Was ist der Techniker noch wert?

Hallo Zusammen,

ich möchte mal nach euren Erfahrungen als Techniker fragen da mich ich mich etwas „diskriminiert“ fühle. Wie ist bei euch die Rückmeldung bezüglich eures Titels als Techniker? Bei gleicher Leistung Verantwortung habe ich das Gefühl man ist immer im Hintertreffen gegenüber studierten Kollegen. Nicht immer bei der Tätigkeit, aber deutlich beim Gehalt und bei der Gleichstellung.

Dazu noch meine bisherigen Erfahrungen. Nach meinem Techniker habe ich 2015 eine Stelle als Elektrokonstrukteur angenommen. Beim Gehalt in der Firma gab es nur Friss oder Stirb ohne Verhandlung. Gehalt war für jemand wie mich, ohne Erfahrung in dem Gebiet, fair und die Firma ist für die schlechte Bezahlung bekannt. In der Firma habe ich mich dann zum zuständigen Konstrukteur für eine Ganze Produktsparte in der Firma hochgearbeitet und war von der technischen Seite für zwei Mitarbeiter verantwortlich. Zudem war ich die Stellvertretende Abteilungsleitung für die ganze E-Technik der Firma. Nebenzu habe ich noch im Qualitätsmanagement der Firma gearbeitet. Da es dazu praktisch keine Lohanpassungen gegeben hat wollte ich kündigen aber dann wurde mir doch ein besseres Angebot gemacht und ich bin geblieben. Das Angebot wurde aber dann nur zur Hälfte gehalten und einer meiner Kollegen in meiner Sparte der auch gekündigt hat wurde ersetzt. Es kam ein neuer Konstrukteur direkt von der FH. Eingestellt wurde er wie ich ohne Gehaltverhandlung. Nur das mehr bekommen hat wie ich als sein Vorgesetzter mit damals über drei Jahren Berufserfahrung. Auch sonst gab das in der Firma immer wieder bei Diskussionen mit anderen Abteilungen den Ratschlag „da kannst du nix machen, der hat Studiert“ und der andere war damit automatisch im Recht.

Als ich ein Angebot von einer anderen Firma bekommen habe, habe ich das sofort angenommen. Der Verdienst war nicht ganz nach Tarif, aber passabel. Zusammen mit mir hat auch einen Konstrukteur frisch von der FH angefangen. Dieser hat laut eigener Aussage auch keine Gehaltsverhandlung geführt. Für diesen diene ich auch jetzt noch als Ansprechpartner für fragen inklusiver eignem Stundenbudget dafür und er darf nur die „kleinen“ Aufträge machen. Nach einem Jahr haben wir jeweils separat nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Zuerst war ich dran. Ich bin mit 10% rein gegangen. Einen Teil habe ich sofort bekommen, der Rest ist an Schulungen gekoppelt. Mein Kollge mit Bachelor hat dann aber sofort seine 10% bekommen, von einer Staffelung war nicht mal die Rede. Jedoch muss er die gleichen Schulungen machen. Der Gipfel war jetzt, als ich erfahren habe was er verdient. Er wurde für ca. 25% mehr eingestellt als ich für das, dass er keine Berufserfahrung hat, ich ihm als Mentor helfen muss, er keine Projekte mit so viel Verantwortung bekommt aber sich dafür als Bachelor bezeichnen darf. Zudem habe ich erfahren, als es bei der Urlaubsplanung darum ging, wer von uns beiden kürzertreten muss, vom Chef der Satz kam, das ich nur einen Techniker habe und somit den kürzeren gezogen habe.

Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Sachen?
 
Finde sowas ganz schwer zu beurteilen, da es oftmals auch sehr subjektiv und somit emotional ist. Ist es bei euch üblich, dass jeder die Gehälter der Anderen kennt?
Bezüglich Gleichstellung. Natürlich ist man nicht gleichgestellt. Ich wiederhole mich da auch gerne immer wieder, der Technikerabschluss ist im Gegensatz zu einem Studium ein Witz. Jeder Hauptschüler, der sich ein bisschen anstrengt kann das schaffen. Von daher muss man dann auch nicht überrascht sein, wenn Studenten höher eingestuft werden. Zum Thema Gehalt , da muss man halt auch mal Glück haben, aber generell ist das verhandlungssache. Ich bin zum Beispiel einer der Glücklichen, der als momentan “einfacher“ Technischer Zeichner in NDS über 3500 brutto bekommt. Es gibt Meister mit zig Jahren Erfahrung in der gleichen Stadt, die das nicht verdienen. Da bleibt nur eins, verhandeln... und wenn’s nicht passt und Man unglücklich ist, was anderes suchen
 
Danke für die Antwort.

Es ist nicht ganz normal, dass ich die Gehälter der anderen kenne. In der alten Firma wusste ich es weil ich mit dem „neuen“ recht schnell gut befreundet war und er sich auch unseren Konzert- und Festivalrudel angeschlossen hat. Den Einkommen meines jetzigen Kollegen ist ihm, sagen wir mal rausgerutscht, da er sich jetzt Privat versichert. Ich dagegen bin von der Gehaltsuntergrenze, dass ich mich privat versichern könnte, noch ordentlich weg.

Was den Anspruch der Technikerschule angeht muss ich recht geben. Ich habe mir da auch gedacht, für was ich da jeden Monat Geld zahle.
 
Es steht dir doch völlig frei ein Studium neben dem beruf zu absolvieren. Ansonsten würde ich sagen, dass du dich falsch informiert hast, welche Gehälter wofür angemessen sind.


Kannst da ja mal reinschauen, ich hab das mit ein paar Berufen/Berufsbezeichnungen durchprobiert und oftmals war das Gehalt einen Bachelors mit dem des Meisters identisch.

Ich denke mal, du hast dich unter Wert verkauft und das hat dein Chef nun auch darauf bezogen, dass du in der Urlaubsfrage ebenfalls zurückstecken wirst...
 
Den Einkommen meines jetzigen Kollegen ist ihm, sagen wir mal rausgerutscht, da er sich jetzt Privat versichert.
Also basiert der Beef beim Geld allein darauf, was dir Kollege xy im Suff zugesteckt hat...
Ganz dünnes Eis.
Solange du nicht den Arbeitsvertrag des entsprechenden Kollegen, über dessen Verdienst du dich echauffierst gesehen hast, solltest du ganz gepflegt schweigen, der Chef würde so ein Gejammere sicher nicht als förderlich für eine Gehaltserhöhung einordnen...
Und wenn du keine besondere Erhöhung bisher bekommen hast, dann ist es kein Wunder, dass der studierte Kollege dich geldlich übertrumpft, denn es ist normal, dass die Anfangsätze eines Ingenieurs deutlich über denen eines Technikers liegen.
Sprich der Techniker muss erstmal eine ordentliche Gehaltserhöhung bekommen/verdienen, bis er auf dem Anfangsniveau vom Ingenieur liegt.
Und wenn das ein (kleinerer)Laden ist, der dich nach Einstellung erstmal am langen Arm verhungern lässt, bis du schon mit einem Bein gekündigt hast, was kein Einzelfall ist, dann ist es garnicht so einfach, den Anfangssatz vom Ing zu erreichen.
Dass die Anfangssätze sich deutlich unterscheiden ist absolut berechtigt, immerhin, und das wurde ja schon angemerkt, ist das Studium eine ganz andere Welt als die Technikerschule.
Auch wird die Tätigkeit im Regelfall anfangs nicht gleich sein, sonst müsste der Geschäftsführer keinen teureren Ingenieur einstellen, wenn ein Techniker sicher ausreichen würde.
Ich kenne einige Techniker aber nur einen, der im Schnitt mehr Verdient als ein Ingenieur und das im Projektmanagement wo die andere Sachen mehr zählen, als Umfang und Tiefe der Ausbildung.
Alle anderen verdienen deutlich weniger als die studierten Kollegen.
 
Beim Gehalt in der Firma gab es nur Friss oder Stirb ohne Verhandlung. Gehalt war für jemand wie mich, ohne Erfahrung in dem Gebiet, fair und die Firma ist für die schlechte Bezahlung bekannt. [ ... ] Da es dazu praktisch keine Lohanpassungen gegeben hat wollte ich kündigen aber dann wurde mir doch ein besseres Angebot gemacht und ich bin geblieben. Das Angebot wurde aber dann nur zur Hälfte gehalten und einer meiner Kollegen in meiner Sparte der auch gekündigt hat wurde ersetzt. Es kam ein neuer Konstrukteur direkt von der FH. Eingestellt wurde er wie ich ohne Gehaltverhandlung. Nur das mehr bekommen hat wie ich als sein Vorgesetzter mit damals über drei Jahren Berufserfahrung.
Was lese ich hier heraus?
Du beschwerst dich darüber, dass du in einem Job gearbeitet hast, den du aus deiner Sicht mit einem fairen Gehalt angetreten hast.
Dann warst du inkonsequent, als das Versprochene nicht eingehalten wurde.
Und zum Schluss neidisch, weil ein anderer mehr bekommen hat.
Als ich ein Angebot von einer anderen Firma bekommen habe, habe ich das sofort angenommen. Der Verdienst war nicht ganz nach Tarif, aber passabel. [ ... ] Nach einem Jahr haben wir jeweils separat nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Zuerst war ich dran. Ich bin mit 10% rein gegangen. Einen Teil habe ich sofort bekommen, der Rest ist an Schulungen gekoppelt. Mein Kollge mit Bachelor hat dann aber sofort seine 10% bekommen, von einer Staffelung war nicht mal die Rede. [ ... ] Er wurde für ca. 25% mehr eingestellt als ich
Auch hier zuerst noch i.O.
Erst nicht mehr i.O., als du erfährst, was andere bekommen.

Woher weißt du denn, dass deine Arbeit auch genausoviel Wert ist, wie die der Kollegen? Ggf. haben die auch einfach bessere Arbeit geleistet?
Zum anderen ist es aber auch so, dass ein Bachelor im Normalfall mehr kann, wie ein sgT. Der sgT kann sich das Wissen sicher auch noch aneignen, der Weg dorthin ist halt länger.

Prinzipiell hast du es doch selbst in der Hand: Einen Job dann annehmen, wenn es für dich i.O. ist.
Werden Versprechungen nicht eingehalten, wechseln. Wenn du nicht wechselst, darfst du dich nicht beschweren. Denn mit genau der Masche versuchen viele AG durchzukommen.
Und was deine Kollegen dir erzählen, muss noch lange nicht wahr sein. Oder hast du die Gehaltsabrechnungen gesehen?
Und wenn es auch wahr ist: Was ein Kollege verdient, ist mir egal. Ich muss mit dem zufrieden sein, was ich bekomme. Verdienen die Kollegen mehr, haben sie einfach besser verhandelt.
 
Hallo HeinzHuber,

zuerst möchte ich masls zustimmen. Anscheinend lässt Du Dir zu viel gefallen und wenn der Chef das mitbekommen hat, dann macht er so weiter.

Dann würde ich so mal grundsätzlich sagen, dass sicherlich im Schnitt der Dipl.Ing. mehr verdient als der Techniker, es aber nicht selten auch anders sein kann. Bei uns ist es so, dass unser GF Techniker ist und ich im Vertrieb auch. Habe noch 2 Dipl. Ing. (einer jünger, einer älter als ich) als Kollegen in der QS und der Entwicklung, wobei ich sicherlich mehr verdiene als die beiden.

Je mehr Erfahrung Du in Deinem Berufsleben sammelst, um so unwichtiger wird Dein Abschluss. Auch eine Erfahrung, auch wenn es vorher bei Verhandlungen noch hieß, mehr Geld absolut ausgeschlossen, wurde jedes mal (wirklich jedes mal !) wenn die Kündigung auf dem Tisch lag gefragt, ob man nicht noch mal über mehr Geld reden könnte.

Auch habe ich erlebt, dass später mal ein Exkollege (gleicher Job wie meiner damals) mir seine Gehaltsabrechnung gezeigt hat und er 180 EUR mehr Brutto hatte als ich. Das war %ual nicht die Welt, aber das hat mich schon echt getroffen, da es vom damaligen Chef geheißen hatte "Mehr geht wirklich nicht, Ende der Fahnenstange"..... Ok, er musst dann ohne mich weitermachen.

Somit als Fazit: Wechsel, wenn es nicht passt und verhandle hart.....
 
Danke für die Ganzen Antworten.

Was die Glaubhaftigkeit der anderen Gehälter angeht kann ich sagen, dass ich entweder die Abrechnung gesehen habe oder es indirekt durch Sachen, die rechtlich erst ab gewissen Einkommen gehen, weiß. Gegen einen gewissen Unterschied zum Bachelor sage ich ja nichts, z. B. wenn ich Richtung Tarifvertrag schaue. Aber die Unterschiede finde ich schon krass. Es wird auch die Berufserfahrung ignoriert. Wenn dazu in meiner Abwesenheit der Satz von der GF fällt, das ich nur den Techniker wenn es um die Urlaubsplanung geht habe könnte ich kotzen. Was die Tätigkeit angeht kann ich soger sagen, dass mein Part sogar anspruchsvoller ist. Er macht nur die kleinen Aufträge die auch keine speziellen Kenntnisse Richtung safety oder UL benötigen da man es ihm nicht zutraut oder er nicht das Wissen hat. Sonst hätte ich keine Stunden für das Mentoring mit ihm. Auch ist er bei der Kalkulation oder den Lasten und Pflichtenheften ausgenommen.
Du beschwerst dich darüber, dass du in einem Job gearbeitet hast, den du aus deiner Sicht mit einem fairen Gehalt angetreten hast.
Dann warst du inkonsequent, als das Versprochene nicht eingehalten wurde.
Und zum Schluss neidisch, weil ein anderer mehr bekommen hat.
Ich finde das nicht Inkonsequent. Zwei Monate nach dem das Versprechen nicht eingehalten wurde hatte ich gekündigt. Nur hat es dank effektiv einen halben Jahr Kündigungsfrist etwas gedauert bis ich rausgekommen bin. Einem Aufhebungsvertrag hat die GF nicht zugestimmt da ich der einzig Verbliebende war, der sich in der Maschinen ausgekannt hat und es eine Firma war, in der so schon die meisten innerlich gekündigt haben motivationstechisch keinen Unterschied macht. Meinem Pendant aus der Mechanik ist es ähnlich gegangen nachdem auch bei ihm die Zusagen nicht eingehalten wurden. In der Firma ist es leider auch normal, dass neu eingestellte, erfahrene Mitarbeiter, mehr verdienen als ihre Vorgesetzten die schon lange in der Firma sind. In der Firma gibt es Arbeiter, die seit acht Jahren keine Erhöhung mehr bekommen haben.
 
Ich finde das nicht Inkonsequent. Zwei Monate nach dem das Versprechen nicht eingehalten wurde hatte ich gekündigt.
Das kam so nicht rüber, dann sorry.

Ich sage es in anderen Worten: Wenn der Chef nicht mehr bezahlen will, dann sucht er sich Ausreden und hofft, dass du es mit dir machen lässt. Ich schätze, häufig kommen Chefs damit durch.
Der Satz mit der Urlaubsplanung hat er sicher nicht gesagt, weil er den sgT abwertet. Den wahren Grund wirst du nie erfahren. Könnte auch sein, dass er den anderen Kollegen einfach mehr mag, es aber so nicht sagen kann. Deshalb versucht er irgend was messbares als Grund zu bringen. Aber es zeigt dir die Wertschätzung, die du in der Firma "genießt".
 
Was die Tätigkeit angeht kann ich soger sagen, dass mein Part sogar anspruchsvoller ist. Er macht nur die kleinen Aufträge die auch keine speziellen Kenntnisse Richtung safety oder UL benötigen da man es ihm nicht zutraut oder er nicht das Wissen hat. Sonst hätte ich keine Stunden für das Mentoring mit ihm. Auch ist er bei der Kalkulation oder den Lasten und Pflichtenheften ausgenommen.
Wie wertig eine Aufgabe ist und was der Kollege kann wird letztlich immer von der Geschäftsführung bzw. deinem direkten Vorgesetzten bewertet.
Und da er mehr bekommt, ist die "ich kann und mache sowieso mehr"-Geschichte wahrscheinlich nicht ganz zutreffend.
Ja, das kann auch mal nach der Nase gehen, kann aber auch bedeuten, dass der Kollege tatsächlich besser/schneller arbeitet auch wenn dir das anders vorkommt.
 
Ich habe mittlerweile gelernt das Verkaufsgeschickt im Vorstellungsgespräch und eine Wechselmotivation dich schneller voran bringen als die anderen, unabhängig von Techniker oder Ing Titel. Gerade wenn man in Zwischendisziplinen wie Vertrieb oder PL geht scheint der Titel in den Hintergrund zu rücken. Habe jetzt als PL etliche Ingenieure abgehängt die rein in technischen Abteilungen arbeiten. Und das nach grade mal 5 Jahren Techniker.
 
Nach meinem Techniker habe ich 2015 eine Stelle als Elektrokonstrukteur angenommen. Beim Gehalt in der Firma gab es nur Friss oder Stirb ohne Verhandlung. Gehalt war für jemand wie mich, ohne Erfahrung in dem Gebiet, fair und die Firma ist für die schlechte Bezahlung bekannt.
Zum Einstieg hattest du sicher nicht die größten Argumente, somit war es sicherlich ok.
Da es dazu praktisch keine Lohanpassungen gegeben hat wollte ich kündigen aber dann wurde mir doch ein besseres Angebot gemacht und ich bin geblieben. Das Angebot wurde aber dann nur zur Hälfte gehalten und einer meiner Kollegen in meiner Sparte der auch gekündigt hat wurde ersetzt.
Warum nur zur Hälfte? Hast du das bessere Angebot nur mündlich bekommen? Regel Nr.1: Immer alles schriftlich festhalten und gegenzeichnen lassen.

Das ein Studierter anfänglich ein besseres Einstiegsgehalt hat, ist sicherlich auch logisch. Aber mit der Zeit, durch Erfahrungen verschwimmt dieser Kontrast immer mehr. In den meisten Unternehmen wird sowieso nur nach dem Aufgaben bezahlt. Auch wenn es eine Abstufung trotz gleicher Aufgaben gibt, ist sicherlich der Abschluss auch ausschlaggebend.
 
Der staatlich geprüfte Maschinenbautechniker ist nach wie vor eine sehr fundierte berufliche Weiterbildung, die darauf abzielt, praxisorientierte Fachkräfte für die Industrie vorzubereiten.
Besonders in der Ausrichtung "Allgemeiner Maschinenbau" wird soviel breit angelegtes Wissen vermittelt, aus den Bereichen Konstruktion, Statik, Produktmanagement, Unternehmensführung, Rechnungswesen, Controlling, Projektmanagement usw., was ein Ingenieur nicht in dieser Breite lernt.
Meine persönliche Meinung ist, dass besonders heutige Masterabsolventen von der Universität null, aber wirklich null, auf die Industrie vorbereitet sind. Da hapert es an allem, aber dafür haben sie den begehrten Schein in der Tasche. Wir Techniker müssen unseren Wert für die Industrie mehr herausstellen, es ist ein Imageproblem.
 
Der staatlich geprüfte Maschinenbautechniker ist nach wie vor eine sehr fundierte berufliche Weiterbildung, die darauf abzielt, praxisorientierte Fachkräfte für die Industrie vorzubereiten.
Besonders in der Ausrichtung "Allgemeiner Maschinenbau" wird soviel breit angelegtes Wissen vermittelt, aus den Bereichen Konstruktion, Statik, Produktmanagement, Unternehmensführung, Rechnungswesen, Controlling, Projektmanagement usw., was ein Ingenieur nicht in dieser Breite lernt.
Meine persönliche Meinung ist, dass besonders heutige Masterabsolventen von der Universität null, aber wirklich null, auf die Industrie vorbereitet sind. Da hapert es an allem, aber dafür haben sie den begehrten Schein in der Tasche. Wir Techniker müssen unseren Wert für die Industrie mehr herausstellen, es ist ein Imageproblem.
Breit angelegtes Wissen? Ernsthaft? Rechnungswesen, Controlling, PM und QM? Ist das bei den Maschinenbauern anders als bei uns? Habe Sonntag BWL geschrieben und was dort gelehrt und vermittelt wird ist einfach mal nur Basiswissen, dass sich ein angehender Ing. auch so aneignen könnte, ganz zu schweigen von PM und QM. Klar sind die meisten Masterabsolventen bisher nur theoretisch geschult worden und es gibt immer Ausnahmen, wo ein Techniker auch mal einen Masterasbolventen "überragen" kann, was Wissen oder dergleichen angeht. Aber das sind Einzelfälle!
In der Regel ist der Master oder auch Bachelor einfach viel mehr wert und das auch zu Recht. Übrigens müssen Techniker überhaupt keine praktische Erfahrung haben, je nachdem welchen Techniker sie gerade lernen. Ich zum Beispiel habe 0,0 Erfahrung auf der Baustelle, kann nicht mal ne Schraube in die Wand bohren und komme größtenteils ohne zu lernen durch, soviel zu der Theorie der "praxisorienterten Fachkräfte".
 
In der Regel ist der Master oder auch Bachelor einfach viel mehr wert und das auch zu Recht.
Das kann ich ja nun wirklich mal gar nicht unterschreiben. Meistens sind die Bachelor noch deutlich hilfreicher bei der Arbeit als ein Master Absolvent, der in der Regel nichts praktisch umgesetzt hat (bisher). Mal abgesehen von Forschung und Entwicklung ist in normalen Industrie Unternehmen eher die Motivation der Person entscheidend für den Erfolg einer Sache. Das Akademiker meistens besser bezahlt werden steht da auf einem anderen Blatt. Ob das pauschal gerechtfertigt ist ziehe ich ebenfalls in Zweifel da ich nicht denke das ein Techniker der vorher eine Ausbildung gemacht hat weniger Leistung erbracht hat, nur eben eine andere in einer anderen Zeit.
 
Das kann ich ja nun wirklich mal gar nicht unterschreiben. Meistens sind die Bachelor noch deutlich hilfreicher bei der Arbeit als ein Master Absolvent, der in der Regel nichts praktisch umgesetzt hat (bisher). Mal abgesehen von Forschung und Entwicklung ist in normalen Industrie Unternehmen eher die Motivation der Person entscheidend für den Erfolg einer Sache. Das Akademiker meistens besser bezahlt werden steht da auf einem anderen Blatt. Ob das pauschal gerechtfertigt ist ziehe ich ebenfalls in Zweifel da ich nicht denke das ein Techniker der vorher eine Ausbildung gemacht hat weniger Leistung erbracht hat, nur eben eine andere in einer anderen Zeit.
Es geht hier doch nur um den Wert des Abschlusses. Wie ich bereits anmerkte und du ganz richtig sagst, wie sich später der Techniker oder Bachelor einbringt liegt natürlich dann immer an der Person selbst.
Aber der Technikerabschluss ist und bleibt ein Witz. Nicht umsonst schaffen den auch Hauptschüler, die schon seit Jahren aus der Schule raus sind. Ich war selbst auf dem Wirtschaftsgym und was da an BWL gelehrt wurde ist mit dem BWL im Technikerstudium nicht ansatzweise zu vergleichen. Wirtschaftsgym wäre von der Schwierigkeitsstufe her eine 10/10 (vor jeder Klausur mindestens ne Woche lernen, weil es ziemlich schwierig ist!), die Technikerschule eine 3/10. Ich habe mir nur einmal die Musterklausur angesehen und werde diese Prüfung wohl mit ner 1-2 abschließen.
Sowas im Studium wäre einfach nicht machbar! Ich habe mal gesehen was so im Maschinenbaustudium abgeht, das ist kein Witz, da muss man sich richtig reinknien. Der Technikerabschluss ist daher einfach nicht so hoch anzusehen, das ist ein Fakt und keine Träumerei.
 
Ist leider wieder genauso pauschal. So wie es starke Unterschiede bei Hochschulen gibt so gibt's es die auch bei einer Techniker Schule.

Selbst auf dem Wirtschaftsgymnasium? Merkste selber das der Vergleich hinkt oder? Die meisten Ingenieure und Techniker haben von BWL keine Ahnung und das ist auch grundsätzlich erstmal nicht relevant für Ihre Aufgaben.
Der Techniker ist genauso wenig ein Witz wie der Bachelor Abschluss. Das ist deine subjektive Wahrnehmung und du bemisst dies an Prüfungen. Frag mal einen Bachelor wie viel er von seinem Bulimie lernen in der Klausuren Phase noch weiß. Das hat Großteils 0 Mehrwert für den Job oder die Wirtschaft. Das wird einzig und allein zum erlangen des Titels benötigt. Abschlüsse sind grundsätzlich nicht sehr hoch anzusehen. Sie sollten nur als erste Reverenz dienen wenn sich eine Personalie noch nicht beweisen konnte.

Um es mal auf deine Verallgemeinerung runter zu brechen:

Ja ich habe gesehen was bei so einem Maschinenbau Studium heute raus kommt als Akademiker... das ist teilweise ein Witz in meinen Augen.
 
Besonders in der Ausrichtung "Allgemeiner Maschinenbau" wird soviel breit angelegtes Wissen vermittelt, aus den Bereichen Konstruktion, Statik, Produktmanagement, Unternehmensführung, Rechnungswesen, Controlling, Projektmanagement usw., was ein Ingenieur nicht in dieser Breite lernt.
Korrekt. Der Ingenieur lernt das alles in einer noch größeren Breite.

Was der Techniker vielen Ingenieuren Voraus hast, dass er aus der Praxis kommt. Viele Ingenieure müssen eben erst noch lernen, das in der Theorie vermittelte Wissen in der Praxis anzuwenden. ABER: Controlling und Rechnungswesen (und das mit einem müden Lächeln, da beim sgT wie auch beim Ingenieur nur Grundlagen vermittelt werden) müssen beide erst noch lernen, wie diese in der Praxis anzuwenden sind.
 
Ist leider wieder genauso pauschal. So wie es starke Unterschiede bei Hochschulen gibt so gibt's es die auch bei einer Techniker Schule.

Selbst auf dem Wirtschaftsgymnasium? Merkste selber das der Vergleich hinkt oder? Die meisten Ingenieure und Techniker haben von BWL keine Ahnung und das ist auch grundsätzlich erstmal nicht relevant für Ihre Aufgaben.
Der Techniker ist genauso wenig ein Witz wie der Bachelor Abschluss. Das ist deine subjektive Wahrnehmung und du bemisst dies an Prüfungen. Frag mal einen Bachelor wie viel er von seinem Bulimie lernen in der Klausuren Phase noch weiß. Das hat Großteils 0 Mehrwert für den Job oder die Wirtschaft. Das wird einzig und allein zum erlangen des Titels benötigt. Abschlüsse sind grundsätzlich nicht sehr hoch anzusehen. Sie sollten nur als erste Reverenz dienen wenn sich eine Personalie noch nicht beweisen konnte.

Um es mal auf deine Verallgemeinerung runter zu brechen:

Ja ich habe gesehen was bei so einem Maschinenbau Studium heute raus kommt als Akademiker... das ist teilweise ein Witz in meinen Augen.
Das hat 0 Mehrwert für den Job, soso. Das mag ja stimmen, stimmt dann aber für beide Seiten und da das Studium nun mal ein doch weitaus größeres Arbeitspensum und Wissen voraussetzt als die Techniker-Weiterbildung bleibe ich dabei, dass dieser Abschluss einfach viel wertvoller ist und das zu Recht. Den Techniker kann man wie gesagt, auch fast ohne jegliche Praxiserfahrung absolvieren. Jeder muss sich irgendwo erstmal beweisen und einarbeiten, das ist völlig normal, aber NOCHMAL hier geht es um den Abschluss des Technikers und was er wert ist. Da man den Techniker gelinde gesagt ohne großen Aufwand sogar verkürzt in 2-2,5 Jahren in Teilzeit abschließen kann, ohne das man sich dafür groß anstrengen müsste, ist der Abschluss in meinen Augen schon fast noch zu hoch angesehen. Habe mich zwar noch nicht großartig informiert, aber mal mitbekommen, dass der Technikerabschluss im öffentlichen Dienst sogar eine EG höher liegen soll als beim Meister. Das kann ich zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehen...
 
Ein Hauptschüler muss vor Beginn des SgT eine Ausbildung absolvieren und 1 Jahr Praxis nachweisen, während ein Studium direkt nach der Fachholschulreife begonnen werden kann. Es sind zwei unterschiedliche Bildungswege will ich damit sagen.

Sollen die Akademiker doch an der Uni wissenschaftlicher Mitarbeiter bleiben, wenn es Ihnen dort besser gefällt, aber in der Industrie stehen sie in Konkurrenz mit dem SgT. So schlecht ist der SgT nicht.
 
Top