Techniker vs Ingenieur

Und wer hat mir, Deiner Meinung nach, den Techniker bezahlt?
Du hast natürlich recht. Den hat dir auch keiner bezahlt.
Aber mir ging es dabei um die Zulassungsvoraussetzung "Abitur" vs. "Berufserfahrung X Jahre"
Wenn ich nämlich wissen will ob sich meine Weiterbildung lohnt, dann rechne ich natürlich mit den Jahren in denen ich nichts verdient habe.
Und das sind dann i.d.R. 4,5 vs. 2 Jahre. Ich denke das wollen die meisten eben auch entsprechend bezahlt haben.
 
Also das ist jetzt wirklich eine wilde Behauptung! Erkläre mir bitte mal, wie jemand, aus der Hauptschule, den Techniker mal so nebenbei macht?
Du hast doch keine Ahnung wie das da aussieht! Ich habe meine Abende mit lernen verbracht!
Das glaub ich dir. Ein Abiturient ist mit seinem Wissen in Mathe und Naturwissenschaften (Deutsch, etc., was im Techniker vorkommt ganz zu schweigen) auf einem Level, das es ihm erlaubt, das nebenbei zu machen. Was seine Leistung nicht mindert. Ich hatte zum Beispiel ein eher schlechtes Abitur und hab mich dafür richtig reingekniet. Mitschüler hatten ein viel besseres Abi als ich und haben kaum etwas dafür getan. Mein Abi ist also weniger wert gewesen, obwohl ich viel mehr gearbeitet habe. Warum? Mein Grundniveau war einfach tiefer. Ist halt so. Genau so ist es mit dem Hauptschüler und dem Abiturienten, der den Techniker macht.

Wenn ich heutige Masterarbeiten sehe, ist es vom Inhalt nicht weit entfernt von den Aufgaben zu meiner Zeit als technischer Zeichner.
Das glaubst du doch wohl nicht im Ernst. Dürfte ich dir meine Bachelorarbeit geben (darf ich nicht, die Rechte sind bei meinem damaligen Betrieb), wäre ich sehr interessiert, wie du das Niveau einordnest (nein es war keine theoretische Arbeit, ich habe "gebastelt" und versucht.)

Nur so einen Quatsch wie "mal nebenbei" und "die armen Studenten haben nichts, der Technikerschüler schon" kann man nicht einfach so stehen lassen!
Ich habe hier im Forum schon gelesen (ich meine sogar, dass es @usedluk war), dass er neben dem Techniker noch ein Haus baut und Kinder hat. Du magst quasi wie ein Student gelebt haben. Trifft wohl aber auf die Mehrheit der Techniker, die das in Teilzeit machen nicht zu. Wer als Student (Ingenieur) heutzutage Kinder bekommt, bricht ab, früher oder später (besser früher). Hab ich erlebt. An Haus bauen ist gar nicht zu denken, meist nicht mal eine eigene Mietwohnung.

Es geht mir auch gar nicht darum, Techniker zu bashen. Es geht mir darum, sie im Verhältnis zum Ingenieur einzuordnen. Schließlich käme eine Krankenschwester auch nicht auf die Idee, sich mit dem Stationsarzt gleichzusetzen. Dass sie trotzdem wichtig ist, steht außer Frage. Wäre schön, wenn wir wieder auf ein sachlicheres statt emotionales Niveau kommen.
 
Schließlich käme eine Krankenschwester auch nicht auf die Idee, sich mit dem Stationsarzt gleichzusetzen. Dass sie trotzdem wichtig ist, steht außer Frage. Wäre schön, wenn wir wieder auf ein sachlicheres statt emotionales Niveau kommen.
Das sind leider die Aussagen, von denen ich glaube, dass die meisten Techniker hier genug haben.
Der Vergleich ist meiner Meinung nach zu drastisch.
Es gibt zwar ganz klare Unterschiede, aber ich denke so weit sind Techniker und Ing. dann doch nicht von einander entfernt.
 
Niemand kann etwa dazu, dass es anscheinend kein "Ingenieur, Bachelor, Master"-Forum gibt, wo man sich austauschen kann.
Stimmt, gibt es nicht. Es gibt nur Studi-Foren (die sind mehr für Sachen wie BaFög, etc.) und halt diverse Fachforen (matheonline, physikerboard, etc.). Das Forum hier ist auf einem ganz anderem Niveau und auch nicht vom "Forensterben", was es in Deutschland gibt, betroffen. Aber hier darf doch jeder schreiben, ob Techniker, Ingenieur, Student oder was auch immer. Sogar völlig fachfremde Personen melden sich hier an.
 
@Nutzi

Das Niveau vom Abitur ist unterschiedlich. Von schwach (Berlin, Bremen, NRW) bis stark (Sachsen). Nicht alle sind besser als Techniker. Die meisten suchen sich Luschenfächer (Kunst etc.) aus, um ein gutes Abi zu bekommen. Sowas hat keinen Wert.

Noch etwas zur Abschlussarbeit. Ein Urheberrecht besitzt der Ersteller und kann nicht übertragen werden. Was die Firma hat, sind Nutzungsrechte.
 
@Nutzi

Das Niveau vom Abitur ist unterschiedlich. Von schwach (Berlin, Bremen, NRW) bis stark (Sachsen). Nicht alle sind besser als Techniker. Die meisten suchen sich Luschenfächer (Kunst etc.) aus, um ein gutes Abi zu bekommen. Sowas hat keinen Wert.

Den "Wert" dieser oder jener Ausbildung bestimmt der Markt!
Jeder Personaler, der ein bisschen was in der Birne hat, kann sich zusammenreimen, was ein "Luschenfächer"-Abi beim angestrebten Job für eine Bewandtnis hat.
Das relativiert sich, je weiter man in den Jahren voranschreitet, nach dem Abi fragt bei einem 30 jährigen Menschen mit akademischem Grad kein Mensch mehr...

Genauso wissen m.E. die Arbeitgeber schon, welche Stellen sie explizit für Íngenieure und/oder Techniker ausschreiben.
Wichtig ist, wie sich die Person auf dem Bewerber-Stuhl nachher präsentiert und verkauft. Ich kann nur jedem raten, sich auch dann zu bewerben, wenn man nicht 100%ig in das Profil der Stellenanzeige passt. Da wird immer präsentiert, was der "Traumbewerber" können sollte...
 
Ich habe hier im Forum schon gelesen (ich meine sogar, dass es @usedluk war), dass er neben dem Techniker noch ein Haus baut und Kinder hat. Du magst quasi wie ein Student gelebt haben. Trifft wohl aber auf die Mehrheit der Techniker, die das in Teilzeit machen nicht zu. Wer als Student (Ingenieur) heutzutage Kinder bekommt, bricht ab, früher oder später (besser früher). Hab ich erlebt. An Haus bauen ist gar nicht zu denken, meist nicht mal eine eigene Mietwohnung.

[...]

Ja, das mit Haus und Kind bin / war ich. Das ist aber KEIN Maßstab da ich sowohl Abitur als auch mehrere Semester Maschinenbaustudium im Kreuz hatte als ich den Techniker angefangen habe. Daher konnte ich um zwei Semester verürzen sehr viele Prüfungen ohne Lernaufwand hinter mich bringen.

Für jemanden mit Real- oder Hauptschulabschluss sieht das alles ganz anders aus.
 
dann rechne ich natürlich mit den Jahren in denen ich nichts verdient habe.
Und das sind dann i.d.R. 4,5 vs. 2 Jahre.
Das stimmt so nur nicht ganz. Wer direkt nach dem Abi studiert, hat ja vorher auch nichts verdient. Also ist da erst mal gar kein "Verlust" da. Ich hatte ja nicht nur die zwei Jahre Verdienstausfall. Mein vorher erspartes, war nach den zwei Jahren fast aufgebraucht. Hinzu kommt noch der Bafög-Kredit , den ich zurückzahlen musste. Rechne ich das so, dann habe ich mindestens die ersten Zwei Jahre als Techniker quasi nichts verdient! Dazu kommt ja auch noch die Berufsausbildung von min. 3 Jahren. Die wird da auch immer gerne vergessen!
Mein Abi ist also weniger wert gewesen, obwohl ich viel mehr gearbeitet habe. Warum? Mein Grundniveau war einfach tiefer. Ist halt so. Genau so ist es mit dem Hauptschüler und dem Abiturienten, der den Techniker macht.
Das verstehe ich jetzt gar nicht! Mein Abschluss ist doch nicht weniger wert, nur weil der, der hinter mir gesessen ist, Abi hatte und ich nur von der Hauptschule gekommen bin?
Es geht mir auch gar nicht darum, Techniker zu bashen. Es geht mir darum, sie im Verhältnis zum Ingenieur einzuordnen. Schließlich käme eine Krankenschwester auch nicht auf die Idee, sich mit dem Stationsarzt gleichzusetzen.
Nur weil das hier mal ein paar Leute geschrieben haben, schließt Du daraus, dass das alle Techniker so sehen? Ich glaube nicht, dass die Forenteilnehmer eine repräsentative Gruppe ist!
 
Das glaubst du doch wohl nicht im Ernst. Dürfte ich dir meine Bachelorarbeit geben (darf ich nicht, die Rechte sind bei meinem damaligen Betrieb), wäre ich sehr interessiert, wie du das Niveau einordnest (nein es war keine theoretische Arbeit, ich habe "gebastelt" und versucht.)
Natürlich wirst du dich für die Bachelorarbeit ins Zeug gelegt haben. Das geht uns Technikern doch genauso. Bei der Bandbreite an Themen kommt man auch beim Techniker ohne Lernen NICHT zurecht.

Im Berufsleben habe ich schon mehrere Akademiker verdrängt, denen der nötige Biss fehlte. Soft Skills werden sowieso immer wichtiger. Bei der Bologna Reform haben damals alle Ingenieure aufgeschrien. Was hat es Ihnen geholfen? Nichts.
 
Ich weiß. Dafür bin ich schon lange genug angemeldet...
Ich habe trotzdem das Gefühl, dass hier extra wieder so ein Thema von @Nutzi eröffnet wurde! Warum auch immer!? Die Voraussetzungen, der jeweiligen Abschlüsse, sind jedem klar! Dafür braucht es keine Diskussion! Die Einsatzmöglichkeiten sind auch so verschieden, dass man darüber auch nicht zu diskutieren braucht. Es geht aber gleich wieder mit Schlechtmachen des Technikers los (das macht man ja nebenbei...).
Ich denke @Nutzi hat erreicht, was gewünscht war?
 
Ich denke @Nutzi hat erreicht, was gewünscht war?

So richtig gut wie bei den letzten Themen dieser Art eskaliert es leider nicht mehr. Die oftmals führenden Charaktere halten sich zurück oder haben sich abgemeldet. Mir fehlt noch ein bisschen die Bachelor-Diskussion oder "Uni>FH".

Dann will ich mal:

Während der Pandemie und der daraus resultierenden Kurzarbeit war der Techniker nebenbei sogar noch einfacher!!!1111!!
 
Nein, keine sachliche Diskussion.

Als TE hast du mit dem Feuer gespielt.
Da waren die Augen wohl größer als der Magen? 😆
Warum? Wird doch wohl erlaubt sein, über sowas zu reden.

Das verstehe ich jetzt gar nicht! Mein Abschluss ist doch nicht weniger wert, nur weil der, der hinter mir gesessen ist, Abi hatte und ich nur von der Hauptschule gekommen bin?
Per se nicht. Aber dein Abschluss ist weniger wert, wenn deine Abschlussnote schlechter ist. Ein Abiturient hat da wohl die besseren Noten.

Das Niveau vom Abitur ist unterschiedlich. Von schwach (Berlin, Bremen, NRW) bis stark (Sachsen). Nicht alle sind besser als Techniker. Die meisten suchen sich Luschenfächer (Kunst etc.) aus, um ein gutes Abi zu bekommen. Sowas hat keinen Wert.
Das hat aber nix mit dem Thema zu tun. Und doch, das Abi ist überall gleich wert, auch wenn es unterschiedlich schwer ist. Was nicht fair ist, aber so ist das Leben. Wie viel es wert ist, entscheidet nur der Notenschnitt. Hab ich an eigenem Leib gespürt. Ich habe in Niedersachsen Abi gemacht und ein schlechteres Abi als die, die extra dafür nach NRW gegangen sind. Die hatten dann ein besseres Abi als ich, obwohl die wesentlich dümmer waren als ich (ich hab ja den Vergleich aus den Vorjahren, als ich noch mit denen zur Schule ging). Vor den Unis wird aber nur der NC bewertet, egal, woher das Abi kommt, obwohl die die Problematik genau kennen.

Und obwohl ich Sachen wie Kunst und Musik auch als "nutzlos" ansehe, ist ein solches Abitur auch nicht weniger wert. Entscheidend ist nur der Schnitt. Letztendlich besteht der Wert eines Abiturs darin, was es ermöglicht. Denn das ist es: Eine Eintrittskarte.
 
Und obwohl ich Sachen wie Kunst und Musik auch als "nutzlos" ansehe

Du kannst quasi jedem Menschen mit genügend Zeit und Übung diverse Berechnungen beibringen, "kreative Mathematik" ist meist nur im Mathematik-Studium angesagt.

Aber als richtig guter Musiker benötigst du einfach Talent, Kreativität, Gehör und immens viel Übung, das kann nicht jeder.

Schonmal überlegt, warum sich viele sehr intelligente Menschen gern mit klassischer Musik und Malerei beschäftigen, welche der "normale Werker" größtenteils ablehnt?
 
Du kannst quasi jedem Menschen mit genügend Zeit und Übung diverse Berechnungen beibringen, "kreative Mathematik" ist meist nur im Mathematik-Studium angesagt.

Aber als richtig guter Musiker benötigst du einfach Talent, Kreativität, Gehör und immens viel Übung, das kann nicht jeder.

Schonmal überlegt, warum sich viele sehr intelligente Menschen gern mit klassischer Musik und Malerei beschäftigen, welche der "normale Werker" größtenteils ablehnt?
Darum geht es doch gar nicht. Das war nur meine persönliche Meinung. Und immerhin sind wir hier Techniker und nicht Musiker/Künstler.
 
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