Warum lohnt sich der Techniker?

@Kassandra

Der Bachelor:
Voraussetzung: 3 Jahre Abitur / 2 Jahre Fachabitur
kostenfreie Ausbildung
im Durchschnitt 24 h Schulsstunden/Semester
Vollzeitpraxissemester in der Industrie von ca. 20 Wochen
1 Semester Bachelorthesis .
Dauer im Normalfall 6 1/2 Jahre.

Der staatlich geprüfte Techniker
Voraussetzung: 3 Jahre einschlägig berufliche Ausbildung oder eine fünfjährige Berufspraxis im Fachbereich
mind. 2 Jahre Berufspraxis (zu meiner Zeit. Hat sich da was geändert?)
  • eine Berufstätigkeit von einem weiteren Jahr im Berufsfeld (muss zum Zeitpunkt der Zulassung zur Prüfung nachgewiesen werden)

im Durchschnitt bei Vollzeitfortbildung 34 h/Woche. (insges. 4 Sem. / 2 Jahre)
oder Teilzeit bei ca. 20 h/Woche (8 Semester /4 Jahre)

zahlt im Normalfall mind. 300 €/mtl. (staatliche Schulen sind kostenfrei!!)
Dauer im Normalfall also:
6 Jahre bei Vollzeit (3 Jahre Ausbildung + 1 Jahr Praxiserfahrung + 2 Jahre Techniker)
7 Jahre bei Teilzeit (3 Jahre Ausbildung + 4 Jahre Techniker)



Source:
http://wvs.wvs-koeln.de/index.php?option=com_content&view=article&id=65&Itemid=55

Gruß
Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Bachelor soll mit seinem Abschluss einen einsetzbaren Mitarbeiter mit höherwertigem Berufsabschluss für die Industrie darstellen. Zum "Schönrechenen" kann man da sicherlich allgemeinbildenden Schulabschlüsse wie z.B. Abi. hineinrechnen.

Ich könnte meinen Techniker auch Schön-rechnen mit:
2 Jahre Fachabi + 3 1/2 Jahre Lehre (Lehrzeitverkürzung wegen Abi lassen wir mal unter den Tisch fallen - und dieser Ausbildungsberuf war damals fast ausschließlich nur Abiturienten zugänglich) + 3 Jahre Arbeit (da damals Arbeitsförderung erst nach 3 Jahren möglich war) + 2 Jahre Vollzeittechniker.
= 10 1/2 Jahre

Aber Scherz bei Seite. Es geht mir tatsächlich beim Vergleich um die Zeit, die alleine für beruflich Bildung & Erfahrung jeweils aufgewendet wird. Auch bin ich erstaunt, dass der Techniker inzw. nur noch nur 34 h/Wo. hat. Zu meiner Zeit waren es noch 38 h/Wo.

Und ja, natürlich ist mir bekannt, dass sich der Bachelor als Ingenieurtätigkeit verkauft wird - von wem, aus welchen Gründen auch immer.
Aber ich darf schon die Frage stellen, ob das gerechtfertigt ist und auch gleich noch hinterherschieb: was ist eigentlich eine "akademische Berufsausbildung"?
 
Zuletzt bearbeitet:

Irgendetwas schön gerechnet habe ich mir hier gar nicht. (Ich habe auch meine allgemeine Hochschulreife gemacht und mich anschließend für eine Ausbildung entschieden)

Ich hab hier lediglich die Eingangsvoraussetzungen für den Bachelor und Techniker auf heutigem (!) Stand gelistet.

Für eine Ausbildungsstelle mit nachfolgendem Techniker reicht ein Hauptschul-/Realschulabschluss und für ein Bachelorstudium braucht man Abitur.

Ich habe mich übrigens bei der Stundenanzahl bei der Teilzeitausbildung zum Techniker verschrieben.
Es sind 14 Std/Woche (zu mindestens aktuell bei mir 1. Jahr/Elektrotechnik auf der oben genannten Schule).
Ob es in Vollzeitausbildung genau 34 Stunden sind, weis ich nicht genau.

Zu dem hier eine sehr gut geschriebene Stellungnahme zwischen Bachelor und Techniker vom VDI - Verein Deutscher Ingenieure:

http://www.vdi-bb.de/projekte/dms/12_04_VDI_zum_DQR.pdf
 
Aber letztlich geht es mir darum, dass z.B. ein Elektriker mit einer guten Gesellenprüfung und 2 Jahren Vollzeittätigkeit
sich gut überlegen sollte, ob er den Techniker macht, wenn er auch alle Voraussetzungen für den Bachelor mitbringt.
Ich denke schon, dass ein "gelernter Berufserfahrener" z.B. das Praxissemester durch die Berufserfahrung u.U. anerkannt bekommt ebenso die Pflichtpraktika in den ersten beiden Sem. So zumindest kenne ich das.

Damit 1. und 2. Sem. zw. 16 - 20 h/Wo jeweils ca. 12 Wochen lang. + 4 Wo. Prüfungszeitraum
plus 3 und 4 Sem. mit max. 24 h/Wo., jeweils 12 Wochen lang + 4 Wo. Prüfungszeitraum
5.Sem. entfällt und dann noch 6 Sem. mit 24 h/Wo und 7.Sem. mit Bachelorthesis.

Wie viel Mehraufwand ist es denn nun wirklich gegenüber der Technikerfortbildung mit mind. 2400?

Ich bin jetzt etwas verwundert, dass bei der Technikerfortbildung an der Werner-von-Siemens-Fachschule etwas von "Projektarbeit mit 320 Stunden in einem Industrieunternehmen vor Ort abzuleisten" steht.
Kennt jemand die Begründung? Wer in die Fortbildung geht, hat bereits einen Beruf erlernt/lang genug ausgeübt und Berufserfahrung - dachte ich zumindest.
 
@Lithic
Der VDI ist ein Verein, der versucht dem Bachelor den Ing.-Status, sich die zukünfige zahlenden Verbandsmitglieder und damit seine Macht zu erhalten. So etwas nennt man auch im Spiel der Politik Lobby-Arbeit.

Das Positionspapier ist ein einziges peinliches und grottenschlechtes Blabla. Wo bitte kannst Du eine rational nachvollziehbare Begründung für die BlaBla-Forderung, dass dem Bachelor alleinig und sowieso die höchsten Gehälter im Level 6 des DQR zusteht erkennen?
Weil der Bachelor mind 3 Jahre Studium hat und sich deshalb Ing. nennen darf? Aha!
Also 3 Jahre = 6 Sem. mit 12 Wo./Sem. und max. 24 Schulstunden/Wo. = 1728* Stunden (rechnen ich noch die h der absolvierten Prüfungen je Sem dazu damit das heutige Ing.Studium nicht gar so traurig aussieht...= 30 x 6 + 1728 = 1908*
Techniker in 2 Jahren ohne Bezeichnung Studium insgesamt mind. 2400 Schulstunden - so von den Kultusministern der Länder beschlossen.

Was mich eher nachdenklich stimmt... wird z.B. die Elektotechnik für's Studium von den Profs mit den brandheißen und aktuellsten Forschungsergebnissen direkt vermittelt - an Anfänger frisch aus dem allgemeinen Abi, die nicht mal eine Formel mit Divisions- und Multiplikationszeichen in der Regel korrekt umstellen können. Die eine simple lineare Gleichung nicht mal erkennen, wenn diese sie in den Hintern beißt? Wie will man mit diesem inhomogenen "Material" mit rund 2400* Stunden in 3 Jahren auf ein akademisch höheres/qualitativ wertvolleres Level kommen als zu einem in Elektrotechnik vorbelasteten Technikerkurs in 2 Jahren mit rund 2400 Stunden?

Ich kenne die Macht- und Einflußstrukturen des VDI zu wenig, aber ich denke, diese sind nicht gering. Ob der VDI mal so locker seine Glaubwürdigkeit mit diesem Positionsdpapier in den Mülleimer kippen kann ohne dabei Schaden zu nehmen, glaube ich aber nicht.

*Zahlen kann man hin- und herschieben. Weglassen/Hinzunehmen/Beschönigen.... es spielt letztlich keine Rolle, wenn der Vergleich nicht bei 100 Gesamtstunden zu 2500 Gesamtstunden liegt. Da lässt sich durch Zahlenquälerei die Aussage nicht umkehren.
 
Ich will hier weder den Bachelor/Ingenieur, noch den Techniker in Schutz nehmen. Wer am Ende mehr auf dem Kasten hat liegt an der Person selbst.

Fakt ist, dass Bachelor und Techniker zwei SEHR unterschiedlich Fortbildungen sind und meistens auch später in unterschiedlichen Positionen arbeiten. So werden beide für unterschiedliche Aufgaben ausgebildet. Das heißt NICHT, dass der (staatlich geprüfte) Techniker deine Waschmaschine zuhause reparieren kommt!

Von Gehältern habe ich sowieso keine Ahnung (bisher 2 Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung).

Aber studieren wollte ich irgendwie nach dem Abitur nicht. Wäre mir zu viel Theorie gewesen. Ich habe mir nach dem Abitur gedacht: Erstmal Praxiserfahrung sammeln und DANN erst gucken welchen Beruf ich genau anstreben will. Nach meiner Ausbildung fand ich SPS-Programmierung am Interessantesten und habe mich für den Techniker entschieden.

Hier übrigens der Lehrplan für (Elektro-)techniker: (Projektarbeit auf Seite 14, Lernfelder Seite 23ff)
http://www.berufsbildung.nrw.de/cms/upload/_lehrplaene/e/elektrotechnik.pdf
 
Servus,

@Kassandra : auch wenn die Weiterbildung zum Techniker wesentlich länger dauert als die zum Bachelor sagt das doch noch gar nix über die Inhalte aus! Wenn man das so angeht dann müsste ich schon Prof. Dr. Dipl. Ing sein! Nach deiner Rechnung habe ich eine Ausbildungszeit von 14 Jahren genossen!

Ich gebe @Lithic vollkommen recht. Das sind zwei komplett unterschiedliche Ausbildungen und können somit gar nicht verglichen werden!
Bsp. aus meinem Alltag: Kollege von mir (Bachelor) konstruiert was. Ich (Techniker) schaue mir das an und frage nur wie man das eigentlich herstellen soll. Damit war die Konstruktion hinüber... Andererseits kann der Zeug berechnen bei denen ich nur verzweifelt da stehe.

Also bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Das funktioniert nicht!

Gruß.
Daniel
 
Ich will damit natürlich NICHT sagen, dass Techniker und Ingenieure nicht im selben Beruf arbeiten können. Da liegt der VDI nämlich daneben. Beispiel SPS-Programmierer und CAE/CAD-Konstrukteure sind bei uns im Betrieb sehr durchmischt von Technikern, Meistern und Ingenieuren.

Ich sehe diese Fortbildungen eher als Eintrittskarte in die genannten Berufe.

Gehaltsmäßig hoffe ich natürlich, dass man bei gleicher Position/Arbeit/Leistung auch das gleiche Gehalt bekommt. Egal ob Techniker oder Ingenieur. Aber wie gesagt, da fehlt mir die Erfahrung zu anderen Betrieben etc.
 
@Vespacracker
Mir persönlich ist ein Vergleich von... mit ... bisher eigentlich egal gewesen. Ich konnte der Aussage folgen, dass ein Dipl. bzw. FH-Ing im Vgl. zum SgT in der Regel vielseitiger und effizienter im Arbeitsleben eingesetzt werden konnte, weil einfach mehr Wissen/mehr Verknüpfungsdfähigkeit/besseres Problemlösungsverständnis/usw. auf Grund der längeren und tiefergehenden Ausbildung da war. Die Studiengänge waren früher mal tatsächlich eher etwas knackiger Natur und teilweise unter 11/12 Sem. nicht machbar und ehrlich: es war mir egal, dass ein Ing von E9-E12 eingestellt werden konnte und der SgT in der Regel nur bis E9 kam und immer noch nur kommt.

Das Problem ist, dass der Bachelor nun in die Fußstapfen des bisherigen Ingenieurs treten soll und dazu m.M. und Erfahrung nach einfach viel zu klein geraten ist. Der versinkt vollständig in einem Fußabdruck jedes vormals ausgebildeten Ing. Dann kommt auch noch der EQR/DQR, der Bachelor, Techniker und Meister in gleichen Qualifikationslevel einteilt.

Da kann doch der VDI nur noch hergehen und versuchen zu retten was vom Bachelor zu retten ist, der sich immer noch als Ing. bezeichen darf und daher von E9-E12 beim Staat nach wie vor eingestellt wird. Laut Positionspapier des VDI ist ein SgT grundsätzlich nicht in der Lage die Tätigkeiten eines Bachelors auszufüllen, weil die Fortbildung des SgT gegenüber dem Bachelor fachlich auf ganzer Linie unterlegen ist und daher nicht so gut bezahlt werden darf wie ein Bachelor. Das ist die grundsätzliche Aussage vom VDI. Wie der VDI zu dieser doch m.M. nach sehr gewagten bis ungehörigen Aussage kommt, musst Du bitte den VDI fragen.
 
Servus,

ich hab mir mal die Stellungnahme vom VDI durchgelesen. Was für ein Quatsch! Schon alleine die Tatsache dass hier mal wieder Meister und Techniker in einen Topf geworfen werden zeigt doch dass der VDI keine Ahnung vom Techniker hat!
Bachelor fachlich auf ganzer Linie unterlegen ist und daher nicht so gut bezahlt werden darf wie ein Bachelor...
hier stellen sich mir die Haare auf. Eine solch verallgemeinernde Feststellung ist für mich gar kein Argument! Das mag ja in manchen Bereichen stimmen aber eben nicht in jeder! Keine Ahnung was sich der VDI dabei gedacht hat...

Die von dir angegebenen Einstufungen sin TVÖD? Dem System kann ich eh nicht folgen. War selbst mal im ÖD.

Gruß,
Daniel
 
Techniker werden immer abgewertet und durch Bachelor verdrängt. Kaum jemand in Firmen kennt den Abschluss. Die nehmen dann eher irgendjemand mit Bachelor. Im Ausland ist das Niveau von BA vergleichbar mit Facharbeiter bis zum deutschen Bachelor. In Amerika gibt es noch das community college. Da gibt es ein Associate Degree (vergleichbar mit Facharbeiter oder techn. Assistent). Aber da ist es zum BA durchlässig. In Deutschland ist die Durchlässigkeit der Abschlüsse verhindert worden.
 
Das letztlich nur in D eine schon fast erbitterte Diskussion um Bachelor/Master und Qualifikationsebenen geführt wird hat viel damit zu tun, dass anderen Ländern das klassische duale System fehlt und daher die "gottgegebene" Führungsposition der akademischen Berufsbildung alleine hier existiert.
Da es in der Natur des Menschen liegt seine aus der historischen Entwicklung erworbenen Pfründe auch dann nicht loszulassen, wenn sie der Entwicklung der gesamten Gesellschaft im Weg steht, wird mit dem Wort "Ingenieur"seit dem Bachelor-Abschluss demonstriert.
Es geht nur noch um den Erhalt einer Worthülse ohne die entscheidende Qualität der berufliche Qualifikation eines Bachelors.

https://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de..._Stellungnahme_Chancen_von_Bologna_nutzen.pdf

Es wird ernsthaft vermittelt, dass ein praxisorientierter, berufstauglichen Bachelor alleine mit Professoren an Hochschulen und einem Praxissemester in der Industrie gemeistert werden könnte. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass an dem Praxissemester u.a. die so verschmähten "unterqualifiziert" Dualen der nichtakademischen Seite stehen - die Praktiker.
Und an der Uni? Mir zumindest hat die Wissensvermittlung zu Zeiten des Dipl.-Ing richtig Spass gemacht und ich habe über Gehaltsstrukturen nie ernsthaft nachgedacht. Mit dem Einzug der Bologna-Reformen ist mir irgendwie die Freude an der Wissensvermittlung abhanden gekommen. Ich war immer der Meinung, dass man Lernende da abholen muss, wo sie stehen. Vielleicht liegt es ja an meinem Alter, dass ich nicht mehr soweit zurücklaufen kann. Ich bin inzw. heilfroh "nur" SgT zu sein, da ich damit nicht verpflichtet bin zu lehren. Sollen doch die zu Hochleistungssportlern im "Zurücklaufen" werden, die das zu verantworten haben.

Der staatl. geprüfte Techniker in dem hier verlinkten Papier lässt sich - glaube ich zumindest - in dem "sogenannten Bildungsaufsteiger" wiederfinden. Naja dabei dürften praxisorientierte, berufstaugliche Bachelor rauskommen, weil praxisorientierte berufstaugliche Techniker ins Studium reingegangen sind! Wie aber ein Bachelor nur mit Abi am Ende mit seinem Schein, der ihn berechtigt sich Ingenieur zu nennen, dann Ingenieurstätigkeiten ausführen soll, ist das Problem der Industrie. Beim Arbeitgeber Staat fällt es nicht auf, wie vieles andere auch nicht.
 
Techniker werden immer abgewertet und durch Bachelor verdrängt. Kaum jemand in Firmen kennt den Abschluss. Die nehmen dann eher irgendjemand mit Bachelor. Im Ausland ist das Niveau von BA vergleichbar mit Facharbeiter bis zum deutschen Bachelor. In Amerika gibt es noch das community college. Da gibt es ein Associate Degree (vergleichbar mit Facharbeiter oder techn. Assistent). Aber da ist es zum BA durchlässig. In Deutschland ist die Durchlässigkeit der Abschlüsse verhindert worden.

Was du da schreibst will ich jetzt nicht im einzelnen kommentieren bzw. kann ich auch nicht wirklich beurteilen. Aber den Punkte, dass kaum jemand Person/Firma weiß was ein Techniker ist, kann ich aus dem realen Leben nicht bestätigen. Das mag zwar vor 10 Jahren noch gestimmt haben, aber heute weiß "Zu meiner Verwunderung" jeder Uni und FH Absolvent, ob Bachelor, Master, oder sogar Dr. was ein Techniker ist.
 
Hi
also ich glaube das man als Techniker ehr Chancen hat überhaupt ein Job zu bekommen den Bachelor laufen viel zu viele rum. Dazu dauert es ewig da mach ich lieber Nebenberuflich den Techniker, da hab ich am Ende mehr davon.
 
EGAL... wegschmeißen, neu kaufen!
Meist überteuerte Siemens Bauteile.
o_O


Gerade für NRW kann ich sagen dass es hier eine sehr hohe Akzeptanz und durchlässigkeit für den Techniker in Führungspositionen gibt. Ich persönlich hab die Erfahrung nicht geteilt das der Techniker im Vergleich zum Bachelor bevorzugt wird. Ganz im Gegenteil werden in unserem Betrieb die Dualstudenten sogar von Technikern im Betrieb ausgebildet.
 
H

HolzMike

Gast
Servus, in der Holzbranche ist es so das jede Bachelor Stelle auch für Techniker ausgeschrieben ist. Ich habe mir lange überlegt ob ich nach dem Techniker noch ein Studium angreife aber ich denke das ich im Anschluß noch den Technischen Betriebswirt IHK mache. Mit 25 Jahren würde ich noch Studieren aber wenn ich den Techniker habe bin ich 37 Jahre, da ist der TBW die sinnvollere alternative.
Der Techniker bringt dich vor allem durch das Wissen das man sich aneignet sehr viel weiter.
Die Kohle stimmt doch auch mit einigen Berufsjahren, als Projektleiter oder Produktionsleiter kann man durchaus auf 5000Euro kommen.
Ich speche natürlich nur für die Holzwürmer, ich weiß nicht ob das in anderen Bereichen auch so ist.
Ach Ja, der TBW IHK wird meiner Meinung nach auch immer viel zu schlecht hingestellt (nich angesehen oder kennt man nicht). Alle Berufsausbildungen im Handwerk laufen über die IHK und diese sind doch auch anerkannt und angesehen.
 
P

Phonix22

Gast
Ich behaupte mal die Anerkennung variert wie das Gehalt und die Bildung der Länder!

Ist ein Techniker von München besser als einer aus Essen oder Hamburg?
Es wäre längst an der Zeit den Techniker aufzuwerten.
Man sollte das aus der ehm. DDR wiedereinführen und auch das Ing. § anpassen.
Denn Betriebswirt bekommt man auch bei den Fachschulen.

Staatlich geprüfter Techniker ist so ein langes Wort und viele denken eher an Techniker = Elektriker oder Maschinenbauer …Lehre...

Guckt euch doch mal Stellen z. B. im öD an, die sehen aus, wie für Leute, die eine Lehre absolviert haben TV-V oder so ähnlich. E6
Und die Erzieher wollen mehr als quasi E9!
Jeder Staatlich geprüfter Techniker hat mit BE mind. eine 6 J. Ausbildung.
Also da sollte Verdi und der VDT schleunigst unsere Interessen mal umsetzen!

Vielleicht stehe ich ja mit meinen Ansichten doch alleine da?
 
Hallo Phonix,

Kann über die Ausbildungsstände in anderen Bundesländern nichts sagen, aber das Techniker Abschlusszeugnis sieht in Bayern sehr gut aus. Ähnlich dem Meister Zeugnis. Bunt, mit Wappen, "Was für die Wand"

...In Hessen sieht das Zeugnis aus wie die Bewertung von einer Woche Praktikum. Schwarz/Weiß und nichts für an die Wand. Da sehen Tagesseminare Zertifikate besser aus.
Auf Rückfrage bei der Anmeldebehörde für die Staatliche Prüfung die Antwort: "Kein Geld für so was"
Bei einer Prüfungsgebühr von 300€, kein Cent für einen Wandaufhänger.

Der Begriff Techniker wird immer mit einem Servicetechniker verwechselt, wird aber besser, merke ich.

Im öD wird der Techniker voll anerkannt, auch wenn es nicht so viele Stellen gibt wie für Bachelor FachHOCHschulabschlüsse. Techniker TV-öD E9 oder auch A9), Bachelor E12-14 Theoretisch.
>Stadt München stellt Bachelor auch für ne E9 ein, das reicht dann kaum für die Miete *lol

Wer noch Stellen sucht und etwas Ausgefallenes sucht, Die Uni´s suchen auch Techniker.
Oder auch das Eichamt der Bundesländer. (Kleines Manko, Mit dem Techniker noch mal Schulbank drücken mit ner E6 und dann nach Prüfung in die E9.

Viel Spaß beim Lernen!
 

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