wie gut anerkannt

Hi,
eine Freundin von mir möchte gerne eine Weiterbildung zum Chemotechniker machen. Eine Techniker-Schule (Teilzeit) ist zur Zeit nicht möglich und da hat sie an ein Fernstudium gedacht.
Aber sie ist sich noch etwas unsicher, wie anerkannt diese Studienmöglichkeit ist. Sie will keine 2000€ oder mehr in den Wind schießen und nichts davon haben.
Ich hab ihr schon gesagt, das man ja ne IHK Prüfung macht und das genau so zählt wie ne "normale" Schule. Stimmt doch, oder??

Kann mir da noch jemand was zu sagen??

Gruß Snoopy_7981
 
AW: wie gut anerkannt

HI!

man macht am Abschluss des Lehrganges keine IHK-Prüfung , sondern eine staatliche bei der entsprechenden Prüfungskommission des Bundeslandes!!

cu
Volker
 
C

Chemietechniker

Gast
AW: wie gut anerkannt

Hi,
eine Freundin von mir möchte gerne eine Weiterbildung zum Chemotechniker machen. Eine Techniker-Schule (Teilzeit) ist zur Zeit nicht möglich und da hat sie an ein Fernstudium gedacht.
Aber sie ist sich noch etwas unsicher, wie anerkannt diese Studienmöglichkeit ist. Sie will keine 2000€ oder mehr in den Wind schießen und nichts davon haben.
Ich hab ihr schon gesagt, das man ja ne IHK Prüfung macht und das genau so zählt wie ne "normale" Schule. Stimmt doch, oder??

Kann mir da noch jemand was zu sagen??

Gruß Snoopy_7981

Ich habe meinen Chemietechniker (nicht Chemotechniker!) auch über ILS gemacht. Die Akzeptanz schwankt je nach Arbeitgeber sehr stark, kann also sein, daß Karriere-mäßig ohne Umzugsbereitschaft kaum etwas drin ist. Dann hat Deine Freundin aber nicht 2000 EUR wie im Präsenzunterricht in den Wind geschossen, sondern je nach Wohnort ca. 8000 EUR und viele Urlaubstage.
Der Chemietechniker im Fernlehrgang ist nicht unbedingt ökonomisch. Da würde ich eher zu einem Bachelor Chemie raten, wenn das so eine grosse Bedeutung hat.

Die Akzeptanz einer staatlichen Prüfung ist mit der IHK-Prüfung vergleichbar, bei staatlichen Arbeitgebern ist sie besser. Viele Arbeitgeber wissen aber nichts mit dem Techniker anzufangen und es ist dann nur z.B. ein Laborant plus ein bisschen Weiterbildung, bei anderen Wiederrum wird er korrekt eingesetzt und ist auch begehrt.
 
C

Chemietechniker

Gast
AW: wie gut anerkannt

Keine Ursache, schau Dir vielleicht mal meinen Beitrag an unter "Gibt es was neues zum Thema: Techniker Titel in Deutschland" im Unterforum "Berufsleben".

Berufliche Weiterbildungen sind im Vergleich zum Studium teuer, der Techniker im Präsenzunterricht macht da eher eine Ausnahme. Die Gesamtkosten sollten so bei 2000 EUR oder weniger liegen. Der Industriemeister IHK kostet schon 3000 - 4000 EUR hat aber eine gute Anerkennung, ein Techniker des gleichen Fachbereichs sollte aber eine bessere Qualifikation sein. Techniker im Fernunterricht kostet richtig, ich denke die Lehrgangsgebühren liegen so bei 5500 - 6000 EUR und man darf die Kosten für Übernachtungen nicht unterschätzen.

Was wirtschaftlich sehr interessant ist, ist die Fernuni Hagen. Wenig Gebühren für hochwertige Materialien, Studienzentren über Deutschland verteilt. Nachteil dabei ist, daß nur wenig Studiengänge angeboten werden. Geht übrigens auch ohne Abitur.

Da kann Deine Freundin mal darüber nachdenken, rein wirtschaftlich ist ein Techniker über Fernstudium kaum die beste Wahl. Nur eine Notlösung falls Fernunterricht die einzige Möglichkeit ist. Vermutlich ist Sie Laborantin, oder? Mit genügend Engagement, der richtigen Branche (Pharma, Petro) und dem richtigen Vorgesetzten/Arbeitgeber verdient man auch nicht viel weniger.
 
AW: wie gut anerkannt

Da kann Deine Freundin mal darüber nachdenken, rein wirtschaftlich ist ein Techniker über Fernstudium kaum die beste Wahl. Nur eine Notlösung falls Fernunterricht die einzige Möglichkeit ist. Vermutlich ist Sie Laborantin, oder?
Hi, ja sie ist Laborantin. Die würde den Techniker gern in Teilzeit-Form machen, so wie ich es mache. Das Problem ist nur, das unsere Kollegen grad ziemlich ... :mecker: :mecker: Wir arbeiten nämlich in nem Schichtbetrieb (Früh- und Spätschicht) und da ists nicht sehr einfach mit Abendschule. Ich hab grad auch voll Probleme, da mich alle für egoistisch halten, das ich diese Abendschule mache und deshalb werden sie es nicht dulden, wenn nach mir noch mal jemand diese Schule macht und gleichzeitig geht nicht. Deshalb ist Fernstudium zur Zeit ihr einzige Möglichkeit.
 
H

haidi

Gast
AW: wie gut anerkannt

Ich würde fast behaupten, dass der Abschluß per Fernstudium sogar am Besten anerkannt ist. Man hat den gleichen Abschluss wie VZ und TZ Absolventen. Aber jeder Personaler wird anerkennen, dass es am einfachsten ist diesen Abschluss in 2 Jahren VZ zu erwerben. In 4 Jahren TZ ist es dann schon schwieriger (Doppelbelastung). Beim Fernstudium kommt dann aber auch noch der minimale Präsenzunterricht dazu und damit verbunden die noch höhere Eigenmotivation, die dadurch notwendig ist.
Also ich würde mir da keine Sorgen machen was die Anerkennung des Abschlusses angeht. Dann schon eher über die hohe Abbrecherquote beim Fernstudium.

Für mich hätte TZ und Fernstudium finanziell kein Unterchied gemacht (weite Entfernung zum Schulort) aber nachdem ich schon ein BWL-Fernstudium (FH)abgebrochen hatte kam für mich Fernunterricht nicht mehr in Frage.
Für mich hat es einfach weniger Eigenmotivation bedurft mich ins Auto zu setzen und in die Schule zu fahren als nach der Arbeit meine Unterlagen herauszuholen und auf eigene Faust zu lernen.......ist wohl aber typabhängig.

Über die allgemeine berufliche Anerkennung und Chancen als CT habe ich hier schon desöfteren geschrieben (bei Interesse Suchfunktion verwenden): vieles kann nichts muß......
 
C

Chemietechniker

Gast
AW: wie gut anerkannt

Habe mich mal mit einem Chemietechniker TZ-Präsenzunterricht unterhalten. Abbruchquote und Durchfallquote sind hier auch nicht ohne.

Ich finde das Prinzip Fernstudium übrigens für mich optimal, man kann es gut mit seiner übrigen Arbeitsbelastung abstimmen und nach seinem eigenen Tempo vorgehen. Kann mir auch nicht vorstellen, daß Fernstudium dem Personaler so viel besser gefällt als die Belastung durch TZ, die Du durchgestanden hast. Das einzige was mich am Fernunterricht nervt, sind die grossen Anfahrtswege und Übernachtungen wenn kein regionales Studienzentrum da ist: Alleine für die Prüfung und Prüfungsvorbereitung geht der Gesamt-Urlaub von einem guten Jahr drauf. Vielleicht ist das mit der neuen Prüfungsordnung jetzt anders.

Naja, Anfang August noch 3 Tage Praxis und das wars dann.

Wie ist das eigentlich im Präsenzunterricht: Fühlt man da sich gut vorbereitet für die Prüfung? Beim ILS-Fernlehrgang fanden die meisten, daß das kaum ausreicht und vor der Prüfung nochmal von vorne angefangt werden muß mit dem lernen. Mag vielleicht daran liegen, daß der Stoff auch nicht gut durchgemacht wurde und die Hausaufgaben oft nur abgeschrieben werden.

@Snoopy:
Jo, die lieben Kollegen...
Wenn ich es nicht schon hinter mir hätte, würde ich mir wie gesagt die Fernuni Hagen ansehen. Bei den ILS-Kosten kann man sich eigentlich auch überlegen an einer privaten Fern-FH zu studieren. Als Laborant bringt der Chemietechniker eh nicht so viel, wie mit einer anderen Vorbildung.
 
H

haidi

Gast
AW: wie gut anerkannt

Hi Chemietechniker

Klar wie gesagt ist typabhängig. Bei meinem angefangenen Fernstudium war es halt so dass ich erst mal Probleme hatte das Zeug überhaupt auszupacken...wenn ich mich dazu dann doch mal motivieren konnte liess ich mich liebend gerne ablenken. So hab ich das Ganze immer nur vor mir hergeschoben.
Bei TZ gibts auch noch sowas wie Gruppendruck und auch Druck durch die Lehrer betimmte Termine einzuhalten. Da ist dann nix mit vor sich herschieben. Nicht zuletzt hatten bei uns fast alle mal Hänger wurden aber durch die Klasse zum Durchhalten "gezwungen" (Abbruchquote war bei uns bei 20-25%).
Will hier aber keine TZ vs. Fernunterricht-Debatte lostreten. Gerade bei Chemie stehen da ja ohnehin nicht viele vor der Wahl.

Ja wir waren wirklich sehr gut vorbereitet auf die Prüfung. Der Unterricht in den vier Jahren war schon auf hohem Niveau aber in der Prüfung war man doch dankbar dafür (auch wenn die Einreichenoten halt teilweise nicht so doll waren).....die Lehrer sagen immer sie würden lieber vorher aussieben: Wenn einer erst nach vier Jahren (Prüfung) scheitert ist die Enttäuschung noch grösser.Durchfallquote liegt bei nur 1% !!!
Allerdings will ich hier nicht verschweigen, dass der Prüfungsauschuß mehrheitlich aus Lehrern unserer Schule besteht. Logisch, dass da in der Prüfung nix dran kommt was nicht durchgenommen wurde;). Für Baden-Württemberg ist sowas eher ungewöhnlich (z.B. Zentralabi).

Na ja Praktische ist ja wohl nur noch Formsache oder ? (gibts ja ohnehin ansonsten in kaum einer Fachrichtung). Müsst Ihr auch noch ne Abschlussarbeit schreiben ?
 
C

Chemietechniker

Gast
AW: wie gut anerkannt

Stimme Dir zu, daß es Typabhängig ist und alles seine Vor- und Nachteile hat. Beides ist schon eine grosse Belastung neben der Arbeit, aber dafür verdient man ja auch was. Ein Personaler wird denke ich beides schätzen, also Fernlehrgang oder TZ.

Die Prüfung war schon etwas komisch, da zur Zeit alles umgestellt wird. In einigen Fächern war die gesamte Aufgabenstellung anders als bisher, man konnte also auch nicht immer mit alten Prüfungen trainieren. Die Fernschüler werden auch in 14 Fächern geprüft, Schüler im Präsenzunterricht nur in den drei Hauptfächern, der Rest wird unter dem Jahr geprüft. War das bei TZ auch so? Das Konzept ist allerdings seit diesem Jahr ein anderes.

Wir müssten im ersten der zwei Prüfungsblöcke bereits 10 - 20 % Durchfallquote erreicht haben. Für NRW habe ich bei TZ einen vergleichbaren Wert gehört.

Die Projektarbeit zum Abschluß ist schon fertig und wurde schon präsentiert. Umfang ist denke ich mit einer Bachelor-Arbeit vergleichbar, die Arbeit wird von Gruppen zu 2 -4 Personen gemacht. Die Tiefe geht dabei von Dipl-Ing-würdig bis sehr einfach.

Ja, daß praktische ist Formsache, wenn man eine gute Chemielaboranten-Ausbildung gehabt hat. Auch andere Ausgangsberufe haben keine ernsthaften Probleme. Der Umfang soll etwas grösser sein als bei Präsenzlernenden, ist aber nicht tragisch. Ähnlich der Laboranten-Abschlußprüfung 3 Tage.

Allerdings ist die Gewichtung bei der qualitativen anorganischen Analyse anders, es gibt kaum Kationen, dafür mehr Anionen. Damit soll ein evtl. Vorteil von Laboranten gegenüber anderen ausgeglichen werden. Ist aber alles leicht machbar. Laut den Lehreren ist schon ewig keiner mehr durchgefallen und wenn dann war er nicht auf dem Vorbereitungsseminar.
 
H

haidi

Gast
AW: wie gut anerkannt

Demnach gibts auch Unterschiede zwischen den Bundesändern (nicht nur zwischen TZ und Fernuntericht). In B-W gilt:

-Es wird in 5 Fächern geprüft
-Die Abschlussarbeit ist grundsätzlich alleine anzufertigen (Präsentation gibts auch)
-Praktische war bei uns nur zweitägig
-Mündliche Prüfung ist bei uns obligatorisch (min. 1 max. 3 Fächer)

Hier kocht also jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Es gibt in RP eine Schule, die überhaupt keine Abschlussprüfung macht, sondern das modulmäßig aufbaut: wenn man die Teilprüfungen/Klausuren der jeweiligen Module bestanden hat (also alle Scheine zusammen hat) ist man Techniker.......
 
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