Techniker mit Ü30 sinnvoll?

Moin liebes Forum,
ich möchte hier nur meine Erfahrungen nach meinem ersten Schuljahr teilen. Ich mache zur Zeit meinen Techniker in der Fachrichtung Elektrotechnik und habe heute quasi mein erstes Schuljahr hinter mich gebracht und fühle mich eigentlich ganz gut.

Also wenn ich hier irgendetwas erzähle, was sich am Ende dann doch als total anders heraus stellt, war es nur eine Mutmaßung. Ich meine, dass ich noch mittendrin in der Ausbildung bin und noch nicht das ganze Bild kenne, aber vieles hängt mit sicherheit auch von der jeweiligen Schule ab. Ich möchte allerdings auch nicht meine Schule nennen. Eigentlich geht es nur um die Frage, ob sich die Technikerschule auch für höhere Semester noch lohnt...
Ich erzähle hier aber auch eher persönlich aus meiner Sicht der Dinge, da ich hier nicht auf eine explizite Frage antworte.

Also meinerseits bisher ein klares ja. Ich bin zur Zeit Klassenbester, habe allerdings auch einige Vorkenntnisse durch mein Alter und auch ein Verständnis dafür, wie man sich gegenüber seinen Lehrern zu verhalten hat, damit sie einen nicht als einen der Schlechtesten im Kopf behalten. Ich will zum einen damit sagen, dass der Techniker keine Fortblidung ist, bei der man anonym ist, sondern man sitzt natürlich in der Schule und wird auch für sein Verhalten dort bewertet. Also jemand der Ü30 ist kann dort natürlich hervorstechen, aber auch wirklich abgewertet werden, da das Gehirn auch erwachsen ist. Damit meine ich, der Eine sagt ich strenge mich an, ignoriere das kindliche Verhalten meiner Mitschüler und der andere hat negative Vorerfahrungen und ein nicht unumkehrbares Bild darüber, wie ungerecht Schule war und verhält sich dementsprechend. Und der Andere hat ganz viel Schule gemacht, während einer von 18 an gearbeitet hat. Ich zähle eher zu vorletzterem, habe viel Zeit an Schulen verbracht und meine Ausbildung ist auch nicht so lange her und ich weiss noch, wie man sich gegenüber Lehrern zu verhalten hat.

Fazit:
Sinnvoll ist es eigentlich immer (60 000 € im Jahr und ein Job, der Spaß macht, warum Techniker?). Allerdings sollte jedem klar sein, dass man dann wieder zur Schule geht. Es ist oft ein Ort wie früher in der Schule, vieles wird geneidet, owbohl es klare Gründe gibt, warum ein Lehrer so bewertet. Es gibt mit eingiger Sicherheit auch Ungerechtigkeiten, was es an der Uni viel weniger gibt, ist aber auch erheblich anspruchsvoller dort.
Also ich will damit nicht sagen, dass eine Technikerschule anspruchslos ist, ganz im Gegenteil ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viel lernen müssen und so viel Zeit dafür aufwenden müssen. Es hat sich allerdings bisher für mich gelohnt, eher zu den Älteren zu gehören, da ich schon viel erlebt habe und auch viel Wissen aufbauen konnte. Ich habe ein sehr gutes Verständnis für Mathematik, was ich mir durch jahrelanges Interesse und auch Schulbildung aufgebaut habe.
Durch mein Hervorstechen in Mathematik bin ich Klassenbester, aber ich kann auch sehr gut Programmieren und so weiter...
Habe aber viel dafür gelernt und bin auch nicht immer gut gewesen im Programmieren. Habe es vor allem durch meine Ausbildung gelernt.

Ich merke, dass einige in der Klasse sich auf neue Themen viel schneller besser einstellen können als ich, aber ich stecke deswegen nicht den Kopf in den Sand und lerne dann eher doppelt so viel. Aber ich konzentriere mich auch oft mehr auf Themen die mir mehr Spaß machen, also so etwas wie programmieren. Es ist jetzt schon eher etwas persönlich hier.

Was ich eigentlich sagen will ist, dass ein gewisses Alter absolut kein Kriterium ist, etwas nicht zu machen, sondern, dass es auch absolut dabei helfen kann etwas mal endlch richtig durch zu ziehen. Aber wer meint Schule ist blöd und alle Lehrer sind blöd (und dann noch meinen das System ist blöd) und es in ihren ganzen alten (Ü30) Jahren nicht aus dem Kopf kriegen. Versucht entweder ein Studium oder behaltet euren Job.
 
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