technischer Fachwirt / Wirtschaftsfachwirt - anschliessender Betriebswirt - Ja/Nein?

Dieses Thema im Forum "Weiterbildungsmöglichkeiten" wurde erstellt von HerrRatlos, 17 Dez. 2012.

  1. Hallo zusammen,

    Ich bin gelernter Groß- und Aussenhandelskaufmann.
    Ich habe nach der Lehre und anschließender 5-jähriger Berufspraxis eine einjährige, schulische Weiterbildung gemacht (vermittelt durch das Arbeitsamt in der Phase der Arbeitslosigkeit) zum „Internet-Spezialisten“ – so hieß der Kurs. Server-Administration, Datenbanken, Netzwerke, Web-Seiten Programmierung und Gestaltung usw.. Diese Weiterbildung habe ich aber im eigentlichen Berufsbild nie aktiv praktiziert, da ich umgehend wieder eine kfm. Stelle gefunden habe im Vertriebsinnendienst eines Werkzeughändlers. Dort bin ich nun seit mehr wie 8 Jahren beschäftigt.

    Dort war ich im Key-Account tätig u.a.. Ich habe dort namentliche Hersteller betreut und als direkter Ansprechpartner allen Belangen erledigt. Elektronische Warenkörbe bearbeitet und geplant, interne Prozesse geplant und umgesetzt, Fehleranalyse bei bestehende EDV Anbindungen usw.. Danach habe ich elektronische Werkzeugausgabesystem auf Basis von Kanban Lagern betreuen und eine kleine Abteilung geleitet (ohne Titel). Da ich mich durch die Kfm. und dv-technischen Kenntnisse sehr schnell in alle Bereiche einarbeiten konnte wurde ich aus Gründen der „ Besitzstandswahrung “ von meinem Vorgesetzten und dem Vertriebsleiter diskreditiert. Man hat mich aus der Abteilung geworfen… . Mein damaliger Vorgesetzter ist mittlerweile seines Amtes enthoben und den Vertriebsleiter hat man 2 Jahre - bevor eigentlich geplant - in den Ruhestand geschickt. Das alles bringt mir nur nichts mehr, ich bin nur noch Sachbearbeiter.

    Tja nun denke ich darüber nach nochmals die Schulbank zu drücken als Präsenz-Studium über die IHK.

    Ich bin nur gelernter Kaufmann, mit großem Interesse an der technischen Seite, jedoch ohne entsprechende zukünftige Praxis dahingehend und im Grunde auch keiner Vorkenntnisse, abgesehen von der bedingten EDV-Seite.
    Meine Schulzeit habe ich größtenteils mit „Scheisse bauen“ verbracht anstatt vernünftig zu lernen. Da ich kein Dummkopf bin hat es gereicht ohne groß zu lernen (Damals Real-Schule). Was ich heute keinesfalls als positiv werte… aber so war es nun mal.
    Das Unternehmen wird mich nicht unterstützen bzw. eine erneute Chance geben.
    Darüber hinaus werde ich aufgrund dieser Tatsache auch ein „heimlicher“ Präsenz-Schüler werden. Ich glaube nicht dass ich meine Weiterbildung dort kundtun werde.
    Nun hege ich die Befürchtung ohne die entsprechende Praxis es mit einem „technischen“ Weg erheblich schwerer zu haben. Bzw. danach ein so oft zitierter „Theoretiker“ zu sein, um nicht zu sagen ein „Fachidiot“. Schlimmstenfalls zu versagen!
    Ich hab zwei Kinder, eine Frau, Haus und Hof und einen eigentlich guten (vollen) Alltag. Mir ist durchaus bewusst das, das Ganze so oder so kein Zuckerschlecken wird. Aber ich werde wohl kaum die Zeit haben, nebenher noch irgendwelche Praxis-Kurze o.ä. zu belegen.

    Was mich auch interessieren würde ist, wie sehen es die Fach-/Betriebswirt die vorher ein technische Ausbildung absolviert haben? Getreu dem Motto „Wer nicht tut was er lernt, lernt auch nicht zu tun was er soll…!“?

    Mir persönlich ist der reine Fachwirt/Betriebswirt zu finanzlastig. Bestätigt wird das auch in entsprechenden Job-Börsen und Portalen.
    Fachwirt/Betriebswirt = Finanzen, Controlling, Buchhaltung usw.
    Techn. Fachwirt/Betriebswirt = Strat. Einkauf, Verkauf, Prozessplanung usw. .

    Die Beratung bei der IHK hat nicht wirklich geholfen, das war mehr ein „wildes um sich schlagen mit den Vorzügen eines jeweiligen Kurses“. Die wollen halt auch nur Schüler sammeln für die jeweiligen Kurse.

    Vielen Dank im Voraus für alle Antworten. Ich bin um jede Hilfe und jedes Argumente sehr froh.

    Herr Ratlos
    (auch ein wenig verzweifelt… )
     

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