Techniker Fahrzeugtechnik und Elektromobilität als Elektroniker?

AW: Techniker Fahrzeugtechnik und Elektromobilität als Elektroniker?

Hallo,

ja hat man, war auf so nem Infoabend für diesen neuen Techniker in Deggendorf und es hieß dort, das auch Elektroniker unter bestimmten Vorraussetzungen zugelassen werden.
 
B

Benutzer179024

Gast
Halli Hallo,

Ich bin IT-Systemelektroniker und mich reizt das Thema schon sehr lange. Habe ich mit meinem Beruf die Chance dort einzusteigen? Wenn ja, was sind die Voraussetzungen?
 
Ich frage mich, weshalb nicht für die Kfzler die "bestimmten Voraussetzungen" gelten. Mehr als Birnchenwechseln ist bei denen ja kaum drin im Allgemeinen. Während beim E-Mobil vom Fahrzeug eigentlich kaum noch was übrig ist und es nur noch auf das "E" ankommt. Ohne Kupplung, Auspuff, Kerzen, Ölwechsel ... und selbst die Bremsen sind praktisch wartungsfrei, weil sie dank Rekuperation kaum benutzt werden.
 
B

Benutzer179024

Gast
Habe mich mal bei meiner näheren Schule informiert. Also ohne Erfahrungen im KFZ-Bereich (z.B. 1 Jahr in der Werkstatt arbeiten nach der Ausbiildung) kann ich das ganze vergessen, bzw. werde ich nicht zugelassen... :/
 
B

Benutzer74741

Gast
und selbst die Bremsen sind praktisch wartungsfrei, weil sie dank Rekuperation kaum benutzt werden.

Wie das? Wenn ich meine Auto an die Ampel ranrollen lasse, nutze ich bis kurz davor die Motorbremse. Auch die Rekuperation kann dich nicht bis zum Stillstand abbremsen, die letzten Meter wird immer die Bremse übernehmen...

Du kannst die Rekuperation schließlich nicht so reinhauen lassen, dass dein Fahrzeug bei Gaswegnahme in 5s von 100 km/h auf 0 gebremst wird? So ein PKW wäre absolut unfahrbar...
 
B

Benutzer179024

Gast
Ich frage mich, weshalb nicht für die Kfzler die "bestimmten Voraussetzungen" gelten. Mehr als Birnchenwechseln ist bei denen ja kaum drin im Allgemeinen. Während beim E-Mobil vom Fahrzeug eigentlich kaum noch was übrig ist und es nur noch auf das "E" ankommt. Ohne Kupplung, Auspuff, Kerzen, Ölwechsel ... und selbst die Bremsen sind praktisch wartungsfrei, weil sie dank Rekuperation kaum benutzt werden.

Hab mir jetzt mal den Lehrplan angesehen. 15% sind Deutsch, Englisch, Wirtschaft, Betriebspsychologie & Co. was jeder Techniker machen muss. Nochmal 15% entfallen auf Themen wie Getriebe, Motoren, Aerodynamik von den Wägen und gefühlt 70% sind Elektroausbildung. Elektrotechnik, Fahrzeugkommunikationssysteme, Hybrid- und Elektrofahrzeuge, Informatik...

Ein wahres Unding das da nur Leute rein dürfen, die schonmal an Autos geschraubt haben :/
 
@rotH
Offenbar hast Du bereits reichlich Erfahrungen im E-mobilbereich gesammelt, wenn du solche kompetenten Erklärungen abgeben kannst.
Gibts da nicht so nen Spruch von wegen wer keine Ahnung hat, einfach M...

Ich arbeite übrigens so rein hobbymässig gelegentlich erst seit wenigen Jahren mit E-Mobilität und habe auch erst knapp über hundert verschiedene Fahrzeuge dieser Art in Benutzung gehabt. Daher bedanke ich mich besonders für Deinen wertvollen Hinweis, der mir meinen fundamentalen Irrtum nun endlich bewusst werden liess.
 
@rescuemod
Wenn Du während der Technikerschule bei eurem lokalen Abschleppdienst/Pannenhilfsunternehmer die Nachtschichten machst, bekommst du nasse Füsse (weil sie vom Chef abgeküsst werden) und ausserdem die Bescheinigung, dass du soundsolange im Kfz-Gewerbe tätig warst.
Allerdings: ungünstige Voraussetzungen für Jungführerscheinbesitzer ohne Bundeswehr/THW/Feuerwehr etc. ist meistens die fehlende LKW-Fahrerlaubnis.
 
Also dann mal der Ironiemodus aus ...

Den Grad der Rekuperation kann man einstellen und zusätzlich hat der Fahrer die Möglichkeit durch entsprechende Betätigung des Fahrpedals die gewünschte Bremswirkung selbst zu beeinflussen. Es ist nicht so, das es nur An/Aus gibt und wie bei einer üblichen Bremse hat man die Möglichkeit zwischen Vollbremsung und frei Rollen zu dosieren.
Mit etwas Einfühlung schafft man es durchaus, ohne Betriebsbremsbetätigung den Innenstadtverkehr einer Grosstadt zu meistern. Wer allerdings mit 60 Sachen auf die rote Ampel zurast und kurz davor eine Gummispur ablegt, hat in einem Elektrofahrzeug ohnhin nichts verloren.
Die Rekuperationsbremsung kann durchaus in einem Bereich liegen, die den Automatikgurt zum Einklinken bringt - muss aber wie bereits erwähnt nicht bei jeder Ampel ausgereizt werden - und auf der Ebene bleibt das Auto auch von alleine stehen - allerdings je geringer die Geschwindigkeit, umso geringer auch die Bremswirkung.

Der Bremsbelagverschleiss ist im Vergleich zu Spritkutschen tatsächlich so minimal, weil ausser seltenen Notbremsungen oder eben die letzen paar Meter aus Schrittgeschwindigkeit zum Stand kaum gebremst werden muss. hinzu kommt dass die Leistung oft deutlich unter den Spritkisten liegt, so dass man gar nicht so schnell so schnell wird ...
 
B

Benutzer74741

Gast
Das mag dir so vorkommen und ich erkläre dir auch warum das so ist:

Die Reichweite eines Elektroautos ist im Moment so gering bzw. die Fahrleistungen so begrenzt, dass man es auch entsprechend umsichtig und vorausschauend bewegt.
Wenn ich meinen Verbrenner bewusst so fahre, wie ich ein Elektroautos fahren würde, so minimiert sich auch dort der Bremsverschleiss...

Du kannst eine Rekuperation einstellen wie du willst, mal davon ab, dass das 95% aller Fahrer ohnehin nicht tun. Die typischen Bremsenkiller wie
- Stop&Go-Verkehr à la "Gasgeben bis kurz vor der Ampel und dann bremsen"
- Auflaufen auf einen langsames Fahrzeug und erst kurz vorher stark verzögern
- erst kurz vor dem Ortsschild auf 50 runterbremsen
- usw.
wirst du auch beim Elektrofahrzeug haben. Im Moment gibts das halt nicht, weil die Elektrofahrzeuge das mangels Reichweite gar nicht ermöglichen. Wenn man so fährt, hält der Akku nicht 100, sondern nur 50km...

Bei einer vorausschauenden Fahrweise mag ein Elektrofahrzeug einen leicht geringeren Bremsenverschleiß haben.
Wird das Elektofahrzeug aber so gefahren, wie die meisten "Spritkisten" gibts da kaum einen Unterschied...

Und was du nicht vergessen solltest:
Eine neue Bremse kostet sicherlich Geld. Aber ein Li-Ion-Akku hat eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen. Nichts ist für den tödlicher, als im Stadtverkehr ständig zwischen Laden und Entladen zu wechseln. Mein armer Laptop-Akku hatte nach 3 Jahren noch 10% seiner ursprünglichen Kapazität. Da kommt das Elektroauto dann noch 20 km weit...
Bremsen kosten mich rundherum vielleicht 1000 EUR (BMW F31 320d). Was kostet ein neuer Akku? ;)

Der Nutzen (Einsparen von 2 bis 3 Bremsbelägen pro Autoleben) steht hier in absolut keinem Verhältnis zum Aufwand (schweineteurer und sauschwerer Akku, der während eines Autolebens mehrmals getauscht werden muss)...

Schönen Abend noch :D

PS:
Mit etwas Übung schaffe ich es auch die Betriebsbremsentätigkeit bei meinem Verbrennungsmotor-PKW zu minimieren. Aber das entspricht eben nicht dem, was der durchschnittliche PKW-Fahrer mit seinem Auto macht...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
In vielen Fällen nichts, weil es inzwischen zahlreiche Finanzierungsmodelle für die Akkus gibt, die eine Vollgarantie beinhalten.

Was die Reichweite angeht, reichen selbst "technisch veraltete" E-Autos für den üblichen Bedarf völlig aus. Otto Normalverbraucher ist meist deutlich unter 50km von Arbeitsstelle oder Supermarkt entfernt. Ich bin in eher hügeligem Gebiet (leicht untertrieben) ansässig und schaffe auch diese km-Leistung locker, weil bei der Talfahrt der Akku wieder auflädt.
Wenn ich einen Kunden über 100km Entfernung besuche, nehme ich den Benzinkleinwagen oder den Autotransporter - jenachdem, ob ich Laptop oder Hebebühne für den Kundendienst benötige.
Um einmal im Jahr in Urlaub zu fahren, kann man einen Flug mit Mietwagen oder ein Wohnmobil mieten.
E-Autos sind steuerbegünstgt oder ganz frei - Versicherung macht Sondertarife und damit ist die Akkumonatsrate schon fast raus. Strom kommt aus eigenener Solaranlage, oder Nachtstromtarif oder ganz kostenlos an vielen Elektrotankstellen. Anschaffungskosten geringfügig über Benzinkutsche - keine Bremsbeläge wechseln (nein, wirklich noch niemals an irgendeinem der E - Fahrzeuge jemals nötig gewesen), keine Kupplung tauschen, keine Ölwechsel, kein verrosteter Auspuff, keine Autobatterie, die im Winter schlapp macht. Das alles sind Kosten, die gerne unter den Teppich gekehrt werden, wenn man versucht, E-Autos schlecht dastehen zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
B

Benutzer74741

Gast
Keine Firma, die einen Kaufmann als Mitarbeiter hat, verschenkt seine Akkus. Das heisst die Kosten für den Akkutausch bezahlst du mit der Versicherung/Finanzierung oder direkt beim Kauf des ersten Akku. Das wird alles eingepreist.
Kostenlos bekommst du überhaupt nichts...

Ich lasse keine E-Autos schlecht dastehen. Ich bewerte sie so, wie sie sich derzeit darstellen. Der i3 von BMW kostet in etwa soviel, wie ein 318d. In den 318 kannst du mehr reinladen, er kann über 1000km am Stück fahren und ich brauche nicht nach 5 Jahren einen neuen Akku, was erhebliche Mengen Sondermüll veruracht...

Und sorry, das mit den 50km reicht, ist kein Argument.
Wenn ich mir einen PKW für 35.000 EUR Neupreis (Basisversion, da ist noch NICHTS drin außer Sitze und Lenkrad) vor die Tür stelle, dann will ich nicht für private Strecken über 100 km zusätzlich noch für teures Geld Mietwagen nutzen und nach leergefahrenem Akku 3 bis 5 Stunden warten, bis ich wieder fahren kann.
Alternativ nehme ich den (immer noch größeren) 1er, spare 12.000 EUR und mache dafür Ölwechsel, wechsele die Bremsen und fliege 3 mal auf die Malediven...

Das ist absolut unpraktikabel. Die meisten Deutschen haben nicht unbedingt eine Mietwagenstation in der Nähe, wo sie sich für 50 EUR/Tag ein Auto leihen können, wenns am Wochenende mal zur Oma gehen soll, die 150 km entfernt wohnt ;)

Ich gebe dem Elektroauto mit Akku keine Zukunft. Die Brennstoffzelle (in Verbindung mit Elektromotor) ist die Zukunft. Hoffentlich sieht man das bald ein...

PS:
Und mit Strom aus Braunkohle oder Steinkohle ist noch nichtmal die CO2-Bilanz des Elektroautos besser. An der E-Maschine kommen höchsten 25% der Energie an, die in der Kohle enthalten ist.
Ein moderner Diesel schafft bis 40 bis 45% :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
wenns am Wochenende mal zur Oma gehen soll, die 150 km entfernt wohnt
Inzwischen kann man davon ausgehen, dass in jedem Haushalt mindestens soviel Fahrzeuge wie volljährige Familienmitglieder vorhanden sind. Beim Besuch der Oma kann man sich ja darauf einigen , dass alle zusammen in dem Sprit-PKW fahren und nicht jeder mit seinem eigenen Auto. Während man dann dort Kaffeee trinkt und die Liste der Alterskrankheiten runtergebetet wird, könnte man die Zeit sogar zum Akku laden nutzen, falls die Oma in Elektroreichweite liegt und man nichts flüssiges tanken will.
Was die Akkufinanzierung angeht, habe ich ja bereits erwähnt, dass diverse pekuniäre Vorteile diesen Betrag in etwa neutralisieren.
In einigen Grosstäden gibts sogar kostenlose Parkplätze für E-Autos, wo andere viele Euronen in die "Stadtsparkasse" einmünzen müssen.
 
B

Benutzer74741

Gast
Inzwischen kann man davon ausgehen, dass in jedem Haushalt mindestens soviel Fahrzeuge wie volljährige Familienmitglieder vorhanden sind.

Meinst du das ernst?
Das ist bei keinem meiner Arbeitskollegen von 35 bis 60 so. Und die verdienen alle überdurchschnittlich viel Geld (>60.000 EUR pro Jahr)...

Auch das mit dem Akku hast du nicht verstanden. Da wird nichts verschenkt. Wenn der Akku 5.000 EUR (inkl, Gewinnspanne) kostet und der im Schnitt 5 Jahre hält, der Hersteller aber 10 Jahre Garantie darauf gibt, dann zahlst du für den Akku nicht 5.000, sondern 10.000 oder eher 12.000 EUR. Eben weil der Hersteller dir innerhalb der 10 Jahre mindestens einmal einen komplett neuen Akku stellen muss...

Und, sorry, aber für die 10.000 EUR, die ein E-Auto (mindestens) an Aufpreis gegenüber seinem Spritpendant kostet, kann ich in der Innenstadt bis zur Rente parken...
 
B

Benutzer74741

Gast
Wenn ich kurz ergänzen darf: (alles von BMW-Webseite)

Der i3 schafft im NEFZ 190km, also 160km realistische Reichweite im Sommer, im Winter vielleicht 120km.
Mit einem 20A-Anschluss (meine Steckdosen liefern 16A, wieso man also 20A annimmt ist mir schleierhaft) ist er in 5(!) Stunden zu 80% geladen. Eine volle Dröhnung dauert an 16A also etwa 8 Stunden...

Und als Belohnung für die Sparsamkeit kann ich dann allerhöchstens 150 km/h fahren, bin also schon auf der Mittelspur jeder herkömmlichen dreispurigen Autobahn ein Verkehrshindernis...
 
Habe ich auch nicht behauptet. Aber diese Diskussion wird nicht zum Ziel führen.
Zurück zum eigentlichen Thema:
Wieviel klassisches Kfz ist eigentlich in einem E-Auto ?
Die meisten Reparaturumsatzquellen habe ich ja bereits aufgeführt. Einen Motor mit Kerzen /Einspritzdüsen zum kaputtgehen ist auch nicht vorhanden. Zahnriemen, Lichtmaschine, Anlasser fehlt. Zylinderkopf kann nicht reissen, die Wasserpumpe geht nicht kaputt, Ventile nicht einzustellen. Ich glaube jetzt habe ich so langsam 90% der gängigen Kfz-Arbeiten aufgelistet. Was macht der typische Kaeffzettel noch ?
Ergo: Autoschrauber braucht die Elektroautobranche praktisch nicht wirklich.
Die Schulungen der Hersteller fürs gemeine Werkstattpersonal beschränken sich auf Warnhinweise, welche Teile auf gar keinen Fall berührt werden dürfen, weil da gaaanz viel Strom drin ist und wie man die Elektronik ausbaut, um sie zum Hersteller ins Werk zu schicken. Mehr traut man den Jungs aus der Branche offenbar ohnehin nicht zu.
 
B

Benutzer74741

Gast
Geschätzter Pleindespoir... ob du es glaubst oder nicht, ich kenne die E-Motor-Branche ziemlich gut. Ich weiss, was dort verbaut wird. Ich kenne aber auch (und das ist denke ich eher selten?) die Verbrennungsmotor-Branche...

WaPu? Womit wird die Leistungselektronik gekühlt? Wenn die 10 Sekunden kein Wasser kriegt, ist die kaputt...
Ventile einstellen? Hab ich in 12 Jahren Autofahrerleben noch nie machen lassen...
LiMa? Ist mir noch nie gestorben... (im Übrigen... wenn die LiMa sterben kann, kann es ein hochausgenutzter Synchronmotor erst Recht...)
Zahnriemen? Mittlerweile weren wieder Steuerketten verbaut. Aber du hast Recht, wenn die reisst, ist alles aus...
Zylinderkopfschäden sind sicherlich nicht häufiger als Schäden an der Leistungselektronik oder der Batterie...

Und, ob du es glaubst oder nicht, auch ein Elektromotor oder eine Leistungselektronik kann kaputt gehen. Halbleiter sind nicht unsterblich...
 

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