Techniker, Meister oder doch ein Studium?

Servus,

Ich bin 21 Jahre alt und habe vor ca 2 Jahren meine Ausbildung zum Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik absolviert und im Abendunterricht zusätzlich die Fhr erlangt.
Nach meiner Ausbildung war ich in einem großen Maschinenbau unternehmen in der Fertigung bzw im Prüfbereich Bereich tätig. Nun läuft mein Vertrag in den kommenden Monaten aus und es wird langsam ernst.

Es bereitet mir derzeit großes Kopfzerbrechen welche weiterbildungsmöglichkeit mich optimal auf meine berufliche Zukunft vorbereiten.
Ich möchte in Zunkunft gerne in den "Technischen Vertrieb", was genau ist noch unklar. Jedoch habe ich immer schon den hang zum Kaufmännischen gehabt und bin mir jetzt im klaren, dass ich definitv gerne in den Bereich möchte, jedoch unbedingt mit einem technischen Hintergrund .

Nun stellt sich mir die Frage aller Fragen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit einem Meister in Elektrotechnik oder dem Techniker eine solche Position mit vernünftigem Gehalt zu erlangen? Oder würdet Ihr lieber direkt zu einem Wirtschaftingenieurswesen Studium raten?
Oder ist nach einer Weiterbildung zum Meister oder Techniker dann zwingend noch zu einer Weiterbildung zum Tbw zu raten?

Vielen Dank im voraus.

LG
 
Vom Meister würde ich da Abstand nehmen.
Der ist imho nicht breit und ebenso nicht tief genug, auch wenn das der mit Abstand einfachste und schnellste Weg sein kann, wie man an ein vernünftiges Gehalt kommt.
Du wenn du dafür keine konkrete Verwendung in Aussicht hast, z.B. als Ausbilder oder in der Fertigung/Produktion(wie bei fast jedem neuen Meister), dann bist du mit dem Techniker deutlich besser dran, weil du damit einfach mehr Möglichkeiten hast.
Auch da kann man beispw. einen Ausbilderschein machen, der jetzt nicht der große Aufhänger ist.
Als Techniker hast du dann aber kaum bzw. keine Ahnung von "Vertrieb", daher wäre ein TBW sicher ratsam.
Das WIng Studium wäre sicherlich sehr gut -auch im Hinblick auf eine weitere Karriere- allerdings kannst du dich dann darauf einstellen, dass das von der Schwierigkeit her nichts ist, was man im Vorbeigehen erledigt.
Wenn du vorher Fachoberschule gemacht hast, wirst du auch den Techniker ohne größere Hürden überwinden können...das schaffen Leute mit Hauptschule schliesslich auch.
Das habe ich im Freundeskreis gesehen, für keinen war das eine wirklich ernste Prüfung mit etwas Engagement und jeder von denen hatte nur eine mittelprächtige mittl. Reife.
Studium ist da eine ganz andere Geschichte.
 
Danke dir moe589 für deine Antwort, möchte nochmal auf den Meister zurückkommen. Und wie siehst du das mit dem Meister Im Elektrohandwerk ? Meinst du der wäre gleichermaßen ungeeignet? Weil dieser ja soweit ich weiß "wesentlich" tiefgründiger sein soll gegenüber dem Industriemeister.
Über eine kurze Rückmeldung wäre ich dir echt dankbar.
Lg
 
Vom Handwerksmeister habe ich weniger Ahnung, allerdings dauert auch der in Vollzeit nur 1 Jahr.
Es gibt sogar Angebote wie "bei uns Industriemeister in 16 Wochen".
Du kannst dir ja bei der IHK/HWK mal die Lehrpläne der Meisterschule anschauen.
Dann wirst du feststellen, dass die Meisterausbildung überwiegend aus kaufmännischen Inhalten, Mitarbeiterführung und Ausbildung besteht.
Nur ein untergeordneter Teil, beim Industriemeister ca. 30%, ist technisch.
Wenn du in den Vertrieb willst, ist das imho einfach die falsche Ausbildung.
Ich denke, da wirst du mind. um den TBW nicht herumkommen, das WIng-Studium wäre natürlich optimal.
Nimm doch mal Kontakt mit Leuten auf, die dort arbeiten und schau dir an, welche Qualifikation die so haben.
Außerdem solltest du dich fragen, ob das das richtige Arbeitsumfeld für dich sein kann.
Vertriebler müssen schliesslich auch auf ihre Außenwirkung bedacht sein, sprich du musst dich/dein Produkt auch verkaufen können und souverän vor Leuten auftreten können.
Das liegt nicht jedem im Blut...
 
Es bereitet mir derzeit großes Kopfzerbrechen welche weiterbildungsmöglichkeit mich optimal auf meine berufliche Zukunft vorbereiten.

Das ist ja löblich, wobei "optimal" ist ein zu hochtrabender Begriff. Versuch es mal mit "gut", dann ist die Latte nicht soweit oben. Um dir allerdings sagen zu können, wie du gut für die berufliche Zukunft vorbreitet wirst, sollte das hier

Ich möchte in Zunkunft gerne in den "Technischen Vertrieb", was genau ist noch unklar.
klar sein. Denn man braucht ein Ziel um auf etwas hinzuarbeiten. Die willst jetzt arbeiten ohne zu wissen, zu welchem Ziel dich die Arbeit führt. Ist ähnlich wie beim Navi: Du weißt üblicherweise, wo du hin willst und bis wann du dort sein willst und kannst dann überlegen ob du möglichst schnell, möglichst sparsam oder auf kürzestem Weg ans Ziel kommst. Du möchtest jetzt aber wissen, welche dieser 3 Möglichkeiten für dich optimal sind, obwohl man nicht mal dein Ziel kennt.

Nun stellt sich mir die Frage aller Fragen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit einem Meister in Elektrotechnik oder dem Techniker eine solche Position mit vernünftigem Gehalt zu erlangen? Oder würdet Ihr lieber direkt zu einem Wirtschaftingenieurswesen Studium raten?
Oder ist nach einer Weiterbildung zum Meister oder Techniker dann zwingend noch zu einer Weiterbildung zum Tbw zu raten?
Faustformel: Je höher der Abschluss, desto besser wird der Job danach bezahlt. Für alles andere: Du solltest erst mal wissen, was du sein willst (siehe oben). Schau dir ggf. einfach mal Stellenanzeigen an und die zugehörigen Anforderungen der Arbeitgeber.
 

Jobs

Jobmail abonieren - keine Jobs mehr verpassen:

Top