Was ist der Techniker noch wert?

Gute Einstellung, das ist das Ziel einer Weiterbildung :whistle:. Somit haben wir die beste Voraussetzung, damit die Theorie auch in der Praxis funktioniert.
Ob das jetzt ratsam ist oder nicht sei mal dahin gestellt, Fakt ist, es funktioniert. Und das ist ja das Traurige daran.
OK, ich hatte das so gelesen.. Das ist ja klar. Die Leute bei mir in der Klasse, die Abitur hatten (waren glaube zwei oder drei), hatten es tatsächlich nur in Mathe, Physik und Englisch leichter. Bei den Fachbezogenen Sachen, hatten die aber gar keine Vorteile.

Hier sprichst Du aber vom DAA o.a.? Bei mir durfte keine umgestellte Formel im Tabellenbuch stehen! Und das TBB war auch das einzig erlaubte Hilfsmittel. Bzw. noch das TBB/Formelsammlung vom Rollof/Mathek.
Richtig. DAA in Teilzeit.
Ich bin ja auch der Meinung, dass der Abschluss insgesamt ein hochwertiger ist, wenn man ihn denn ernst nimmt, dennoch kann man sich da, zumindest bei uns, relativ leicht durchmogeln. Das wäre bei einem Studiengang in der Art so halt nicht möglich.
Aber interessant, dass es anscheinend auch bei den Technikerschulen solch gravierende Unterschiede gibt. Hätte ich nicht gedacht.
 
Ich habe ihn in Vollzeit gemacht und wir hatten keinen Zugriff auf alte Prüfungen. Deshalb sind solche Sätze "kommt eh immer das Gleiche dran" manchmal schwierig.
Prüfungen hin oder her.
Dennoch hat sich von den Vollzeit-sgT's, die ich kenne, keiner in diesen knapp 2 Jahren ein Bein ausgerissen.
Insgesamt war das u.a. für einen guten Kumpel von mir eine lockere Zeit.
Für exponierte Prüfungen inkl. Abschlussprüfungen wurde mal ein bisschen was gelernt und die meiste Zeit hat man die lockeren Wochen mit 4 Stunden Freitags gerne mitgenommen.
Letztlich hat das so zu einem soliden 2,Xer Schnitt gereicht.
 
Prüfungen hin oder her.
Dennoch hat sich von den Vollzeit-sgT's, die ich kenne, keiner in diesen knapp 2 Jahren ein Bein ausgerissen.
Insgesamt war das u.a. für einen guten Kumpel von mir eine lockere Zeit.
Für exponierte Prüfungen inkl. Abschlussprüfungen wurde mal ein bisschen was gelernt und die meiste Zeit hat man die lockeren Wochen mit 4 Stunden Freitags gerne mitgenommen.
Letztlich hat das so zu einem soliden 2,Xer Schnitt gereicht.
Ich habe nicht gesagt, dass ich mir ein Bein ausgerissen habe. Habe mich da nur auf die zur Verfügung stehenden Prüfungen bezogen.

Bei uns mussten nach der Probezeit 2 gehen und einige hatten die 2 Jahre durch ziemlich zu knabbern. Ich selber habe es mit ziemlich genau einem 2er Schnitt (klein wenig drunter) relativ locker abgesessen. Allerdings waren meine Voraussetzungen andere (vorher einjähriges Berufskolleg und Versuch des Studiums zum Dipl-Ing) andere, als bei meinen Mitschülern.
Es sind halt tw. gravierende Unterschiede im Niveau, sei es von Schule zu Schule, von Lehrer zu Lehrer, von Schüler zu Schüler. Deshalb tue ich mir schwer zu sagen, dass der sgT leicht ist - nur weil ich ihn leicht empfand. Das wollte ich mit dem Beitrag zum Ausdruck bringen.
 
Hab ich verstanden.
Meine Beispiele beziehen sich auf verschiedene, normale Schulen (nicht DAA) und mittelmäßige bis gute Realschüler.
Und die mussten nicht die Welt tun.
Ich weiß nicht, ob die Unterschiede wirklich so gravierend sind.
Immerhin gibt es Rahmenlehrpläne, da kann jemand nicht einfach machen(oder eben nicht), was er will.
Der Knackpunkt wird sein, dass die Einzugsklientel recht breit gefächert ist.
Das reicht vom Studienabbrecher bis zum Hauptschüler, der lange raus ist.
Klar, dass letzterer da wahrscheinlich schonmal beißen muss, während der Erstgenannte da eher den sprichwörtlichen Lance macht.
 
B

Benutzer260630

Gast
Aber ohne die nötige Weiterbildung hat ein Abiturient natürlich null Ahnung von der Materie eines Meisters
Ein Abiturient lernt vor allem zu Lernen. Das ist der Knackpunkt. Somit kann er sich auch viel besser auf Prüfungen vorbereiten.

Auch finde ich nicht, dass hier die Moderatoren ein "hartes Regiment" führen, wie in dem verlinkten Thread behauptet wird.
Der Thread ist ja auch von 2007. Damals gab es ganz andere Moderatoren (bis auf Thomas, der halt immer schon da war, weil er Gründer ist). Heute gibt es ja nur noch Peter und DrDuemmlich (der aber nur seeeehhrrr sporadisch). Parallelen sind aber erkennbar, nicht seitens der Moderation, sondern seitens der Mitglieder. Wenn z.B. jemand hier fragt, ob er studieren oder den Techniker machen soll und ein Ingenieur zum Studium rät, weil es mehr bringt, kommen direkt die Technikerhardliner und bringen Beispiele von wegen "Dummbrotakademiker".

Ich kann schon noch was dazu beitragen, aber ich muss nicht, es ist schon alles angesprochen worden was von dir schwachsinnig ist.
Dann lass es einfach.

Machen die, denen du nahelegst sich hier aus den Ästen zu machen nicht ehrlicherweise viel Beantwortung von meist kniffligeren Fragen, die sonst mit einiger Wahrscheinlich in der Versenkung verschwinden würden?
Das hilft sowohl Studenten(die man dann auch gleich aussortieren müsste), alsauch angehenden Technikern.
Warum hört man bei solchen Fragestellungen immer wieder: "ich habe sonst kein Board gefunden, wo ich Hilfe bekommen kann"?
Wer sowas fordert, muss auf der andere Seite auch liefern oder die Qualität leidet.
Genau. Mal im Ernst: Wer beantwortet denn meist Fragen zu technischer Mechanik, Werkstofftechnik, Thermodynamik, etc.?

Eigentlich keiner von den Technikern hier. Ihr antwortet meist bei Konstruktion (welche Passung brauch ich?) oder wie man z.B. ein CAD-Programm bedient (ich gebe zu, dass ich das nicht gut kann). Mag sein, dass ihr das vielleicht als Techniker später nicht mehr braucht, aber wenn Anwärter das halt in der Schule können müssen, ist das so. Und da sind Ingenieure halt viel fitter in sowas. Wenn wir alle gehen sollen, dann tragt das Thomas vor (ach ja: Peter muss dann auch gehen, der ist auch Ing).

du kannst gerne mal einem Handwerksmeister auf 1 Meter Entfernung sagen das dein Abitur mehr Wert hat als seine Meisterschule und warten was passiert. Wenn du der Meinung bist er freut sich darüber und klopft dir auf den Rücken, dann nur zu. Ich warte dann auf den Bericht.
Der Bericht wäre dann der Einsatzbericht der Polizei, die ich wegen (wahrscheinlich nur versuchter) gefährlicher Körperverletzung rufen würde. Dann kann der Meister seinen Beruf bestenfalls hinter schwedischen Gardinen ausführen.
 
Mich ärgern solche Aussagen wie "Der sgT wird einem beim DAA" geschenkt:

Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich 4 Jahre lang zu einer (realen) >45 Stunden-Arbeitswoche hingesetzt haben, einen Berg von Unterlagen ALLEINE durchzuarbeiten, Samstags zum Präsenzunterricht gehen, Sonntags Prüfungen schreiben (und in meinem Fall lernten), unter der Woche den Papierberg quer lesen und anmarkern, Freizeit opfern, anstatt mit Kumpels abzuhängen usw.
Zudem kostet es eine Stange Geld, das "nebenher" auch noch verdient werden will, halbwöchige Seminare (die natürlich einige "Alleswisser" geschwänzt haben) fressen zusätzlich Urlaub, Freizeit und soziale Kontakte.

Natürlich kann man in zwei Jahren Vollzeit mich mehr austauschen und womöglich leichter den Stoff intus bekommen - man muss es sich aber auch leisten können.

Natürlich hat jemand mit Abi die ganzen allgemeinbildenden Fächer und Mathematik drauf und könnte direkt zur Prüfung marschieren.
Aber was ist mit denen, die schon 10 oder mehr Jahre kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen hatten und sich dazu entschlossen haben, nochmal was auf die Beine zu stellen?
Das ist doch gerade das Konzept vom DAA: Alle bekommen die Möglichkeit, vom Hauptschulniveau an aufzubauen - das Ziel ist das "Fachabitur" und der sgT.

Passend dazu kommt jetzt ein genauso provozierender Spruch von mir:
"Wer als guter Abiturient den (staatlich geprüften) Techniker macht, ist nur zu faul, zum Studieren!"

Natürlich kann ein sgT nicht so "viel Wert" sein, wie ein akademischer Abschluss - den Anspruch darf man aber auch nicht als sgT haben.
Trotzdem hat er seine Berechtigung, wird von der Wirtschaft nachgefragt und entsprechend eingruppiert.

Aber es ist unerträglich, dass pauschal Menschen mit weniger "wertvollem" Schul-Abschluss gesagt wird, man bekäme den sgT "geschenkt".

Ich kann Euch sagen: Mit mir haben knapp 30 Kollegen von 22 bis 52 Jahren angefangen den DAA-Fernkurs zu belegen, wir beschwerten uns anfangs beim Standort-Zuständigen über die zu großen Klassen...
Die Antwort war sinngemäß: "Wir reden in einem halben Jahr darüber, dann wird die Größe angenehmer!".

Er sollte recht behalten - im zweiten Semester waren wir bereits um 5 Teilnehmer geschrumpt, durchgezogen bis zum Abschluss hat es nur etwas über die Hälfte der Klasse Der Rest hatte entweder keine Lust mehr (das waren die, wo die Firma den Kurs bezahlte und nicht sie selbst...), oder hat es schlicht und ergreifend mental oder von den Zensuren her nicht durchgehalten.

So, nun möge ein jeder nach seiner Fasson glücklich werden 😉

Viele Grüße
Jürgen
 
Wenn z.B. jemand hier fragt, ob er studieren oder den Techniker machen soll und ein Ingenieur zum Studium rät, weil es mehr bringt, kommen direkt die Technikerhardliner und bringen Beispiele von wegen "Dummbrotakademiker".
Wo?
So drastisch, wie du das schilderst, habe ich das bisher nicht gelesen.

Mir scheint eher, dass du eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung hast und gerade ziemlich aggro bist, weil du ein wenig Gegenwind bekommen hast.
 
Mich ärgern solche Aussagen wie "Der sgT wird einem beim DAA" geschenkt:
Ich weiß nicht, ob jemand hier was von schenken gesagt hat.
Wenn jemand aber ein gewisses Talent hat, das Wesentliche zu isolieren und Bescheid weiß, was vorher so dran war, kann man sich das Leben schon leichter machen.
Und das scheint an der DAA recht gut zu funktionieren.
Die Mathe-Prüfungen, die hier zu finden sind, sind jedenfalls immer nach Schema f aufgebaut.
Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich 4 Jahre lang zu einer (realen) >45 Stunden-Arbeitswoche hingesetzt haben, einen Berg von Unterlagen ALLEINE durchzuarbeiten, Samstags zum Präsenzunterricht gehen, Sonntags Prüfungen schreiben (und in meinem Fall lernten), unter der Woche den Papierberg quer lesen und anmarkern, Freizeit opfern, anstatt mit Kumpels abzuhängen usw.
Also das muss ein Student in nicht wenigen Phasen seines Studiums ebenso leisten.
Stoff büffeln, bis der einigermaßen sitzt(dauert beim einen länger als beim anderen, manche schaffen es garnicht), Labore/Praktika vor- und nachbereiten(Berichte schreiben), Nebenjob...da braucht es garnicht immer die Klausurphasen, wo es sowieso weder Wochentag noch Uhrzeit gibt.
Und ohne verpflichtenden Präsenzunterricht, der immernoch ein bisschen die Leine vorgibt.
Denn außer in den Laboren gibts keine Anwesenheitspflicht.
Es ist von Anfang an Selbstorganisation angesagt, das muss wahrscheinlich der absolute Großteil der Studenten erst lernen.
Wer will, kann also ziemlich oft "frei" machen, nur kommt dann das große Erwachen am Tag der Klausur oder man schiebt und wird nicht fertig.
Manch einer von extern glaubt halt, das Studium wäre mal so in den Tag hineinleben und jedes WE irgendwo saufen und Damen klarmachen.
Vielleicht als Sozialpädagoge, nicht aber als Ingenieur, Physiker etc.
Das ist ein Vollzeitjob, mind. 3,5 Jahre bis zum ersten Abschluss, die meisten brauchen länger.
Zudem kostet es eine Stange Geld, das "nebenher" auch noch verdient werden will, halbwöchige Seminare (die natürlich einige "Alleswisser" geschwänzt haben) fressen zusätzlich Urlaub, Freizeit und soziale Kontakte.
Das muss jemand, der gern Ingenieur werden möchte ebenfalls entbehren und auch nicht jeder hat Eltern, die alles sponsern.
Will sagen: Respekt vor jedem, der das nebenher durchzieht, zumal viele dann bereits Familie haben etc.
Allerdings wird der Techniker selbst dadurch nicht ja wertiger als der, den man in 2 Jahren Vollzeit eher kommod erwerben kann.
Ich hab oft nicht schlecht gestaunt, wie der geneigte Techniker in Vollzeitausbildung quasi alles an Feierei und Urlaub wie vorher mitnimmt, wozu ich nichtmal im Ansatz Zeit zu hatte, vom fehlenden Geld abgesehen.
Ich kann Euch sagen: Mit mir haben knapp 30 Kollegen von 22 bis 52 Jahren angefangen den DAA-Fernkurs zu belegen, wir beschwerten uns anfangs beim Standort-Zuständigen über die zu großen Klassen...
Er sollte recht behalten - im zweiten Semester waren wir bereits um 5 Teilnehmer geschrumpt, durchgezogen bis zum Abschluss hat es nur etwas über die Hälfte der Klasse
Ein Lehrgang, den jeder besteht ist letztlich inhaltlich auch wenig wert.
Im Studium ist es völlig normal, dass trotz Vollzeit(gibt ja nichts anderes) 50% bis zum Abschluss rausfliegen.
Da gibt es welche, die schnell merken, dass das nichts für sie ist, welche, denen etwas später klar wird, dass sie Gefahr laufen früher oder später in einem nicht bestandenen Drittversuch rauszufliegen und die, die es drauf ankommen lassen und ebenfalls irgendwann reif für die Zwangsexmatrikulation sind.
Dann gibt es einen Durchschnittsstudenten, der aber gemäß dem nicht geringen Anteil der nicht Erfolgreichen eigentlich schon über dem Durchschnitt liegt und mit 2-3 Semestern Aufschlag abschließt und ein paar wenige, die wirklich gut(und auch fleißig)sind, in Regelstudienzeit durchkommen und dabei noch Notenmäßig überzeugen.
Die kann man aber an 2 Händen abzählen.
 
Also mit Techniker die noch nie was mit Simulationen wie Simulink, FEM, CFD zu tun hatten, was eigentlich bei allen der Fall ist, kann man doch nichts anfangen. Anstatt Simulink hätte man das auch mit Streckenmodelle und Schaltungsberechnung umschreiben können.

Was will man also nun mit solchen Leuten die das Handwerk nicht verstehen? Für CAD gibt es den technischen Zeichner. Da fehlt mir wirklich die Phantasie wie solche Leute einen Ing. Posten besetzen wollen. Mind. Simulink und co. ist eigentlich Voraussetzung für jeden Bereich, z.B. Messtechnik usw.
Wenn mal selten ein Ing. Posten besetzt wird, ist das in der Konstruktion, z.B. Kraftstoffleitungen verlegen. Also eher die anspruchslosen Aufgaben. Da ich selbst mal in einer Lerngruppe für Techniker war, ist das alles uninteressant. Das ist Ausbildungs- und Schulstoff (einfache Physik, Mathematik, etwas CAD usw.) nichts weltbewegendes. Zumal man mit dieser Physik bzw, Mathematik später im Berufsleben sowie so nicht weit kommt, da man noch nicht mal banale Sachen wie die Funktion der Abkühltemperatur über die Zeit eines einfachen Kühlschrank berechnen kann. Oder den freien Fall mit Luftwiderstand etc.

Für das Handwerk gibt es den Facharbeiter bzw. Meister. Der Sinn eines Techniker sind doch geringer qualifizierte Zuarbeiter, weil das Unternehmen Personalkosten einsparen will, und die Stelle keinen Ing. benötigt.

Da muss man sich doch als Techniker nichts vormachen.
 
Ist rotH jetzt berndwegman ? :LOL: Wieder ein Beitrag, der provozieren will. Wenn die Stelle keinen Ingenieur benötigt, wird sie eben explizit mit der dafür benötigten Qualifikation ausgeschrieben.

Und es gibt SGTs, die Ingenieursstellen besetzen und diese hervorragend ausfüllen.
 
Hab ich verstanden.
Meine Beispiele beziehen sich auf verschiedene, normale Schulen (nicht DAA) und mittelmäßige bis gute Realschüler.
Und die mussten nicht die Welt tun.
Da kann ich nur zustimmen, bin ja "nur" Textiltechniker, da war jetzt keine höhere Mathematik notwendig, nur Grundlagen mit ein paar Gleichungen oder so Physik in Richtung Realschulniveau. Textilchemie was so das einzige, was mich nerven gekostet hat. English, technisch Zeichnen und Informatik habe ich eigentlich nach einer gewissen Zeit nur noch zu den Prüfungen besucht.

Problem war halt, dass Du Hauptschüler dabei hattest, die hatten kein Englisch, oder Realschüler aus Zweigen, die kein technisches Zeichnen hatten, während ich das als Hauptfach (war ein Fehler....) hatte. D.h. die Lehrer mussten da quasi bei 0 anfangen bei Fächern, welche ich als Abschlussprüfung für die mittlere Reife hatte.

Somit ist wohl beim Studium eine andere, gleichmäßigere Basis bei den Studenten vorhanden.
 
Eine sehr merkwürdige Welt wäre das in meinen Augen.
Denn ich habe als Programmierer und Inbetriebnehmer weitaus mehr praktische Erfahrung, als unsere staatlich geprüften Techniker, die im Büro sitzen, Hardwarepläne machen und die Anlagen in der Regel nur von Fotos kennen. Oft genug korrigiere ich das dann "on site", weils mit der praktischen Erfahrung nicht mal für die korrekte Interpretation des Benutzerhandbuchs für den Anschluss eines Drucksensors gereicht hat :rolleyes:
(Spaß, in der Regel haben die zu viel zu tun und keine Zeit, weiß ich alles...)
Sorry,
Überflieger wie Du sind natürlich davon ausgenommen......
 
B

Benutzer260630

Gast
Wo?
So drastisch, wie du das schilderst, habe ich das bisher nicht gelesen.
Zum Beispiel hier (Beitrag 78, von Vespacracker):


Eine Seite später fordert auch er wieder, dass Ingenieure hier nichts verloren haben.

Also das muss ein Student in nicht wenigen Phasen seines Studiums ebenso leisten.
Stoff büffeln, bis der einigermaßen sitzt(dauert beim einen länger als beim anderen, manche schaffen es garnicht), Labore/Praktika vor- und nachbereiten(Berichte schreiben), Nebenjob...da braucht es garnicht immer die Klausurphasen, wo es sowieso weder Wochentag noch Uhrzeit gibt.
Und ohne verpflichtenden Präsenzunterricht, der immernoch ein bisschen die Leine vorgibt.
Das kann ich nur so bestätigen. Ich hätte im Studium so schon deutlich über 40h/die Woche gehabt, mit Nebenjob hatte ich locker 50 die Woche. Und dann die Klausurenphase: Nach einer Hammerklausur direkt nach Hause, um direkt am Schreibtisch zu gehen, weil am nächsten Tag die Nächste läuft, war ein Heidenspaß. Kleine Anekdote: Klausuren waren im Wintersemester immer im Januar. Davor war die vorlesungsfreie Zeit an und zwischen den Feiertagen. Wenn ich dann immer gezwungen wurde, mit zu meiner Verwandtschaft zu kommen, saß ich dort beim Kuchenessen immer mit ner gezogenen Fress, weil ich überlegt habe, wie ich die Stunden Lernzeit wieder reinbekomme und habe die anschließende Nachtschicht im Kopf geplant.

Jetzt mal im Ernst: Hat ein Techniker sich sowas schon mal antun (müssen)? Das sagt Einiges über den Schwierigkeitsvergleich aus.

Im Studium ist es völlig normal, dass trotz Vollzeit(gibt ja nichts anderes) 50% bis zum Abschluss rausfliegen.
Bei uns hieß es bei der Einführungsfeier in der Aula: "Gucken Sie sich Ihre Sitznachbarn links und rechts von Ihnen an. Diese zwei Leute werden bei der Abschlussfeier nicht mehr neben Ihnen sitzen. Denn bei uns kommt nur jeder Dritte durch". Viele haben gelacht, der Prof auch. Jedoch hatte er Recht. Es folgten Statistiken in einer der Einführungsveranstaltungen: 30% schließen ab. "Für eine 4 kämpfen" bekommt da eine neue Bedeutung.
 
Zum Beispiel hier (Beitrag 78, von Vespacracker):
Wo habe ich da jemandem geraten nicht zu studieren?
Eine Seite später fordert auch er wieder, dass Ingenieure hier nichts verloren haben.
Und hier ging es eher um „...Der Schwerpunkt liegt thematisch im Bereich staatlich geprüfter Techniker.“, das drei Beiträge drunter @bahu geschrieben hat.

Unterstelle mir bitte nicht irgendwelche Sachen, die ich so nie geschrieben habe!
 
Zum Beispiel hier (Beitrag 78, von Vespacracker):


Eine Seite später fordert auch er wieder, dass Ingenieure hier nichts verloren haben.
Ich weiß nicht, wie du das rein interpretierst. @Vespacracker hat es jetzt aber genau so erklärt, wie ich seine Beiträge auch interpretiert habe.
Mach dich mal ein wenig lockerer und sei nicht so dünnhäutig.
Das kann ich nur so bestätigen. Ich hätte im Studium so schon deutlich über 40h/die Woche gehabt, mit Nebenjob hatte ich locker 50 die Woche. Und dann die Klausurenphase: Nach einer Hammerklausur direkt nach Hause, um direkt am Schreibtisch zu gehen, weil am nächsten Tag die Nächste läuft, war ein Heidenspaß. Kleine Anekdote: Klausuren waren im Wintersemester immer im Januar. Davor war die vorlesungsfreie Zeit an und zwischen den Feiertagen. Wenn ich dann immer gezwungen wurde, mit zu meiner Verwandtschaft zu kommen, saß ich dort beim Kuchenessen immer mit ner gezogenen Fress, weil ich überlegt habe, wie ich die Stunden Lernzeit wieder reinbekomme und habe die anschließende Nachtschicht im Kopf geplant.

Jetzt mal im Ernst: Hat ein Techniker sich sowas schon mal antun (müssen)? Das sagt Einiges über den Schwierigkeitsvergleich aus.
Es bestreitet doch niemand, dass der Bachelor oder gar Master höher im Schwierigkeitsgrad sind. Aber egal welcher Abschluss, die jeweiligen Leute müssen ggf. dafür was tun. Nicht jeder ist geeignet fürs Studium, muss aber für den sgT strampeln. Das heißt aber nicht, dass die Person im Job viel schlechter ist als ein Bachelor.

btw: Zum Studium hat dich keiner gezwungen, zum Nebenjob auch nicht. Wenn du dich zur Verwandtschaft zwingen lässt, auch dein Ding. Man kann auch von zu Hause ausziehen und sein eigenes Ding machen. Kann sein, dass es dann finanziell sehr eng wird, aber wo ein Wille usw.
 
B

Benutzer260630

Gast
Eine Seite später fordert auch er wieder, dass Ingenieure hier nichts verloren haben.
Also gerade Beitrag 85 (vom verlinkten Thread) ist doch ziemlich eindeutig, was die Interpretation angeht.

btw: Zum Studium hat dich keiner gezwungen, zum Nebenjob auch nicht.
Weißt du das? Und wer hat gesagt, dass ich nicht ausgezogen war? Hier hast du Sachen behauptet, die du nicht wissen kannst zwecks Argumentunterstreichung.

Von meiner Seite aus gebe ich die Diskussion auf. Die Technikerseite ist hier eindeutig stärker vertreten.
 
Also gerade Beitrag 85 (vom verlinkten Thread) ist doch ziemlich eindeutig, was die Interpretation angeht.
Den Rest musst Du auch lesen!
Ich habe gar nichts dagegen, wenn hier auch Meister/Ing./Bachelor/Master/Professoren oder Dr. sind. Das finde ich sogar gut! Ich lasse mich nur ungern, von fremden Personen, die weder mich noch meinen Job kennen, zum 3D-Hilfswichtel oder Zeichenknecht, der ja von nichts eine Ahnung hat, degradieren
 
Was lese ich her?
@DerSFI möchte sein Konto löschen lassen?
Das ist merkwürdig...erst seit einem halben Jahr angemeldet, schreibt durchschnittlich 3 Beiträge pro Tag, maßregelt aber schon immer wieder neue User, hat sonst meistens etwas Sinnvolles beizutragen und vertritt ambitioniert seine Position - er hat eigentlich Potential zum Chef, ich meine MOD 😉
 
Also gerade Beitrag 85 (vom verlinkten Thread) ist doch ziemlich eindeutig, was die Interpretation angeht.
Nein. Wenn der Beitrag eindeutig ist, würden wir nicht diskutieren. Ggf. kannst du es ja erläutern.
Weißt du das? Und wer hat gesagt, dass ich nicht ausgezogen war? Hier hast du Sachen behauptet, die du nicht wissen kannst zwecks Argumentunterstreichung.
Korrekt, die Behauptung habe ich in den Raum gestellt. Denn nachdem ich von zu Hause raus bin, wurde ich nur noch gefragt, ob ich zu Verwandtschaftstreffen kommen will. Ein Nein wurde akzeptiert, vor allem wenn ich eine sinnvolle Begründung gebracht habe.
Davor musste ich meist mit, denn da war ich noch nicht Volljährig 😉
Von meiner Seite aus gebe ich die Diskussion auf. Die Technikerseite ist hier eindeutig stärker vertreten.
Es ist ja auch das Technikerforum. Wäre komisch, wenn es anders wäre.
 
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