Verständnisprobleme eines Spannungsreglers

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von Flap, 17 Mai 2018.

  1. Moin moin,

    ich habe den Spannungswandler TL783 vorliegen.
    Das Datenblatt ist hier: https://www.distrelec.de/Web/Downloads/_t/ds/TL783_eng_tds.pdf
    Ich habe die Schaltung gemäß Figure 20 auf Seite 12 aufgebaut.
    Jedoch habe ich Probleme die Funktionsweise nach zu vollziehen.
    Laut Datenblatt sollte gelten: VO = Vref (1 + R2 / R1) (ebenfalls Seite 12)
    Mit VO als Ausgangsspannung und Vref als 1,25V (Seite 13: The internal reference (see Simplified Schematic) generates 1.25 V nominal (Vref) between OUT and ADJ)

    Die Schaltung gemäß Figure 20 wurde aufgebaut, ich hatte keinen 82 OHM Widerstand, habe (nachgemessen) einen 75,6 OHM Widerstand für R1 verbaut. Statt des 8kOhm Potis ein 4k7 Poti.

    Aus meiner einfachen Messreihe werde ich einfach nicht schlau:

    Vin (V) Vout(V) R2 (kOHM) (1 + R2 / R1)
    13,1 11,4 5,2 70
    15,4 13,2 1.95 26,8
    9 6,5 1,32 18,5
    Diese Tabelle gibt es in hübsch im Anhang.

    Ich bin mir zu 90% sicher das mir wesentliche Informationen entglitten sind. Bspw. wäre nach
    VO = Vref (1 + R2 / R1)
    die Ausgangsspannung unabhängig von der Eingangsspannung. Wäre zwar toll, glaube ich aber irgendwie nicht.

    Bin über jeden Tip dankbar
    Grüße

    Edit: grrr meine schöne Tabelle wurde verunstaltet. Ich mache die eben neu.
     

    Anhänge:

    #1 Flap, 17 Mai 2018
    Zuletzt bearbeitet: 17 Mai 2018
  2. Dieser Regler benötigt hhein Vin-Vout von mindestens 5V. Das hast du nicht eingehalten.
    Die ganzen Specs im Datenblatt gelten sogar nur für Vin-Vout von 25V. Um 60V am Ausgang zu bekommen musst du also mindestens 65V am Eingang anlegen - besser noch deutlich mehr.
     
  3. Oh das klingt gut! Komme wahrscheinlich erst Montag dazu weiter zu machen und werde Bericht erstatten!
    Ich möchte am Ende aus 50V 12V machen, ist also ausreichend Differenz da. Sehe ich das richtig, dass die Ausgangsspannung konstant sein sollte auch wenn die Eingangsspannung dann bis ungefähr 43V sinkt?

    Besten Dank soweit!
     
  4. >... konstant sein sollte auch wenn die Eingangsspannung dann bis ungefähr 43V sinkt?

    Ja die Ausgangsspannung bleibt konstant.
     
  5. Mit dem Spannungsunterschied funktioniert er wie erwartet, wird dabei aber wirklich SEHR heiß, trotz Kühlkörper (diese Art: https://www.amazon.de/Aluminium-Küh...=1526995977&sr=8-2&keywords=kühlkörper+mosfet).

    Nach ca 4 Minuten war er bei 128°C. Eingangsspannungs 36V, Ausgangsspannung 12V, Stromaufnahme 220mA. Lt. Datenblatt soll der sogar 700mA schaffen.

    Ist mein Kühlblech zu klein? Die "Operating virtual junction temperature" ist zwischen 0 und 125°C angegeben. Eigentlich würde ich annehmen, dass ich Murks bei der Verkabelung gemacht habe, aber dann würde er ja nicht die erwartete Spannung liefern. Tappe echt im Dunkeln..
     
  6. Verlustleistung 5,2W.

    Leider ist bei deinem Kühlkörper kein Wärmewiderstand angegeben. Stehend hätte ich 10°C/W geschätzt. Liegend 15°/W.

    Nimm einen viel größeren Kühlkörper (3mal so groß).
     
  7. Mein Gefühl sagt mir:
    Wenn Du 700mA ziehen willst, dann muss da viiieeel Alu ran...

    Es gibt einen online-Rechner: https://www.alutronic.de/service/rthk-rechner wenn man die Daten aus dem Datenblatt eingibt, mit 30°C Umgebungstemperatur und max. 150°C Sperrschichttemperatur rechnet, sollte der Kühlkörper ca. 3 K/W ableiten können.
    Rechnet man dann noch ein Isolierpad dazu, etwas Sicherheit und vielleicht weniger verbrannte Finger, dann tendiere ich zu einem Kühlkörper mit Rth von kleiner als 2 K/W.

    Alternative Möglichkeit mit wesentlich besserem Wirkungsgrad (ca. 90%) wäre ein kleiner Kompakt-Schaltregler zum Beispiel von "Traco-Power" ein THL 10-4812
     
  8. Alles klar. Es war mir nicht bewusst, dass der im wahrsten Sinne des Wortes die überschüssige Spannung verbrennt. Da ich sowieso 12V generiere werde ich da ein dickes Kühlblech und nen PC Lüfter drauf schrauben, vielen Dank soweit!
     
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