Suche Praktikumsplätze - Ideen, Vorschläge...

Wie im Thema oben schon zu lesen, bin ich auf der Suche nach Praktikumsplätzen.
Am Besten im Großraum München und natürlich im Bereich Technik. Hab keine spezielle Richtung im Kopf, wollte gerne mal eure Vorschläge und auch Erfahrungen (Dauer, Aufgaben, Vergütung,...) hören und sammeln. Bevor ich nach dem Abi studiere oder eine Ausbildung mache, wollte ich erst einmal mehrere Praktika absolvieren um für mich zu sehen, was bockt und was eher nicht. Gut auch, wenn das Unternehmen einen Standort im Ausland hat und sich das kombinieren lässt mit einem Auslandsaufenthalt.
Freue mich über Antworten.
 
Aus einem Praktikum zu schließen, dass der Job dir hinterher Spass macht ist ein gefährlicher Ansatz. Du kannst reinschnuppern, ABER: Es kann sein, dass der gleiche Job in der einen Firma Spass macht in der anderen dagegen überhaupt keinen, weil:
- es auf die Vorgesetzten
- die Aufgaben, die du in der Firma bekommst
- die Kollegen
- ggf. auch das Produkt
- usw.
ankommt.

Was du machen kannst: Zum Arbeitsamt gehen, eine Berufsberatung (hier bekommst du auch einen Eindruck von den verschiedenen Berufen, weil "Technik" ist so ziemlich alles) machen und ansprechen, dass du gerne Praktikas machen willst.
Um dir einen Zahn zu ziehen: In vielen Firmen sind Praktikanten eher billige Arbeitskräfte, die zum Kaffee kochen genutzt werden. Selten machen sie Aufgaben, die man später in der Realität auch machen würde und kümmerst sich um den Praktikanten. Denn: Ein Praktikant hält einen von der eigentlichen Arbeit ab.

Um einen Eindruck von der Firma zu bekommen, solltest du mal mindestens 2 Wochen dort sein. Ob du allerdings eine Vergütung bekommst oder gar ins Ausland darfst sei mal dahin gestellt. Du kannst auch einfach aktiv Firmen anschreiben (eine Art Motivationsschreiben, warum du das machen willst). Vielleicht findest du so eine Firma.

An deiner Stelle würde ich wirklich mal in die Berufsberatung gehen, damit du eine ungefähre Richtung findest.

Und noch ein Hinweis zum Schluss: Das was du nach der Schule machst und erlernst muss noch lange nicht das sein, was du in 20 Jahren noch machst. D.h. man hat häufig noch viel Spielraum und sollte sich selbst die Berufswahl nicht erschweren, weil man meint, man müsse den "perfekten" Beruf erlernen. Das kann man im Berufsleben selber immer noch machen.
 
Danke für die ausführliche Antwort.
Was du geschrieben hast ist alles einleuchtend, aber dennoch wollte ich mir gerne ein Jahr geben um zumindest etwas Orientierung zu erlangen. Daher können es gerne mehrere Praktika in diversen Bereichen sein und ich dachte auch an mind. 4 Wochen pro Unternehmen, eher länger. Auch negative Erfahrungen bringen einen schließlich weiter. Da weiß man dann eher was man will und was nicht. Vergütung und so kann man auch alles im Gespräch abklären, aber das ich jetzt nicht reich werde war mir schon klar. Ich wohne ja aber auch erstmal noch Zuhause. Unterstützung von den Eltern habe ich zum Glück.
Die Berufsberatung habe ich als nicht sinnvoll in Erinnerung bzw. habe ich das schonmal in der 9. Klasse gemacht und da kam glaube ich irgendwas mit Werkstofftechniker oder so raus. Bin mir nicht mehr ganz so sicher.
Ich weiß natürlich, dass man heutzutage nicht mehr sein Leben lang im selben Job, gechweige denn im selben Unternehmen, arbeitet. Aber irgendwo muss ich mal anfangen und bisher hab ich halt nur die grobe Richtung.
 
wie wäre es denn mit einer messe? da kannst du deine fühler ausstrecken und kommst schonmal mit einigen unternehmen in kontakt. vielleicht ergibt sich da was. im november sind bspw. die Semicon Europa und die Productronia - beides industriemessen für ingenieurstechnik. vlt. sagt dir das ja zu!? u. a. ist da das Unternehmen ULVAC (wohl aus deiner region?!) dabei und stellt seine produkte vor. wenn du auch weitere fahrten nicht scheust kommt z. B. noch die CeBit in hannover (eher ,,eichtere Kost'') oder nächstes jahr die Nortec in hamburg.
 
Formulieren wir es drastischer:
Das was du in der Ausbildung oder im Studium lernst, wird garantiert nicht das sein, was du in 20 Jahren machst.

Ich finde den Ansatz der Praktika gar nicht schlecht. Da kann man schon rausfinden, ob es einem eher Spaß macht was am PC zu konstruieren, das Zeug zusammenzuschrauben oder zu programmieren und in Betrieb zu nehmen.

Dass der Spaß am Job auch von den Kollegen abhängt, ist richtig.
ABER... ein Job der keinen Spaß macht, wird auch mit den tollsten Kollegen nicht besser. Kollegen kannst du wechseln, dein Fachgebiet in aller Regel nicht bzw. es wird sehr, sehr schwer...

Und nein... wenn du erstmal Elektrotechnik studiert hast und dann merkst, dass dir Maschinenbau bzw. Montage eigentlich viel mehr Spaß macht... dann ist die Tür dahin erstmal zu.
Glaubs oder nicht...
 
hey sue- messen sind ne ziemlich gute idee. daran habe ich gar nicht gedacht. das werde ich mir mal vormerken.
danke rotH für die ehrliche und direkte meinung. hast mich nur ein meinem vorhaben bestätigt.
 
Hat jemand vielleicht einen Vorschlag bei welcher Firmen in Braunschweig oder Umgebung könnte sich man für Praktikum bewerben.

In August fange ich mit Techniker Studium an, Maschinentechnik.
 

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