Umfrage Jahresgehalt

Welchen Sinn soll die Angabe einer Spanne haben ?
Ganz klar, um seinen Hut bestmöglich in den Ring zu werfen.

Beispiel: Der AG hat eine Budgetgrenze für die zu besetzende Position von 60K. Du gibst die fixe Summe von 63K an. Was passiert? Entweder bist du mit deinen 63K sofort raus oder du bekommst eine Einladung und dein Gehalt wird auf 60k runtergehandelt. Ich schreibe in den Gehaltsvorstellungen: 57k-63k und schreibe den Satz dazu genauere Details zur Gehaltsvorstellung möchte ich in einem persönlichen Gespräch erläutern. Im Vorstellungsgespräch hast du dann Verhandlungsspielraum. Bietest zum Anfang in der Probezeit ein geringeres Gehalt an und gleichst es dann nach der Probezeit in Form einer Prämie wieder aus oder kannst weiteren Benefit hineinverhandeln. Der AG geht damit ein niedrigeres Risiko ein und du hast über die Möglichkeit über die veranschlagten 60k zu bekommen.

Also, ich hatte Erfolg mit der Methode gehabt und bin sehr zufrieden.
 
Ja, ich wollte damit jetzt auch nicht sagen, dass meine Methode das Allheilmittel ist, aber dennoch, dass ich persönlich mit einer Spanne nichts anfangen kann.

I.d.R. schaut der AG, ob Du fachlich und gehaltsmäßig zur zur Stelle passt. Ich persönlich glaube nicht, dass man sich bei 63k, wenn der AG nur 60k zahlen will automatisch rauskickt. Da habe ich zu viele Konstellationen schon erlebt. Bei einem meiner Jobs hat man mir nach dem VG 60.000 Fix + 40%Bonus angeboten, nach meiner "Intervention", dass ich im Anschreiben doch 72k Fix angegeben hatte, wurde das ohne Diskussion so geändert auf 72k fix + 40% Bonus. Hätte ich jetzt nicht gedacht und hatte die Stelle schon abgeschrieben.

Andererseits habe ich einen Job nicht bekommen mit 72K fix, weil die "nur" 65k zahlen wollten. Was aber letztendlich, da Firma im gleichen Ort und somit geldwerter Vorteil vom Firmenwagen um einiges weniger ins Gewicht gefallen wäre wie beim damals aktuellen Job (25km einfach zum Büro) auch in Betracht gekommen wäre..... Gab aber kein Nachverhandeln, nur eine Absage.

Das kommt immer ganz darauf an, wie die Menschen dort ticken......

Noch ein Beispiel:
Hatte mich auf einen Job beworben und eine echt kurze, harte Antwort bekommen:

"Sehr geehrter Herr XXXXXX,
vielen Dank für Ihre Bewerbung, Sie kommen für die Stelle nicht in Frage" -> Originaltext !!!

So, da habe ich mich gefragt, was habe ich denn da falsch gemacht ? Fehler im Anschrieben ? -> Nein, absolut keinen.....
Ok, dann kann es ja nur an den Gehaltsvorstellungen gelegen haben.... abgehakt, weiter gehts.....

3 Monate später schreibt mich die Firma nochmal an, ob ich denn noch interessiert wäre ??? 😳

So, rufe dort an und frage nach wie man von "Sie kommen nicht in Frage" nun auf "Sind Sie noch interessiert" kommt ??

Antwort:
Man hatte 3-4 Favoriten und sich auch für einen entschieden, der hatte jedoch kurzfristig doch noch abgesagt......
Es lag also folglich überhaupt nicht an der Form der Bewerbung oder am Gehaltswunsch, es waren einfach 3-4 andere da die auf den ersten Blick besser gepasst hätten......
 
immie, ich verstehe dich voll und ganz, aber warum sollte man sonst schon in den Stellenannoncen die Gehaltsvorstellungen forden? Einfache wäre es dann doch, die Gretchenfrage erst bei einem Vorstellungsgespräch zu stellen.
Ich denke das der Gehaltswunsch ein erheblicher Faktor in der Bewerberauswahl ist.
 
Naja,
es kommt ja auch auf die Ausgangslage an.

Angenommen ich verdiene 60k im Jahr und will mich verändern weil:
Ich mich weiterentwickeln möchte -> dann setze ich schon mal 65-68k an für die neue Stelle
Mir gekündigt wurde/ich arbeitslos bin -> dann setze ich eher 55-60k an
Ich angesprochen wurde und abgeworben werden soll -> dann setze ich auch mal 20% mehr an = 72 k

Und natürlich, wenn ich total daneben liege, ist die Absage sicher...... nur eben die Frage, welche Ausgangsposition habe ich ? Ungekündigt gebe ich doch niemals weniger oder "nur" das Gleiche an, was ich schon habe.....
 
Ich halte es für größtmöglichen Unsinn, eine Spanne anzugeben. Wenn mich der Autohändler fragt, was ich für das Auto haben will und ich sage "So 8 bis 10.000 EUR"... warum um alles in der Welt sollte der dann sagen "Ok, 10.000..." ?

Warum sollte dir jemand 63k pro Jahr bezahlen, wenn du angibst, dass du mit 57k auch zufrieden bist?
 
Ich halte es für größtmöglichen Unsinn, eine Spanne anzugeben. Wenn mich der Autohändler fragt, was ich für das Auto haben will und ich sage "So 8 bis 10.000 EUR"... warum um alles in der Welt sollte der dann sagen "Ok, 10.000..." ?

Warum sollte dir jemand 63k pro Jahr bezahlen, wenn du angibst, dass du mit 57k auch zufrieden bist?
ach rotH, das ist doch Blech was du da schreibst... man vergleicht doch keine Äppel mit Birnen.

Wenn du eine fixe Summe in Bewerbungen angibst, dann kannst du dich ganz schnell mit einer überdrehten Summe ins Aus platzieren. Des Weiteren ermöglicht es Dir bei Vorstellungsgespräche die Reaktion des Arbeitgebers oder bei unterschiedlichen Vorstellungen zwischen Dir und dem Unternehmen noch Anpassungen zu machen, und Dich nicht gleich auf eine Zahl festzulegen. So hast Du eine bessere Ausgangslage für Verhandlungen. Das Unternehmen kann aber trotzdem gut sehen, ob Deine Gehaltsvorstellung zu Ihren Rahmenbedingungen passt.
 
Wenn du eine fixe Summe in Bewerbungen angibst, dann kannst du dich ganz schnell mit einer überdrehten Summe ins Aus platzieren.
Das wird Dir mit der Spanne auch passieren.
Was ist denn eine überdrehte Summe ? Du wirst doch im Endeffekt nie erfahren, wenn Du eine Absage bekommen hast, ob es am Gehaltswunsch lag oder nicht. Da können so viele Sachen eine Rolle spielen.......

Hatte mal ein Gespräch mit echt kompetenten Personalberatern, die haben jemanden für den Vertrieb eines Unternehmens gesucht und es hätte alles gepasst, auch das Gehalt, war alles abgeklärt. Nur das Unternehmen stellte den Anspruch, dass man in den letzten 10 Jahren nicht mehr als 1 Wechsel haben durfte und ich hatte 2..... Vom langjährigen Arbeitgeber weg 2008, was ein blödes Jahr war und Anfang 2009 durften alle Neuen wieder gehen. Der alte AG nahm mich mit Kusshand zurück........ Aber es waren halt 2 Wechsel und das war für den AG ein Ausschlusskriterium.....

Da spielen so viele Sachen mit hinein, die mit dem Gehalt, was wir immer so meist denken, gar nichts zu tun haben.
 
Die Gehaltsvorstellungen sind ja nicht das einzige Entscheidungskreterium, aber ein Wichtiges! Nicht umsonst werden schon in Stellenannoncen Gehaltsvorstellungen abgefragt. Und wenn dort schon eine überdrehte Summe (weit mehr als Tarif oder marktübliches Gehalt) kannst du dich mit deinem fixen Wert vermutlich ins aus befördern und begründen kannst du den Wert auch nicht. Mit der Spanne kickst du dich sofort aus dem elitären Bewerberkreis raus und hast direkt eine Verhandlungsbasis geschaffen.
Mein alter Chef hat mal erzählt: Für eine ausgeschriebene Dipl-Ing Stelle, hatten es 110 Bewerbungen gegeben, 60 Scheiterten an der Qualifikation, 35 an den Gehaltsvorstellungen. 15 kamen in die erste Gesprächsrunde, 5 kamen zu einer Arbeitsprobe und zum 2. Gespräch.
 
Alter = 32
Ausbildung = Fluggerätmechaniker Fachrichtung Instandhaltungstechnik,
Bachelor Luft- und Raumfahrt (TU), Master Maschinenwesen (TU),
Tätigkeit = Konstrukteur in Neuentwicklung, Berechnung und Simulation
Berufserfahrung = 1 Jahre als Facharbeiter. 1,5 Jahre als Konstrukteur
Arbeitsort = Bayern
Mitarbeiterzahl = 300
Betriebszugehörigkeit = 1,5 Jahre
Arbeitszeit = 40h/Woche
Urlaub = 30 Tage
Jahresgehalt Brutto = 43500 € inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
 
Update:
Zum 01.02.2019 wird das Einzelunternehmen in eine GmbH umgewandelt.

Ab 01.02.2019
Alter = 47
Ausbildung = Maschinenführer + Techniker
Tätigkeit = Handelsvertretung
Berufserfahrung = 19 Jahre Vertriebsaussendienst
Betriebszugehörigkeit: Neu
Arbeitsort = DACH
Mitarbeiterzahl = 1
Arbeitszeit: ?
Jahresgehalt 48.000 EUR + Firmenwagen
Update:
Leider ging das jetzt schief....... großer Kunde hat nicht bezahlt......:rolleyes: (Aber Mahnverfahren läuft schon......)
Also, Bewerbungsmaschine angeworfen und diese Woche die Weichen gestellt. Passt gerade zur Diskussion:
In der Bewerbung 80.000EUR als Wunschgehalt angegeben, Firma bietet nach 2 Gesprächen 72.000 EUR, geeinigt in der Mitte auf 76.000 EUR + Firmenwagen.


Ab 01.01.2020
Alter = 48
Ausbildung = Maschinenführer + Techniker
Tätigkeit = Business Development Manager (also Außendienst :ROFLMAO:)
Berufserfahrung = 20 Jahre Vertriebsaussendienst
Betriebszugehörigkeit: Neu
Arbeitsort = erst D, dann Europaweit (und dann die ganze Welt......)
Mitarbeiterzahl = 140
Arbeitszeit: 40h/Woche (Home-Office)
Jahresgehalt 2020 - >72.000 EUR + Firmenwagen, 2021 u. folgende 76.000 EUR + Firmenwagen
 
Träumerei... wenn du 63k haben willst, dann willst du 63k haben. Schreibst du 57-63k, dann kannst du in 2% der Fälle auf einen Menschenfreund treffen, der sagt "Ja prima, ich finde Ihre Ehrlichkeit erfrischend, Sie bekommen sogar 66k!!"
Selten, aber gibt es.

So. Weitere 5% sagen dir "Passt 63k wollten wir auch zahlen..."

Die restlichen 87% sagen "Mensch, was für ein Zufall. Genau 57k wollten wir Ihnen anbieten! Win-win!"

Was machst du dann? Anfangen mit "Aaaaaber ich sagte doch 57 BIS 63k?" Quatsch mit Soße...

Grundsätzlich kann man davon ausgehen:
Wenn schon 10% Übersteuerung VOR dem Gespräch dafür sorgen, dass man dich nicht mehr will. Willst du bei so einem Arbeitgeber überhaupt arbeiten? Du WILLST dieses Gehalt ja zumindest mittelfristig erreichen. Und das bei nem Chef, der dich wegen 5% Differenz nicht mal sehen will?
Wäre nix für mich... das wird keine harmonische Beziehung...

Insofern... Wunschgehalt angeben, wenn's denn sein muss, eine Spanne ist esoterischer Bullshit...
 
Träumerei... wenn du 63k haben willst, dann willst du 63k haben. Schreibst du 57-63k, dann kannst du in 2% der Fälle auf einen Menschenfreund treffen, der sagt "Ja prima, ich finde Ihre Ehrlichkeit erfrischend, Sie bekommen sogar 66k!!"
Selten, aber gibt es.

So. Weitere 5% sagen dir "Passt 63k wollten wir auch zahlen..."

Die restlichen 87% sagen "Mensch, was für ein Zufall. Genau 57k wollten wir Ihnen anbieten! Win-win!"
Du hast in deiner Auflistung die Bewerber vergessen, die mit ihren Gehaltsvorstellungen über das Ziel hinausgeschossen sind.

Was machst du dann? Anfangen mit "Aaaaaber ich sagte doch 57 BIS 63k?" Quatsch mit Soße...
Dann sind bei mir 57k nur 35h/w


Insofern... Wunschgehalt angeben, wenn's denn sein muss, eine Spanne ist esoterischer Bullshit...
Also, jeder hat seine eigene Meinung, aber um die Diskussion von meiner Seite abzuschließen. Ich habe mich damals mit einer Gehaltsspanne beworben. Zunächst in der Probezeit weniger verdient, aber nach Beendigung der Probezeit den Ausgleich erhalten. Jetzt erhalte ich meinen angegeben oberen Wert. Als Fazit: Ich hatte damals das Gefühl, dass ohne die Spanne ich, als Techniker, eine schlechtere Chance gehabt habe. Zum einen, war die Stelle für B.SC./M.Sc ausgeschrieben, zum anderen habe ich meinen AG durch ein geringeres Gehalt ein kleineres Risiko angeboten. Mit einer fixen Gehaltsvorstellung wäre meine Bewerbung sicherlich direkt in der Runden Ablage gelandet und ich hätte von der zweiten Vorstellungsrunde träumen können.
 
Du hast in deiner Auflistung die Bewerber vergessen, die mit ihren Gehaltsvorstellungen über das Ziel hinausgeschossen sind.
Ja, aber da leibt natürlich letztendlich die Frage, hätten diese Bewerber für weniger Geld dort anfangen wollen ?
Bewerber stellt sich 65k vor, fliegt raus, weil Firma "nur" 55k zahlen will. Hat er da jetzt irgendwas verpasst ?

Insofern... Wunschgehalt angeben, wenn's denn sein muss, eine Spanne ist esoterischer Bullshit...
Ich sage meinen Kindern immer, wenn sie von sich geben: "das Essen ist ekelig", dass sie gerne sagen dürfen, dass ihnen das essen nicht schmeckt, man es deswegen aber nicht niedermachen muss...… Nur mal so am Rande.....

keg80 hat ja doch damit Erfolg gehabt, ob er mehr gehabt hätte ohne Spanne, das werden wir nie herausfinden.



Auch dann stehst Du trotzdem wieder vor dem "Problem", dass der AG, wenn er für 35h/Woche 60K bezahlt hätte, Dir "nur" die 57 zahlt. Was wiederum kein Problem für Dich ist, weil es ja Deinen Vorstellungen entspricht.
 
Update:
Leider ging das jetzt schief....... großer Kunde hat nicht bezahlt......:rolleyes: (Aber Mahnverfahren läuft schon......)
Also, Bewerbungsmaschine angeworfen und diese Woche die Weichen gestellt. Passt gerade zur Diskussion:
In der Bewerbung 80.000EUR als Wunschgehalt angegeben, Firma bietet nach 2 Gesprächen 72.000 EUR, geeinigt in der Mitte auf 76.000 EUR + Firmenwagen.
Kleine Randnotiz:
Bei dieser Firma, welche mich jetzt für 76.000 EUR eingestellt hat, hatte ich mich 2016 schon mal beworben mit 65.000 EUR Jahresgehalt. Damals hatte ich eine Absage bekommen ohne VG...… Habe daher auch dieses mal überlegt, mit wieviel ich da ran gehen kann und halt die 80.000 angegeben.

Nur mal so noch zu dem Thema, was die Gehaltsvorstellungen und deren Einfluss auf die Bewerbung angeht....
 
Hallo zusammen,

Alter: 30
Ausbildung: Techniker, Betriebswirt, MSc (+DGQ Scheine)
Beruf: Qualitätsmanagement Projektverantwortlich
Berufserfahrung in dem Bereich: 5J
Unternehmen: IGM / 40h / 6000MA
Gehalt: 80.000 + Boni
 
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