Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

O.K., die Aufstiegsmöglichkeiten sind in der Regel begrenzt, aber abgesehen davon, finde ich diesen Unterschied, dass der Techniker kein akademischer Abschluss ist, nicht so schlimm.
Wenn du gut bist als Techniker(und dich dazu gut verkaufen kannst), dann hast du auch recht gute Möglichkeiten.
Wie gesagt, die Karriereleiter ist da aber im Normalfall kürzer (Ausnahmen gibts natürlich immer)
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

O.K., die Aufstiegsmöglichkeiten sind in der Regel begrenzt, aber abgesehen davon, finde ich diesen Unterschied, dass der Techniker kein akademischer Abschluss ist, nicht so schlimm.
Wenn du gut bist als Techniker(und dich dazu gut verkaufen kannst), dann hast du auch recht gute Möglichkeiten.
Wie gesagt, die Karriereleiter ist da aber im Normalfall kürzer (Ausnahmen gibts natürlich immer)

Man kann als Techniker natürlich sehr weit kommen .. ich kann mich da auch nicht beklagen, nur wäre es als Dipl leichter gewesen .. den Bachelor mache ich jetzt weil es dann noch mal weiter geht.
 
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Hallo,

da ich gerade über ein Studium nachdenke, kam mir dein Erfahrungsbericht sehr gelegen. Als Computersystem- und Netzwerktechniker bin ich am überlegen den Bachelor of Science zu machen. Da ich jedoch auch kein MatheAss bin, habe ich noch meine bedenken. Denn gerade Differential und Intregralrechnung habe ich noch nie so richtig beherrscht. Und der Bachelor kostet mich mind. 10.000EUR, dass ist auch nicht gerade wenig Geld.

Danke für den Erfahrungsbericht ...
 
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Der Techniker ist doch zunächst eine grundsolide (Ausgangs-)Basis mit der sogar was im Berufsalltag anzufangen ist.
Ob sich dann noch ein weiteres Studium oder der TBW lohnt - im Sinne von Return Of Investment - muß jeder selbst wissen.
Dazu muss man nochmal die Ausdauer bzw. Motivation aufbringen können. Die Motivation ist wiederum abhängig von den Lernerfolgen und der Frage nach dem Sinn.
Daher herzlichen Glückwunsch allen bestandenen Technikern und "Hut ab" vor denen, die einen weiteren Lernmarathon angetreten sind.

Was ist für euch sinnvoller: Das vertiefende anschließende Bachelor-Studium oder die Erweiterung des Wissenspektrums durch die Fortbildung zum TWB?
 
D

dönis

Gast
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Das ist doch ungefähr so wie die Frage, ob Schokolade oder Chips besser sind ;)

Wenn ein Techniker nach seinem Abschluss gerne innerhalb einer Entwicklungs- oder Forschungsabteilung weiterkommen möchte, wird ihn sicherlich der Bachelor bzw. der anschließende Master eher weiterbringen, als der TBW...

Wenn er eher eine normale Führungsposition in einem Unternehmen anstrebt oder in den Vertrieb, den Einkauf oder solche Bereiche möchte, dann wird ihn der technische Betriebswirt eher voranbringen als ein technisches Studium...
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Das ist doch ungefähr so wie die Frage, ob Schokolade oder Chips besser sind ;)

Wenn ein Techniker nach seinem Abschluss gerne innerhalb einer Entwicklungs- oder Forschungsabteilung weiterkommen möchte, wird ihn sicherlich der Bachelor bzw. der anschließende Master eher weiterbringen, als der TBW...

Wenn er eher eine normale Führungsposition in einem Unternehmen anstrebt oder in den Vertrieb, den Einkauf oder solche Bereiche möchte, dann wird ihn der technische Betriebswirt eher voranbringen als ein technisches Studium...

Da ich ja Techniker und TBW bin meine Meinug dazu.. weiter bringt einen ein akademischer Abschluss, der TBW ist halt "auch" nur Schule.
Obwohl laut IHK auf Master-Niveau (ich lach mich schief)

Der TBW ist nicht schlecht, aber ich persönlich hätte die Zeit lieber gleich in ein Studium stecken sollen .. der einizge Vorteil als TBW kann man in 2 Jahren zum Dipl (FH) kommen.


Info´s zum TWB gibt es hier www.bwl-bote.de

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staatlich geprüfter Techniker (1989)
technischer Betriebswirt (2005)
Bachelor technische Informatik 2 Semster
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Sorry, ich wollte mit meiner Frage nicht die Schokolade gegen die Kartoffelchips ausspielen. Da hat bei mir die Schokolade eh schlechtere Karten :p.
Beides hat natürlich seine Daseinsberechtigung im Allgemeinen.

Mir ging es mehr um eure persönliche Erfahrung bzw. Tendenz.
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Hallo Zusammen!

Nun, ich verfolge dieses Forum nun schon seit längere Zeit als „stiller Leser".

Immer wieder fallen mir hierbei Threads auf, in denen die Frage gestellt wird ob man nun nach dem Techniker studieren soll oder nicht. Daraufhin habe ich mich einmal durchgerungen, meine bisherigen Erfahrungen zusammenzuschreiben.

Eventuell kann ich hier mit meinen Erfahrungen bei der Entscheidungsfindung ein wenig helfen. :-)

Selber bin ich gelernter Industriemechaniker, und habe vier Jahre lang eine Staatliche Technikerschule besucht und so „meinen Techniker“ gemacht. Für mich stand vornweg fest das es sich hierbei nicht um das Ende handeln sollte.

Dabei kam es für mich nicht in Frage ein Vollzeitstudium zu absolvieren. Dafür habe ich zu viele finanziellen Verpflichtungen wie Wohnung etc. So musste ich, wie auch beim Techniker, die Teilzeitform neben dem Beruf wählen.
Ein halbes Jahr nach Ende der Technikerschule habe ich dann angefangen mit einem Fernstudium bei der HFH im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen. Inzwischen bin ich nun im vierten Semester und mit dem Grundstudium so gut wie durch. :-p

Für Leute wie ich, die den Techniker/Meister neben dem Beruf gemacht haben, ist die sehr stark eingeschränkte Freizeit sicherlich nicht neues. Jeder andere sollte sich erst einmal gut überlegen was da auf einen zukommt. Abende und Wochenenden gehen zwangläufig drauf fürs Lernen. Die Zeit für den Partner, die Freunde oder den Verein lässt sich mit fortlaufender Zeit immer schwerer finden.

Auch außer acht lassen möchte ich nicht dass je nach Anbieter (AKAD , HFH usw.) erstmal augenscheinlich hohe Kosten auf einen warten. Hier bei der HFH sind es 230€ im Monat, die man für das Studieren hinlegen muss. Und nur nebenbei, das ist keine Erfolgsgarantie :eek: Nachdem ich nun ein paar Prüfungen hinter mir habe, kann ich Euch versichern dass es kein „Ingenieur auf Ratenzahlung“ ist. Ein bisschen Fleiß muss schon sein :-D

Sollte man nach einem Jahr keine Lust mehr aufs Studieren haben, dann sind mal locker gut über 2000€ in den Sand gesetzt. Von daher sollte man sich die Ernsthaftigkeit seines Vorhabens gut überlegen.

Die Gebühren sind meiner Meinung nach noch gerade so im Rahmen. Man bekommt alle benötigten Materialien semesterweise in Form von Studienbriefen. Daneben hinaus benötigt man eigentlich keine weitere Literatur. Mit den Studienbriefen lässt es sich relativ gut arbeiten.
Allerdings sind diese Teilweise in Ihrer Aktualität etwas Fragwürdig. Zum Beispiel hat man bei manchen Aufgaben noch die gute alte D-Mark als Währung :rolleyes: Ist bei einer Rechenaufgabe zwar nicht sonderlich Tragisch, aber für die hohen Studiengebühren erwarte ich da doch ein wenig mehr.

Auch weichen diese Studienbriefe in Ihrer didaktischen Qualität untereinander ab. Diese Studienbriefe stammen von unterschiedlichen Autoren, und jeder hat eben seine „Art“ Inhalte zu vermitteln. Ich selber kann mich da nicht unbedingt mit allen Variationen anfreunden. Aber ich glaube das Problem hat man auf jeder Schule/Uni

Auch Formelsammlungen und ein Taschenrechner sind hier in den Gebühren enthalten. Ebenfalls kann man sogenannte Präsenzveranstaltungen aufsuchen, dazu aber noch später mehr.

Es ist anzumerken das man die Gebühren natürlich steuerlich absetzen kann. Bei mir war es bis jetzt kein Problem, Lerngemeinschaften, Studiengebühren, Computer usw. abzusetzen obwohl ich das beim Techniker auch schon gemacht habe :D

Ebenso lese ich immer wieder Bedenken ob so ein Studium überhaupt stofflich machbar ist. Vor allem solche Fächer wie Mathe flößen einem natürlich fürs erste eine Menge Respekt ein.

Da ich durch diverse Foren und deren Posts auch erst einmal gehörig eingeschüchtert war, habe ich den von der HFH Angebotenen Mathe-Vorkurs besucht. Ich hatte schon befürchtet, hier schon an meine Grenzen zu stoßen.

Nach den ersten Stunden hatte sich jedoch meine Sicht der Dinge um einiges relativiert. Der Vorkurs fängt wirklich beim „Urschleim“ an. Das heißt es geht los mit Vorzeichenregeln, Bruchrechnen usw. Ich möchte das nicht herab tun. Es ist mir klar das wenn jemand lange aus der Materie raus ist, solche Themen schnell in Vergessenheit geraten. Jedoch für jemanden der sozusagen „frisch“ von der Schule kommt ist das noch gut bekanntes Terrain.

Auch war es möglich in meinem Studiengang diverse Klausuren anzuerkennen lassen. :D Man stellt einen entsprechenden Antrag und legt Zeugnisse, Bescheinigungen etc. bei. Daraufhin bekommt man eine Mitteilung welche Fächer einem erlassen wurden. In meinem Fall als staatlich geprüfter Techniker / Maschinenbau waren dies:

Konstruktion (komplett), Werkstofftechnik (komplett), Wirtschaftsenglisch (komplett), Mathematik (nur eine Studienleistung, den zweite Teil mit der Prüfungsleistung musste ich schreiben).

Insofern ist man zu Beginn erst einmal erleichtert da zumindest mal ein Teil Mathe wegefallen ist. Aber nachdem ich die Materialien für die „restliche“ Mathe in den Händen gehalten habe, war meine Euphorie erst einmal Verflogen.

Hier kommen Themen wie Vektor-, Differential- und Integralrechnung auf einen zu. Dabei muss gestehen das wir diese Themen auf der Technikerschule nie behandelt haben.

Deswegen hatte ich auch sehr stark damit zu kämpfen. Aber ich kann sagen ES IST MACHBAR! Ich komme zu dieser Einschätzung da ich, als auch zwei Kommilitonen die „nur“ Meister sind, die Prüfung im ersten Anlauf gepackt haben. Es ist wirklich nur eine Frage des Willens und der Selbstdisziplin sich mit diesen Themen zu beschäftigen.
Einfach ist das nicht, bei mir gingen fürs Mathe lernen allein vier Wochen Jahresurlaub drauf, aber so hochgestochen wie manch einer meint ist es wirklich nicht.

Ich will hiermit ganz klar den Leuten Mut machen, die bezüglich Ihrer Vorbildung (Meister) öfters bedenken haben ob sie den Stoff packen können. Man muss sich halt die Zeit nehmen, um sich mit dem Stoff zu beschäftigen, und vor allem um zu üben, üben, üben….

Das „restliche“ Studium selber läuft nun immer eigentlich nach dem gleichem Schema ab. Am Semsteranfang bekommt man seine Studienbriefe zugeschickt. Die sollte man dann in Eigenregie bearbeiten, um dann die entsprechenden Präsenzveranstaltungen an Wochenenden zu besuchen. Auf diesen Präsenzveranstaltungen werden dann bestimmte Studienbriefe durchgesprochen und man hat die Möglichkeit Fragen zu stellen. Die Teilnahme an den Veranstaltungen selber ist vollkommen Freiwillig.

Genau hier liegt der Haken für mich, im Vergleich zur Technikerschule. Dort hatte man weitaus mehr Pflicht-Unterrichtsabende wo der Stoff durchgenommen wurde. Hier im Fernstudium hat man teilweise nur ein oder zwei Samstagvormittage wo einem der Stoff „vorgekaut“ wird. Man muss sich den ganzen Lernstoff eigenverantwortlich aneignen um die entsprechenden Prüfungen zu bestehen.

In der Praxis sieht es aber meistens so aus das 90% der Teilnehmer an den Präsenzveranstaltungen die Themen nicht bearbeitet haben. Mehr oder weniger wird dann der Inhalt der Studienbriefe einfach „runtergerattert“. Zeitweilen hatte ich in bestimmten Fächern den Eindruck das ich nur auf einer „Vorlesestunde“ bin. Genauso gut hätte ich mir alles auch selber auf dem heimischen Sofa durchlesen können, und mir so eine Anreise zum Studienzentrum gespart.

Im Endeffekt hat man dann ca. 3-4 Prüfungen pro Semester. Diese liegen meistens drei oder vier Wochen auseinander. Teilweise hat man pro fach zwei Klausuren. Hier spricht man dann von einer Studien- oder von einer Prüfungsleistung. Die Studienleistung ist in diesem Fall die „erste Stufe“, hier kommt es nur darauf an zu bestehen. Man muss also mehr als 50 Punkte erreichen. Dann wird im Notenblatt „Bestanden“ eingetragen und gut. Die „zweite Stufe“ ist dann die Prüfungsleistung. Hier gilt es ebenso mehr als 50 Punkte zu erreichen. Allerdings bekommt man hierbei je nach Punktzahl eine Note, die im Notenblatt eingetragen wird.

Sollte man eine Studien/Prüfungsleistung nicht bestehen, so hat man noch die Möglichkeit diese zwei Mal zu wiederholen. Erst wenn der zweite Anlauf daneben geht, gilt das Fach als endgültig nicht bestanden. Bis jetzt hatte bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, eine Prüfung wiederholen zu müssen.

Außerdem werden die Prüfungen von einer Art Zentralstelle aus erstellt und am Prüfungstag verschickt. Das heißt, auch der Dozent der einen Unterrichtet, hat vor dem Prüfungstag keinen blassen Schimmer, was genau dran kommen kann.

Klar, man kann sich alte Prüfungen anschauen, um sich so einen Überblick zu verschaffen welche Themen „gerne“ gefragt werden. Aber Garantie drauf hat man keine.

Wenn man auf Nummer sicher gehen will bezüglich der Prüfung muss man sich mit allen Themen aus den Studienbriefen befassen.
Letztendlich lernt man dann eigentlich nur noch auf die nächste anstehende Prüfung.

Im Schnitt arbeite ich jeden Abend zwei Stunden, um rechtzeitig vor der Prüfung alle Studienbriefe durch zu haben. Dazu kommen noch in der Woche vor der Prüfung ein paar Stunden dazu, um alles noch einmal zu üben. Je nachdem wie einen bestimme Fächer liegen oder nicht, verändert sich die Zeit die man investieren muss.

]




Hej splinnter,

das freut mich sehr das du dir die zeit genommen hast so ausführlich deine erfahrungen uns allen mitzuteilen :)

du hast mir mit deinem Bericht hier weitergeholfen und auch mut gemacht den Techniker-teilzeit- bald anzufangen und mit erfolg ( was ich hoffe ) durch zu ziehen.

Ich wünsche dir und dem rest noch alles gut für die Zukunft und viel Erfolg
:D

mfg Bosna
 
V

Viktor25

Gast
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Hallo Splinter,
kannst du vielleicht neue Infos über den Aktuellenverlauf machen?
Du bist bestimmt fast fertig;)

Danke
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Hallo Splinter,
kannst du vielleicht neue Infos über den Aktuellenverlauf machen?
Du bist bestimmt fast fertig;)

Danke

Gerne, denn in der Tat bin ich nun so gut wie fertig mit dem Studium. Ich habe dieses Wochenende die letzte Prüfungsleistung geschrieben, die relativ gut lief. :)
Da somit nun die ganze Lernerei fürs erste fertig ist, denke ich es ist mal wieder Zeit ein kurzes Statement abzugeben.

Momentan arbeite ich nur noch an meiner Abschlußarbeit. Ich möchte dieses Jahr noch mit dem Studium abschließen. Vom Zeitaufwand her habe ich jetzt für das Studium neun Semester gebraucht.
Damit habe ich die Regelstudienzeit um ein Semester überschritten, was allerdings kein Problem darstellt da man an der HFH die Regelstudienzeit kostenfrei um zwei Semester überziehen.

Alles im allen war dieses ganze Studium mit einigen Anstrengungen verbunden. Gerade das die Tatsache das man das Studium berufsbegleitend absolviert geht über die Zeit ziemlich an die Substanz.
Das sollte man keinesfalls unterschätzen, ebenso wie die Tatsache das in der verbleibenden Zeit relativ wenig Zeit für Freundin/Frau bzw. den Freundeskreis bleibt.

Ich denke für mich war für den Erfolg des Studiums ausschlaggebend das mich ein Großteil des Lernstoffs auch persönlich interessiert, so dass die Beschäftigung mit den Studienbriefen kein “muss“ darstellt. Aus meiner persönlichen Erfahrung der letzten Jahre, würde ich sagen das jemand der “mal eben” nur auf den Titel, oder besser gesagt akademischen Grad, heiß ist mit ziemlicher Sicherheit scheitern wird.

Bei mir verlief das Studium großteils Reibungslos, wobei ich auch zwei mal eine Prüfung verhauen habe. Ich musste jeweils im Grundstudium und im Hauptstudium wiederholen. Beide Prüfungen habe ich dann jeweils im zweiten Anlauf geschafft. Allerdings wirft einen eine verhauene Prüfung unter Umständen in der Zeitplanung etwas hinterher. So kam es z.B. bei mir das ich dadurch ein Semster mehr für das benötigt habe. Hier habe ich zwischenzeitlich mitbekommen das es bei anderen Anbietern wie z.B. Akad flexibler zugeht. Bei der HFH gibt es pro Semester nur einen Termin pro Fach um die entsprechende Prüfung zu schreiben. Wenn man also durchfällt, hat man unter Umständen das Pech das in den nächsten Semestern Prüfungstermine kollidieren (zu der nicht bestanden Prüfung aus dem letzten Semester kommen ja dann die Prüfungen aus dem neuen Semester hinzu), so dass man wieder einzelne Fächer zurückstellen muss. Wie gesagt hier habe ich gehört das andere Anbieter flexibler sein sollen, bestätigen kann ich das allerdings nicht.

Von daher weis ich nicht ob ich noch einmal an der HFH studieren würde. Zumal es so empfunden habe das die Betreuung der Studenten im Hauptstudium stark nachlässt. Ich habe mich damals für die HFH entschieden, da es die einzige Fern-FH mit Studienzentrum in meinem Umkreis war, an der ich Wirtschaftsingenieurwesen studieren konnte.

Momentan spiele ich noch mit dem Gedanken ein Masterstudium anzuhängen (allerdings erst nach einer ausgedehnten Pause :D), für dass ich auch sicherlich andere Anbieter in Betracht ziehen werde. ;)

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderem bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen :)
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Glückwunsch Splinter, zum fertigen Studium, und auch von mir ein dickes "Danke" für die ausführlichen Berichte.

Ich habe eine Frage bzgl. der Vergleichbarkeit HFH - staatliche Präsenzstudie: wie schätzt Du diese ein von den Inhalten und der Komplexität der Inhalte?
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Glückwunsch Splinter, zum fertigen Studium, und auch von mir ein dickes "Danke" für die ausführlichen Berichte.

Ich habe eine Frage bzgl. der Vergleichbarkeit HFH - staatliche Präsenzstudie: wie schätzt Du diese ein von den Inhalten und der Komplexität der Inhalte?

Nun bei der Frage tu ich mich etwas schwer, da mir ja der direkte Vergleich mit einem konventionellen Studium fehlt. Ich kann von daher nur meinen Eindruck aus Gesprächen mit Freunden schildern, die "normal" an einer Fachhochschule studiert haben. Basierend auf diesen Gesprächen bin ich der Meinung das der Umfang des Stoffs an der HFH ca. auf einer Ebenen liegt.
Wobei es dann auch da je auch schon bei den Präsenz-FHs unterschiede gibt, was die Verteilung der Schwerpunkte angeht.

Was mir im Vergleich zu einem klassischen Studium am anfang die meisten Schwierigkeiten bereitet hat, war die komplett andere Lernmethode. Im Gegensatz zu den bisherigen Schulen die ich besucht habe, war ich nun darauf angewiesen den Großteils des Stoffs, in Eingenregie daheim selber zu lernen. Man hat ja zwar einige Stunden Präsenzunterricht, allerdings hat dieser mir keinesfalls ausgereicht um die gesamten Themen in ihrer Gesamtheit zu bearbeiten und (was eigentlich wichtiger ist) zu verstehen.

Aufgrund dieser Tatsache, das doch sehr viel in "Eigenregie" ablaufen muss bin ich eher geneigt deswegen die Komplexität höher anzusetzen.
Jemand der evt. vorher in der Fernvariante seinen Techniker gemacht hat, sollte da auf jeden Fall im Vorteil sein.
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Hallo Splinter, hallo Zusammen,

vielen Dank für die vielen Daten über Jahre!
Für einen Neuling wie ich sind es alle wertvolle Infos! :)

Was mich betrifft, ich habe "andersrum" angefangen... ich habe bereits über 10 Jahre Berufserfahrung im Bereich Kfz- und Lkw-Kabelsatztechnik und arbeite als "Engineering Specialist"... und jetzt, mit 31 J. und Family habe ich mir vorgenommen einen Techniker in Elektrotechnik zu machen... keine einfache Sache, vorallem aufgrund meiner vielen Verpflichtungen, sollte aber machbar sein... o_O
Mal schauen... auf jeden Fall die vielen Infos und Tipps im Forum sind eine große Hilfe! :D

Viele Grüße aus dem Ländle! ;)

PS. Ach ja! Das ist mein erster Beitrag! 8)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Auch von mir ein herzliches Danke für die tollen Berichte.
Im nächsten Jahr möchte ich meinen Technischen Betriebswirt (IHK) beginnen.

Allerdings liebäugle ich auch mit dem Wirtschaftsingenieur der HFH.
Durch diese Berichte werde ich auf jeden Fall meine Informationslust und Neugier in Richtung des Wirtschaftsingenieurs weiter fließen lassen, da dieser noch interessanter für mich klingt als der TBW.
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Auch von mir ein herzliches Danke für die tollen Berichte.
Im nächsten Jahr möchte ich meinen Technischen Betriebswirt (IHK) beginnen.

Allerdings liebäugle ich auch mit dem Wirtschaftsingenieur der HFH.
Durch diese Berichte werde ich auf jeden Fall meine Informationslust und Neugier in Richtung des Wirtschaftsingenieurs weiter fließen lassen, da dieser noch interessanter für mich klingt als der TBW.

Aus persönlicher Erfahrung würde ich dir zum Wirtschaftsingenieur raten, der TBW ist halt nur einer berufliche Weiterbildung und daher oft eine Sackgasse.
 
I

imothep2002

Gast
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Sehr interessanter Bericht. Vor allem die Anrechenbarkeit des Technikers finde ich gut. Ich bin derzeit Industriemeister Elektrotechnik und noch bis Sommer 2012 bei der Bundeswehr. Im Anschluss will ich den Techniker für Elektrotechnik machen. Fachrichtung Informationstechnik oder Automatisierungstechnik. Vorteil da ist das Vektor, Integral und Differential in der Elektrotechnik eine größere Rolle spielen und meines Wissens nach auch Stoff des Technikers.
Daher hoffe ich auch einen besseren Einstieg in Mathe (was nicht gerade mein Lieblingsfach war, isr und sein wird).
Dein Bericht hat mir jedoch viel Mut gemacht, das mein Vorhaben machbar ist. Vor allem mit der Tatsache, das sämtliche Kosten und die Unterhaltsicherung von der Bundeswehr getragen werden. Nur Lernen machen die leider :D nicht für mich.

Wünsche dir trotzdem noch viel Erfolg. Zudem muss ich dir für soviel Willen einen Heidenrespekt zollen, ich hätte keine Lust auf Abendschule, bzw. Fernstudium. Ich bin dafür nicht dizipliniert genug.
 
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Hallo Splinter,

auch von mir herzlichen Glückwunsch (unbekannter weise)

Ich ziehe meinen Hut.
Ich habe mit einem Verbundstudium E-Technik begonnen. Merke aber jetzt schon, dass ich es mit dem Stoff den ich mir aneignen muss, nicht in der gegebenen Zeit schaffe. Ich wollte eigentlich immer den Techniker machen, aber habe mir gedacht mich an ein Studium zu wagen.

Ich merke das mich das Interessiert und ich nicht faul bin und Abends lerne. Nur habe ich das Gefühl es ist sehr viel.

Wie würdest du es bewerten. Du hast wie ich es verfolgt habe auch schon den Techniker gemacht.

Viele sagen mir, das der techniker weniger Zeitintensiver als ein Studium ist.
Wie würdest Du es bewerten.

Ich hoffe jetzt aber, dass hier nicht wieder Streitdiskussionen stattfinden.
Ich denke Du aus Deiner Sicht kannst es eindeutig bewerten.
Aus Deinen Texten kann ich entnehmen das der Techniker aber schon weniger Zeitintensiv scheint.

Mir geht es dadrum.
Ich bin 31. Möchte lieber jetzt 4 Jahre was richtig durchziehen ohne das ich Zeit verliere.
Bei dem Studium habe ich Sorge, dass ich im 3. Semster total an meiner Zeit scheiter. Und dann mit 33-34was Neues beginne.
 
B

Benutzer74741

Gast
AW: Studium nach dem Techniker, ein Erfahrungsbericht

Die Frage die sich hier stellt wäre, ob es in erster Linie ein Zeitproblem oder ein Verständnisproblem ist?

Muss es denn unbedingt in Regelstudienzeit sein? Kannst du nicht 1-2 Semester überziehen, damit du mehr Zeit hast den Stoff zu bearbeiten und zu verstehen?
 

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