Welcher Elektromotor für Gefährt

Hallo,
ich bin neu hier und habe ich angemeldet, damit ich (hoffentlich) meine Probleme lösen kann. Ich hoffe, dass ich das ins richtige Forum schreibe. Es geht um Folgendes:
Ich möchte mir ein elektrisches Gefährt (mit Dach) bauen, welches vom Gesetz her als normales Fahrrad (in Österreich) gelten soll, und auch auf Radwegen fahren darf. Dazu muss und wird es 3,60 Meter lang, 80 cm breit, und 160 cm hoch sein.
Der Motor soll eine Nenndauerleistung von 600 Watt haben.. Insgesamt darf das Fahrzeug nicht mehr als 25 km/h fahren können. Das Gefährt wird auch einen Akku haben und soll mit Strom- und Bremspedal zu bedienen sein, auch darf man das Lenkrad nicht vergessen XD. Die Übertragung vom Motor auf die Hinterräder soll über ein dazwischengeschaltetes Differential, welches bei Dreirädern verwendet wird, geschehen.
Es soll zum Transport von Waren, aber auch von wenigen Personen dienen (Einsatz unter anderem auch in einer Kinderministadt).
Nun aber zur eigentlichen Frage: Was nehme ich da für einen Elektromotor? Er soll ja nur 600 Watt haben, soll aber trotzdem so viel wie möglich transportieren bzw. so stark wie möglich sein, etc., ihr wisst, was ich meine.
Ich stehe kurz davor, einen Dreiphasenwechselstrom-Asynchronmotor zu nehmen. Der Synchronmotor ist für mich ausgeschlossen, da dieser bei Überlastung einfach stehen bleibt, was bei mir nicht gut wäre. Nun sagen mir aber einige, dass ich doch keinen 3~ Asynchronmotor nehmen soll, sondern einen DC-Motor besser wäre. Ein konkretes Beispiel: DC-Motor MY1020Z. Dieser Motor hat einen Wirkungsgrad von 78 %. Der Wirkungsgrad vom anderen Motortyp ist aber wesentlich höher. Jedoch soll sich das angeblich Ausgleichen, da Wechselrichter und Frequenzumrichter den Wirkungsgrad nach unten drücken.
Wie steht ihr dazu? Was würdet ihr nehmen? Irgendwie bin ich nicht so überzeugt von einem DC-Motor, auch da dieser Bürsten hat.
Ich hoffe auf ein paar hilfreiche Expertenantworten.
Einen schönen zweiten Weihnachtstagausklang wünsche ich euch!
 
Lass es besser mit dem Selberbasteln und kaufe so ein Teil fertig.

Zum Beispiel gibt es Kindermobilchen, die man entsprechend umbauen könnte - dann ist die Thematik Akku - Steuerung - Antrieb schon mal geklärt - das Drumherum liegt dann nur noch in der individuellen Bastelkompetenz.
 
Lass es besser mit dem Selberbasteln und kaufe so ein Teil fertig.

Zum Beispiel gibt es Kindermobilchen, die man entsprechend umbauen könnte - dann ist die Thematik Akku - Steuerung - Antrieb schon mal geklärt - das Drumherum liegt dann nur noch in der individuellen Bastelkompetenz.
Diese Kindermobilchen sind nicht das, was ich mir vorstelle. Der Akku soll 1. viel länger dauern, 2. sind diese Dinger zum Ziehen, 3. ist der Antrieb in diesen Kindermobilchen zu schwach, 4. möchte ich das Ding SELBER fahren, 5. möchte ich damit schwere Lasten und auch Erwachsene Personen transportieren (z. B. Freunde), 6. soll das Gefährt so aussehen, wie ich es möchte (nur etwas hochgezogener):

7. möchte ich den Spaß haben, das Gefährt selber zu bauen.
LG
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Der Stand der Technik für Traktionsmotoren bis ca. 100 kW
ist die permnanenterregte Synchronmaschine - OHNE Bürsten, aber dafür mit FU.
Die einfachste Lösung (und die solltest du wählen)
ist der Kauf eines entsprechenden Elektrofahrrad-Motors samt Steuergerät und Akku
und wenn du einfach ZWEI Motoren einbaust, ersparst du dir das Differenzial.
 
Es gibt sog. E-bike-conversion-kits

Das ist ein Rad mit Nabenmotor, Steuergerät, Akku und Bediengriff in einem Karton - zwei davon und und das Gerät ist richtig flott !
 
Der Stand der Technik für Traktionsmotoren bis ca. 100 kW
ist die permnanenterregte Synchronmaschine - OHNE Bürsten, aber dafür mit FU.
Die einfachste Lösung (und die solltest du wählen)
ist der Kauf eines entsprechenden Elektrofahrrad-Motors samt Steuergerät und Akku
und wenn du einfach ZWEI Motoren einbaust, ersparst du dir das Differenzial.
Dieser Synchronmotor hört aber bei Überlastung auf, was bei mir eher nachteilig wäre. Mir ist lieber, langsamer den Berg hochzukommen, als gar nicht. Der Asynchronmotor punktet in diesem Punkt^^. Falls du mit E-Fahrrad-Motoren die Nabenmotoren meinst: Erstens haben diese eine ungünstige Straßenlage, und zweitens ist es extrem schwierig bis kaum möglich, diese darauf zu programmieren, dass das kurveninnere Rad weniger Drehmoment bekommt, als das äußere. Ich habe diesbezüglich bereits mit einigen Ingeneuren von Mercedes gesprochen.
Lg
 
liegt nicht am Motor, sondern an dem kompletten Fahrzeug, das Du ja mit viel Spaß selber bauen möchtest.
diesbezüglich bereits mit einigen Ingeneuren von Mercedes gesprochen
... und haben die Dir auch geantwortet?
Vermutlich eher beschwichtigend, wie man es mit Verwirrten zu tun pflegt, um ihnen die Medikamente verabreichen zu können.
 
liegt nicht am Motor, sondern an dem kompletten Fahrzeug, das Du ja mit viel Spaß selber bauen möchtest.

... und haben die Dir auch geantwortet?
Vermutlich eher beschwichtigend, wie man es mit Verwirrten zu tun pflegt, um ihnen die Medikamente verabreichen zu können.
Die ungünstige Straßenlage ist bedingt durch das mehr der ungefederten Masse, wodurch das Fahrzeug weniger komfortabel wird. Und die Ingeneure von Mercedes sind nicht irgendwelche Leute, sondern gute Freunde von mir. Und ich verbitte mir, dass du so herabwürdigend über sie sprichst.
Lg
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Dieser Synchronmotor hört aber bei Überlastung auf, was bei mir eher nachteilig wäre. Mir ist lieber, langsamer den Berg hochzukommen, als gar nicht.
Warum hat ein Tesla, ein Zero-Bike, eine Brammo
und praktisch JEDER moderne Elektroroller und JEDES Elektrofahrrad einen Synchronmotor?
Ja, WISSEN denn das die Konstrukteure nicht?
Denen musst du dringend auf die Sprünge helfen:
Wieviel mehr könnten die verkaufen,
wenn die Teslas nicht gleich bei der ersten steilen Garagenausfahrt stehenbleiben!

Es gibt sog. E-bike-conversion-kits

Das ist ein Rad mit Nabenmotor, Steuergerät, Akku und Bediengriff in einem Karton - zwei davon und und das Gerät ist richtig flott !
Wie stellst du dir die Steuerung der Dinger in der Kurve vor? Außersem lege ich Wert auf Rekuperation.
Letzteres macht jedes moderne serienmäßige Steuergerät
(abgesehen davon, dass die quantitative Wirkung überbesertet wird)
und wenn du große Angst vor dem Drehmoment am kurveninneren Rad hast
(Was denkst du, passiert da bei einem Differenzial? Denkst du, das reduziert innen das Moment?)
dann schalt einfach ab einem gewissen Lenkeinschalg den kurveninneren Motor ab!

Mit E-Fahrrad-Motoren meine ich nicht nur die Nabenmotoren,
obwohl die für dein Projekt durchaus Vorteile haben.
Gerade mit deinem rudimentären Wissen in Antriebstechnik solltest du unbedingt auf Fertiges zurückgreifen!
 
[QUOTE="SLBCH, post: 641457, member: 237653"
damit schwere Lasten und auch Erwachsene Personen transportieren (z. B. Freunde), 6. soll das Gefährt so aussehen, wie ich es möchte (nur etwas hochgezogener):

7. möchte ich den Spaß haben, das Gefährt selber zu bauen.
LG[/QUOTE]

Schwierig wird's nur für dich an die Oberleitungen heranzukommen;-)
 
Liebe techniker-forum-Community,
in der Zwischenzeit habe ich mich mit einigen Techniker-Ausbildnern, die bei den Österreichischen Bundesbahnen und beim Obusbetrieb arbeiten, zusammen gesetzt, und wir sind zum Schluss gekommen, dass für mich ein DC-Bürstenmotor ausreichend und die beste Lösung sei. Es ist nämlich sehr, sehr schwer, an einen Frequenzumrichter für 24v oder 48v zu kommen. Und der Kosten-Nutzen-Faktor ist bei einem Drehstrommotor bei der Größe des Fahrzeugs einfach nicht zufriedenstellend.
Für den elektrischen Betrieb brauche ich (falls etwas fehlt, bitte ergänzen):
- Gleichstrommotor 24v 600w
- Potentiometer für Fahrsteuerung
- Potentiometer für Bremssteuerung
- Akku (welchen ich nehme, überlege ich noch, da es viele gibt)
- Motorschutzschalter für 24v
Die Bremssteuerung soll so aufgebaut sein, dass wenn man das Bremspedal bis zu einem bestimmten Punkt hinunterdrückt, dass da nur die elektrische Wiederstandsbremse einsetzt, und erst ab dann zusätzlich zur Wiederstandsbremse die Mechanische Scheibenbremse einsetzt. Die dabei erzeugte Wärme werde ich im Winter unter anderem zum Beheizen des Gefährts benutzen :-D.

Einen schönen Abend und liebe Grüße wünsche ich euch!
 
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