Studium vorbereitung...

Hallo
man kann ja nun nach der Technikerschule(Maschinenbau) an die FH gehen und Bachelor(Maschinenbau) studieren, meine frage ist nun, da es nun relativ viele studien abbrecher gibt !wird man in der Technikerschule auf das studium gut vorbereitet in Sachen Mathe.... es gibt natürlich noch Aufbau Kurse fürs Studium aber wie viel muss man sich denn noch selber beibringen ? oder ist man nach den 2 jahren schon sehr gut vorbereiten fürs studium Zb. Integralrechnung ..... was glaube ich sher wichtig ist fürs studium?

Danke für eure Antworten..
 
D

dönis

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AW: Studium vorbereitung...

Integralrechnung ist wichtig, aber auch die lineare Algebra (Vektorrechnung, Matrizen usw.) spielt eine wichtige Rolle...

Guck dir mal die Bücher von Lothar Papula an, die enthalten so ziemlich Alles was an einer FH in Mathematik gemacht wird. Auch wenn die Mathematik tatsächlich tiefer gehen sollte, bietet der Papula meiner Meinung nach einen sehr guten Einstieg.
Wenn du eine Aufgabensammlung suchst, in der alle Aufgaben vollständig gelöst sind, dann greifst du am Besten ebenfalls zu der Klausuraufgabensammlung von Lothar oder du nimmst den "Prüfungstrainer Mathematik" von Claus Turtur. Letzterer ist anspruchsvoller, deckt einen größeren Themenbereich ab, bietet dafür aber leider weniger Aufgaben. Die Aufgaben die es gibt, haben es aber in sich...

Auf meine Mathe III-Klausur habe ich mich ausschließlich mit diesen Büchern ohne Besuch der Vorlesung vorbereitet und es hat bestens funktioniert...

Mit den Grundlagen aus dem Papula kann man sich dann auch an die "richtige höhere Mathematik" wagen. Aber wirklich erst dann, diese Erfahrung mache ich gerade :LOL:
 
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Oder sollte man vll auch die möglichkeit des Wirtschaftsingeneur in betracht ziehen, da hier der maschinenbau nicht so vertieft wird und die mathe vll nicht soo zum knack punkt wird?
 
D

dönis

Gast
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Möglicherweise gibts Fachhochschulen, an denen beim Wirtschaftsingenieur an den Grundlagenfächern gespart wird, was ich mir allerdings nur schwer vorstellen kann...

Bei uns sitzen die Wirtschaftsingenieure in denselben Grundlagenvorlesungen (Mathe, Physik, technische Mechanik, Thermodynamik) zusammen mit den reinen Maschinenbauern, bei den Elektrotechnikern ist es ähnlich. Das Grundstudium ist also mehr oder weniger sehr ingenieurlastig, während das Hauptstudium dann entweder etwa 50 zu 50 Wirtschaft und technische Fachvorlesungen enthält...

Die Mathematik, auch wenns unglaubwürdig klingen mag, ist aber an einer Fachhochschule nicht der Knackpunkt. Fächer wie technische Mechanik, Thermodynamik oder Physik kegeln viel mehr Leute aus dem Studium als Mathematik. Wohlgemerkt gilt das nur für FHs, an Unis siehts schon wieder anders aus...
 
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Weilly

Gast
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Oder sollte man vll auch die möglichkeit des Wirtschaftsingeneur in betracht ziehen, da hier der maschinenbau nicht so vertieft wird und die mathe vll nicht soo zum knack punkt wird?
Mathe gehört zum Grundstudium und ist an den gängigen Hochschulen im Technik Bereich Maschinenbau, Wirtschaftsingenieur, Mechatronik etc. völlig gleich vom Inhalt.
Dies umfasst Mathematik I: Lineare Algebra (Vektoren, Matrizen, ...), Mathematik II: Analysis (Differential-, Integralrechnung, ...) und Mathematik III: Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechning
 
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dönis

Gast
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Aber man kann es nicht oft genug sagen:

Mathematik ist an einer Fachhochschule so ziemlich das kleinste Problem, da kommen ganz andere Kaliber auf einen zu...
 
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Weilly

Gast
AW: Studium vorbereitung...

Aber man kann es nicht oft genug sagen:

Mathematik ist an einer Fachhochschule so ziemlich das kleinste Problem, da kommen ganz andere Kaliber auf einen zu...
Dies kann ich nicht so bestätigen, aus eigenen Erfahrungen und der meiner Freunde. Es ist wohl ehr dozentenabhängig wie schwer Mathe (oder Statik, Physik, etc) ist oder auch nicht. Je nach Verständlichkeit der Lehreinheit und Gestalltung der Prüfungsaufgaben bzw. der Vorbereitung darauf ist das eine oder andere schwerer. Aber je nach Studiengang gibt es halt bestimmte Ex-Fächer. Aber je nach Vorbildung fallen dem einen oder anderen diese auch leichter oder schwerer.
 
AW: Studium vorbereitung...

Nun ich habe festgestellt, dass die Mathekenntnisse aus der Technikerschule sicherlich ein guter Anfang sind, jedoch nicht ausreichen. Je nach Studienrichtung sind gute Mathekenntnisse auch über die Mathevorlesung hinaus notwendig, ich habe seinerzeit beim DAA den Informatiker belegt und schreibe gerade meine Diplomarbeit an der FH. Dort wurden z. B. für Signal- und Systemtheorie weitergehende Analysiskenntnisse verlangt. Dies ist zu schaffen, die Chance durchzufallen, ist jedoch auch realistisch. Deshalb solltest Du vor Antritt des Hochschulstudiums auf jeden Fall das "Mathetraining" intensivieren. (Anmerkung für ein gutes Buch: ISBN 3-446-22702-4)
 
D

dönis

Gast
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Ich habe auch nicht behauptet, dass Mathematik einfach ist, sondern dass es das kleinere Problem darstellt. In der Mathematik bekommt man in der Regel bestimmte Rechenmethoden und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die man mehr oder weniger nach Schema F abarbeiten kann...

Diese Mathematik ist dann das Rüstzeug für einen großen Teil der naturwissenschaftlichen und technischen Vorlesungen. Hier muss man dann die erlernte Mathematik anwenden, was aber das Verständnis für die Materie vorraussetzt.

Eine Differentialgleichung zweiter Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen die Meisten nach intensiver Vorbereitung im Schlaf oder beim Fernsehen, dafür gibts halt nen Schema und gut...

Etwas völlig anderes ist es jedoch, wenn man die Differentialgleichung erstmal aufstellen muss, beispielsweise um einen Ausgleichsvorgang zu beschreiben. Dazu muss man die Grundlagen der theoretischen Elektrotechnik ganz einfach verstanden haben...

Wenn man die Mathematik nicht begreift bzw. anwenden kann, hat man ohnehin von vornherein verloren.
Wenn man die Mathematik anwenden kann, muss man immer noch die naturwissenschaftlichen/technischen Zusammenhänge verstehen.

Deswegen sage ich, dass Mathematik das kleinste Problem ist.
Fächer wie elektrotechnische Grundlagen II (elektromagnetische Felder), Hochspannungstechnik, Industrieelektronik, Physik oder Regelungstechnik sind bei uns gefürchteter und für mehr Durchfaller verantwortlich als Mathematik...
 
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Weilly

Gast
AW: Studium vorbereitung...

Wie du selbst sagst, ist das bei euch so.
Das ist aber kein Grund es zu Verallgemeinern für andere Hochschulen, wo dies durchaus nicht überall so ist!
Ich finde es auch falsch das hier so darzustellen.
Ich möchte garnicht in Frage stellen das die Mathematik dann später konkrett angewendet werden muss an Beispielen, nur manchen Leute fällt das Einfacher oder es ist Verständlicher oder der Dozent bringt es besser rüber und und und ... dafür kann es x Gründe geben warum das nicht so ist und x dafür warum es so ist wie bei euch.
 
D

dönis

Gast
AW: Studium vorbereitung...

Hmm, nein...

Der Stoff ist überall mehr oder weniger derselbe, damit sind auch die Schwierigkeiten mehr oder weniger dieselben...
 
AW: Studium vorbereitung...

@dönis

Absolut richtig, was Du schreibst. Wenn ich jedoch den Originalposter richtig verstanden habe, geht es ihm nicht um Mathematik im engeren Sinne, also um das Fach, welches nun zufälligerweise Mathematik heißt, sondern darum, inwieweit Mathekenntnisse aus der Technikerschule für ein Hochschulstudium ausreichend oder eben nicht ausreichend sind. Dies schließt aus meiner Sicht auch die Fächer ein, die Mathematik "nur" als Werkzeug verwenden. Bei uns war es beispielsweise so, dass bestimmte Dinge, wie etwa Fourier- oder Laplacetransformation um wieder an die Signal- und Systemtheorie anzuknüpfen, ebenda abgehandelt wurden. Gute Analysiskenntnisse sind da halt nur die Basis, worauf man die anderen Sachen aufbaut.
 
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