Was ist der Techniker noch wert?

Ich finde es nicht in Ordnung, dass ein Metallarbeiter nach drei Jahren studieren darf, obwohl die schulischen Voraussetzungen überhaupt nicht gegeben sind und dafür ein Abiturient es nicht darf, weil der Studienplatz an Ersteren vergeben wurde. Und das ist in aller aller Regel umsonst, da er eh nicht abschließt (und bitte macht euch da nix vor, ich habe genug von dieser Sorte scheitern sehen). Zumal er ja in der Zeit, die er studiert, auch einfach in seinem Beruf arbeiten könnte. Kommt er nach Jahren aus dem Studium, weil er endlich durch einen Drittversuch gefallen ist, wird der Wiedereinstieg in den alten Beruf richtig schwer, da er ja Jahre "raus" war.

Das klingt für mich einfach nur sehr überheblich.

An der Uni, wo bei ca. 900 Studienanfängern nur ein Drittel abschließt sind definitiv genügend Abiturienten dabei.

Es gibt sogar Professoren, welche den Weg Lehre über FH bis zur Professur gegangen sind. An den Fachhochschulen finden sich auch viele Meister und Techniker welche bestehen. Diese Aussage ist einfach nicht objektiv.

Eine Blockade von Studienplätzen sehe ich auch nicht, da entweder zulassungsbeschränkt oder mit NC. 🤷‍♂️ In einigen Studiengängen wird mittlerweile nach Studenten gesucht, da diese ausbleiben. Man sollte eher froh sein, dass wir in einem Land leben in dem jeder die Möglichkeit auf höhere Bildung zu geringen Kosten hat.

und bitte macht euch da nix vor, ich habe genug von dieser Sorte scheitern sehen

Wenn du diese Menschen mit "von dieser Sorte" bezeichnest bist du in einem Forum für Techniker wahrscheinlich eher falsch.

Es ist trotzdem prima, dass wir jemanden dabei haben, der einen Überblick über alle Absolventen im Hochschulwesen hat.
 
B

Benutzer260630

Gast
Wenn du diese Menschen mit "von dieser Sorte" bezeichnest bist du in einem Forum für Techniker wahrscheinlich eher falsch.
Finde ich nicht. Ich finde nur, dass "diese Menschen" im akademischen Sektor nichts verloren haben (Schuster, bleib bei deinen Leisten). Genau so wenig wie ein Gymnasiallehrer etwas in einer Werkstatt verloren hat.

bist du in einem Forum für Techniker wahrscheinlich eher falsch.
Der Begriff "Techniker" im Forentitel beschränkt sich doch nicht nur auf den "stattlich geprüften Techniker", sondern auf Techniker im allgemeinen Sinne (Ingenieure, "Techniker", Gesellen, Meister,...). Jeder ist hier willkommen (außer wohl ich). Da ziehe ich auch meine Konsequenzen draus, keine Sorge.
 
Bei manchen Bewerbungen wird explizit ein "wissenschaftliches" Studium gefordert.Da es in den meisten Studienordnungen mittlerweile eine Regelstudienzeit inkl. Fristen gibt.
Gibts, gibts aber auch genauso nicht.
Bei uns war vorgeschrieben, dass man ohne eine gewisse Anzahl von Credits keine Veranstaltung aus einem höherem Semester belegen konnte.
Das war auch sicher eine gute Sache, genau um sowas zu vermeiden wie den ewigen Student, der nicht vorwärts kommt, Vertiefungsmodule hat aber die Grundlagen einfach nicht besteht.
Aber etwas wie: "wer nach dem 3. Semester nicht mind. Mathe 2 bestanden hat, fliegt raus" gabs nicht.
Das ist ähnlich wie die Diskussion "Techniker vs. Dipl. Ing.". Warum läuft ein Studium an einer Universität meistens länger und hat mehr Leistungspunkte?
Siehe SFI, der Vergleich hinkt arg.
Ich bin wohl einer der wenigen, der beide Hochschultypen kennt.
Imho hängt es eher am Prof als an Uni oder FH, was schwerer ist.
Kleines Beispiel:
Wir hatten in Mess- und Regelungstechnik einen "Knochenbrecher", da haben sich Leute extra dafür als Zweithörer an einer anderen Uni eingeschrieben, um dieses Fach dort abzulegen und dann durch den Prüfungsausschuss anerkennen zu lassen.
Warum läuft ein Studium an einer Universität meistens länger und hat mehr Leistungspunkte?
Vielleicht noch zu Diplomzeiten...
Bachelor sind 6-7 Semester und Master inkl. Bachelor 10 Semester Regelstudienzeit, hier wie da.
Da sollte jemand wissen, der selbst studiert hat.
Ich habe übrigens an der TU nie Standesdünkel erlebt gegenüber Absolventen von einer HaW.
Das kommt eher mal von Studenten der unteren Semester, die sich denen von der FH haushoch überlegen fühlen, obwohl sie noch weit weg davon sind, etwas Zählbares geleistet zu haben bzw. eher noch zu denen gehören, die irgendwo hinten rumkrebsen.
In einigen Tarifen wird auch differenziert ob FH oder Uni.
Ja, nach Diplom FH und Diplom Uni.
Das war ja auch ein deutlicher Unterschied, 8 Semester zu 10 Semestern.
Heute läuft das in der Kategorie "FH" unter Bachelor, "Uni" unter Master.
Siehe z.B. die ERA-Einstufung der IGM.
Da wird übrigens auch zwischen Meister und Techniker unterschieden.
Bei manchen Bewerbungen wird explizit ein "wissenschaftliches" Studium gefordert.
Auch ein FH-Studium ist wissenschaftlich.
Wäre das nicht so, würde so jemand nach dem Master nicht zur Promotion zugelassen werden und Beispiele gibts dafür heutzutage genug.
Auch ein Bachelor ist "wissenschaftlich".
Die Formulierung in Stellenausschreibungen(Bewerbungen fordern nichts, sondern bieten etwas an) deutet lediglich darauf hin, dass man hier wahrscheinlich unterhalb eines Masters aussortiert wird.
Beispielsweise habe ich sowas schon im öffentlich Dienst gelesen, wo es um Entsprechende Stellen ging, die im höheren Dienst bzw. auf der Master-Ebene angesiedelt waren.
 
Jeder ist hier willkommen (außer wohl ich).
Nun ja, wie man in den Wald hineinruft... Da musst Du wohl mit leben, dass nicht alle Deiner Meinung sind.
Du befeuerst eine Diskussion, die es hier in dem Thread erst gar nicht gab (zuerst Techniker vs. Bachelor und danach Master vs. Bachelor/Ing)! Es ging am Anfang nur darum, dass ein Techniker, in derselben Position, weniger Gehalt bekommt, als ein Kollege mit Master/Bachelor.
 
@moe589

In den Punkten gebe ich dir Recht.

Ich bin von den noch existierenden, "alten" Uni Diplomen ausgegangen (10 Semester). Gibt es bspw. noch an der TU Dresden oder TU Freiberg. Ja, Sachsen ist irgendwie konservativ geprägt. :unsure:


Beim Instituten oder auch an der TU wurde mir mitgeteilt, dass "wissenschaftliches Hochschulstudium" meistens Diplom auf Universitätsebene bedeutet bzw. wie von dir erwähnt heutzutage den Master. Natürlich können sich auch andere Absolventen bewerben. Die "Wissenschaftlichkeit" einer FH möchte ich nicht bestreiten.


Ich finde es einfach schwierig, wenn ein Ingenieur sich in einem Forum, welches vorrangig an "Staatl. gepr. Techniker" gerichtet ist (bitte korrigiert mich wenn nicht), anmeldet und sich dann meist abwertend über diese äußert. Seinen FH-Abschluss möchte er wahrscheinlich auch nicht permanent "unter Beschuss" sehen, deswegen die Beispiele.
 
B

Benutzer260630

Gast
Es ging am Anfang nur darum, dass ein Techniker, in derselben Position, weniger Gehalt bekommt, als ein Kollege mit Master/Bachelor.
Und warum letztendlich? *grübel, grübel

Weil der Bachelor (faktisch) höher sein muss. Vergleicht man sowohl die Stundenzahl als auch den Schwierigkeitsgrad, ist das auch die einzige logische Konsequenz. Ich bleib dabei.

Mehr als das oben gesagte habe ich im Prinzip nicht gesagt. Aber was ist hiermit:
Kannst ja mal einem Handwerksmeister auf 1 Meter Entfernung sagen das dein Abitur mehr Wert hat als seine Meisterschule und warten was passiert.
Ps.: Als Tipp, zieh deine Laufschuhe an bevor du das machst.
Drohung von physischer Gewalt für meine Meinung und da sagt niemand was? Zwei Maße.

Ich habe jedenfalls gestern meine Kontolöschung bestätigt, die übermorgen vollzogen werden soll. Ich hab hier im Forum wohl soeben einen Status erlangt, mit dem ich nicht mehr hier zufrieden werde.
 
Und warum letztendlich? *grübel, grübel

Weil der Bachelor (faktisch) höher sein muss. Vergleicht man sowohl die Stundenzahl als auch den Schwierigkeitsgrad, ist das auch die einzige logische Konsequenz. Ich bleib dabei.


Mehr als das oben gesagte habe ich im Prinzip nicht gesagt. Aber was ist hiermit:

Drohung von physischer Gewalt für meine Meinung und da sagt niemand was? Zwei Maße.

Ich habe jedenfalls gestern meine Kontolöschung bestätigt, die übermorgen vollzogen werden soll. Ich hab hier im Forum wohl soeben einen Status erlangt, mit dem ich nicht mehr hier zufrieden werde.

Cool, schaut man seit langen wieder ins Forum und dann sieht man das derjenige sein Konto löschen lässt, der mich damals so angemacht hatte als würde er hier der Boss im Forum repräsentieren.

Austeilen können, aber kein Rückenfell haben wenn die Mehrheit eine andere Meinung hat als du. ;)
 
Und warum letztendlich? *grübel, grübel

Weil der Bachelor (faktisch) höher sein muss.
Und was genau hat das mit dem Gehalt zu tun? Ich werde für meine Arbeit bezahlt und nicht für meinen Abschluss! Ich habe z.B. auch zwei abgeschlossene Berufsausbildungen. Nur dadurch bekomme ich doch nicht das doppelte Gehalt ? Gleiches Geld für gleiche Leistung... So sehe ich das!
Drohung von physischer Gewalt für meine Meinung und da sagt niemand was? Zwei Maße.
Lies das zitierte nochmal genau durch. Ich weiß nicht, wer dir da gedroht haben soll?
 
B

Benutzer74741

Gast
Kannst ja mal einem Handwerksmeister auf 1 Meter Entfernung sagen das dein Abitur mehr Wert hat als seine Meisterschule und warten was passiert.
Ps.: Als Tipp, zieh deine Laufschuhe an bevor du das machst.

Dieses Thema bringt nur Unfriede, wäre gut wenn es geschlossen wird.

Das heißt also alle Handwerksmeister können sich nur mit den Fäusten zur Wehr setzen und schlagen sofort zu?
Das ist aber armselig, mit solchen Leuten möchte ich ehrlich gesagt gar nicht erst ins Gespräch kommen.
 
Manchmal denke ich, es wäre sinnvoller sich zu überlegen, wo man sich gegenseitig ergänzen und unterstützen kann, anstatt durch ausdiskutieren der Unterschiede die Gruppen zu spalten ??

Der Akademiker forscht und sucht neue Wege und Innovationen, der Techniker setzt diese um.... Dabei lästert er nicht, wenn es 8 von 10mal nicht funktioniert und der Akademiker vertraut auf den praxiserfahrenen Techniker, wenn dieser ihm sagt, dass etwas so nicht funktioniert.

Was wäre das für eine Welt ?
 
B

Benutzer74741

Gast
Manchmal denke ich, es wäre sinnvoller sich zu überlegen, wo man sich gegenseitig ergänzen und unterstützen kann, anstatt durch ausdiskutieren der Unterschiede die Gruppen zu spalten ??

Der Akademiker forscht und sucht neue Wege und Innovationen, der Techniker setzt diese um.... Dabei lästert er nicht, wenn es 8 von 10mal nicht funktioniert und der Akademiker vertraut auf den praxiserfahrenen Techniker, wenn dieser ihm sagt, dass etwas so nicht funktioniert.

Was wäre das für eine Welt ?

Eine sehr merkwürdige Welt wäre das in meinen Augen.
Denn ich habe als Programmierer und Inbetriebnehmer weitaus mehr praktische Erfahrung, als unsere staatlich geprüften Techniker, die im Büro sitzen, Hardwarepläne machen und die Anlagen in der Regel nur von Fotos kennen. Oft genug korrigiere ich das dann "on site", weils mit der praktischen Erfahrung nicht mal für die korrekte Interpretation des Benutzerhandbuchs für den Anschluss eines Drucksensors gereicht hat :rolleyes:
(Spaß, in der Regel haben die zu viel zu tun und keine Zeit, weiß ich alles...)

Woher kommt eigentlich die Überzeugung ein Ingenieur sei ein praxisferner Forscher und der Techniker Alleininhaber praktischer Erfahrung?

Unser Regelungs-Spezi (seineszeichens M.Sc.) weiß ziemlich viel von der Praxis... und er kann es darüber hinaus auch noch mit seinem Hintergrundwissen kombinieren...
 
Hier ist das alles nochmal recht nett zusammengefasst:

Naja, das ist auch wieder eher eine Art von Rheumadeckenverkauf.
Allein der Satz, dass es an den meisten Hochschulen kein Problem sei Vorleistungen aus dem Techniker anrechnen zu lassen und dann als Beispiele ausgerechnet private FH's kommen, deren Geschäftsmodell das ist...
Ok, die HS Darmstadt ist eine staatliche FH und eine gute noch dazu.
Allerdings ist diese Pilotgeschichte bei denen offensichtlich ordentlich kostenpflichtig, wie man nachlesen kann.
Das geht mir also auch wieder in diese Richtung von "bezahl ordentlich und wir machen es dir dafür etwas leichter".
Dennoch ist es natürlich irgendwo eine Mogelpackung, wenn die Schlagzeile suggeriert, dass man direkt mit dem Techniker einen Master aufnehmen dürfte, im Kleingedruckten aber steht, dass da doch noch die ein oder andere Prüfung im Weg steht.
Wenn die tatsächlich auf dem Niveau des Bachelorstudiums stattfindet, was sie eigentlich muss, dann dürfte die Anzahl derer, die da bestehen ziemlich übersichtlich sein.
Die anderen Master, die dort abgesprochen werden sind nicht konsekutiv, sondern haben einen Weiterbildungscharakter, wie ein MBA für Ingenieure und kosten natürlich ebenfalls wieder ordentlich Geld.
Dennoch eine Vereinfachung für jemanden, der Bereit ist dafür ordentlich zu latzen.
An 98% aller staatlichen Hochschulen wird vom Techniker garnichts anerkannt.
Zurecht, wie ich finde.
Ich habe jedenfalls gestern meine Kontolöschung bestätigt, die übermorgen vollzogen werden soll.
Ich finde, damit überdrehst du ein wenig.
Woher kommt eigentlich die Überzeugung ein Ingenieur sei ein praxisferner Forscher und der Techniker Alleininhaber praktischer Erfahrung?
Das hab ich auch schon öfters angemerkt.
Gerade Leute aus der Berufspraxis sollten doch wissen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen der Studierte im stillen Kämmerchen vor sich hinwurstelt.
Es kommt aber dennoch auf die Bereich an, wo man hinterher arbeitet.
Für F&E hat ein Techniker keinerlei Vorteile durch seine Facharbeiterausbildung, da ist der Absolvent besser dran.
Der hat anfangs schonmal mind. 1 Praxissemester und eine Abschlussarbeit in diesem Bereich geschrieben und kennt das Innenleben so ganz rudimentär.
Von theoretischen Wissen ganz abgesehen.
Durchaus von Vorteil ist der praktische Part aber bei anderen Stellen, die sich direkt auf die Praxis beziehen, wie z.B. Arbeitsvorbereitung oder Prozesssteuerung.
Das sind dann aber auch keine Stellen, für die man den teureren Ingenieur einstellt.
Letztlich gilt immernoch, dass der interessierte Ing den praktischen Part durchaus lernen kann, wohingegen das Grundlagenwissen aus dem Studium für jemanden von extern nicht nachholbar ist.
 
Also was zählt ist Erfahrung und sonst nichts. Der Techniker mit seinen angeblich flinken Händen ist genauso uninteressant wie der fachfremde Ing. Nur haben aber die meisten Studierten bezüglich Werksstudenten und der Abschlussarbeit schon so einiges an Erfahrung im relevanten Bereich im Gegensatz zum Techniker sammeln können, da ein Techniker in ganz anderen Bereichen tätig ist und somit es sich meist immer um fachfremde Personen handelt. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Außerdem fehlt mir so ganz die Phantasie in welchen Tätigkeiten denn die angebliche Praxis des Techniker sich auszahlen sollte? Wie man eine Schraube reindreht? das kann auch ein Ing. Ein begabter "Schrauber" zeichnet sich übrigens über Schnelligkeit aus und dies beruht auf Erfahrung. Außerhalb einer Dienstleistung der Instandsetzung sehe hier keinerlei Relevanz bezüglich eines Ing. der übrigens kein Theoretiker ist. Theoretiker sind Mathematiker oder Wissenschaftler in der theoretischen Physik. Alles andere sind Praktiker. Da sieht man mal wieder das hier einige Techniker keinen blassen Dunst über die Tätigkeit des Ing. haben. Nur bilden sich komischerweise immer diese gering qualifizierten "Praktiker" ein, die noch nicht mal eine Messung auf Plausibilität prüfen und begründet erklären können (häufig lapidare Antwort "habe ich halt so gemessen, passt so"), sie könnten sich mit ihrer uninteressanten Praxis dem Ing. gleichstellen oder besser sein. Und nein man braucht weder studiert haben und co. man kann sich alles selber beibringen. Aber das ist ja bei den meisten Techniker hier nicht der Fall. Bisschen Technikerschule und uninteressante Praxis die niemanden interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das heißt also alle Handwerksmeister können sich nur mit den Fäusten zur Wehr setzen und schlagen sofort zu?
Das ist aber armselig, mit solchen Leuten möchte ich ehrlich gesagt gar nicht erst ins Gespräch kommen.
Wo steht denn da irgend ein Wort davon? Inhalt vs Interpretation.

Um den ganzen Klugscheißern mal was vorweg zu nehmen,

Achtung, Meinung:

Ich find es unglaublich wie hier der Techniker/Meister wie jedes mal von den Akademikern abgewatscht wird und danach geht dann die nächste Keule los. Diplom vs Bolognia, Uni vs FH. Das ist alles so lächerlich.

Ich denke nach wie vor darüber nach mich zu verändern (studieren) und dann frage ich mich wieder wofür? Um mich dann hier beweisen zu können? Ich habe bisher keine Aufgabe in einem mittelständischen Industrieunternehmen gesehen die mich interessiert hätte, und die einen akademischen Abschluss rechtfertigt sondern lediglich Wissbegier, Motivation und Zeit.

Der Großteil der Ingenieure forscht NICHT! Die meisten nehmen sich eine bestehende Technologie und machen Die für sich nutzbar.
Auch CAD Programme kann jeder motivierte technische Zeichner bedienen und für die meisten Berechnungen gibt es mittlerweile Software Unterstützung. Wie hier schon jemand geschrieben hat sind viele Ingenieure mittlerweile nur noch Sachbearbeiter.

Wenn natürlich mittlerweile jeder Abi macht und jeder studiert, dann brauche ich auch keine Techniker mehr, richtig! Merkt man ja an unserem notorischen Handwerker Mangel.
Offensichtlich braucht man aber weiterhin erfahrene Leute und Praktiker, denn ich wurde eingestellt genauso wie viele andere Techniker die was können was neue Ingenieure eben nicht können. Die Wertschöpfung des Unternehmens zeitnah steigern.
Einen Industrie Arbeitgeber interessiert m.M. nach in der Regel nur eines: Gewinnmaximierung und Kosteneffizienz.

Das die Einstufungen im TVöD nicht zielführend sind sieht man ja an dem Personal das sie bekommen. Einstufung nach Aufgabenfeld ist dann deutlich sinnvoller a la IGM ERA.

Könnte endlos so weiter machen aber das will ja keiner hören weil es sich hier jeder nur was auf seine 3 Buchstaben schert.

Meinung Ende
 
Halten wir doch mal fest:
Das hier ist das "Techniker-Forum", hier geht es um u.A. um einen Bildungsweg der zum Abschluss "staatlich geprüfter Techniker" führt. Behandelt wird hier Erwachsenen-Fortbildung (und auf vielen Nebenschauplätzen auch die technischen Zipperlein vieler verzweifelter und neugieriger User).

Anstatt sich hier zu produzieren, könnten doch die Ingenieure, Master, Bachelor und weiteren "Studierten" sich in Foren miteinander austauschen, wo man sich als Nicht-Akademiker weniger tummelt - oder ist es so viel erfüllender, hier "auf dicke Hose machen zu können"?

Was hier stattfindet, ist m.E. für das Ansehen unseres Berufsstands mittlerweile schädlich. Ich käme auch nicht auf die Idee, mich in einem Studierenden-Forum anzumelden und bei jeder Gelegenheit den dortigen Usern (die nun mal wahrscheinlich einen akademischen Grad anstreben) zu zeigen, warum man unbedingt Techniker sein sollte und warum das Studium nichts taugt - letzter Satz ist überspitzt und spiegelt nicht meine Meinung wieder!

Der Thread-Titel

Was ist der Techniker noch wert?​

ist an sich unglücklich und die Diskussion darüber ist müßig und wurde schon viel zu oft ohne Ergebnis geführt.
 
Woher kommt eigentlich die Überzeugung ein Ingenieur sei ein praxisferner Forscher und der Techniker Alleininhaber praktischer Erfahrung?
fehlt mir so ganz die Phantasie in welchen Tätigkeiten denn die angebliche Praxis des Techniker sich auszahlen sollte?
Das kommt ganz einfach nur aus den Erfahrungen, die man so macht...
Da habe ich ganz anderes erlebt! Beispiele eines Masters, Bachelors und eines Ing. (nicht ausgedacht, alles selber erlebt): Konstruktionen, die nicht machbar waren (mal einfach die Toleranzen unterschlagen)... Verbauen von M10x10 Senkschrauben... Keinerlei Ahnung von Fertigungsverfahren... Entwerfen von komplett realitätsfremden Versuchsaufbauten... FEM-Berechnung eines Wickeldrahts (0,3mm) auf Durchbiegung von 5µm...

ist an sich unglücklich und die Diskussion darüber ist müßig und wurde schon viel zu oft ohne Ergebnis geführt.
Es kann auch kein "Ergebnis" geben! Jeder hat seine Daseinsberechtigung.
Und zum dritten Mal: Niemand wollte irgendeine Gleichstellung! Nur, wer dieselbe Arbeit macht, soll doch auch dasselbe Gehalt bekommen! Egal welchen Abschluss der hat. Nur darum ging es hier! Irgendwer hat dann eine "Gleichstellung" da reininterpretiert.
 
B

Benutzer74741

Gast
Wo steht denn da irgend ein Wort davon? Inhalt vs Interpretation.

(...)
Nein, da ist keinerlei Interpretation drin.
Du sagst inhaltlich, man müsse nur zu einem beliebigen Handwerksmeister gehen, dem sagen das Abitur sei mehr wert, als der Meisterabschluss... und dann muss man schnell laufen, weil der Handwerksmeister einem sonst sofort auf die Schnauze haut.

Der Rest ist blabla.
Du hast nicht studiert und kannst daher gar nicht beurteilen, worin der Ingenieur dem Techniker überlegen ist bzw. sein kann.

PS:
Muss ich jetzt schnell laufen, weil ich sonst was auf die Fresse krieg?
 
B

Benutzer74741

Gast
Das kommt ganz einfach nur aus den Erfahrungen, die man so macht...



Es kann auch kein "Ergebnis" geben! Jeder hat seine Daseinsberechtigung.
Und zum dritten Mal: Niemand wollte irgendeine Gleichstellung! Nur, wer dieselbe Arbeit macht, soll doch auch dasselbe Gehalt bekommen! Egal welchen Abschluss der hat. Nur darum ging es hier! Irgendwer hat dann eine "Gleichstellung" da reininterpretiert.
Das Problem ist doch aber, dass man in der Regel nur glaubt, man mache genau dieselbe Arbeit.

Wenn Techniker und Ingenieur vor dem Rechner sitzen und mit Catia was konstruieren, machen sie doch zwingend dieselbe Arbeit?

Wenn Ingenieur und Techniker eine Regelung in Betrieb nehmen, machen sie doch nicht zwingend dieselbe Arbeit?
 
B

Benutzer74741

Gast
Anstatt sich hier zu produzieren, könnten doch die Ingenieure, Master, Bachelor und weiteren "Studierten" sich in Foren miteinander austauschen, wo man sich als Nicht-Akademiker weniger tummelt - oder ist es so viel erfüllender, hier "auf dicke Hose machen zu können"?
Es ist selten produktiv, wenn sich eine Zunft im eigenen Saft dreht und sich jegliche Meinungsäußerung von außen verbittet.

Mal ehrlich, Läutewerk. Wie soll man den Wert des Technikers feststellen, ohne ihn einzuordnen und dabei natürlich auch mit Ingenieuren zu vergleichen?
Der Wert von etwas lässt sich nur ermitteln, wenn man einen Vergleich bzw. eine Referenz hat.

Wäre dir ein Thread lieber, in dem ihr euch alle auf die Schulter klopft und im Glauben bestärkt, dass ihr im Grunde ja eigentlich Ingenieure seid?
Kannst du haben... hilft aber nicht, denn die Realität ist eine andere.

Kommt mir ein bisschen vor wie Ohren zuhalten und "lalalala" rufen.

PS:
Wenn ihr hier keine Ingenieure wollt, dann sperrt uns halt?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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