Suche Maschinenelement für spielfreie Kraftübertragung in eine Richtung

Hallo Zusammen,

ich suche ein Maschinenelement um dynamische Kräfte (+-1800 N) in eine Richtung zu übertragen.
In den anderen beiden Richtungen soll das Element beweglich sein.
Man stelle sich vor, zwei Platten sollen parallel, also in der Horizontalen, um eine paar Millimeter gegeneinander verschoben werden können.
Kräfte senkrecht zur Fläche sollen jedoch auf die andere Platte übertragen werden.
Jetzt könnte man meinen, dass das Verbindungselement ausknickt, dies verhindert aber eine äußere elastische Führung.

Am besten machen das wohl die Skizze und die beiden 3D-Konstruktionen deutlich, die ich Anhang gepackt habe.

Die Suche im Netz nach solchen Elementen ergab bis dato nur Maschinenelement, bei denen nur eine Seite gelenkig gelagert war, sodass keine Parallenbewegung möglich ist oder die Maschinenelemente sind zu groß.

Ungefähre Anforderungen:
Die Bauhöhe soll ca. 30 mm nicht überschreiten
Der Durchmesser darf bis zu 150 mm haben.

Weiß hier jemand Rat?

Koppelemelement_Forum.pngKoppelemelement_Konz3.jpgKoppelemelement_Konz2.png
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
"Spielfrei" ist imho nur entweder durch einstellbare Lagerluft (wie z.B. beim Lenkkopflager eines Zweirades)
oder durch eine Vorspannung erreichbar.
Um dir konkret zu raten, hast du uns zu wenig verraten:
Welche Reibung ist in der "erlaubten" Bewegungsrichtungen zulässig?
Muss der Abstand zwischen den beiden Montageflächen konstant sein?
Ich könnte mir sowas vorstellen:
Verschiebekupplung.jpg
Die Gleitflächen würde ich je nach Belastung mit einem Schmierstoff mit hohem Fest-Schmierstoff-Anteil schmieren,
mit Lagerbronze (Sinterbronze) belegen oder - wenn´s ganz leicht laufen soll - auf Kugeln wälzlagern.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Die hilft dkauz nichts,
denn die Oldham-Kupplung ist nicht auf Zug belastbar und ihre drehmomentübertragende Eigenschaft braucht er nicht,
d.h. er könnte einfach eine Platte hinlegen und die hin und her bewegen lassen.
 
Stimmt, jetzt wo du es sagst, dachte er sucht was einen parallelen Versatz zu lässt, die Lösung mit der Reibscheibenkupplung ist da aber zu Verschleiß behaftet, gerade bei den zu erwartenden Kräften.

Mich würde der explizite Anwendungsfall interessieren.
 
Moin,


da spielt wohl wer Flüsterpost mit meinem Nickname ;)

Es zeigt sich immer wieder, dass man schon sehr empathisch oder erfahren sein muss um zu vermitteln was man wissen will und selbst dann erwischt man nicht alle (bin dann wohl doch nicht ;)

Erst mal danke für die Antworten und Mühen. Da ich auch die Elektronik und die Regelung mache, musste das Thema etwas geschoben werden. Es kam aber auch so allerhand dazwischen.


Ok, jetzt aber zu weiteren Infos und zur Anwendung:

_Infos:

- Durchmessertechnisch habe ich 140 mm zur Verfügung (egal ob ein oder mehrere Elemente)

- Anzustreben ist eine kleine Bauhöhe bis max 40 mm (gegen < 20 mm habe ich aber auch nichts)

- Um Überbestimmtheit zu vermeiden, wäre 1 Element oder bei entsprechenden Freiheitsgraden 3 Elemente sinnvoll.



_Anwendung:

Ein (bzw. vier) Voice-Coil-Akutator, mit zylindrischer Eigenlagerung (Gleitlager), soll die Schwingungen einer darüber befindliche Metallplatte ausregeln.

Nun ist es so, dass die Spule des Aktuators mit der Metallplatte "verbunden" werden muss und ich nicht verhindern kann, dass sich die, auf Federn stehende, Metallplatte in der Horizontalen bewegt (kleine Schwingungen < +-0,5 mm im Betrieb und +-1-2 mm bei Überlast).

Alles mit Kugellagern in den Führungen fällt raus, da ich nicht die Möglichkeit habe Bewegungsfahrten zu machen und sich die Kugeln dann wohl schnell einlaufen. Andere Meinungen?


_Anworten zu #3

Wenn wir über die Verschiebungskraft in der Horizontalen reden --> kleiner 100 N.
In der Kraftrichtung (vertikal) in der ich die 1800 N übertragen möchte, brauche ich eine möglichst hohe Steifigkeit, also dürfen sich die Flächen zueinander auch "nicht" bewegen, was sie zwar faktisch bei meinen oberen Vorschlägen auch tun sobald eine Komponente in der Horizontalen leicht verschoben wird. Der Betrag ist jedoch zu vernachlässigen.
Wichtiger ist die Sicht der hohen Steifigkeit aus dem Blickwinkel der Regelungstechnik, da die mit eingebrachte Übertragungsfunktion des Koppelelements bei zu niedriger Steifigkeit als nicht zu vernachlässigende parasitäre Dynamik mit im Regler berücksichtigt werden muss.
 
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