Vom KFZ-Mechatroniker in die Entwicklung

Vielleicht waren diese Leute ja auch deswegen strebsam, weil sie schon Erfahrungen als Facharbeiter gesammelt haben und weil sie einen Meisterkurs bestritten haben.Naja, @MadeOfSteel sagt, es ist locker zu packen, du redest vom "Überleben" bestimmter Fächer. Das ist ja alles nur subjektiver Eindruck.
Ich finde nicht, dass das subjektiv ist.
Ich kenne keinen ehemaligen Kommilitonen, der das als locker zu packen deklarieren würde.
Und wie würdest du es nennen, wenn es in nicht wenigen Modulen im Grundstudium Notenschnitte zwischen 4,2 und 4,8 gibt, was mithin Durchfallquoten von 50-75% entspricht.
Ich glaube da werden sehr viel mehr Leute, die das erlebt haben meiner Formulierung des Überlebens in gewissen Fächern zustimmen, als hier was von locker packen zu erzählen.
Sei es drum,
Dass du ja auch Leute nennst, die den Weg von der berufl. in die akad. Bildung erfolgreich bestritten haben, bestätigt doch, dass es geht.
Klar gehts, das habe ich nie bestritten.
Aber die beiden waren imho eine Ausnahme.
Es gibt auch genug Beispiele, wo es nicht klappt.
Vielleicht waren diese Leute ja auch deswegen strebsam, weil sie schon Erfahrungen als Facharbeiter gesammelt haben und weil sie einen Meisterkurs bestritten haben.
Sagen wir mal so:
dass man bereits etwas älter ist und sicherlich eher weiss, was man will und das dann mit entsprechendem Nachdruck verfolgt, ist sicher ein Vorteil aber auch so quasi das Einzige, was ich sehe.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass die Lehre und auch eine Weiterbildung fachlich kaum was bringen, dafür sind die Niveauunterschiede zu groß.
Und Organisation bracht ein Abiturient auch...ich behaupte, dass das normale Abi deutlich schwieriger als der Meister ist.
Hand aufs Herz: wer fällt denn beim Meister großartig durch?
Sogut wie keiner.
Vermutlich hat aber nicht jeder Handwerker mit Hauptschule das Zeug, das Abi zu schaffen.
Lange Rede, kurzer Sinn.
Ich möchte das dem TE nicht ausreden, nur falsche Vorstellungen möglichst schon vor Beginn korrigieren.
Denn, und ich glaube da gehst du sicher mit, mit Hauptschulniveau studieren zu wollen ist eine ziemlich gewagte Sache.
 
Und wie würdest du es nennen, wenn es in nicht wenigen Modulen im Grundstudium Notenschnitte zwischen 4,2 und 4,8 gibt, was mithin Durchfallquoten von 50-75% entspricht
Nicht, dass Du mich missverstehst, ich kann Deine Formulierung schon nachvollziehen. Während meiner Studienzeit haben sie damals irgendwann angefangen, bei Studienplatzbewerbern alle möglichen Eignungskriterien abzuprüfen, da (das ist eine offizielle Zahl) 70% der Studierenden es nicht zum Diplom geschafft haben.
Aber das muss ja auch nicht überall so laufen, evtl. bei @ManOfSteel halt nicht. Außerdem gab es bei uns tatsächlich einige Leute, die sich nie beklagt haben, das Studium sei zu schwierig.

Klar gehts, das habe ich nie bestritten.
Aber die beiden waren imho eine Ausnahme.
Es gibt auch genug Beispiele, wo es nicht klappt.
Ja, aber die gibt es ja offensichtlich bei den Leuten mit Abi auch mehr als genug, s. Deine Zahlen.
Wenn man den Meister oder Techniker hat, kann man im Studium mit diesem Wissen zumindest etwas anfangen. Im Gegensatz zu den zB Geschichtskenntnissen aus der Oberstufe.😉.
Und so ohne ist der Meister, denke ich, nicht. Es geht ja auch immer darum, wie dicht der Lernstoff ist. Also wie schnell man in der Lage ist, sich Wissen anzueignen. Zum Vergleich: bei der BOS überspringt man die 11. Klasse, was die Sache nat. nicht angenehmer macht. Trotzdem ist nach meinem Eindruck die Stoffdichte im technischen Fachwirt (vergleichbar mit Industriemeister Metall) nochmal deutlich höher.

BTW ich glaube, der TE hatte gar nicht vor, mit Hauptschulabschluss zu studieren.
 
B

Benutzer257693

Gast
Ich kenne keinen ehemaligen Kommilitonen, der das als locker zu packen deklarieren würde.
Ich auch nicht. Klar, ein Hochbegabter mit einem IQ von 140 würde das vielleicht. Das sind auch die Leute, die einfach so zu einem 1,0-Abi nach bayerischen Maßstäben "fliegen". So einer war aber gewiss nicht auf der Real- oder gar Hauptschule.

Was "TFW75" Angst machen nennt, nenne ich "zum Überdenken anregen". Nicht, dass man das Studium abbrechen muss oder gar im Drittversuch rausfliegt. Damit verschwendet man bloß unnütz seine Zeit und das Selbstwertgefühl dürfte auch leiden.

Und was die Aussagen von ManOfSteel angeht: Die kann ich einfach nicht ernst nehmen. Zu abgedroschene Phrasen, die dafür sprechen, dass er gar nicht studiert hat. Dazu kommt, dass er unsere kritischen Nachfragen (Art seiner Hochschulzugangsberechtigung, genauer Studienverlauf) ignoriert.
 
Nicht, dass Du mich missverstehst, ich kann Deine Formulierung schon nachvollziehen. Während meiner Studienzeit haben sie damals irgendwann angefangen, bei Studienplatzbewerbern alle möglichen Eignungskriterien abzuprüfen, da (das ist eine offizielle Zahl) 70% der Studierenden es nicht zum Diplom geschafft haben.
Ich wollte vorhin bereits anmerken, dass du das als Informatiker auch kennen müsstest, denn das Studium ist nach dem, was ich gehört habe auch alles andere als ein Spaziergang.
Aber das muss ja auch nicht überall so laufen, evtl. bei @ManOfSteel halt nicht. Außerdem gab es bei uns tatsächlich einige Leute, die sich nie beklagt haben, das Studium sei zu schwierig.
Es ist eben ein bisschen komisch, wenn sich jemand mit Realschulabschluss brüstet, dass das Maschinenbaustudium locker zu schaffen ist...das passt nicht recht zusammen.
Ja, es gib Leute, die sich nicht beklagen.
Aber das sind viel weniger als die, die sich beklagen.
Ja, aber die gibt es ja offensichtlich bei den Leuten mit Abi auch mehr als genug, s. Deine Zahlen
Klar.
Es gibt schließlich immer genug Leute, die zu wenig tun.
Da habe ich anfangs auch dazu gehört.
Vorallem, wenn man in der Schule immer so durchgekommen ist -ohne Bäume auszureißen aber auch ohne zu den ganz schlechten zu gehören- und bis zum Anfang vom Studium nie gelernt hat, wie man lernt...weil es bis dahin auch nie nötig war.
Wenn man den Meister oder Techniker hat, kann man im Studium mit diesem Wissen zumindest etwas anfangen. Im Gegensatz zu den zB Geschichtskenntnissen aus der Oberstufe.😉.
Man hat hier und da einen Einstieg, mehr nicht.
Das rettet aber im Endeffekt nichts.
Und es geht ja nicht um Geschichte, sondern im besten Fall um einen Mathe- und Physik-LK.
Damit hat man anfangs tatsächlich einen Vorteil gegenüber den anderen.
Und so ohne ist der Meister, denke ich, nicht.
Aussage meiner Kommilitonen mit Meister: ein Witz gegen das Studium.
Mag auch Leute geben, die den schwer finden...
Ich auch nicht. Klar, ein Hochbegabter mit einem IQ von 140 würde das vielleicht. Das sind auch die Leute, die einfach so zu einem 1,0-Abi nach bayerischen Maßstäben "fliegen". So einer war aber gewiss nicht auf der Real- oder gar Hauptschule.
So ist es.
So einer findet auch Mathe oder Physik als Studium nicht schwer zu schaffen...aber wieviele betrifft das.
Vielleicht einen von 50, wenn es hochkommt.
 
B

Benutzer250079

Gast
Klar, ein Hochbegabter mit einem IQ von 140 würde das vielleicht.
Da muss ich jetzt einhaken. IQ und Schulnoten haben nicht viel mit einander zu tun.
Wenn man das hier so alles liesst, dann koennte man schon denken, dass man von der Baumschule aus zum Studieren gehen kann und dann auch noch Moeglichkeiten hat.
Zu meiner Zeit war das fuer Abi und Fachabi "reserviert" und beim letzteren gab es nur noch eine "Erfolgmoeglichkeit" von weniger als 50%.
Zur Realiaet: Ich persoenlich habe mit ca. 400 zusammen beim Studium angefangen und nach 2 Semestern waren wir nicht mal mehr 100. In Regelstudienzeit (damals 4 Jahre fuer DiplIngFH in FH-Kempten) hat es kein Einziger von diesen geschafft.
Um genau zu sein, vom meinem Jahrgang weiss ich nur von weniger als 10 sicher, dass sie es ueberhaupt da geschafft haben.
Ich hatte einen Einserschnitt in der FOS, aber im Studium habe ich mehr als geschwitzt.
Wie man so eine Bachelor in einem Jahr machen koennen soll, kann ich mir nicht vorstellen (Ausser die Qualitaet ist unter aller, wovon ich in D noch nicht ausgehen moechte)

Ich finde nicht, dass es "Angstmachen" ist, wenn man die Realiaet beschreibt.
Jeder sollte wissen, auf was er sich damit einlaesst.
 
Was "TFW75" Angst machen nennt, nenne ich "zum Überdenken anregen". Nicht, dass man das Studium abbrechen muss oder gar im Drittversuch rausfliegt. Damit verschwendet man bloß unnütz seine Zeit und das Selbstwertgefühl dürfte auch leiden.
Wir können uns ja anscheinend auf folgendes einigen: Ein MINT-Studium schafft ein recht großer Prozentsatz nicht. Dies betrifft Leute vom 2.(3.) Bildungsweg genauso wie die anderen. Die Gründe hierfür sind dabei sicher häufig auch in der Einstellung zu suchen. Hier wurde das sehgut beschrieben:
Klar.
Es gibt schließlich immer genug Leute, die zu wenig tun.
Da habe ich anfangs auch dazu gehört.
Vorallem, wenn man in der Schule immer so durchgekommen ist -ohne Bäume auszureißen aber auch ohne zu den ganz schlechten zu gehören- und bis zum Anfang vom Studium nie gelernt hat, wie man lernt...weil es bis dahin auch nie nötig war.

Daraus ziehe ich aber den Schluss, dass es vor Allem mit der Weiterbildung in der Tasche Sinn macht, ein solches Studium zu beginnen. Wenn man es dann nicht schafft, dürfte das Selbstwertgefühl weniger leiden als mit einem (Fach-)Abi und sonst nichts dazustehen.
Mit "nur Abi" ist man ja dann quasi dazu verdammt, entweder ein anderes Studium zu beginnen oder eine Lehre.

Man hat hier und da einen Einstieg, mehr nicht.
Das rettet aber im Endeffekt nichts.
Und es geht ja nicht um Geschichte, sondern im besten Fall um einen Mathe- und Physik-LK.
Ich hatte es eher so gemeint:
Mathe-/Physik-LK > Mathe-/Physik(Weiterbildung)
aber
zB Fertigungstechnik/Werkstofftechnik(Weiterbildung) > Religion/Geschichte(Oberstufe)
bezogen auf die Nützlichkeit in einem einschlägigen Studiengang.
So gleicht sich da einiges aus.
Auch das irgendwann vorgebrachte Argument, dass Fächer wie Fertigungstechnik/Werkstofftechnik ohnehin nicht die typischen "Aussiebfächer" im Hochschulstudium sind, und daher in der ganzen Betrachtung keine Rolle spielen, greift viel zu kurz. Die (sicher nicht unerhebliche ) Zeit, die in diese Fächer investiert muss, kann nicht für das Lernen von zB Mathe/Physik verwendet werden. Wenn jemand aber diese "Zusatzfächer" schon hatte (gar angerechnet bekommt), verschafft ihm/ihr das einen großen Vorteil.

Aussage meiner Kommilitonen mit Meister: ein Witz gegen das Studium.
Mag auch Leute geben, die den schwer finden...
Insgesamt betrachtet (also nicht auf einzelne Fächer bezogen) ist die fachliche Tiefe im Studium sicher deutlich höher als in einer Weiterbildung. Sonst wäre eine Unterscheidung ja witzlos und ein Meister/Techniker könnte alle Aufgaben eines Ingenieurs übernehmen. Was aber die Stoffdichte (mMn der zweite Knackpunkt im Studium) angeht, ist es durchaus ähnlich.
Wie gesagt, auf der BOS in Bayern überspringt man die 11. Klasse. Der 11.-Klasse-Stoff wird Crashkurs-mäßig in die 12. mit reingepackt. Damals haben in meiner Klasse nur ~1/3 das Fachabi nach dem einen Jahr gehabt (die meisten wurden schon in der Probezeit ausgesiebt).
Im Vergleich mit meinen Erfahrungen, die ich jetzt in der Weiterbildung mache, würde ich dennoch eher die BOS als "Witz" bezeichnen, da hier einfach doch deutlich mehr wiederholt wird etc.
Ich denke, eine Weiterbildung hilft den Leuten allein schon dafür sehr viel, effizient lernen zu lernen. Das ist mMn die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium.
 
Auch das irgendwann vorgebrachte Argument, dass Fächer wie Fertigungstechnik/Werkstofftechnik ohnehin nicht die typischen "Aussiebfächer" im Hochschulstudium sind, und daher in der ganzen Betrachtung keine Rolle spielen, greift viel zu kurz. Die (sicher nicht unerhebliche ) Zeit, die in diese Fächer investiert muss, kann nicht für das Lernen von zB Mathe/Physik verwendet werden. Wenn jemand aber diese "Zusatzfächer" schon hatte (gar angerechnet bekommt), verschafft ihm/ihr das einen großen Vorteil.
Nein, das ist einfach falsch, bitte endlich einsehen.
Dein Argument: fachliche Vorbildung lässt sich, zumindest näherungsweise mit Vorbildung in Mathe/Physik gleichsetzen, man setzt es eben an unterschiedlichen Stellen ein.
Doch das haut niemals hin.
Denn dort, wo es um Mathe/Phyisk geht, dauert es viel länger, bis man die Sache soweit durchdrungen hat, bis man realistischerweise eine Klausur bestehen kann.
Fertigungstechnik ist tatsächlich schnell gelernt, da es fast nur Ausweniglernen bedeutet.
Werkstoftechnik dauert sicherlich länger, ist aber ebenfalls nicht das Fach, wo es hapert.
Und da gibts viele Sachen, die vorher nicht behandelt werden bzw. nicht in der Tiefe und damit nochmal genauso absolviert werden müssen, wie das alle anderen auch müssen.
Zeitlich wird da also kaum was gewonnen, im Gegensatz zu demjenigen, der einigermaßen fit in Analysis/Algebra auf Abiniveau ist.
Sich das anfangs neu reinhämmern zu müssen ist ein krass ungleich höherer Aufwand.
Wo ist da der angebliche Vorteil?
Das lässt sich doch genauso auf Informatik übertragen:
Jemand, der gut in Computeranwendung ist und vielleicht ein bisschen die Grundzüge einer Programmiersprache/Excel VBA kann, hat doch im theoretisch ausgerichteten Studium keinen vergleichbaren Vorteil wie einer, der in Mathe soweit fit ist, dass er am Anfang auch was versteht und nichtnur mitschreibt.
Mir ist ehrlich gesagt ein bisschen schleierhaft, wie man als einer, der das ja selbst erlebt hat, ein solch falsches Argument vertritt.
Das würde ich so eher von Außenstehenden erwarten.
 
Nein, das ist einfach falsch, bitte endlich einsehen.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: ich würde mal ein bisschen vom Gas gehen. Du hast ja meinen Werdegang gelesen. Ich stelle hier die Dinge so dar, wie ich sie wahrgenommen habe bzw. wahrnehme. Ich muss hier gar nix einsehen.
Und zu dem ewigen Thema Mathe hier: ihr habt "höhere Mathe für Ingenieure" gehört. Das ist jetzt wirklich nicht das Ende der Fahnenstange. Ich habe höchstwahrscheinlich deutlich mehr in diesem Bereich gemacht. Und das trotz meiner beschriebenen Voraussetzungen.
Ich sage, das ist auch für Leute wie mich machbar (sogar mit sehr gutem Erfolg) und gehe von meinem Beispiel aus. Wenn man sich zusammenreißt, hat man auch gute Chancen, es zu schaffen (auch wenn es dann vlt. nur ein 3er Abschluss wird).
Und das Ganze auch noch, ohne dabei fast zu sterben. Ich fand das Studium nach 8 Jahren Baustelle eigentlich recht entspannt.
 
Gut, lassen wir das.
Eins noch:
ihr habt "höhere Mathe für Ingenieure" gehört. Das ist jetzt wirklich nicht das Ende der Fahnenstange.
Das hat keiner behauptet bzw tut nichts zur Sache, da es für jeden "Neuen" eine harte Hürde ist.
Dennoch glaube ich nicht, dass man sich damit hinter den Informatikern verstecken muss.
Ihr habt diskrete Mathematik und mehr Algebra, dafür ist eure Analysis im Vergleich zu unserer eher stiefmütterlich.
Also, wie sagst du: ein bisschen vom Gas gehen.
Damit möchte ich die 2er-Diskussion beenden.
 
Das mit "vom Gas gehen" habe ich nicht auf Deine "Mathe-Skills" bezogen, sondern darauf dass Du offensichtlich meinst, ich müsste mich dringend Deiner Meinung anschließen.
Das mit Mathe habe ich eher dahingehend gemeint, dass jemand mit über Ingenieurmathe hinausgehenden Kenntnissen Deiner Argumentation folgend sagen könnte: Mit dem Hintergrund Ingenieurmathe kann man zB ein weiterführendes Studium der (angewandten) Mathematik nicht schaffen. Das wäre mE aber ebenfalls Schmarrn.

Ich denke Auch, wir können es damit dabei belassen. Für den TE dürfte dieser Thread ohnehin mittlerweile höchstens als Einschlaflektüre taugen.
Nix für Ungut.
 
Hallo zusammen,

klar ist ein Studium anspruchsvoll. Aber bei jeder Fortbildung ist "Durchhaltevermögen" und "Lernwille" Vorraussetzung.
Der entscheidende Vorteil von jemanden, der schon mal berufstätig war ist der, das man weis was man will.
Gymnasiasten Abiturenten haben sicher den Vorteil, das sie mathematisch und physikmässig sattelfester sind.
Aber viele Studierende brechen ab weil sie merken das das gewählte Studium eine Sackgasse ist.
Dann ist das abgebrochene Studium Zeitverschwendung.
 
B

Benutzer257693

Gast
Das ist es aber auch, wenn man es zwar will, aber einfach nicht kann. Dann verschwendet man sogar noch mehr Zeit, da man wirklich so lange weitermacht, bis man wirklich rausfliegt und nicht vorher abbricht. Und man darf bundesweit nicht mehr an Studiengängen teilnehmen, die das durchgefallene Modul beinhalten. Wenn das dann Grundlagen Mathe ist, ist also der komplette MINT-bereich für denjenigen akademisch gestorben und man kann dann nicht mehr wechseln oder später nochmal versuchen.

Dann besser etwas machen, was man relativ sicher besteht, wenn man kein Abi hat (was dafür da ist, auf ein Studium vorzubereiten).

Auch du hast laut Profil nicht studiert. Ich stöhne auf, wenn Leute von außen diese vollkommen andere Welt beurteilen wollen.
 
Das ist es aber auch, wenn man es zwar will, aber einfach nicht kann. Dann verschwendet man sogar noch mehr Zeit, da man wirklich so lange weitermacht, bis man wirklich rausfliegt und nicht vorher abbricht. Und man darf bundesweit nicht mehr an Studiengängen teilnehmen, die das durchgefallene Modul beinhalten. Wenn das dann Grundlagen Mathe ist, ist also der komplette MINT-bereich für denjenigen akademisch gestorben und man kann dann nicht mehr wechseln oder später nochmal versuchen.
Wo hast du das mit dem Modul her? Das wäre mir neu.
Ein WG-Kumpan von mir wurde damals in 4 Ingenieur-Studiengängen (an die kann ich mich gerade erinnern, vlt. waren es auch mehr 🙂) exmatrikuliert. Und zwar u.A. Maschinenbau(TU) und Maschinenbau(FH), also sogar das gleiche Fach!
BTW der war vom Gymnasium 😁.

Auch du hast laut Profil nicht studiert. Ich stöhne auf, wenn Leute von außen diese vollkommen andere Welt beurteilen wollen.
Du beurteilst ja auch deren Welt von aussen. Oder hast Du eine berufl. Fortbildung gemacht? Andernfalls kannst Du ja auch nicht aus eigener Erfahrung reden. Du kannst dann doch gar keine fundierte Meinung zu Aussagen wie
Aber bei jeder Fortbildung ist "Durchhaltevermögen" und "Lernwille" Vorraussetzung.
abgeben.
 
Wo hast du das mit dem Modul her? Das wäre mir neu.
Wenn man wechselt gibts von der abgehenden HS eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Also einen Nachweis, dass sich derjenige nicht deshalb aus den Ästen macht, weil er entgültig nicht bestanden hat, sondern aus anderen, nicht fachlich relevanten Gründen.
Ohne den Wisch gibts keine Aufnahme im gleichen Studiengang.
Vielleicht war das mal anders, seit mind. 10 Jahren ist das aber so.
Das heisst auch eine HaW/FH wird denjenigen nicht zulassen, wenn er z.B. an einer TU aus dem gleichen Studiengang geflogen ist.
Du beurteilst ja auch deren Welt von aussen. Oder hast Du eine berufl. Fortbildung gemacht? Andernfalls kannst Du ja auch nicht aus eigener Erfahrung reden.
Ich kann nicht für denjenigen reden, für den dieser Satz gedacht ist aber ich weis aus eigener Erfahrung, was man bei soeiner Weiterbildung so macht und auf welchem Niveau das ungefähr abläuft.
Ich habe mal Nachhilfe für angehende Techniker in Mathe und TM gegeben.
Mit dem Niveau im Studium hat das wenig zu tun.
Und auch der TBW ist mit Abstand nicht vergleichbar etwa mit einem MBA.
Einer von den Nachhilfejungs hat nach dem Techniker auch den TBW von der Fachschule gemacht("Wirtschaftstechniker").
Der hat sich schon mit mittelmäßiger mittl. Reife im Techniker nicht gerade ein Bein ausgerissen, ständiges Feiern am WE und Urlaub mit dabei.
Vor den staatl. Prüfungen am Ende mal 1-2 Wochen gelernt, fertig.
Die Wirtschaftsweiterbildung hat gut 4 Monate gedauert, dafür hat er nach eigener Aussage noch weniger gemacht.
Also nochmal, man kann die Schwierigkeit von Studium und Aus-/Weiterbildung nicht vergleichen.
Ich habe meine Lehre verglichen mit dem Studium auch auf der linken Arschbacke abgesessen und dennoch problemlos gute Noten erzielt.
Wie kann das denn ein Informatiker wie du das nach eigener Aussage bist, anzweifeln.
Der weiss doch selbst nur zugut, dass sein Studium eine Wucht war.
 
Ja, das ist mir bekannt, @ExtatumEtOratum hat aber etwas völlig anderes behauptet.

Wie kann das denn ein Informatiker wie du das nach eigener Aussage bist, anzweifeln.
Der weiss doch selbst nur zugut, dass sein Studium eine Wucht war.
Ich habe ja nie behauptet, dass das Studium inhaltlich nicht deutlich anspruchsvoller ist, im Gegenteil. Aber was den Punkt "Lernvolumen pro Zeit" angeht, scheint mir der Unterschied vergleichbar (v.A. beim Meister, s.U.). Du hast keine solche berufl. Weiterbildung gemacht. Da ich hingegen gerade mit dem techn. Fachwirt beschäftigt bin, traue ich mir schon zu, das besser als Du beurteilen zu können.
Was die Stoffdichte angeht, erachte ich den Meister übrigens als etwas "anspruchsvoller" als den Techniker, da Meisterkurse häufig nicht so verschult sind und nicht an die Schulferien gebunden sind. Der Lernstoff scheint im Meister etwas komprimierter vorzuliegen.
Und das zwingt die Leute, effizienter zu lernen. Du hast ja selbst festgestellt, dass Du auf der FOS nicht gelernt hast zu lernen, und dass Du dadurch zu Beginn des Studiums Schwierigkeiten hattest. Ich denke, da sind Dir (bzw. uns) Leute von der Meisterschule o.Ä. im Schnitt voraus.
Und ständig mehr oder weniger unterschwellig zu unterstellen, dass der andere in Wirklichkeit gar nicht studiert hat, macht auch wenig Sinn (genauso wie Hochschulen zu diskreditieren, deren Anrechnungspraxis o.Ä. Dir nicht passt).
Ich könnte ja andersrum sagen, du hast nicht studiert, so verzerrt wie Du manche Dinge in meinen Augen darstellst.
 
Aber was den Punkt "Lernvolumen pro Zeit" angeht, scheint mir der Unterschied vergleichbar (v.A. beim Meister, s.U.).
Aber was sagt das aus, wenn das Niveau trotzdem deutlich tiefer liegt?
Es bedeutet daher nicht, dass es ähnlich schwierig ist und damit ist das eine Info, die wenig bringt.
BWL ist auch sehr viel Stoff, dennoch ist es deutlich leichter als TM.
Du hast keine solche berufl. Weiterbildung gemacht.
Weisst du, mein gesamter Freundeskreis besteht aus Leuten mit Weiterbildung.
Dazu habe ich wie gesagt Nachhilfe gegeben und habe daher einen Einblick sowohl ins fachliche, alsauch den durchschnittlichen Lernaufwand, der dort an die vornehmliche Klientel gestellt wird, die meist nicht Abi hat sondern Haupt- oder Realschule.
Ich muss das also garnicht selbst gemacht haben.
Was die Stoffdichte angeht, erachte ich den Meister übrigens als etwas "anspruchsvoller" als den Techniker, da Meisterkurse häufig nicht so verschult sind und nicht an die Schulferien gebunden sind. Der Lernstoff scheint im Meister etwas komprimierter vorzuliegen.
Mag durchaus sein.
Imho ist der Techniker in den 2 Jahren Vollzeit sehr gut zu schaffen.
Beim Meister hatte von meinen Kollegen aber auch niemand Probleme.
Und ständig mehr oder weniger unterschwellig zu unterstellen, dass der andere in Wirklichkeit gar nicht studiert hat, macht auch wenig Sinn (genauso wie Hochschulen zu diskreditieren, deren Anrechnungspraxis o.Ä. Dir nicht passt).
Ich habe nichts unterschwellig unterstellt, denn ich sage sowas geradeaus, wenn ich der Meinung bin.
Es passt aber nicht so ganz zusammen, wenn du die außerhochschulischen Sachen recht vehement hochhälst, selbst aber nun sagst, dass das Studium eine andere Nummer ist.
Was jemand daraus irgendwann mal macht, ist doch eine ganz andere Baustelle.
Es geht doch bis hierhin nur um die inhaltliche Sache.
Ich kritisiere -private- HS, die einen Blödsinn veranstalten, die Mathematik aus dem Techniker als Mathe 1 anzuerkennen, obwohl da Welten zwischen liegen und das scheinbar nur aus rein monetären Interessen.
Diskreditieren tun die sich mit sowas von schon von alleine.
Du musst schon immer auch die ganze Geschichte lesen bzw. widergeben und hier bitte nichts Einzelnes aus dem Zusammenhang reißen.
Das könnte ich als Diskreditierung meinerseits auffassen.
 
Es passt aber nicht so ganz zusammen, wenn du die außerhochschulischen Sachen recht vehement hochhälst, selbst aber nun sagst, dass das Studium eine andere Nummer ist.
Wieso denn? Ich kann doch außerhochschulische Bildung würdigen ohne zu behaupten, dass sie vom inhaltlichen Anspruch her flächendeckend mit der hochschulischen ähnlich wäre. Die Technikerschüler o.Ä. machen doch auch eine gute Ausbildung.
Ich muss mich doch nicht, nur weil ich studiert habe, künstlich über andere stellen.
Wenn Du wirklich studiert hast (😉), wirst Du doch seinerzeit auch Leute kennengelernt haben, bei denen Du Dich gefragt hast, ob das das richtige für sie ist. Und da waren sicher auch Leute von der Oberstufe dabei, vielleicht ja sogar aus Deiner Klasse.
Und später im Berufsleben werden Dir doch sicher Ingenieure begegnet sein, wo Du Dich gefragt hast, wie die das geschafft haben. Solche "Ingenieure" wären für viele F&E-Tätigkeiten völlig unbrauchbar, obwohl sie ein Studium absolviert haben. Die befassen sich dann hauptsächlich mit Excel, Meetings etc. Für viele solcher Tätigkeiten hätte man aber gar nicht studieren müssen.
Für nicht allzu komplexe Aufgabenbereiche, in denen nicht so viel komplexes Fachwissen gefragt ist, würde ich einen starken Techniker einem schwachen Ingenieur vorziehen. Wenn es um komplexere Themen geht, würde ich schauen, dass ich einen starken Ingenieur bekommme.
Hoffe, damit ist meine Sicht etwas klarer.
 
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