Thermodynamik: Kühlschrank als Gasprozess

Dieses Thema im Forum "nicht aufgeführte Fächer" wurde erstellt von majorante, 9 Dez. 2012.

  1. Hallo!

    Ich beschäftige mich gerade mit der Funktionsweise eines Kompressorkühlschrankes. Soweit habe ich diesen auch einigermaßen verstanden, jedoch frage ich mich, wieso das Verdampfen und Kondensieren, bzw das Nassdampfgebiet, so überaus wichtig ist.

    Wäre es nicht genauso gut möglich einen Kühlschrank zu bauen, in dem ausschließlich ein Gas als Kältemittel zirkuliert?

    Ich stelle mir das so vor:
    1. Kompressor verdichtet das Gas. Das Gas erwärmt sich.
    2. Das erwärmte Gas gibt die Wärme an der Umgebung ab.
    3. Das abgekühlte Gas strömt durch eine Drossel und kühlt sich dadurch sehr stark ab.
    4. Das stark abgekühlte Gas entzieht im Kühlschrank die Wärme weil das Gas viel kälter ist.
    5. Das etwas nicht mehr ganz so kühle Gas geht wieder in den Kompressor und alles fängt von vorne an.

    Also im Prinzip genauso wie ein normaler Kühlschrank, nur ohne Nassdampfgebiet.

    Würde das so funktionieren?

    Gruß
     
  2. AW: Thermodynamik: Kühlschrank als Gasprozess

    Dieses Verfahren funktioniert. Das Verfahren wird großtechnisch zur Luftverflüssigung und Luftzerlegung eingesetzt. Suchwörter dazu sind: Joule-Thomson-Effekt, Joule-Thomson-Anlage, Linde-Verfahren. Für den Einstieg siehe zum Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Kältemaschine und http://de.wikipedia.org/wiki/Linde-Verfahren.

    Für den technischen Einsatz in einem Haushalts-Kühlschrank müssen Entwicklungskosten, Produktionskosten und Betriebskosten berücksichtigt werden. Ich vermute die Kompressionskälteanlagen werden verwendet, weil sie in diesem Temperaturbereich kostengünstiger sind.
     

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