Ungerader Lebenslauf/Studiumabbruch - suche Tipps/Hilfestellung

Hallo,

ich beschäftige mich derzeit damit, welchen Weg ich als nächstes einschlagen. Hoffentlich könntet ihr mir einige Erfahrungswerte oder Tipps auf dem Weg geben,
Zu meiner Situation.

  • 24 Ausbildung als Elektroniker Luftfahrt abgeschlossen
  • 2 Jahre Elektronikreparatur auf Platinenebene
  • 1 Jahr direkt am Flugzeug gearbeitet
    Dann habe ich mit 27 ein Studium Richtung Elektrotechnik angefangen. Der Grund war, dass die Löhne in der Luftfahrt sehr niedrig sind und es im hohen Alter recht kritisch wird.
    Nach 2 Jahren muss ich das Studium nun leider abbrechen (trotz hohen Lernaufwand kein Erfolg). Während dieser Zeit konnte ich mir einiges Neues aneignen und frage mich, welchen Schritt ich als nächsten einschlagen soll. Ich habe die Möglichkeit, ein 1 Jahr verkürzt meinen Techniker zu machen, um wenigstens einen Abschluss zu erhalten und wäre dann 30 Jahre alt (momentan 29). Derzeit befinde ich mich in einer persönlichen Krise und denke andauern nach, was ich früher alles besser könnte. Mit 30 habe ich das Gefühl mit einer Ausbildung, 3 Jahre Berufserfahrung, abgebrochenes Studium+Techniker kaum etwas erreicht zu haben. Gehaltsmäßg wäre ich immer noch auf den Stand, wie nach der Ausbildung.
    Meine Bekanntschaften haben ihren Master abgeschlossen oder gehen schon einer festen Anstellung mit einigen Jahrenberufserfahrung nach.
    Den Weg, den ich mir derzeit vorstellen kann, ist, dass ich in meinen Jahr meinen Technikerabschluss habe und dann nach einen Job in verschiedenen Elektronikbereichen suche.
    Für mich kommt die Frage auf, wie ich mich bei der Jobsuche und meinen Studiumabbruch am besten darstellen sollte.
    Vielleicht habt ihr noch Ideen, auf die ich selber nicht komme, was ich außer dem Techniker nach meinen Studiumabbruch sinnvoll wäre.​
Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
ganz klar zu niedriges Niveau ;)
ähh - was verstehst Du denn unter sehr niedriger Bezahlung ?
 
(...)
Mit 30 habe ich das Gefühl mit einer Ausbildung, 3 Jahre Berufserfahrung, abgebrochenes Studium+Techniker kaum etwas erreicht zu haben. Gehaltsmäßg wäre ich immer noch auf den Stand, wie nach der Ausbildung.
(...)
Das Gefühl ist nachvollziehbar, letztlich hast du ja auch mit 30 Jahren nichts außer einer abgeschlossenen Berufsausbildung...
Nur:
Darüber jetzt mehrere Jahre zu verzweifeln und in tiefe Traurigkeit zu verfallen, wird es nicht verbessern, sondern verschlimmern...

Den Weg, den ich mir derzeit vorstellen kann, ist, dass ich in meinen Jahr meinen Technikerabschluss habe und dann nach einen Job in verschiedenen Elektronikbereichen suche.Für mich kommt die Frage auf, wie ich mich bei der Jobsuche und meinen Studiumabbruch am besten darstellen sollte.
Das ist tatsächlich der sinnvollste Weg, den sgT zu absolvieren.
Darstellen sollst du das genau so, wie es ist. Du hast dich mit dem Studium verschätzt, es nicht geschafft und anschließend den sgT gemacht. Es hat absolut keinen Sinn da irgendwas schön zu reden, du solltest auch keine Ausreden suchen oder jemand anders dafür verantwortlich machen. Hier währt Ehrlichkeit mal wieder am längsten...
 
Hallo,

ich bin im Betriebsrat von einem großem Automobilzulieferer. Die Lebensläufe die bei uns ankommen und im Personal abgesegnet worden sind zeichnen sich aus mit:

Abschluss (Techniker)
Und Berufserfahrung!!! Berufserfahrung ist das A und O
Mit dem Techniker kannst du sehr viel erreichen!
Die Studienabgänger verdienen bei uns genauso viel wie ein Techniker (+ ca. 2-3 Jahre Berufserfahrung)
Daher bin ich der Meinung, dass Studium leider versäumte Zeit ist mit Verdienstausfall und Ausfall der Berufserfahrung....

Kurzer Vergleich: Mein Partner hat ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium und verdient ca. 500 netto mehr als ich. Er hat dafür aber 4 Jahre Verdienstausfall gehabt. Inklusive dem Bafög was er zurück zahlen muss.
Ich hab aktuell "nur" eine Ausbildung, aber immer verdient. Techniker nebenbei und steige nach 4 Jahren beim selben Gehalt ein wie er.
 
Wieder mal ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Betriebsräte in erster Linie nach Quoten oder politischen Gegenenheiten, als nach Intellekt zusammengesetzt werden...

Klar, wenn ich mit Mitte 20 nach einer Lullipulli-Lehre beim Autobauer am Band direkt in die Rente, alias Betriebsrat, rutsche, dann mag es so aussehen, als mühte sich der Rest der Welt völlig unntüz ab...

In Wahrheit aber, müht sich der Rest der Welt nach Kräften ab... damit sich der automobile Betriebsrat für seine handvoll erlesener Menschen der 1. Klasse einsetzen kann...

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in deinen Automobilwerken meine 10h Arbeitszeit massiv überschritten habe. Reaktionen kamen nie, obwohl die Arbeitszeit durch "Stempeln" dokumentiert wurde...

Insofern... dein laues Leben fußt auf dem Ehegeiz derer, die mehr von sich erwarten, als täglich Dienst ne ruhige Kugel zu schieben und auf diese Nichtsnutzigkeit auf Kosten vieler anderer auch noch stolz zu sein...ekelhaft...
 
@rotH
Wieder mal ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Betriebsräte in erster Linie nach Quoten oder politischen Gegenenheiten, als nach Intellekt zusammengesetzt werden..." Hatten Persönlichkeitswahl :-P

"Klar, wenn ich mit Mitte 20 nach einer Lullipulli-Lehre beim Autobauer am Band direkt in die Rente, alias Betriebsrat, rutsche, dann mag es so aussehen, als mühte sich der Rest der Welt völlig unntüz ab..." Persönlicher Angriff, daher geh ich nicht darauf ein :-D

"In Wahrheit aber, müht sich der Rest der Welt nach Kräften ab... damit sich der automobile Betriebsrat für seine handvoll erlesener Menschen der 1. Klasse einsetzen kann..."
Die Hälfte unseres BR's besteht aus Werkern (28 Mitglieder) :)

"Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in deinen Automobilwerken meine 10h Arbeitszeit massiv überschritten habe. Reaktionen kamen nie, obwohl die Arbeitszeit durch "Stempeln" dokumentiert wurde..."
Falscher Betrieb würd ich schwer behaupten :-D

I
nsofern... dein laues Leben fußt auf dem Ehegeiz derer, die mehr von sich erwarten, als täglich Dienst ne ruhige Kugel zu schieben und auf diese Nichtsnutzigkeit auf Kosten vieler anderer auch noch stolz zu sein...ekelhaft...
Menschen die andere runterspielen, lenken sehr oft von sich selber ab :)

Fazit: Wenn ich mir deine Beiträge so anschaue die du kommentierst.... Bist du ein Internetheld der auf anderen rumhackt :) Daher gehe ich auf keine deiner Kommentare in Zukunft mehr ein.
 
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde den Techniker auf 1
Jahr verkürtzt absolvieren. Jedenfalls bin ich gespannt, ob man mit "30"
auf dem Arbeitsmarkt noch gute Chancen hat. Ein einigermaßen anständiges
Gehalt werde ich vermutlich vergessen können (3000 oder höher). Nur muss
ich dann noch mein Bafög abbezahlen von dem Gehalt.
Ein Bekannter hat mich nun gefragt (jüngerer Ausbildungslehrgang von
damals), ob er auch mit einem Studium anfangen sollte. Er hat auch 3
Jahre in der Luftfahrtbranche (am Flugzeug) gearbeitet.

Ist man nach 30 schon zu alt für den Arbeitsmarkt oder sollte man eher in seinem
Bereich weiterarbeiten?
Das Problem für ihn ist, dass er erst einen Arbeitgeber finden muss, der es ihm ermöglicht, auf die nächsthöherere Lizenzebene zu kommen. Diese Hürde ist recht schwer.
Man benötigt sehr viel Praxiserfahrung und muss beim Chef "Glück haben".
Wenn Studium schaffbar ist, hat er finanziell weniger Probleme.
Falls es dann doch nicht klapen sollte, fehlen ihm auf anderen Seite Berufsjahre.
Es ist jetzt die Frage, ob man in seinem Bereich weiterarbeitet und
Berufserfahrung sammelt, mit de Hoffnung irgendwann die höhere Lizenz zu
erlangen, oder ein Studium zu beginnen, wobei er auch nicht der große
Überflieger in Mathe und Physik war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Mathe und Physik einem nicht leicht fallen dann würde ich ein Studium mit 30 nicht mehr antreten, der Techniker ist in Bezug auf Mathe (zumindest war es bei mir so, ich habe zwei Semester E-technik an der Fachhochschule studiert und dann doch den Techniker gemacht) um ein vielfaches leichter und weniger fordernd.

Kurzer Vergleich: Mein Partner hat ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium und verdient ca. 500 netto mehr als ich. Er hat dafür aber 4 Jahre Verdienstausfall gehabt. Inklusive dem Bafög was er zurück zahlen muss.
Ich hab aktuell "nur" eine Ausbildung, aber immer verdient. Techniker nebenbei und steige nach 4 Jahren beim selben Gehalt ein wie er.
Das ist eine sehr kurzsichtige Betrachtung, das Endgehalt desjenigen der die höherwertige Ausbildung hat ist meist deutlich höher, das kommt eben erst nach einigen Jahren.
500 Netto mehr sind eine Menge Geld, da finanzieren sich einige locker ihr Auto nebst Sprit oder eine sehr solide Altersvorsorge von. Noch dazu schreibst du ja selber das der Techniker dann schon Berufserfahrung haben muss (plus Schuljahre plus Ausbildung plus notwendige 2 Jahre Beschäftigung als Geselle). Man müsste als vergleichen was verdient der Techniker zwei Jahre nach seinem Abschluss und was der Ing. 8 Jahre nach seinem Abschluss und dass dann gegenüberstellen.

Hier zu behaupten das ein Studium wirtschaftlicher Unsinn wäre ist dummes Zeug und zeugt davon das auch der Betriebsrat oftmals keine Ahnung hat worum es geht.
 
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