Wie Berufseinstieg als Konstrukteur?

Dieses Thema im Forum "Berufsleben und Gehalt" wurde erstellt von Garmoschka, 11 Feb. 2019.

  1. Hallo,
    ich habe meinen Techniker im Maschinenbau letztes Jahr abgeschlossen und bin nun schon seit über 6 Monaten arbeitslos. Habe in der Zwischenzeit eine CAD-Schulung für Catia V5 besucht und in allen Bausteinen die Note "sehr gut" erhalten. Auch während dem Techniker mit SolidWorks nur sehr gute Noten erzielt. Sprich: CAD liegt mir sehr und ich will deshalb diese Richtung einschlagen.

    Natürlich habe ich mich auf zig Stellen beworben, aber wie es immer so ist wird mehrjährige Berufserfahrung verlangt. Nach einem Gespräch bei einem Unternehmen wurde ich Wochen später angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass sie sich kurzfristig umentschieden haben die Stelle nun doch mit min. 2 Jahren Berufserfahrung in entsprechender Branche zu besetzen. Sogar bei Leihfirmen gibt es ohne Erfahrung kein Weiterkommen. Alles hat den Anschein, dass ich ohne Berufserfahrung als Konstrukteur keine Stelle bekommen werde. Nur wie soll man diese sammeln, wenn doch keiner einen einstellt? Es ist zum verzweifeln...

    Wie schafft man den Berufseinstieg als Konstrukteur? Und welches Einstiegsgehalt ist realistisch? Habt ihr irgendwelche Tipps?

    LG
     
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  2. Aus welchem Bundesland kommst Du, irgendwo hier im Norden?
     
  3. NRW
     
  4. Schau mal auf Berufe.net "Konstrukteur"
    https://berufenet.arbeitsagentur.de...zbeschreibung/beschaeftigungschancen&dkz=5353

    Man sieht, dass die meisten Stellen für Konstrukteure in
    Bayern, Baden-Würtemberg und NRW liegen, alle so mit 600 + offenen Stellen.
    In NRW aber gibt es statistisch 2x so viele Bewerber wie in BY oder BW.
    2,9 vs. 1,5.

    Soll heißen, du musst dich in den Mangelregionen bewerben. Die Map vom Berufe.net gibt
    einen Anhaltspunkt wo, leider sind die Daten von 2015. Dort hat man eher die Chance ohne Berufserfahrung rein zu kommen.

    Ich würde auch versuchen Bewerbungen an Betriebe zu richten, die wirklich Sondermaschinenbau betreiben und dafür einige Konstrukteure benötigen. Eine solche Firma wäre: Multiweigh in 35576 Wetzlar
    https://www.multiweigh.com/unternehmen/karriere#karriere-2
    Die suchen grade Konstrukteure und Ingenieure.

    Als Einstiegsgehalt würde ich 40.000 - 44000 € Jahresbrutto angeben.

    Interessant wäre bei welchen Firmen du dich bisher beworben hast. Kleinbetriebe, Mittelstand oder Großkonzerne.
    Mehr bei OEMs oder bei Dienstleistungsfirmen? Für Großbetriebe ist CATIA relevant für Klein- und Mittelstand eher Solid Edge, da die Lizenzkosten bei CATIA zu hoch sind.

    Allgemein ist die Jobsuche als Technik-Absolvent gar nicht so einfach. Viele suchen bis zu einem Jahr und manche mehr.
    Ein halbes Jahr ist noch nicht so viel. Aber nach 12 Monaten gilt man als Langzeitarbeitslos und ca. 50% der Firmen filtern solche Bewerbungen gleich raus. Heißt du wärst jetzt von grün auf gelb, bei rot wirds ganz schwierig.
     
  5. Eine interessante Möglichkeit sich zu bewerben wäre ein technischer Blog:
    https://de.quora.com/blog/virtuelle_produkt_entwicklung/Wie-man-Fertigpackungen-abwiegt-und-erstellt

    In diesem Post z.B. wird erklärt wie Mehrkopfwaagen funktionieren, diese Dinger stellt auch die
    Firma MultiWeigh her. Für einen Berufseinsteiger sicher etwas aufwändig, aber dann sticht man sofort aus der Masse der Bewerber heraus.

    Die Firmen haben oft eigene YouTube, Facebook, ... Channels wo die Maschinen präsentiert werden. Aber leider
    werden sie nicht erklärt. Mit Snipping Tool + PowerPoint und etwas vertextung kann man zeigen, dass man etwas von Technik versteht.

    Mehr Informationen über eine Firma und deren Produkte bekommt man durch eine Web-Suche.
    Einfach Firma einhacken und auf News gehen. Meist erscheinen dort einige Artikel.
    so auch bei dieser:
    https://www.neue-verpackung.de/48604/multiweigh-zeigt-die-neue-mehrkopfwaagen-generation-mw-2017-gs/

    Hier kann man über aktuelle technische Problemstellungen lesen und die Lösungen die die Firma dafür entwickelt hat.
    Meist gibt es weitere Artikel die auch Produkte der Mitbewerber beschreiben. So hat man auch einen Einblick wer sich sonst noch so in dem Maschinensegment bewegt.

    Diese Informationen kann man im Anschreiben unterbringen:

    Man muss auch bedenken dass es in der Konstruktion mehrere Stoßrichtungen gibt:
    • Betriebsmittelkonstruktion
    • Änderungswesen
    • Auftragskonstruktion
    • Neu Entwicklung
    • ...
    Als Berufseinsteiger in Konstruktion und mit Techniker würden einem zunächst einfachere Sachen übertragen werden wie Betriebsmittel ( spezielle Werkzeuge zur Montage/Wartung/...) zu konstruieren, bestehende zu ändern. Oder kleinere Änderungen an vorhandenen Bauteilen/Baugruppen vorzunehmen.

    Auftragskonstruktion behandelt die Zusammenstellung einer gesamten Anlage nach Kundenwunsch. Hier arbeitet man mit meist fertigen Teilen und kombiniert diese sinnvoll. Aber dieser Bereich ist eher für Berufserfahrene geeignet.

    Neu-Entwicklung ist mit Sicherheit der anspruchsvollste Bereich. Man bewegt sich meist auf unbekanntem Terrain, darf sich durch Patente und Forschungsliteratur wühlen und arbeitet mehr mit Konzepten als mit konkreten Konstruktionen. Dieser Bereich ist ebenfalls für einen Neu-Einsteiger ohne Hochschulstudium weniger geeignet.

    Ist auch die Frage an dich, hast du Leute im Bekannten oder Freundeskreis die selbst als
    Konstrukteure tätig sind. Konstruktion ist weit mehr als CAD-Programme bedienen zu können.
     
    #5 hakufu97, 11 Feb. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 11 Feb. 2019
  6. Für einen guten Konstrukteur ist es aber nicht ausschlaggebend, dass der gut mit dem CAD umgehen kann. Viel wichtiger ist, dass er Bauteile korrekt auslegen (Fertigungsgerecht gestalten, berechnen) kann. Das CAD ist nur ein Handwerkszeug, um die Auslegung dann für andere Abteilungen nutzbar zu machen. Das was du beschreibst trifft eher auf den techn. Zeichner zu, der muss v

    Mit anderen Worten: Ggf. hast du bisher kein Angebot bekommen, weil du Schwächen in den relevanten Fächern auf dem Zeugnis hast. Oder du machst im Anschreiben den Fehler, dass du nur auf deine guten CAD Kenntnisse abhebst?
    Was für eine Forbildung hast du? Ggf. verträgt sich die nicht mit dem Konstrukteur?
    Hast du deine Bewerbungsunterlagen schon mal gegenlesen lassen? Passen die auch immer auf die jeweilige Stellenbeschreibung?

    Mehrjährige Berufserfahrung steht fast überall drin. Sofern die Bewerbung passt und der Bewerber zeigt, dass er Potential hat, geben viele Firmen - gerade auch Leiharbeitsfirmen wie Ferchau - Berufsanfängern eine Chance. Deshalb würde ich an deiner Stelle dich selbst hinterfragen.
     
  7. Erst einmal sorry für die späte Antwort und vielen Dank für die Antworten, Erläuterungen und Tipps.

    Es ist alles dabei, wobei in der Umgebung überwiegend Mittelstand vertreten ist.
    Na super. Ich habe die Befürchtung, dass es darauf hinaus laufen wird.
    Nein, leider kenne ich da niemanden. Logischerweise ist mir bewusst, dass auch Berechnungen und die Auslegung etc. dazugehören. Sonst bräuchte man keinen Techniker/Ingenieur für solch eine Stelle.

    Ich wusste, dass diese Antwort kommen wird. Dass CAD allein nicht ausschlaggebend ist, ist mir total bewusst. In den relevanten Fächern sind die Noten nicht schlechter als ein "gut". Daran sollte es deshalb hoffentlich nicht liegen. Und ja da hast du recht, ich hebe die guten CAD-Kenntnisse hervor, aber erwähne auch die Bereiche Festigkeitslehre und Fertigungstechnik. Eventuell ist da noch Optimierungsbedarf. Danke für diesen Tipp!
    Von einem Bekannten weiß ich, dass er über Ferchau leider keinen Erfolg hatte. Ebenfalls Berufseinsteiger und auf der Suche nach einer Stelle als Konstrukteur. Trotzdem versuche ich momentan mein Glück bei den Leiharbeitsfirmen. So schwer hätte ich es mir nicht vorgestellt, vor allem bei den Leihfirmen habe ich mehr erwartet.
     
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  8. Kannst Du nur den Umgang mit CAD oder auch mit reiner Simulationssoftware, es ist nicht die Rede von den integrierten FEM Modulen im CAD, die sowie so sehr beschränkt sind?
     
  9. Nur weil ein Bekannter eine Stelle nicht bekommt, heißt das doch noch lange nicht, dass du sie nicht bekommen kannst. Oder ist eure Ausbildung und euer Auftreten identisch?

    Die Noten in den Fächern ist das eine (da hatte ich auch fast überall "gut"). Hast du aber auch praktische Erfahrung in z.B. Fertiungstechnik, d.h. hast du in der Werkstatt gearbeitet?
    Ich selbst nur in der Lehre, zum Glück hat mir das bei der Stellensuche nie ein Problem bereitet. Allerdings kann das auch ein Problem sein, da man sonst häufiger mal Dinge konstruiert, die nicht gefertigt werden können ( ich spreche aus Erfahrung ;) ).
     
  10. Nein, mit Simulationssoftware habe ich noch keine Erfahrung.
    Verständlich.
    Während der Lehre bin ich nur ca. einen Monat im Werkzeugbau gewesen. Da ist also nicht viel praktische Erfahrung in der Fertigungstechnik.
     
  11. @Garmoschka

    Wie möchtest Du dann Konstrukteur werden, Handrechnung?. Wie bereits schon erwähnt wurde, CAD das macht auch ein technischer Zeichner. In der Regel werden keine Kontrukteurs-Stellen an Techniker vergeben und wenn doch dann sind das meisten anspruchslose Normteile wie z.B: eine Kraftstoffleitung verlegen, also so gesehen der moderne Strippenzieher des Maschinenbaus. Das war aber noch vor Bologna. Seit Bologna wachsten ja die Ing. als B.sc oder B.e wie Äpfel an Bäumen. Der Techniker ist in der Regel nur dann zu verwerten wenn man schon ein bestehendens Arbeitsverhältnis in einen Unternehmen hat. Ansonsten sieht es schelcht aus, Bologna sei dank.

    Mein Rat:
    Bilde Dich umbedingt in FEM/CFD z.B. Ansys und co, sowie in Festigkeitslehre weiter.
    Wenn Du Interesse hast ein wenig Projektbezogen mit Ansys zu "spielen" kannst Dich ja über PM melden, kostenlose Fortbildung.
     
    #11 Duke711, 18 Feb. 2019 um 17:25 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18 Feb. 2019 um 17:31 Uhr
  12. Versuch's mal bei METSO LINDEMANN in Düsseldorf.
    Die arbeiten für die Recyclingindustrie (Schrottverarbeitung)
     
  13. Also den Rat würde ich mit Vorsicht genießen. Die Gründe dafür sind relativ vielfältig
    • FEM/CFD benötigt theoretischen Hintergrund ansonsten weiß man überhaupt nicht, was das Programm einem berechnet. ( Standard-Argument)
    • Aufgrund der fehlenden theoretischen Basis ist es auch schwer sich selbstständig in Fachliteratur einzuarbeiten oder einzuschätzen welche Fortbildung man benötigen würde ( außer Basisschulung)
    • Man hat an der Uni/FH meist mehrere Semester Zeit sich betreut mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Sei es in Vorlesungen wie Finite Elemente, nichtlineare FEM, FEM in Fluidmechanik, numerische Methoden, numerische Strömungsmechanik ... ( selber alle besucht ;)
    • und auch als HiWi oder in Abschlussarbeiten, in denen man wirklich 1/2 Jahr nichts anderes macht als die Software alà ANSYS/ABAQUS/COMSOL ... zu bedienen
    • Schulungen in diesen Programmen sind zudem sehr teuer ( 600 - 700 € Schulungskosten/Tag, und danach benötigt man noch einige Tage - Wochen um den Stoff nachzuarbeiten). Es würde extrem ins Geld gehen wenn man mit Schulungen das Know-How erlangen möchte. Man kann sich ja zum Spass das Schulungsangebot von CADFEM zu ANSYS geben, ohne passende Ausbildung blickt da doch keiner mehr durch.
    Warum sage ich das alles? Nun wir haben einen Konstrukteur (Techniker) im Betrieb der unbedingt FEM machen will. Gut, er arbeitet mit Solid Edge Simulation (Statische FEM, Eigenfrequenzanalyse, Wärmetransport stationär). Aber er hinterfragt die Ergebnisse gar nicht.

    Mit dem Ergebniss, dass seine Simulationen kaum Aussagekraft haben. Er produziert zwar bunte Bildchen, aber mit den Ergebnissen kann man kaum was anfangen. Außerdem verwendet er z.B. statische Simulationen für Schweißnahtbewertung von dynamisch hoch belasteten Schweißteilen. Und zieht irgendwelche Referenzwerte zur Bewertung heran, die jeder fachlichen Grundlage entbehren.

    Mit diesem "Verfahren" hat er in einem Entwicklungsprojekt mehrere Baugruppen "rechnerisch abgesichtert" und alle haben frühzeitig versagt.
    Seine Meinung "An der Simulation kann es nicht liegen". Und nun will er eine ANSYS Basis Schulung um in "einer Stunde verwertbare" Ergebnisse zu produzieren. Denn in der Abteilung muss es ja schnell gehen.

    Um zum Fragensteller zurück zu kommen:
    ich selbst habe FEM intensiv an der TU studiert und meine Abschlussarbeiten dazu gemacht.
    Trotzdem habe ich bei all meinen Bewerbungen auf Junior-FEM Berechnungsstellen Absagen erhalten, ein paar Vorstellgespräche waren auch bei, aber leider negativ. Aus eigener Erfahrung kann ich also sagen, dass der obige Rat etwas realitätsfern ist.
     
  14. Interessante Leute habt ihr da eingestellt. Wenn es mit der Junior Stelle als Berechnungsing. nicht geklappt, auf welchen Posten bist Du denn gerade tätig?
    Aber man muss auch sagen das man mit Solid Edge, kenn das Porgramm zwar nicht, kein Schweißnahtnachweis führen kann. Das ist sogar selbst mit Ansys, Nastran und co nicht möglich. Entweder man hat das entsprechende Werkzeug als interne oder externe Zusatzmodule wie z.B, im Video zusehen:



    Oder eben per Hand nach FKM über ein Tabellenkalkulationsprogramm.
     
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  15. Die bloßen "In- die- Tasten- Hauer" braucht kein Mittelstandsbetrieb.
    Dieser Firlefanz ist nur etwas für Konzerne, die einen gewissen Prozentsatz von "Blendern" mitschleppen (angefangen bei den Bossen);-)
     
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  16. Entwicklungsingenieur. 70% Neuentwicklung, 20% FEM Simulation und 10% Besprechungskultur.
    Ist auch interessanter als reiner Berechner (nehme ich mal an). Trotzdem ist es schwierig an eine
    Stelle zu gelangen. In einigen Foren las ich folgende Argumente

    " aus meiner Erfahrung heraus sehe ich das Problem an einer anderen Stelle. Unternehmen, die explizit Berechnungsingenieure suchen, suchen keine Konstrukteure, die CAD-Programm-integrierte Berechnungen durchführen können. Die Stellen werden sogar häufiger an Nicht-Ingenieure, also beispielsweise an Informatiker, Mathematiker oder Naturwissenschaftler vergeben.
    Die Vorauswahl erfolgt nicht nur an der Berufserfahrung sondern auch anhand der Programmkenntnisse. Integrierte Berechnungstools haben hier das Nachsehen."

    Oder auch:

    " Ich bin einer von den Berechnungsingenieuren mit fast 5 Berufserfahrung und den üblichen Softwarekenntnissen.
    Ich habe während meines Studiums mein Praktikum, Studienarbeit und Diplomarbeit bei MAN in der Gasturbinenabteilung gemacht, damit ich genau diese Erfahrung sammel.
    Leider hat selbst diese Vorbereitung nicht gereicht.
    Ich habe über die Zeitarbeit einige Firmen kennengelernt und wurde immer eingeladen, aber die Anforderungen sind hoch. Die Unternehmen haben trotz Fachkräftemangel wenig bis kein Interesse jemanden "aufzubauen".
    Die Firmen stören schon Kleinigkeiten bei der Bewerbung. Kein Verhandlungsenglisch, keine Auslandsefahrung oder keine Toolerfahrung kommen Sie mal schon bei den großen nicht rein.
    Die Kleinen möchten einen Ing. mit Know-how einkaufen, aber sind dann über die Kosten überrascht.
    Feste Berechner sind teuer aufgrund der Lizenzen und werden gerne durch externe Mitarbeiter besetzt oder die Leistung wird durch externe Firmen eingekauft."

    Wir haben selbst kürzlich eine Marktanalyse durchgeführt, was ein Tool kostet das sowohl FEM als auch MKS kann. Nichtlinear und instationär.
    Man kommt an ANSYS schwer vorbei. Aber auch Hyperworks, Abaqus, Comsol, ... bei all diesen werden heftige Lizenzgebühren fällig, die locker 20.000 €/Jahr erreichen können, und bis 100.000 €/jahr ansteigen, je nach lizenziertem Umfang.
    Daher sind Stellen die "richtiges" FEM benutzen relativ teuer, ein CAD Arbeitsplatz mit einer Mittelstandssoftware ist hingegen mit nur ein paar tausend € / Jahr ein Schnäppchen.

    Der Mensch ist seit ca. 6 Jahre als Konstrukteur angestellt. Ein guter Konstrukteur, der in den letzten Jahren mehr und mehr FEM machen will. Solid Edge Simulation ist eben konstruktionsbegleitendes FEM, für Schweißnahtbewertung so oder so nicht zu gebrauchen.
     
    #16 hakufu97, 18 Feb. 2019 um 22:32 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18 Feb. 2019 um 22:38 Uhr
  17. Ich wundere mich über deine Verwunderung, es grenzt ja fast schon an Empörung...

    Die Lösung nichtlinearer, zeitvarianter partieller Differenzialgleichungen ist eines der komplexesten Themengebiete, welches die Mathematik selbst 2019 noch erforschen muss.
    Selbst für zeitinvariante PDGLs ist die Lösungstheorie nicht vollständig...

    Du musst bedenken, dass dort Leute arbeiten, welche nicht nur die Vorlesung FEM und PDGL gehört haben... diese Leute haben sie auch verstanden... da es davon nur sehr wenige gibt, ist die Software entsprechend teuer... denn auch die Entwicklung ist teuer...

    Und klar... wenn ich ein Produkt habe, dass alle wollen und nur ich allein bieten kann... dann hebe ich den Preis an. Würde jeder so machen...
     
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  18. Bin ich froh, dass ich Textiler bin und kein Maschinenbauer, da hätte ich so was von abgekackt.....:blackeye::nailbiting::hungover:
     

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