Tonabnehmer einer E-Gitarre - Schwingkreis

Hallo erstmal!
Im Moment bin ich der 12. Klasse auf einem Gymnasium. In Physik hatten wir das Thema Schwingkreis nur sehr kurz, fast gar nicht. Als Facharbeit habe ich jetzt jedoch das Thema Tonabnehmer einer E-Gitarre gewählt. Eigentlich weiß ich auch schon so ungefähr wie das alles funktioniert aber ich hab ein paar Verständnis Probleme.
Bei dem Tonabnehmer handelt es sich ja eigentlich nur um eine Spule welche um 6 starke Magneten gewickelt ist. Wenn nun die ferromagnetische Saite der Gitarre schwingt, wird im Tonabnehmer eine Spannung induziert. Der Tonabnehmer hat, da es keine ideale Spule ist, noch einen ohmschen Widerstand und eine Kapazität. Deshalb handelt es sich um einen RLC - Schwingkreis. Die Spule und der Widerstand sind in Reihe geschaltet, der Kondensator parallel dazu. Bei der Resonanzfrequenz dieses Gebildes kommt es zu einem sehr hohen Widerstand und einer sehr kleinen Stromstärke. Dabei tritt in Spule und Kondensator Stromüberhöhung auf. Soweit habe ich das eigentlich schon verstanden (sagt mir wenn was falsch ist) aber jetzt kommt das Problem:
Bei der Resonanzfrequenz kommt es bei einem Tonabnehmer auch zu einer Spannungsüberhöhung. Ich kann mir nur vorstellen, dass es damit zu tun hat, dass Spule und Widerstand in Reihe geschaltet sind, aber wirklich erklären kann ich mir das nicht.
Ich hoffe ihr kennt die Antwort. Vielen Dank schonmal,
Diego89
 

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Moin,
ist eine gute Frage, ich habe mich mit dem Thema noch nicht näher befasst. Aber versuche es doch mal mit der Induktionsspannung oder der Induktiven gegenpannung zu erklären! Vieleicht hilft das weiter?!?! Aber wenn die Facharbeit fertig ist, hätte ich gern eine Kopie, Interessiert mich wohl.
 
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Hmmm, also die Induktionsspannung ist ja die Spannungsquelle.
Ich hatte mir das so vorgestellt: im Resonanzfall fließt ja eigentlich nur durch den Widerstand Strom. Da Spule und Widerstand aber in Reihe geschaltet sind gilt ja I(L)=I(R). Somit würde auch durch die Spule ein Strom fließen und die Spannung dort wäre entsprechend hoch. Ich hab aber keine Ahnung ob das jetzt Schwachsinn ist.
Im Internet und in Büchern drücken sich irgendwie immer alle vor diesem Thema, die geben einem einfach irgendwelche Formeln und sagen das wäre zu schwer herzuleiten und so...das hilft mir aber wenig.
 
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Also ich spiele selber Strom Gitarre aber ich habe erlich gesagt noch nie das Ding auseinander gebaut. Daher kann ich jetzt nicht sagen ob bei den Pickups (Tonabnehmer) ein Widerstand eingebaut ist. Ich vermuhte aber mal, dass das so gemeint ist, das der Widerstand der Ohmische Anteil der Spule darstellt! Arbeitet die Gitarre eigentlich mit AC oder mit DC?
 
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Richtig, der ohmsche Widerstand ist der Drahtwiderstand der Spule, ebenso ist der "Kondensator" in der Spule die Wicklungskapazität.
Die Spannung kommt nur durch die Schwingung der ferromagnetischen Saite (bei Gitarren ja meistens aus Nickel) zustande, welche das Magnetfeld (da ja 6 Magneten im Innern der Spule sind) verändert, und es so zur Induktion einer Spannung kommt. Die Gitarre arbeitet also mit Wechselstrom. Da die Saite mit einer bestimmten Frequenz schwingt wird auch das Magnetfeld mit einer bestimmten Frequenz verändert. Die Frequenz der dann induzierten Spannung entspricht fast genau der der schwingenden Saite. Und dann geht das weiter: Verstärker, Lautsprecher...
 
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Ich bin jetzt schon ein bisschen weiter gekommen. Und zwar handelt es sich bei dem Tonabnehmer um einen Tiefpass 2.Ordnung. Er bevorzugt also tiefe Frequenzen. Am "Schaltplan" kann man ja erkennen das die Spannung am kondensator abgegriffen wird.
Bei meinem Verständnisproblem geht es also eigentlich nur um einen Tiefpass. Ich verstehe einfach nicht warum Uab und Uein verschieden seien können weil es ja so aussieht als wären sie parallel geschaltet und dann würde ja immer gelten Uein=Uab...aber das kann ja nicht sein. Ich hoffe ihr könnt mich aufklären!!!
 

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hexagon

Gast
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Hallo,

ich war viele Jahre lang Tontechniker in einer Live Band, habe diese in der Regie abgemischt und habe mich sehr intensiv mit dieser Thematik auseinander gesetzt.

Es gibt weder technische, physikalische oder mathematische Aussagen über die Funktionaltität von Tonabnehmern bezüglich Phasendreher und ähnlichen Vorgängen.

Der Live Musiker bezeichnet sowas auch als Sound der unterschiedlichen Tonabnehmern.

MfG. Hexagon
 
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Also, als Sound bezeichne ich das eigentlich auch da ich selber ja E-Gitarre spiele. Nur schreibe ich halt eine Facharbeit in Physik da ich mich dafür interessiert habe wie so ein Tonabnehmer eigentlich funktioniert. Da ich meine Facharbeit aber sehr spezialisieren musste bin ich halt bei dem Thema Schwingkreis/ Tiefpass angekommen.
Ich hab mir das mit dem Tiefpass jetzt auch nochmal angeguckt und soweit auch verstanden. Damit kann man das denke ich schon ganz gut erklären und mit den Messungen welche ich heute gemacht habe stimmt das auch überien. Aber wie du schon gesagt hast (hexagon), wirklich handfeste Aussagen gibt es zu dem Thema wirklich nicht. Aber Physik ist ja sowieso (fast) nur theoretisch, zumindest in der Schule, und mein Lehrer hat dem zugestimmt was ich bis jetzt so rausgefunden habe.

@ Mr. Ragu: Ne Kopie kannste dann natürlich haben...wenn diese Arbeit jemals fertig wird.
 
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hallo zusammen,
ich bin schüler (stufe 13) und mache in physik eine präsentation über die schaltung einer e-gitarre. beim quellen suchen bin ich zufällig auf diese seite gestoßen. wenn irgendjemand das hier liest, der die facharbeit von diego89 hat, wäre es extrem nett, wenn ihr mir diese zukommen lassen könntet. wenn nicht, dann habe ich auch noch ein generelles verständnisproblem: wo ist denn beim tonabnehmer der kondensator bzw. welches bauteil fungiert als solcher? was ich auch nicht weiß, ist wo genau die spannung abgegriffen wird, ich will aber nicht meine gitarre deswegen auseinanderbauen, um es herauszufinden... danke für die hilfe!
gruß kamelhaarmantel
 
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Hallo,

entschuldigung dass ich Euch hier schon länger nicht mehr geantwortet habe. Die Arbeit hab ich schon etwas länger fertig und werde sie Euch (kamelhaarmantel und Mr.Ragu auch mal schicken). Ich musste am Inhalt der Arbeit noch etwas ändern aber es geht immernoch um den Tonabnehmer;). Naja, hoffe mal ihr könnt damit was anfangen!
Gruß und schonmal nen frohes Neues,

Diego89
 
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wow,
toll, dass sich so schnell jemand gemeldet hat. danke an abbreviatus, die seite ist gut, hatte ich aber auch schon gefunden ^^
an diego89: sorry, aber ich bin ein bisschen spät dran, am 7.1. muss ich meine präsentation machen. ich bin eigentlich schon recht weit, aber beim verständnis hab ich noch nicht alles durchschaut. zum vortragen reicht es schon, aber wenn ganz spezielle fragen kommen (vor allem vom lehrer), könnte es problem geben... ;) also wenn du deine arbeit irgendwo parat hast, schick sie mir bitte möglichst schnell! ich hatte einfach das gefühl, dass du dich mit dem thema super auskennst und dass mir deine arbeit bestimmt helfen würde. wenn nicht, ist auch nicht schlimm, aber je früher ich sie hab, desto mehr hilft sie mir.
danke schonmal!!!
gruß kamelhaarmantel
 
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