Wettbewerbs Analyse für Tesla/Aktie

O.g. Beitrag wurde zu früh abgeschickt, konnte ihn wegen Zeitlimit nicht bearbeiten.

Tesla ist keine Blase im Sinne eines Unternehmens, das eigentlich eine unprofitable "Klitsche" ist, dessen Aktienkurs aber ins Unermessliche steigt, wie das bei vielen Internet / sog. "New Economy" Unternehmen der Fall, deren Aktienkurs rasant stieg, die aber unprofitabel waren und blieben.

Tesla schönt den Gewinn nicht, Nebengeschäfte können zu Hauptgeschäften werden, Beispiel Amazon . Gegründet 1995, Börsengang 1997 - reiner Versandhandel von Büchern am Anfang.

2006 geht dann AWS 3 an den Start, völlig "fachfremd", heute die Haupteinnahmequelle des Unternehmens https://aws.amazon.com/s3/storage-launches-infographic/. Wie hat sich der Aktienkurs zwischen 2006 und jetzt von Amazon entwickelt ?

Der Aktienkurs hat sich seitdem ungefähr verfünfhundertfacht.

Das ist bei Tesla ausgeschlossen, weil einfach die Bewertung schon astronomisch ist. Aber ein Nachsteuergewinn in Höhe von 70 MRD. US$ ist auf jeden Fall vorstellbar, auch und gerade, weil sich neue Umsatzquellen ergeben könnten, die natürlich in der Bilanz klein anfangen.

Nur mal als Gedankenanregung, das sog. "Supercharger" Geschäftsmodell könnte bei weltweiter Einführung jedes Jahr zweistellige Milliardengewinne abwerfen !

Ich verstehe nicht was du uns sagen möchtest. Ist jetzt Tesla zu hoch bewertet oder nicht? Es geht doch immer noch um den Vergleich zu anderen Autoherstellern.

Es bestreitet auch niemand, dass Tesla Umsatz generiert. Aber das Autogeschäft ist einfach weit davon entfernt rentabel zu sein, im Gegensatz zum VW-Konzern der seine Umsätze fast ausschließlich mit Autos erzielt. Und was hält VW davon ab, auch ein "Supercharger" Geschäftsmodell umzusetzen? Da sind wir wieder so weit: Tesla verkauft Visionen und keine ausgereiften Produkte. Und die Leute fallen auch noch drauf rein.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Tesla schönt den Gewinn nicht, Nebengeschäfte können zu Hauptgeschäften werden, Beispiel Amazon .
Das stimmt:
Mir als Investor kann zunächst mal völlig wurscht sein, womit mein Gewinn verdient wird:
Ob Amazon nicht nur Bücher verscheuert oder auch Handys, kommt da auf´s Gleiche raus,
wie wenn Tesla erfolgreiche Bitcoin-Spekulationen betreibt.
Letzteres kann allerdings ganz plötzlich in die Hose gehen
und wenn das einen Verkaufsdruck auf die Aktie auslöst, fällt der Kurs ins Bodenlose,
genauso wie wenn die Politik irgendwann draufkommt,
dass die Elektromobilität DOCH nicht das Allheilmittel für´s Klima ist,
sondern große Probleme schafft, wo vorher vergleichsweise kleine waren. (Netze, Energiebereitstellung, ...)
Dagegen basiert das Amazon-Geschäftsmodell nicht auf Spekulation und (fast) nicht auf einem Hype.
Insofern sind die beiden nicht wirklich vergleichbar.

P.S.: Ich will jetzt gar nicht sagen, dass ich nicht vielleicht auch zu einem geringen Teil in Tesla investiert bin,
aber nachdem das in einem Investmentfond steckt, bin ich im Fall des Kursabsturzes vor den Einzelaktionären raus.
 
Quelle für dieses Zitat ist "Der Graslutscher", und zwar ein Facebook Beitrag von ihm (bürgerlicher Name : Marco Prehler) :

"14,5 Millionen E-Autos, ui, voll viel, sind ja Millionen! Ja, Fun Fact: Hierzulande werden im Schnitt jedes Jahr 3 Millionen Neuwagen zugelassen. Wären davon bis 2030 60% elektrisch, wäre dieses "krasse" Ziel schon erreicht. Im September 2021 wurden in Norwegen bereits 77%. E-Autos und 14% Hybride zugelassen, nur noch 8% waren klassische Verbrenner.

Und ja, wir brauchen dafür Strom. Praktisch, dass die Ampel-Koalition auch einen drastischen Ausbau der Erneuerbaren im Koalitionsvertrag stehen hat (bis zu 750 TWh und 80% davon aus Erneuerbaren) und einen Energieminister Habeck, der dieses Ziel vermutlich ernster nimmt als sein Vorgänger Altmeier. Für 15 Mio E-Autos brauchen wir jährlich übrigens etwa 36 Terawattstunden Strom. Bereits 2020 haben wir 242 (!) Terawattstunden mit Erneuerbaren erzeugt und zusätzlich 20 Terawattstunden exportiert. Ferner benötigen auch Erdöl-Pipelines und Raffinerien eine Menge Strom, Benzin und Diesel strömen nicht einfach durch Zauberhand aus der Zapfsäule. "

Ergänzung - er spricht in o.g. zitierten Text natürlich für die BRD, nicht für Österreich.

Was außer Frage steht, ist : Tesla hat noch enormes Wachstumspotential in den Märkten, in denen es agiert. Denke, damit ist dann auch alles gesagt zum Thema.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Jetzt stell ich dir mal eine Hausaufgabe:
  1. Gesamten jährlichen Verbrauch an elektrischer Energie in Deutschland googeln.
  2. Gesamten jährlichen Verbrauch an Diesel und Benzin in Deutschland googeln.
  3. Ergebnis mit dem Brennwert ist kWh umrechnen und (wegen dem Wirkungsgrad) 80% abziehen.
  4. Diese Energiemenge mit dem Prozentsatz der gewünschten Elektroautos multiplizieren.
  5. Die Energiemenge nach Pkt. 4 mit der von Pkt. 1 in Relation setzen.
  6. Mit dem durchschnittlichen Ertrag von Photovoltaik die nötige Fläche errechnen
  7. ... oder mit der durchschnittlichen Leistung eines Windkraftwerkes die zusätzlich nötigen.
  8. Draufkommen, dass die alternativen Energien den Saft nicht dann liefern, wann er gebraucht wird.
  9. Die Energiemenge nach Pkt. 4 mit mindestens 1,5 multiplizieren.
  10. Draufkommen, dass wir erschütternd große Batterien brauchen würden.
  11. Draufkommen, dass die nicht nur sehr teuer sind, sondern auch beschränkte Lebensdauer haben.
  12. Prozentsatz der gewünschten Elektroautos heftig nach unten korrigieren und für Sonderanwendungen vorsehen.
  13. Draufkommen, dass damit nichts Wesentliches für´s Klima erledigt wird.
  14. Individualverkehr überhaupt heftig beschränken.
  15. Draufkommen, dass man nicht mehr gewählt wird.
Wer sich die Rechnerei ersparen will, sollte sich den Artikel von Vince Ebert zu Gemüte führen,
erschienen im Spektrum der Wissenschaften: LINK
 
Dazu sollte man noch berücksichtigen, dass nur die Hälfte der Energie aus der Steckdose kommt, die im Kohlekraftwerk verfeuert wurde.

Wenn eine Solarzelle auf dem Garagendach liegt, die das Auto lädt, dann erreicht 100% des erzeugten Stromes den Verbraucher.
Ach nein - doch nicht ! Denn die Solarzelle hat für ihre Herstellung ja auch mal Energie verbraucht - und zwar nicht zu knapp, denn Silizium schmelzen ist eine recht heiße Sache, die nicht mit einem kühlen Lüftchen durchs Windrad bewältigt werden kann.
Als Daumenregel kann man einfach den Anschaffungspreis betrachten - wenn sich dieser in nur zwei Jahrzehnen einspielt, hat die Platte ungefähr soviel Energie geliefert, wie sie für ihre Herstellung verbraucht hat. Ab dann spart man mit den 30% Restleistungsfähigkeit des Moduls noch mal so richtig hochgefährliches CO2, bis ein Jahr später das Brett als Sondermüll fachmännisch entsorgt wird.
Die geschieht üblicherweise durch mehrfaches Umladen und Transporte durch zahlreiche Länder, bis sichergestellt ist, dass kein Prüfer mehr nachvollziehen kann, was wirklich damit passiert ist.

Aufgrund der plandemiebedingten Reisebeschränkungen kann ein Durchschnittsnormalverbraucher auch nicht mal schnell in gewissen Entwicklungsländern vorbeifahren und die dort ununterbrochen anwachsenden Zivilisationsschrottgebirge bewundern.
Fachgerechte Entsorgung bringt eben Devisen - vorher werden aber noch einige Tonnen Schweröl durch die Containerschiffe geheizt, um das Gerümpel auch wirklich weit wegzuschaffen.

Für die Politik spricht die Halbwertszeit, die ein Volk benötigt, bis es merkt, dass es nach Strich und Faden ver(...)scht wurde.
Diese liegt in der Größenordnung der Nutzungsdauer eines Solarmoduls ...
 
Top