Umstieg auf Techniker - das Richtige oder ein großer Fehler?

Hallo Leute,
nachdem ich 2017 eine Industriemeister-Weiterbildung (FR Mechatronik) abgeschlossen habe und nach wie vor leider immer noch nichts daraus gemacht habe (bzw. es hat sich keine passende Stelle in unserer Region ergeben oder ich habe es mir nicht zugetraut mit 25 Jahren) will ich mich trotzdem immer noch irgendwie fortbilden.
Zwar arbeite ich momentan in der Instandhaltung (CNC-Maschinen, Haustechnik) was ich immer schon gern wollte, aber mittlerweile ist es so, dass ich in "meinem" Betrieb nicht wirklich was fachlich dazulernen kann. Es überwiegen Wartungstätigkeiten und Kleinreparaturen, naja.

Um vielseitig tätig zu sein (sowohl praktisch als auch in der Organisation/Planung), habe ich den berufsbegleitenden Studiengang Industrial Engineering (jetzt 2. Semester, es gibt kein Direktstudium dieser Fachrichtung) begonnen. Es klang alles super, nun komme ich aber mittlerweile ins Zweifeln. Erstmal geht alles ziemlich schnell bzw. "herunergerattert", aber das scheint in der Natur der Sache zu liegen. Wenn ich zu Hause lernen will, habe ich immer das Gefühl, mit dem Stoff nochmal von Null anfangen zu müssen. Ich habe das Gefühl, dass es mir zu schnell geht und kaum praktische Zusammenhänge erläutert werden sondern eben eher das Prüfungsrelevante. Gut und schön, nur befriedigt mich das nicht. Zweitens ist Mathe ziemlich hart für mich ziemlich hart, da ich auch ohne Abi eingestiegen bin. Aber ich habe das trotz Vorbereitungskurs unterschätzt.

Ich überlege nun, ob nicht vllt. Techniker doch das Bessere gewesen wäre. Ich möchte nicht so viel theoretischen, abstrakten Schnulli lernen, wo schon jetzt ziemlich sicher ist, dass ich es später nichgt brauchen werde. Und wahrscheinlich - obwohl für mich immer oberste Priorität war, nebenbei zu arbeiten - wäre wohl Vollzeit doch besser für mich.
Wie ist das beim Techniker im Vergleich zu so einem Studium (was ja ähnlich wie Fachrichtung Elektrotechnik/Mechatronik) ist? Wieviel "Praxis" ist da im Unterricht?
Würdet ihr mir einen Umstieg empfehlen? Eigentlich klingt es doof, denn der Techniker wäre zum Meister keine hierarchische Steigerung. Aus fachlicher Sicht aber wohl schon, nehme ich an (auch wenn ich nicht weiß, wie das auf potentielle Arbeitgeber wirkt). Und das für mich schon wichtig. Fachlich so gut es geht gefördert und gefordert zu werden und das möglichst vielseitig. Aber eben nicht mit abstrakter Mathematik oder Physik und grauer Theorie.
Ich hatte das schon in der Ausbildung, da habe ich irgendeinen Betrieb genommen habe und habe kaum was gelernt. Berufsschule war besser, aber mehr als nötig wurde dort auch nicht gemacht. Auch beim Meister habe ich nicht das Gefühl, fachlich viel dazugelernt zu haben (außer natürich, QM, Recht, BWL, klar das war neu).
Wenn ich tatsächlich Techniker machen sollte, dann wäre mir sehr wichtig, dass es keine 0815-Schule ist, die ihren Standard-Stoff runterrattert. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Ich könnte mir vorstellen, dass eine private Schule da eher vorn mitspielt als eine Staatliche?
Habt ihr da eine Empfehlung für mich? Kosten und Ort spielen für mich daher eine untergeordnete Rolle... Natürlich habe ich mich auch informiert über verschiedene Schulen ( Festo-Akademie, die Rudolf-Diesel-Schule, Grundig Akademie TÜV Rheinland Technikerschule), aber auf seine Hp kann ja jeder schreiben, wie er lustig ist.

Ich freue mich über eure Kommentare, ich denke mal jeder Beitrag wäre aktuell hilfreich für mich.
Viele Grüße
joshsn
 
"Ich möchte nicht so viel theoretischen, abstrakten Schnulli lernen, wo schon jetzt ziemlich sicher ist, dass ich es später nichgt brauchen werde."
Dann kann ich dir vom Techniker nur abraten.

Man sagt allgemein: Meister = Mehr Praktisches / Techniker = Mehr Theorie

Ansonsten, wenn du es nebenbei machen möchtest, ganz klar das DAA.
 
Hallo Marsi,
danke für die Antwort...
So richtig "praktisch" fand ich die Meisterschule nicht unbedingt. Wahrscheinlich wäre aber der Techniker noch "praktischer" als das Studium... Bei der DAA kommt es wsl. auch drauf an, in welcher von der -zig Außenstellen in Deutschland man landet...
Ich glaube, wenn dann steig ich doch irgendwie auf Vollzeit um, habe aktuell das Gefühl, dass ich mich neben meinem Job weder auf das eine, noch auf das andere richtig konzentrieren kann...
 
Dann ist das auch absolut die richtige Entscheidung. Viel Erfolg auf jeden Fall und sich weiterzubilden ist niemals Falsch.
Grüße
 

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