Was soll ich machen ?

B

Benutzer267505

Gast
Hallo, ich bin im Moment an einem schwierigen Punkt angelangt, da ich mir nicht wirklich sicher bin, was ich als nächstes machen soll.

Kurz zu meinem bisherigen Werdegang:

Ich habe nach dem Abschluss der mittleren Reife zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei einem großen Konzern gemacht und anschließend ein Jahr fachfremd bei der gleichen Firma im Lager gearbeitet.

Anschließend habe ich gut sechs Monate lang bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen als Mechaniker gearbeitet und habe danach eine Fortbildung zum Meister in Vollzeit absolviert und anschließend noch die Fachhochschulreife in Vollzeit.

Da mir die Arbeit als Mechaniker keinen Spaß gemacht hat und ich mit Anfang 20 keine Stelle als Meister gefunden haben, habe ich mich zu einem Richtungswechsel entschieden.

Ich habe dann zunächst sechs Semester Jura studiert (ohne Abschluss) und anschließend bin ich in ein geisteswissenschaftliches Fach mit Jura im Nebenfach gewechselt. Mit diesem Studium war ich zu Beginn der Coronakrise zur Hälfte fertig, jedoch ist mir damals die Finanzierung weggebrochen und ich habe einen Quereinstieg bei einem großen Versicherer gemacht und eine Fortbildung zum Versicherungsfachmann.

Geisteswissenschaften studiere ich jetzt noch als Fernstudium weiter, da mir der Abschluss sehr wichtig ist und bei dem Versicherer habe ich nach gut einem Jahr im Vertrieb wieder aufgehört.

Ich habe im Moment die Überlegung mich zum staatlich geprüften Techniker mit Schwerpunkt Maschinentechnik weiterbilden zu lassen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Beruflich sehe ich mich allerdings nicht unbedingt in der Konstruktion, sondern eher im Vertrieb (z.B. bei Berner).

Was würdet ihr mir in dieser Situation raten ?
 
Hi,
ich wundere mich wie man mit 20 schon Meister werden kann. Dazu muss man doch auch ein paar Jahre praxis gesammelt haben. Jedenfalls war es ganz viel frueher so.
Als ehemaliger Senior Manager wuerde ich tatsaechlich raten eher zu versuchen im Sales unter zu kommen wenn es Dir mehr liegt wie Du schreibst. Ist nicht jedermanns Sache, meine definitiv nicht; bestenfalls Consultant.
Deine Kenntnisse in Jura koennten gut sein fuer den Sales oder besser noch Einkauf.
Grundsaetzlich ist jede Ausbildung gut, aber es sollte irgendwann auch mal eine Linie im Leben erkennbar sein. Wenn Du schon Meister bist sehe ich keine Verbesserung darin noch einen Techniker hinterher zu schieben. Ich stelle damit keine Wertung dar zwischen Meister und Techniker. Es reicht aber eins von Beiden. Nach 5 Jahren im Beruf ist ohnehin kein grossartiger Unterschied mehr zwischen Ingenieuren, Techniker, Meister zu erkennen. Entweder kann man sein Handwerk oder nicht. Was Du dringend brauchst ist Praxis. Ich erkenne noch wenig Berufserfahrung bei Dir und vor allem das Jahr als Lagerarbeiter nach erfolgreichem Abschluss macht mich stutzig. Das war hoffentlich nur weil die Firma selber keinen Bedarf hatte an Gesellen und nicht wegen der Note. Deshalb ist Sales wohl tatsaechlich eine Ueberlegung Wert wo es weniger auf Praxis als Wissen ankommt.
Ich wundere mich auch das es keine Stellen als Mechaniker geben soll. Es fehlen doch angeblich so viele Facharbeiter, weil die die es koennen lieber ins Ausland ziehen. So wie ich. Da kommt man aber ohne Berufserfahrung nicht weit, ist aber trotzdem zu empfehlen. Ich bin selber nun 8 Jahre in Asien und aergere mich nicht schon 5 Jahre eher, wo es eine Chance gab, gefluechtet zu sein.
Jetzt gehe ich mit 60 in den selbstgewaehlten partiellen Vorruhestand und arbeite nur noch an Kleinprojekten die mir Spass machen oder halt Fuesse hoch. Das Geld dazu haette ich in DE nie zusammensparen koennen.
MfG Michael / Thailand
 
Du wechselst deine Tätigkeitsfelder ja schneller als andere ihre Unterhosen.. Mir scheint dass du nicht wirklich weist womit du eigentlich dein Geld verdienen willst. In jedem Fall solltest du dich für eine Richtung entscheiden und dann dranbleiben.
 
B

Benutzer74741

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Ich würd mal irgendwas zu Ende machen. Was der sgT bringen soll, wenn du in den Vertrieb willst... ein Hausverkäufer ist ja auch kein Bauingenieur...
 
B

Benutzer267505

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Du wechselst deine Tätigkeitsfelder ja schneller als andere ihre Unterhosen.. Mir scheint dass du nicht wirklich weist womit du eigentlich dein Geld verdienen willst. In jedem Fall solltest du dich für eine Richtung entscheiden und dann dranbleiben.
Ja, ich finde es sehr schwierig mich da festzulegen. Es gibt super viele interessante Bereiche in denen man arbeiten kann.

Wobei ich natürlich schon einige Jahre in den jeweiligen Bereichen verbracht habe. Die Ausbildung hat ja z.B. drei Jahre gedauert und ich habe ja auch noch ein Jahr in dem Beruf gearbeitet und mich sechs Monate in Vollzeit auf die Prüfung zum Meister vorbereitet.

Jura habe ich ebenfalls drei Jahre gemacht und in meinem aktuellen Studium mache ich es ja noch im Nebenfach.

Die einzige wirklich kurze Etappe war aus meiner Sicht die Tätigkeit im Versicherungsvertrieb.
 
B

Benutzer267505

Gast
Ich würd mal irgendwas zu Ende machen. Was der sgT bringen soll, wenn du in den Vertrieb willst... ein Hausverkäufer ist ja auch kein Bauingenieur...
Also ich schaue mir schon seit Jahren fast täglich Stellenausschreibungen aus verschiedenen Bereichen an (ist so eine Art Hobby von mir) und da ist schon auffällig, dass gerade bei komplizierteren Produkten meistens nach einem Ingenieur oder alternativ einem Techniker gesucht wird.

Außerdem ist mit Flexibilität sehr wichtig. Die Arbeitswelt verändert sich ständig und da ist es mir wichtig, dass ich schon so hoch qualifiziert bin, dass ich im Notfall auch einen gescheiten Job finde, wenn mein Beruf vielleicht irgendwann wegfallen sollte.

Wenn ich jetzt z.B. als Meister einen Job im Vertrieb von Befestigungstechnik finden würde und das auch viele Jahre erfolgreich machen würde, dann kann es natürlich trotzdem sein, dass sich die Vertriebswege mit den Jahren ändern und meine Stelle nach 25 Jahren (nur als Beispiel) gestrichen wird.
 
B

Benutzer267505

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Ich würd mal irgendwas zu Ende machen. Was der sgT bringen soll, wenn du in den Vertrieb willst... ein Hausverkäufer ist ja auch kein Bauingenieur...
Also die Ausbildung habe ich ja abgeschlossen und die Fortbildung auch erfolgreich absolviert. Die Tätigkeit als Mechaniker hat mir halt keinen Spaß gemacht.

Jura war ein längerer Abschnitt und zumindest im Nebenfach mache ich es ja jetzt auch noch.

Ich finde es immer wieder interessant wir unterschiedlich die Leute einen Lebenslauf wahrnehmen können. Das ich nichts beenden würde habe ich ausschließlich von Leuten gehört, die nach der Schule eine Ausbildung gemacht haben und anschließend durchgängig in einem Arbeitsverhältnis waren.

Gerade im akademischen Bereich habe ich super viele Leute kennengelernt, die es als sehr positiv wahrgenommen haben, dass ich vor dem Studium eine Ausbildung gemacht habe und um ehrlich zu sein kenne ich auch sehr viele Leute die teilweise um vierten Studiengang und 20. Semester sind.
 
B

Benutzer267505

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Den Meister kann man heute mit einem Jahr Berufserfahrung machen. Ich war damals 21 Jahre alt, als ich den Meister gemacht haben.

Das Problem war eher, dass ich mich mehr für kaufmännische und administrative Abläufe interessiere und keine Lust hatte noch 10 Jahre in der Produktion zu arbeiten.

Mit Anfang 20 bekommt man halt keine Stelle als Meister in einem Betrieb.

Nach der Ausbildung konnte man bei uns damals zwischen Stahlwerk und Lager wählen. Ich habe mich dann für das Lager entschieden, da es deutlich weniger Belastung für den Körper ist und was Sauberkeit angeht war das Lager auch angenehmer.
 
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Benutzer74741

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Du bist aber nicht hochqualifiziert, denn außer einer abgeschlossenen Ausbildung hast du bisher nix vorzuweisen?

Auch 3 Studiengänge machen dich nicht hochqualifiziert.
 
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Benutzer267505

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Du bist aber nicht hochqualifiziert, denn außer einer abgeschlossenen Ausbildung hast du bisher nix vorzuweisen?

Auch 3 Studiengänge machen dich nicht hochqualifiziert.
Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mir ist bewusst, dass ich nicht hochqualifiziert bin. Es ist mir aber wichtig, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt eine so hohe Qualifizierung habe, dass ich im Zweifelsfall auch relativ schnell einen anderen Job finde, bei dem ich vernünftig verdiene .
 
B

Benutzer267505

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Was genau würden mir denn die Mitglieder im Forum raten ?
Ein Meister mit 21 Jahren ohne Berufserfahrung zaehlt genau gar nichts. Was hast Du in dem Beruf des Meister denn an Fachkenntnis vorzuweisen?
1 Jahr Lagerarbeiter.? Als Meister machst Du auch den AdA Schein. Wen willst Du denn damit ausbilden wenn Du noch nicht einmal selber fertig bist im Beruf eines was auch immer Mechaniker.
Du bist im Grunde, entschuldige, ein Fachidiot ohne Ahnung. Zu frueh zu Lorbeeren gekommen, die Du gar nicht haettest verdienen duerfen und die dann nicht mal wenigstens untermauert im Abgang.
Das einzigste was Dir helfen kann ist Dein Jura Studium. Rechtsverdreher willst Du ja aber nun nicht wirklich werden.
Deine bisherigen Abschluesse helfen Dir aber auch nicht im Berufsfeld eines Mechaniker (was auch immer man sich darunter vorstellt) Fuss zu fassen ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Bleibt wohl tatsaechlich nur etwas ueber wo man gut erzaehlen kann ohne selber Hand anzulegen und da bist Du, wie Du ja selber erwaehnst, gut aufgehoben.
Ich sehe aber auch andererseits keine Firma die Dir millionenschwere Vertragsabschluesse anvertraut wo es auf das Kleingedruckte ankommt in dem Alter von jetzt mitte 20 Jahren.
Du brauchst irgendwo mal Praxis und eine Linie die Du ablaeufst. Sonst bist Du nicht besser als die, die 20 Semester Student studiert haben.
Von gut verdienen bist Du noch weit entfernt. Das schminkt Dir mal als aller erstes ab. Sei froh wenn Du ueberhaupt mal irgendwo eine Festanstellung bekommst und bleibe dann dort mindestens 5 Jahre. Einen Schmetterling stellt niemand ein.
 
B

Benutzer74741

Gast
Er ist 29, das mal nebenbei. Ich weiß nicht, was man dir raten soll, du weißt ja nicht was du willst.

Das was du dir vorstellst, also bisschen Jura, bisschen Historiker, bißchen Technik und dann wirst du nie arbeitslos... das wird nicht funktionieren. Im Gegenteil, genau das ist der beste Weg in die Arbeitslosigkeit bzw. in den Niedriglohnsektor.

Ne Firma hat einen Volljuristen für juristische Themen. Und ein Museum hat nen echten Historiker. Und ein Ingenieurbüro hat Ingenieure. Die werden gut bezahlt weil sie ihren Job beherrschen und das tun sie nur, weil sie daraud spezialisiert sind.

Im Vertrieb brauchst du hingegen keine Abschlüsse, sondern du musst verkaufen können. Das kann man nicht lernen, das muss man haben.
 
Zitat Meister93 : "Also ich schaue mir schon seit Jahren fast täglich Stellenausschreibungen aus verschiedenen Bereichen an (ist so eine Art Hobby von mir) und da ist schon auffällig, dass gerade bei komplizierteren Produkten meistens nach einem Ingenieur oder alternativ einem Techniker gesucht wird."

Ja, wer hätte das gedacht ? Don't feed the troll aka hier hat ein Jemand wohl Langeweile und amüsiert über die, die ihm ernstgemeinte Antworten geben.
 
@Meister93 Was soll man Dir raten?
Mein Rat: "Mach' mal was richtig, zu Ende und einfach fertig!"
Personaler stören sich an Unplausibilitäten und Lücken im Lebenslauf.
Auch wenn es @AlterNeuling unverholen direkt formuliert hat, so muss ich ihm zustimmen.
Es scheint eine Mode des letzten Jahrzehnts zu sein, dass viele junge Menschen keinen "Plan" für ihre Zukunft mehr haben.
Sich (vermeintlich folgenlos) in verschiedensten Bereichen auszuprobieren und sich irgendwann wundern, warum der Eindruck entstehen könnte, dass sie "nichts auf die Reihe bekommen - das kommt dann schnell dabei heraus...
 
B

Benutzer267505

Gast
Er ist 29, das mal nebenbei. Ich weiß nicht, was man dir raten soll, du weißt ja nicht was du willst.

Das was du dir vorstellst, also bisschen Jura, bisschen Historiker, bißchen Technik und dann wirst du nie arbeitslos... das wird nicht funktionieren. Im Gegenteil, genau das ist der beste Weg in die Arbeitslosigkeit bzw. in den Niedriglohnsektor.

Ne Firma hat einen Volljuristen für juristische Themen. Und ein Museum hat nen echten Historiker. Und ein Ingenieurbüro hat Ingenieure. Die werden gut bezahlt weil sie ihren Job beherrschen und das tun sie nur, weil sie daraud spezialisiert sind.

Im Vertrieb brauchst du hingegen keine Abschlüsse, sondern du musst verkaufen können. Das kann man nicht lernen, das muss man haben.
Also wir reden etwas an einander vorbei. Ich habe mir zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass ich jetzt Mal ein bisschen was hiervon und davon studiere und dann nie arbeitslos werde.

Da ich mich nie so wirklich für Technik interessiert habe, habe (bin politisch sehr aktiv und meine Interessen lagen immer im Bereich der Staatswissenschaften) ich mich damals aus Interesse für das Jurastudium entschieden. Das ist aber gerade wenn es Richtung Examen geht ein ziemliches Brett.

Das geisteswissenschaftliche Studium habe ich nicht abgebrochen, musste allerdings wegen finanziellen Problemen die Uni wechseln. Ich hatte aus Parteikreisen auch schon Angebote für Stellen als Referent, jedoch ist das bisher am fehlenden Abschluss gescheitert.

Mir geht es nur darum im Zweifel auch qualifiziert genug zu sein, dass ich auch in einem anderen Bereich schnell was finde. Wenn ich jetzt z.B. Baustoffe verkaufe und sich nach 20 Jahren die Vertriebswege ändern, dann will ich im Notfall auch als Vertriebler für z.B. einen Hersteller von Drehmaschinen arbeiten können und nicht hören, dass mir die Fortbildung zum Techniker fehlt.
 
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