Vom KFZ-Mechatroniker in die Entwicklung

B

Benutzer250079

Gast
Für nicht allzu komplexe Aufgabenbereiche, in denen nicht so viel komplexes Fachwissen gefragt ist, würde ich einen starken Techniker einem schwachen Ingenieur vorziehen. Wenn es um komplexere Themen geht, würde ich schauen, dass ich einen starken Ingenieur bekommme.
Jetzt muss ich wirklich auch etwas dazu geben:
Einer meiner Chefs hatte nicht mal Hauptschulabschluss.
Wie es im Berufsleben hinterher aussieht, hat wenig mit Schwaechen oder Staerken, nicht mal mit Kartoenen zu tun.
Ich bin durch eine Versetzung sogar einmal in die Lage gekommen, dass ich wesentlich mehr verdient habe, als mein Chef, der mich in Dienstjahren mehr als verdreifacht hatte.
 
Und später im Berufsleben werden Dir doch sicher Ingenieure begegnet sein, wo Du Dich gefragt hast, wie die das geschafft haben. Solche "Ingenieure" wären für viele F&E-Tätigkeiten völlig unbrauchbar, obwohl sie ein Studium absolviert haben. Die befassen sich dann hauptsächlich mit Excel, Meetings etc. Für viele solcher Tätigkeiten hätte man aber gar nicht studieren müssen.
Freilich, diese etwas abfällig als "PowerPoint-Hengste" bezeichneten Leute haben auch keinen allzuguten Ruf.
Oft sind das welche, die sich noch ziemlich gut vorkommen, weil sie ja administrative Aufgaben haben.
Es gibt immer solche und solche.
Ich hab ja versucht deutlich zu machen, dass die Leistungen im Beruf nicht zwangsläufig irgendwas mit der Art der Ausbildung zu tun haben müssen.
Nichts für ungut.
 
B

Benutzer257693

Gast
Du beurteilst ja auch deren Welt von aussen. Oder hast Du eine berufl. Fortbildung gemacht? Andernfalls kannst Du ja auch nicht aus eigener Erfahrung reden. Du kannst dann doch gar keine fundierte Meinung zu Aussagen wie
Nein, ich habe eine Lehre gemacht. Ich kam also auch, wie moe als "Praktiker" ins Studium. Was hat es mir im Studium gebracht? Ich musste das vierwöchige Vorpraktikum zum Studium nicht machen. Das war's dann aber auch.
Wo hast du das mit dem Modul her? Das wäre mir neu.
Absolutes Standardregelwerk an deutschen Hochschulen. Sollte ein Master doch wissen. Google "Modul 3 mal durchgefallen" und du findest viele Belege (auch direkt Regelwerke von Unis/FH's).

Interessant finde ich, wie sich bei dem Thema viele Leute zu Wort melden, die nicht studiert haben, bzw. es behaupten, aber auf Fragen bzgl. ihres Studiums nicht mehr antworten (MoS), also sich vermutlich nur profilieren.
 
Nein, ich habe eine Lehre gemacht. Ich kam also auch, wie moe als "Praktiker" ins Studium. Was hat es mir im Studium gebracht? Ich musste das vierwöchige Vorpraktikum zum Studium nicht machen. Das war's dann aber auch.
Na siehst Du. Eine Fortbildung hätte Dir vielleicht im Studium mehr gebracht.


Absolutes Standardregelwerk an deutschen Hochschulen. Sollte ein Master doch wissen. Google "Modul 3 mal durchgefallen" und du findest viele Belege (auch direkt Regelwerke von Unis/FH's).
Vielleicht warst Du im Studium ja in der unglücklichen Situation, dass Du Dich mit solchen Dingen befassen musstest, ich nicht.
Ich kann Dir aber nochmal versichern, dass die früher von mir genannte Person in mind. 4 Ingenieur-Studiengängen exmatrikuliert wurde. Darunter sogar Maschinenbau(TU) -> Maschinenbau(FH), was mich auch sehr überrascht hat.
Ich habe Dir zuliebe jetzt mal 5 Minuten investiert, um das zu googlen, kann aber leider Deine Aussage noch immer nicht bestätigen. Alles, was ich gefunden habe, ist dass zB die Uni Bremen einen, der in einem Modul in WIng exmat. wurde, nur unter best. Umständen Produktionstechnik studieren lässt. Das ist aber
a) lediglich eine hochschulinterne Sache
b) gilt auch dort nicht für andere Ing. Studiengänge.
Du hattest aber behauptet, dass man an einer beliebigen HS in Deutschland nicht mehr einen anderen Studiengang als den, in dem man exmat. wurde beginnen könne, wenn man in einem Modul exmat. wurde, das im neuen Studiengang wieder ein (Pflicht-)Modul ist.
Mich würde dann ja allein schon interessieren, wie das ablaufen soll, wenn zB im 1. Studiengang das fragliche Modul zB "Mathematik 1" heißt und im neuen Studiengang zB "Ingenieurmathematik Grundlagen". Oder wenn im 1. Studiengang "Mathematik 1" Lineare Algebra ist, und im neuen ist "Mathematik 1" Analysis. Oder wenn man in zB Informatik in "Statistik" exmat. wird und im nun anvisierten Psychologiestudium auch wieder die böse "Statistik" wartet.
Bitte um Aufklärung, diesmal mit entsprechenden Quellen.
 
B

Benutzer257693

Gast
Na siehst Du. Eine Fortbildung hätte Dir vielleicht im Studium mehr gebracht.
Ich denke, dass ich das sehr wohl beurteilen kann. Ich kann den Stoff vergleichen (ich kenne angehende Meister). Ich musste in "Steuerungs und Regelungstechnik" komplexe Rechnungen vornehmen (komplex im gängigem als auch im mathematischen Sinne), während sowas bei diesen Leuten nicht verlangt wird (deren Mathe geht nicht so weit).

Vielleicht warst Du im Studium ja in der unglücklichen Situation, dass Du Dich mit solchen Dingen befassen musstest, ich nicht.
Ich musste noch nie einen Drittversuch machen, falls du das damit sagen willst. Dass man sich mit solchen Dingen befasst als Student ist doch logisch. Natürlich habe ich die Prüfungsordnung gelesen, denn immerhin waren es die "Spielregeln". Erst recht, wenn man mitkriegt, dass Kommilitonen das machen müssen.

Ich kann Dir aber nochmal versichern, dass die früher von mir genannte Person in mind. 4 Ingenieur-Studiengängen exmatrikuliert wurde.
Du hast noch nie gesagt, warum. Man wird im Wesentlichen exmatrikuliert, wenn man eine der Bedingungen erfüllt:
- Bestehen der letzten Leistung des Studienganges
- keine Rückmeldung zum neuen Semester bzw. Nichtbezahlen des Semesterbeitrags
- endgültiges Nichtbestehen des Studienganges (ein Pflichtmodul zum dritten Mal nicht bestanden)
- freiwillige Exmatrikulation (dazu zählt auch das Wechseln des Studienganges bei derselben FH/Uni)

Mich würde dann ja allein schon interessieren, wie das ablaufen soll, wenn zB im 1. Studiengang das fragliche Modul zB "Mathematik 1" heißt und im neuen Studiengang zB "Ingenieurmathematik Grundlagen". Oder wenn im 1. Studiengang "Mathematik 1" Lineare Algebra ist, und im neuen ist "Mathematik 1" Analysis. Oder wenn man in zB Informatik in "Statistik" exmat. wird und im nun anvisierten Psychologiestudium auch wieder die böse "Statistik" wartet.
Ja, da sprichst du was Interessantes an. Die Inhalte müssen vergleichbar sein (ja, gleicher Modulname reicht nicht). Das wird im Einzelfall geprüft. Wobei man sagen muss, dass "Grundlagen Mathematik" sich nicht groß unterscheiden dürfte, denn es sind "Grundlagen". Mengenlehre, Vektorrechnung, Matrizen, LGS, Ableitungen und Integration als Beispiele.

Unterscheiden dürften sich wohl weiterführende Mathemodule. So hatte ich "Mathematik für Maschinenbauer" mit kompl. Zahlen, unendlichen Reihen (hab ich übrigens nie kapiert, Asche auf mein Haupt) und DGL. Ein bekannter Informatiker hatte dagegen Statistik und Stochastik (oder nur eins von Beiden, ich bin nicht sicher).

Ich habe Dir zuliebe jetzt mal 5 Minuten investiert, um das zu googlen, kann aber leider Deine Aussage noch immer nicht bestätigen. Alles, was ich gefunden habe, ist dass zB die Uni Bremen einen, der in einem Modul in WIng exmat. wurde, nur unter best. Umständen Produktionstechnik studieren lässt. Das ist aber
In diesem Punkt habe ich mich tatsächlich teilweise geirrt. Es ist Ländersache. Aber exakt der gleiche Studiengang lässt sich bundesweit nicht mehr studieren. Meine oben geschriebenen Aussagen gelten aber dennoch für Bayern, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Thüringen. Ansonsten kommt es auf das Land und teilweise auch auf die HS an.

Quelle:

 
In diesem Punkt habe ich mich tatsächlich teilweise geirrt. Es ist Ländersache. Aber exakt der gleiche Studiengang lässt sich bundesweit nicht mehr studieren. Meine oben geschriebenen Aussagen gelten aber dennoch für Bayern, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Thüringen. Ansonsten kommt es auf das Land und teilweise auch auf die HS an.
Quelle:

Studiengangwechsel - Verenkotte
Danke für den Link, das war mir neu. Da die Sache mit meinem Mitbewohner damals in Bayern war, muss sich demzufolge entweder was im bayerischen Hochschulgesetz geändert haben, oder der Junge ist jeweils in einem anderen "Modul" rausgeflogen. Kann auch was mit dem damals gerade stattfindenden Übergang Diplom -> Bachelor/Master zu tun gehabt haben.
 
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