Trotz guter Noten kein Job

B

Benutzer74741

Gast
Hallo zusammen,
Die pauschal Aussagen einiger User bezügl. Teilzeit, ist echt daneben.
Ich habe meinen Techniker in Teilzeit, direkt nach meiner Ausbildung gemacht. Zum einem weil ich Frau und Kind habe zum anderen wollte der Arbeitgeber, dass ich weiter Erfahrung sammle, bevor ich meinen jetzigen Beruf als Projektleiter im Automobilbereich ausübe.

Ja du musst tatsächlich Projektleiter sein, denn du liest offensichtlich gar nicht durch, was du kommentierst...

Das war der Beitrag mit dem diese Debatte anfing. Gleich im ersten Absatz heißt es:
Ich finde den Techniker in Teilzeit zu machen auch den größten Blödsinn: Ausnahme: Man hat Kinder die man ernähren muss.
 
Ja du musst tatsächlich Projektleiter sein, denn du liest offensichtlich gar nicht durch, was du kommentierst...

Das war der Beitrag mit dem diese Debatte anfing. Gleich im ersten Absatz heißt es:


Anscheindend liest du nicht oder kannst/willst nicht verstehen, was ich schreibe.
Aber wenn man deine Forumaktivitäten verfolgt, kann man auch nichts anderes erwarten. In dem Sinne Grüße.

Ps. Bin tatsächlich Projektleiter :)
 
@Sergooo

Ich habe hier bereits versucht verständlich zu machen, dass es viele Szenarien gibt in denen Teilzeit sinnvoll ist. Bei dir kommen sogar einige Sachen zusammen. Trotzdem ist das anscheinend für den ein oder anderen hier grundsätzlich nicht nachvollziehbar, warum auch immer.
 
Was ist denn hier los, Pauschalaussagen mit unverschämten Abwertungen von alternativen Fortbildungszeiten? Ein jeder möge im Rahmen seiner Möglichkeiten und Vorstellungen glücklich werden, denke ich.
Für mich war 2 Jahre Vollzeit als lediger Alleinverdiener, der Miete zahlen musste und nichts "auf der hohen Kante hatte" keine Option. Auf 85000€ Brutto in dieser Zeit verzichten und womöglich dafür einen Kredit aufnehmen, in einer Hochzins-Phase - nee, DAS war MIR zu stressig...
 
Ich denke, es kommt ganz stark auf die individuelle Lebenssituation an.
Mein Lebensweg damals war 3 Jahre Ausbildung zum Facharbeiter, 1 Jahr in der Produktion, 12 Monate Grundwehrdienst und fast nahtlos daran (1 Monat noch arbeiten) die Technikerschule in Vollzeit. Habe zu Haus gewohnt und es gab 1.200 DM zinsloses Darlehen vom Staat (1994)

Wenn ich heute mit Frau und Kindern das machen müsste, wäre es wohl finanziell nicht mehr in Vollzeit zu schultern, sondern nur in Teilzeit möglich. Aber auch damals hatten wir einen, der hat mit Anfang 30 und 2 Kindern die Vollzeitschule gemacht, allerdings auch eine finanzielle Hilfe seines AG bekommen (gegen mind. 5 Jahre Verpflichtung dort)

Vollzeit war aber auch schon eine tolle Zeit.....:thumbsup:
 
B

Benutzer74741

Gast
Anscheindend liest du nicht oder kannst/willst nicht verstehen, was ich schreibe.
Aber wenn man deine Forumaktivitäten verfolgt, kann man auch nichts anderes erwarten. In dem Sinne Grüße.

Ein echter Projektleiter eben...

Nicht lesen, danach noch abstreiten es nicht gelesen zu haben und den Kollegen, der es gelesen und verstanden hat als bekannten Idioten hinstellen...

Du wirst schnell auf die Schnauze fallen mein Freund... Ich hab schon ne Menge Projektleiter wie dich überlebt ;)
 
So, jetzt muss ich auch was schreiben:

Zurück zum ursprünglichen Thema.
Ich mache aktuell den Techniker neben der Arbeit, bin 40, habe 23 Jahre Berufserfahrungund habe ein 2,5 Jähriges Kind.
Den Techniker neben her zu machen erfordert eine gewisses Maß an Disziplin. Es wird eben nicht wie in Vollzeit einem zehn mal alles in Kopf gebetet, sondern man muss eben alles selbst erarbeiteten. Abends lernen fällt mir auch oft nicht leicht, wobei eine Stunde von 20:00 Uhr bis 21:00 Uhr mehr ist als gar nicht lernen. Samstags muss ich mich um Haus, Garten und Familie kümmern und Sonntag morgens lerne ich 2 bis 3 Stunden. Momentan reicht das - und wenn es in einem Jahr dann Fachspezifisch etwas ernster wird muss ich schauen wie ich das geregelt bekomme.

In unserem Betrieb wird es sehr geschätzt, wenn man den Techniker neben her macht. Aber, nur weil man jetzt den Techniker hat bekommt man auch nicht sofort, ein Firmen Wagen, Handy und Sekretärin. Da muss man schon realistisch bleiben. Fakt ist, wenn man in einem Betrieb ist, sich weiterbildet und dann erst mal weiter arbeitet, kann man sich auf Interne Stellen bewerben die nach und nach kommen. Wenn dann nix kommt kann man es ja immer noch in anderen Betrieben versuchen. Aber auch hier wird es sicher honoriert, dass man den Techniker neben der Arbeitsbelastung gemacht hat. --> die Chefs sehen das so --> man ist "belastbarer" (das sind zumindest Begründungen warum manche Personen bei Bewerbungen vorgezogen werden --> weiß ich aus meiner Betriebsratstätigkeit). Bei uns gibts für die Personen die ein "Fernstudium" machen zwei Tage Urlaub für Prüfung mehr :thumbsup:.

Ich kann nicht sagen was besser ist - Vollzeit oder Teilzeit Techniker - es kommt darauf an was man später machen will. Will man sowieso den Betrieb wechseln rate ich zu Vollzeit, oder möchte ich bleiben wo ich bin sollte Teilzeit bevorzugt werden.
Für mich war Teilzeit die richtige Entscheidung.
 
B

Benutzer74741

Gast
Also wenn ich das als dein Chef so lesen würde, hätte ich vermutlich sofort die Sorge, dass sich diese Dreifachbelastung (Job , Familie/Garten/Haus, Teilzeittechniker) auf deine Arbeitsergebnisse niederschlägt...

Insofern wäre ich da auch immer recht vorsichtig dem Arbeitgeber allzu früh mitzuteilen, dass man sich nebenberuflich weiterbildet. Zum einen kann es ganz schnell dahin laufen, dass man sich deine Arbeit kritischer anschaut, um zu sehen ob der Job darunter leidet... zum anderen stehst du auch ziemlich schnell als Dorftrottel da, wenn du die Mehrfachbelastung aus Job, Familie und Weiterbildung nicht packst und zuliebe der Familie oder des Jobs aufgeben musst...

Ein guter Zeitpunkt dem Arbeitgeber zu sagen, dass man sich nebenberuflich weiterbildet, ist meines Erachtens der Moment, in dem man ein Thema für die Abschlussarbeit sucht...
 
Was ich genau in meiner Freizeit mache geht mein Chef mal einen feuchten an.
Das Wochenende ist nicht nur dazu da sich für den Montag zu erholen um dann wieder die ganze Woche zu arbeiten.
Mal davon abgesehen, wenn ich merken würde, dass ich nicht genug Zeit für Familie habe würde ich sicher nicht als Dorftrottel da stehen, nur weil ich eine Konsequenz daraus ziehen würde. Ich bin niemand Rechenschaft schuldig :)
 
Also wenn ich das als dein Chef so lesen würde, hätte ich vermutlich sofort die Sorge, dass sich diese Dreifachbelastung (Job , Familie/Garten/Haus, Teilzeittechniker) auf deine Arbeitsergebnisse niederschläg...


ich weiß ja nicht was Ihr bislang so für Vorgesetzte hattet, aber es ist doch immer begrüssenswert wenn sich jemand weiterbildet. Als Vorgesetzter habe ich das immer unterstützt, "Home-Office" genehmigt und Materialien auf Firmenkosten versucht zu organisieren.

Wenn man als Chef immer nur darauf achtet das man alles aus den Leuten rausholt was geht dann ist man eben permanent damit beschäftigt die Folgen der Fluktuation zu lösen.

Vielleicht bin ich da nicht der Durchschnitt mit meinem Ansatz?

Mal im Ernst: Wenn man mit jemanden zufrieden bin und er sich weiterbildet wird man sicherlich eine Lösung finden wie man diesen Mitarbeiter (zumindest mittelfristig) halten kann.
Wenn ich ihn sowieso eher heute als morgen loswerden möchte dann unternimmt man eben nichts und er wird sich woanders umgucken, dann ist man ihn kostengünstig losgeworden
 
B

Benutzer74741

Gast
Was ich genau in meiner Freizeit mache geht mein Chef mal einen feuchten an.
Das Wochenende ist nicht nur dazu da sich für den Montag zu erholen um dann wieder die ganze Woche zu arbeiten.
Mal davon abgesehen, wenn ich merken würde, dass ich nicht genug Zeit für Familie habe würde ich sicher nicht als Dorftrottel da stehen, nur weil ich eine Konsequenz daraus ziehen würde. Ich bin niemand Rechenschaft schuldig :)

Genau da liegst du falsch... du hast deine Freizeit so zu gestalten, dass du am Montag wieder 100% liefern kannst. Wenn du jeden Montag um 8h hundemüde und mit blauen Flecken im Büro sitzst, wird das mittelfristig Konsequenzen haben. Glaub es oder nicht...

Wenn du im 1. Semester Techniker ankündigst dass dich weiterbildest und dann im 3. Semester aufgibst, erweckst du den Eindruck, dass du nicht belastbar bist... glaub es oder nicht...

Ich werde jedenfalls erst dann Bescheid sagen, wenn ich scheinfrei bin und die Masterarbeit ansteht...
 
Genau da liegst du falsch... du hast deine Freizeit so zu gestalten, dass du am Montag wieder 100% liefern kannst. Wenn du jeden Montag um 8h hundemüde und mit blauen Flecken im Büro sitzst, wird das mittelfristig Konsequenzen haben. Glaub es oder nicht...

Wenn du im 1. Semester Techniker ankündigst dass dich weiterbildest und dann im 3. Semester aufgibst, erweckst du den Eindruck, dass du nicht belastbar bist... glaub es oder nicht...

Ich werde jedenfalls erst dann Bescheid sagen, wenn ich scheinfrei bin und die Masterarbeit ansteht...


ich gebe Dir natürlich zu 100% recht, dass man Montags fit sein sollte.
 
Also wenn ich das als dein Chef so lesen würde, hätte ich vermutlich sofort die Sorge, dass sich diese Dreifachbelastung (Job , Familie/Garten/Haus, Teilzeittechniker) auf deine Arbeitsergebnisse niederschlägt....
Da sind wir mal froh, Dich nicht als Vorurteils-belasteten Chef zu haben :D

Scheinbar kannst Du nicht glauben, dass es durchaus Menschen gibt, die die Mehrbelastung auf die Reihe kriegen, am Montag fit in der Firma stehen und dann noch eine ordentliche Prüfung zu schreiben in der Lage sind.

Die Erfahrungen, die mein Techniker-Lehrgang damals machte, war durchweg, dass das Nebenberufl.-Studium volle Anerkennung fand und das Engagement gewürdigt wurde.

Du schließt von Dir auf Andere - und vergraulst damit eine ganze Schar von leistungsbereiten und motivierten, angehenden Technikern, das finde ich nicht gerecht.
 
Ich persönlich denke allerdings nicht das ein Vollzeit Studium gegenüber dem Abend/Nebenberuflichen Studium besser oder schlechter ist. Wie ihr alle richtig schreibt hängt die Wahl welche Variante man wählt oft von den eigenen umgebenden Faktoren ab, kaum einer macht ein Abenstudium weil das schwerer ist und er glaubt damit besser punkten zu können. Meist liegt es daran das man auf ein durchlaufendes Gehalt angewiesen ist, oder eben nicht.

...davon abhängig zu machen welcher Kandidat eher in Frage kommt ist für mich so als ob ich mich entscheiden würde weil der eine einen Fehlerpunkt weniger bei der theoretischen Führerscheinprüfung hatte...
 
B

Benutzer74741

Gast
Soweit ich mich erinnere, hatte sich die heiße Diskussion hier auch nicht daran entzündet, ob sich der Personalverantwortliche nun eher für den Vollzeitschüler oder den Teilzeitschüler entscheiden wird...

Casus Belli war vielmehr die Frage, ob man die Teilzeitform anstatt der Vollzeitform wählen sollte, wenn die persönliche Lebenssituation grundsätzlich 2 Jahre in Vollzeit erlauben würde.
Ich kann da immer nur zur Vollzeit raten, sofern der Vorteil, sich komplett auf die Weiterbildung konzentrieren zu können, nicht dadurch aufgehoben wird, dass man nebenher noch 40h/Woche kellnern gehen muss...

2 Jahre vorher Techniker zu sein, hat langfristig meines Erachtens mehr Vorteile, als 4 Jahre (oft irrelevante) Berufserfahrung als Facharbeiter zusammeln...

Selbstredend geht das irgendwann nicht mehr. Wenn man Hauptverdiener für 4 Köpfe ist, kann man sich kaum 2 an die Schule verdrücken...
 
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