abi (Mathe LK) mit dem Schnitt 2,3 gemacht.

Hatte geplant im August den Techniker in Vollzeit zu beginnen. Nun meine Frage wie schwer ist der Techniker im Maschinenbau im Vergleich zu meiner Ausbildung oder zum Abi?
Habe extra überlegt, dass ich den lieber in Vollzeit mache um mich nur auf die Weiterbildung zu fokussieren. Nun lese ich öfters, dass der Techniker ,,nur" auf Abi Niveau ist. Klingt deshalb so als wäre der Techniker auch in Teilzeit recht locker zu schaffen. (durch Abi etc.)

Falls fragen zum studieren kommen, ich habe 2015 angefangen Allgemeine Ingenieurwissenschaft an einer Uni zu studieren und dies nach 2 Semestern wieder abgebrochen.

Freue mich auf hilfreiche Antworten und Danke an alle.
 
B

Benutzer260630

Gast
Hab im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Schnitt von 1,2. Habe 2013 mein Abi (Mathe LK) mit dem Schnitt 2,3 gemacht.
Damit bist du doch für einen Techniker überqualifiziert. Mein Abischnitt war wesentlich schlechter und ich habe auch ein Studium geschafft. Warst du vielleicht einfach faul? Oder in welchem Bundesland hast du dein Abi gemacht?
 
Habe mein Abi in Hamburg gemacht. Studiert habe ich an der technischen Uni Hamburg-Harburg.

Ja ich war leider faul und zu Naiv. Dachte im Vergleich zum Abi kann das Studium nicht so viel schwerer sein.
Die Ausbildung hingegen war einfacher als das Abi. Nun wollte ich den langen Weg gehen. Techniker in Vollzeit, dann als Techniker arbeiten und später dann evtl. den Ing. im Fernstudium nachholen wenn es dadurch beim Arbeitgeber weiter bergauf geht.
 
B

Benutzer260630

Gast
Techniker und Studium ist meiner Meinung nach Quatsch. Das Studium ist doch eh höher und der Techniker kann nichts, was der Ingenieur nicht kann.
 
Nun lese ich öfters, dass der Techniker ,,nur" auf Abi Niveau ist.
Nein, weniger.
Die allgemeinbildenden Fächer sind eher auf Fachoberschulniveau, vielleicht sogar noch etwas drunter.
Bevor man für den Techniker und Meister pauschal mal eben die allgemeine Hochschulreife mit verschenkt hat, musste man als Techniker nach der staatlichen Abschlussprüfung in Mathe noch eine Zusatzprüfung ablegen, damit man die Fachhochschulreife bekam.
Als Meister hatte man gar keine Hochschulreife ohne den entsprechenden Schulabschluss.
Das mal so als Relation.
Sicher, man muss dranbleiben...
Wenn ich aber lese, dass du Abi und Mathe LK hast, dann wirst du dort zu den Besten zählen müssen.
Nicht vergessen: auch Leute mit Hauptschule dürfen dort anfangen und können das schaffen.
Ein Kumpel war hat das in Vollzeit gemacht mit einer durchschnittlichen mittl. Reife.
Der musste sich nach meiner bescheidenen Meinung nicht besonders ins Zeug legen und hatte vergleichsweise 2 lockere Jahre.
Wenn du dazu schon die Härten aus 2 Semestern Studium kennst, wird dir die Technikerschule eher wie eine Fortsetzung der Ausbildung erscheinen.
Ja ich war leider faul und zu Naiv. Dachte im Vergleich zum Abi kann das Studium nicht so viel schwerer sein.
Tja, falsch gedacht.
Aber im Ernst: mit deinen Vorkenntnissen wäre der Techniker auch fast Verschwendung, da bin ich bei SFI.
Ein Abbruch im Studium auf eigene Faust und nach einer recht kurzen Zeitspanne ist kein Beinbruch.
Warum denkst du nicht ernsthaft darüber nach zu studieren und diesmal richtig?
 
Damit bist du doch für einen Techniker überqualifiziert.
Wie meinst Du das? Abi plus Berufsausbildung ist so ziemlich dasselbe wie Hauptschulabschluss mit Ausbildung! Oder ist Abi plus Berufsausbildung=Techniker? Bestimmt nicht.
Techniker und Studium ist meiner Meinung nach Quatsch.
In diesem Fall sehe ich das nicht als Quatsch. Mit dem Techniker hat @Antagonist immerhin einen höheren Abschluss gegenüber dem Facharbeiter. Mit einem weiteren abgebrochenen Studium gar nichts!
Meinst Du, wenn das Studium im ersten Anlauf nicht funktioniert hat, dass es dann im zweiten geht?
und der Techniker kann nichts, was der Ingenieur nicht kann.
In der Realität: der Ingenieur (gibts den noch?) kann oft nicht mal das, was ein Techniker kann! Es fehlt einfach der Praxisbezug! Ich kenne mehrere Beispiele bei denen sich der Bachelor/Master ganz tolle Sachen ausgedacht hat, die so aber nicht funktionieren können.

Um mal zu der Hauptfrage von @Antagonist zu kommen: Der Techniker ist schwerer als die Ausbildung aber einfacher als das Abi. Liegt irgendwo dazwischen. Für die Abiturienten in meiner Klasse war die Technikerschule leicht. In Mathe, Physik, Englisch usw. weit überlegen. In den fachbezogenen Fächern, konnten eher die mit Ausbildung punkten. Da bei Dir ja beides vorhanden ist, sollte das nicht allzu schwer sein.
 
Techniker und Studium ist meiner Meinung nach Quatsch

Den Techniker hätte er sicher in der Tasche.
Bei den "Vorleistungen" sogar recht problemlos beim DAA nebenbei und um 1 Jahr verkürzt, dazu noch staatlich gefördert für nahezu keine Kosten.

Ich bin der Meinung von Vespacracker, was den höheren Abschluss gegenüber dem Facharbeiter belangt. Wenn man im Unternehmen bleibt, hat man weiterhin volles Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten.

Nach den 2,5 Jahren Techniker beim DAA kann er im Alter von 29 Jahren immer noch ein Fernstudium anfangen. Der Techniker ermöglicht dann evtl. eine auf ein Fernstudium besser zugeschnittene Arbeitsstelle bspw. Teilzeit, keine Schichten, Home-Office...

Falls es mit dem Studium nicht klappt, "fällt" der Fragesteller nicht sehr tief.



Die Diskussion zwischen den Fähigkeiten eines Ingenieurs und eines Technikers sollte in diesem Thread nicht wieder losgetreten werden...
 
B

Benutzer260630

Gast
Die Diskussion zwischen den Fähigkeiten eines Ingenieurs und eines Technikers sollte in diesem Thread nicht wieder losgetreten werden...
Du hast Recht. Tut mir leid, dass ich das angestoßen habe. War keine Absicht.

Meinst Du, wenn das Studium im ersten Anlauf nicht funktioniert hat, dass es dann im zweiten geht?
Wenn er intelligent genug ist und gelernt hat, woran es beim ersten Mal lag? Warum nicht?

Klar. Auch wenn es immer weniger Hochschulen gibt, die den akademischen Grad des Diplomingenieurs anbieten, steht auf den Bachelorzeugnissen, wenn es ein entsprechender Studiengang war, zusätzlich zum akademischen Grad des Bachelors: "Der Inhaber der Urkunde trägt die Berufsbezeichnung Ingenieur". Das geht auch aus dem Ingenieursgesetz in Deutschland hervor, das regelt, wer sich Ingenieur (ein geschützter Begriff, genau wie staatlich geprüfter Techniker) nennen darf.
 
Moin an alle,

Kurz zu mir: Bin 26 Jahre alt habe Sommer 2020 meine Ausbildung zum Industriemechaniker beendet, konnte diese aufgrund guter Leistungen um 6 Monate verkürzen. Hab im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Schnitt von 1,2. Habe 2013 mein Abi (Mathe LK) mit dem Schnitt 2,3 gemacht.
Deine Allgemeinbildung wird nie wieder höher und umfassender sein als beim Abitur;-)
 
Erstmal danke für die ganzen Antworten :)

In meiner jetzigen Firma bringt mir der Techniker nichts, da es dafür keine Stellen gibt, was auch ein weiterer Grund ist den in Vollzeit zu machen. Ich würde mir nach dem Techniker eh eine neue Firma suchen.
Ein Maschinenbau Bachelor dauert hingegen ca.4 Jahre was doppelt so lange wäre wie der Techniker. Somit würde ich auch 4 Jahre kein richtiges Geld verdienen.
Man darf auch nicht vergessen, dass mein Abi schon ca 8 Jahre her ist und ich den Stoff von damals mit Sicherheit nicht mehr ganz drauf habe.
Mein Gedanke war erstmal den Techniker machen möglichst kurz nach der Ausbildung und in kurzer Dauer(Vollzeit) um bei einem neuen Arbeitgeber zumindest schonmal eine ,,höhere´´ Position zu bekommen als ein Facharbeiter. Dort erstmal Berufserfahrung sammeln und wenn sich die Situation ergibt ein Studium nachzuholen. Da meine Stärken definitiv in der Theorie und nicht in der Praxis ist habe ich dann mit dem Techniker den höchsten Abschluss unterm Bachelor.
 
In meiner jetzigen Firma bringt mir der Techniker nichts
Ich bin immer ein Freund eines geregelten Einkommens, deswegen mein Vorschlag.
Eine Bewerbung aus einer Anstellung heraus ist immer angenehmer zu händeln und du kannst dir ein finanzielles Polster aufbauen.


Abschließend hast du deinen geplanten zukünftigen Weg doch sehr gut skizziert. Mach dir keine Sorgen, der Techniker ist nicht sehr schwierig und bei deinen Vorraussetzungen problemlos machbar. :thumbsup:



Du hast Recht. Tut mir leid, dass ich das angestoßen habe. War keine Absicht.
Dich habe ich nicht direkt gemeint, es galt eher allgemein, keine Sorge. 🙂
 
Wenn er intelligent genug ist und gelernt hat, woran es beim ersten Mal lag? Warum nicht?
Kann sein, muss es aber nicht. Und er selber sieht doch eher den Techniker vor? Da ist ein Studium doch von Anfang an zum scheitern verurteilt?
Klar. Auch wenn es immer weniger Hochschulen gibt, die den akademischen Grad des Diplomingenieurs anbieten
OK, ich dachte, dass es den Dipl. Ing. nicht mehr gibt.

Die Diskussion zwischen den Fähigkeiten eines Ingenieurs und eines Technikers sollte in diesem Thread nicht wieder losgetreten werden...
Da bin ich bei dir. Nur habe ich zu oft erlebt, was "Ingenieure" so alles "verbrechen". Da kommen ganz tolle Sachen dabei raus. Jemandem mit Berufsausbildung wäre das sofort aufgefallen. Der Ing. sagt dann, das kann ich doch mit einer Toleranzrechnung erledigen (selbst wenn es nicht geht!)

Ich dachte immer, die Berufsausbildung sei eine Zugangsvoraussetzung für die Technikerausbildung?
Nicht immer. Das kann auch "aufgeweicht" werden. Ich hatte zwei im zweiten Jahr, in der Klasse, die aus dem Studium kamen. Eine weitere war von der Fachoberschule. Wenn die Schule die Klasse nicht voll bekommt, geht mehr als man denkt!
 
B

Benutzer262508

Gast
Erstmal danke für die ganzen Antworten :)

In meiner jetzigen Firma bringt mir der Techniker nichts, da es dafür keine Stellen gibt, was auch ein weiterer Grund ist den in Vollzeit zu machen. Ich würde mir nach dem Techniker eh eine neue Firma suchen.
Ein Maschinenbau Bachelor dauert hingegen ca.4 Jahre was doppelt so lange wäre wie der Techniker. Somit würde ich auch 4 Jahre kein richtiges Geld verdienen.
Man darf auch nicht vergessen, dass mein Abi schon ca 8 Jahre her ist und ich den Stoff von damals mit Sicherheit nicht mehr ganz drauf habe.
Mein Gedanke war erstmal den Techniker machen möglichst kurz nach der Ausbildung und in kurzer Dauer(Vollzeit) um bei einem neuen Arbeitgeber zumindest schonmal eine ,,höhere´´ Position zu bekommen als ein Facharbeiter. Dort erstmal Berufserfahrung sammeln und wenn sich die Situation ergibt ein Studium nachzuholen. Da meine Stärken definitiv in der Theorie und nicht in der Praxis ist habe ich dann mit dem Techniker den höchsten Abschluss unterm Bachelor.
Servus Antagonist,

genau so werde ich es auch machen, ich denke im ersten Schritt den Techniker zu machen und im Anschluss ein Studium noch ggf. draufzusatteln bringt einem einige Vorteile. Natürlich ist das von Fall zu Fall individuell und jedem selbst überlassen, wie er das machen möchte..

Wollte dich eigentlich nur darauf hinweisen, dass du den Techniker durch deine bereits erlangte Hochschulreife verkürzen kannst und quasi direkt im zweiten Jahr (in die Fachstufe bei der Vollzeit Variante) starten kannst. So hast du - vorausgesetzt du findest noch einen Platz an einer staatlichen Fachschule für diesen September - bis 07/2022 Deinen Techniker in der Tasche. Lies hierzu mal einfach in der Technikerverordnung nach am Besten.. da stehen alle Voraussetzungen und Verkürzungsmöglichkeiten.
Ich habe mich selbst für diesen Weg entschieden und möchte anschließend noch ein Studium dranhängen, das ist aber alles noch Zukunftsmusik.
 
Ein Maschinenbau Bachelor dauert hingegen ca.4 Jahre was doppelt so lange wäre wie der Techniker. Somit würde ich auch 4 Jahre kein richtiges Geld verdienen.
Man darf auch nicht vergessen, dass mein Abi schon ca 8 Jahre her ist und ich den Stoff von damals mit Sicherheit nicht mehr ganz drauf habe.
So redet niemand, der nochmal studieren möchte.
So direkt sage ich das mal.
Mach den Techniker und schau, wo du landest.
Mein Gedanke war erstmal den Techniker machen möglichst kurz nach der Ausbildung und in kurzer Dauer(Vollzeit) um bei einem neuen Arbeitgeber zumindest schonmal eine ,,höhere´´ Position zu bekommen als ein Facharbeiter. Dort erstmal Berufserfahrung sammeln und wenn sich die Situation ergibt ein Studium nachzuholen.
Dann bist du round about 30, eventuell älter und willst dann noch ein hartes Studium wie Maschinenbau anfangen?
Glaub ich ehrlich gesagt nicht, nicht nach deinen vorherigen Ausführungen.
Für mich klingt das eher nach einer Rechtfertigung, den bequemeren Weg zu machen.
Ob das danach auch bequemer ist, sei mal dahingestellt.
Zur Frage nach der Schwierigkeit ist alles gesagt, Probleme wirst du dort nicht bekommen.
Wollte dich eigentlich nur darauf hinweisen, dass du den Techniker durch deine bereits erlangte Hochschulreife verkürzen kannst und quasi direkt im zweiten Jahr (in die Fachstufe bei der Vollzeit Variante) starten kannst.
Da höre ich das erste Wort von.
Quelle?
Welches Bundesland?
Ich kenne niemanden, der mit Abi den Techniker gemacht hat aber den ein oder anderen mit Fachabi.
Von verkürzen habe ich da nie was gehört.
Die konnten ingesamt, vorallem im 1. Jahr, ziemlich rumpimmeln, verkürzen ging aber nicht.
 
Moin an alle,

Kurz zu mir: Bin 26 Jahre alt habe Sommer 2020 meine Ausbildung zum Industriemechaniker beendet, konnte diese aufgrund guter Leistungen um 6 Monate verkürzen. Hab im Abschlusszeugnis der Berufsschule einen Schnitt von 1,2. Habe 2013 mein Abi (Mathe LK) mit dem Schnitt 2,3 gemacht.

Falls fragen zum studieren kommen, ich habe 2015 angefangen Allgemeine Ingenieurwissenschaft an einer Uni zu studieren und dies nach 2 Semestern wieder abgebrochen.

...

D.h. für so ein Studium muss man wohl ein "Nerd" sein, eine Art Naturtalent in Naturwissenschaften.

Warum nicht den Mittelweg wählen und ein FH Studium angehen ?
 
B

Benutzer260630

Gast
Warum nicht den Mittelweg wählen und ein FH Studium angehen ?
Das ist kein "Mittelweg", das ist äquivalent zu einem Unistudium und bringt den gleichen Abschluss. Die Zeiten, wo man ein (FH) im Titel mitschleppen musste, sind vorbei.

D.h. für so ein Studium muss man wohl ein "Nerd" sein, eine Art Naturtalent in Naturwissenschaften.
Nein. Nur unglaublich diszipliniert und lernbereit (oder unglaublich intelligent).

Ich sehe das immer als Waage: Man braucht Fleiß und Intelligenz für ein Studium. Je mehr von dem Einen da ist, desto mehr braucht man von dem Anderen. Extrema klappen nicht (jemand, der zu faul ist, Klausuren zu schreiben, obwohl er ein Sheldon Cooper ist kann genauso wenig bestehen wie ein schlechter Hauptschüler, der 10 h pro Tag Nachhilfe vom Prof persönlich bekommt).
 
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