Wärmeübertragung zwischen zwei Körper

Hallo!
ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

2.Wenn ich ein Material mit einer gegeben Leistung permanent erhitze, dann stellt sich irgendwann ein bestimmte Temperatur in diesem Material ein. Wenn ich nun ein Temperatur für diesen Körper ermittelt habe, der dann sozusagen stationär ist und ich legen einen 2.Körper unterscheidlicher Temperatur und größe darauf, wie kann ich berechnen wie stark sich der 2 körper bedingt durch den 1. erhitzt, bzw abkühlt? und vor allem wie langer der prozes dauert. alles theoretisch unter annahme das es keine verluste an die umgebung etc gibt.

mfg
 
AW: Wärmeübertragung zwischen zwei Körper

Zwischen zwei Körpern unterschiedlicher Temperatur stellt sich irgendwann ein thermisches Gleichgewicht ein. Wenn Du also Körper 1 mit 40°C erwärmst und Verluste ausschließt, wird der Körper also irgendwann 40°C haben.
Legst Du den zweiten Körper drauf wird dieser ebenfalls auf 40°C erwärmt.
[tex]Q=m\cdot c\cdot \left( delta\vartheta \right) [/tex]
[tex]Q_{auf} = Q_{ab} [/tex]
Die Zeit müsstest Du über die Leistung der Wärmequelle berechnen.
 
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Danke schon mal! So weit habe ich mir das auch schon gedacht. mein problem ist nun, das ich nicht weiß welche wärmeleistung der alu block hat. wen ich die hätte dann wäre die zeit einfach auszurechnen. ich habe aber nur die leistung des heizelements. dieses erhitzt wie gesagt den alublock und das dauert natürlich. aber welche wärmeleistung hat dann der alublock? die gleich wie das heizelement?

das problem mit der mischtemperatur ist ja nur, das dies erstens dafür gilt, wenn beide körper nicht noch zusätzlich erhitz werden. und 2. muß man ja irgendwie die zeit berücksichtigen. bei festkörpern muß es doch irgednwie eine zeit lang dauern bis sich die temperatur einstellt. oder bedeutet die mischtemperatur in dem fall die temperatur die sich an der kontaktfläche einstellt? und kann ich das damit irgendwie weiterrechnen?
 
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Schreib doch mal die bekannten Größen rein, Masse, Wärmeleistung des Heizregisters usw.
Gruß Jens
 
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es geht um einen art chipkarte, grösse von etwa 55x40x1mm mit geringer masse von etwa 1,7g. die wird auf einen aluminiumblock mit einer masse von etwa 1,3kg gelegt. der alublock wird konstant von einem heizelement auf 100 grad gehalten, leistung steht noch nicht fest, wird so um die 300-350watt sein. welche leistung gibt der alublock dann denn ab? die die ich auch übers heizelement zuführe minus die sonstigen zusätzlichen verluste über die oberfläche?
 
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Hallo Summi,

wenn der Alublock auf 100°C aufgeheizt ist werden mit der Heizquelle nur noch die Abkühlungsverluste nachgeheizt. Wie groß diese Verluste sind hängt von der Größe der Oberfläche, der Umgebungstemperatur und dem umgebenden Medium ab. Dann kommt eigentlich noch dazu ob eine Strömung stattfindet oder nicht.
Die Chipcarte ist ein "Abkühlverlust" und wird ebenfalls auf 100°C aufgeheizt. Wie lang das dauert hängt wiederum von dem Material, der Oberflächengröße etc. ab.
Die Wärmeleistung kommt von der Heizquelle, auch wenn der Chip vom Alublock erwärmt wird.
 
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Hallo zusammen,

das Problem ist komplexer als man zu Beginn vermutet. Wie genau ist die Fragestellung? 1. Beginnt die Aufheizzeit mit Auflegen der Chipkarte oder mit dem Aufheizen des ALU-Blockes? 2. Soll die Chipkarte "komplett" die gleiche Temperatur wie der ALUblock haben oder vielleicht weniger?

Die Aufheizzeit wird bestimmt durch die Umgebungsverluste (abhängig wie richtig bemerkt von Oberfläche und Anströmung(ganz wichtig) und durch die Wärmeleitung in der Chipkarte. Da die Chipkarte im Größenverhältnis sehr günstig ist sollte dieser Anteil vielleicht vernachlässigbar sein...

Wie man sieht müssen die Rand/Umgebungsbedingungen genau abgesteckt werden. Bzw. man muss sagen mit welcher Genauigkeit die Zeit bestimmt werden muss!
 
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Hallo,

das Problem ist noch komplexer. Für den Wärmrfluss spielt auch die Oberflächenbeschaffenheit der sich berührenden Flächen eine Rolle. So wird bei der Montage von Leistungshalbleitern auf Kühlkörper eine spezielle Wärmeleitpaste zwischen den Bauteilen angebracht. Hier kann zur Information ein Elektronikfachbuch gute Dienste leisten. Aufgrund aller schon erwähnten Randbedingungen, ist eine rechnerische Ermittlung der Zeit kaum möglich.
 
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