Studienpreis DistancE-Learning 2010

Thomas

Mitarbeiter
[TEASER][NIMGR]http://img.techniker-forum.de/attachments-news/1/129.thumb.jpg[/NIMGR]Forum DistancE-Learning und BMBF zeichnen am 26./27. April 2010 besondere Leistungen im Bereich Fernstudium und tutoriell betreutes E-Learning aus.

Der älteste Weiterbildungspreis Deutschlands wird 25 Jahre alt: Bereits seit 1985 zeichnet der Fachverband Forum DistancE-Learning Absolventinnen und Absolventen für ihre herausragenden Leistungen im Fernunterricht bzw. Fernstudium aus. Seit 1989 werden die Preisträgerinnen und Preisträger zudem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geehrt und erfahren damit eine besondere Wertschätzung von staatlicher Seite. Vor einem Vierteljahrhundert unter dem Titel „Fernschüler des Jahres“ gestartet, wurde der Studienpreis DistancE-Learning 122-mal vergeben – die aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger bereits eingerechnet. Die diesjährigen Ehrungen finden am 26./27. April 2010 in Berlin statt, und zwar im Rahmen einer Galaveranstaltung des Forum DistancE-Learning sowie einer feierlichen Zeremonie im BMBF durch den Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel. „Alle Ausgezeichneten sind Botschafter für die flexible Lernmethode“, betont Dr. Martin H. Kurz, Präsident des Fachverbandes Forum DistancE-Learning.[/TEASER]

Eine unabhängige Jury hat aus den Nominierungen der Fernlehrinstitute neun Preisträgerinnen und Preisträger in sechs Kategorien ausgewählt. Fernlernerin des Jahres 2010 ist die 40-jährige Ines Haack aus Geesthacht. Die Karriere der dreifachen Mutter wurde durch einen Fernlehrgang bei der Fernakademie für Erwachsenenbildung beflügelt. Heute ist die gelernte Krankenschwester Abteilungsleiterin Marketing und Vertrieb bei einem Weltmarktführer im Health-Care- Bereich. Fernlerner des Jahres 2010 ist Thomas Rauthe aus Groß-Zimmern bei Frankfurt am Main. Der 37-Jährige hat sich mit zwei Fernlehrgängen bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) vom Altenpfleger zum Lagerleiter im Behinderten-Werk Main-Kinzig e. V. entwickelt.

Die Fernstudentin des Jahres 2010, Manuela Richter (37), aus Berlin hat im Fernstudium an der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) endlich die Studienbedingungen und die Praxisnähe vorgefunden, die sie zuvor im Präsenzstudium vermisst hatte. Nach erfolgreich absolviertem Bachelor-Studium hat sie nun nicht nur die Beförderung zum Marketing Officer von ihrem Arbeitgeber in der Tasche, sondern belegt jetzt auch noch ein MBA-Aufbaustudium per DistancE-Learning. Der Fernstudent des Jahres 2010, Dr. Michael Reiche aus Offenburg, beweist mit seinen 51 Jahren, dass es sich als niedergelassener Arzt lohnt, mit einem Fernstudium „Health Care Management“ an der SRH FernHochschule Riedlingen in die Weiterentwicklung seines Praxiskonzeptes zu investieren.

Gleich zweimal wird in diesem Jahr der Studienpreis Lernen mit Handicap 2010 vergeben: Sabrina Emmerling (40) aus Eschweiler verlor bereits im Alter von 22 Jahren nach und nach ihr Hörvermögen. Mittlerweile vollständig ertaubt, kann sie sich dank eines Fernlehrgangs an der Hamburger Akademie für Fernstudien ein interessantes Aufgabenfeld an ihrem Arbeitsplatz sichern. Die zweite Studienpreisträgerin Lernen mit Handicap 2010, Beate Steitz aus Winnweiler bei Kaiserslautern, ist seit ihrer Geburt blind. Die 38-Jährige beeindruckte die Jury durch ihre Fernlernerfolge bei der SGD, mit denen sie den Grundstein für ihre berufliche Weiterentwicklung als Managementassistentin legen will.

Den Studienpreis Lebenslanges Lernen 2010 erhält zum einen Christa Cholewinski aus Hilden bei Düsseldorf. Die Leukämie-Erkrankung ihres Sohnes vor über 15 Jahren hat die heute 52-Jährige dazu bewogen, nicht nur eine Selbsthilfegruppe zu gründen, sondern sich für ihr Ehrenamt auch noch fortzubilden, und zwar an der Akademie für ganzheitliche Lebens- und Heilweisen (ALH). Der zweite Studienpreis Lebenslanges Lernen 2010 geht an Bernd Pelzer aus Delbrück bei Paderborn. Der 50-jährige Vertriebsingenieur hat in seiner elfjährigen Weiterbildungskarriere zuletzt zwei Fernlehrgänge beim ILS Institut für Lernsysteme zu den Themen „Buchführung und Bilanz“ und „Internationale Rechnungslegung“ absolviert. Damit hat sich der Vertriebs-Ingenieur firmenintern ganz neue berufliche Perspektiven erschlossen.

Den Studienpreis in der Kategorie Service des Jahres 2010 erhält das ILSFernlehrwerk, und zwar für sein ausgereiftes Betreuungskonzept für deutsche Fernschülerinnen und -schüler im Ausland. Seit 30 Jahren bietet das ILS im Auftrag des Auswärtigen Amtes Schulunterricht für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt an – für die Klassenstufen 5 bis 10 in allen drei Schulformen. Die Leiterin des ILS-Fernlehrwerkes, Inge Döll-Krämer, hat dabei in den vergangenen Jahren die Möglichkeiten des Internets in das Betreuungskonzept des Fernunterrichts integriert und sorgt so zum Beispiel für weltweite Elternabende. Die Fernlehrwerks-Leiterin hat die Jury zudem mit ihrem herausragenden persönlichen Engagement im Kontakt mit ihren Fernschülern beeindruckt.

Weitere Informationen zu allen diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie zum 25-jährigen Jubiläum des Studienpreises DistancE-Learning 2010 stehen auf der Website des Fachverbandes: www.forum-distance-learning.de.

Fernlehrgang – Karrierekick für Quereinsteigerin

Ines Haack (40) aus Geesthacht erhält den Studienpreis DistancELearning 2010 in der Kategorie „Fernlernerin des Jahres“

Von der Krankenschwester zur Abteilungsleiterin „Marketing und Vertrieb“ eines internationalen Weltkonzerns – ein Fernlehrgang an der Fernakademie für Erwachsenenbildung wurde für Ines Haack aus Geesthacht zum Sprungbrett in die Führungsebene. Der Quereinsteigerin in die Marketingbranche fehlte trotz viel Know-how und langjähriger Berufserfahrung für den letzten Karrierekick der offizielle Nachweis ihrer Fähigkeiten. Die Anstrengung, als berufstätige dreifache Mutter neben Job, Familie, Sport, Haus und Garten in der knappen Freizeit zu lernen, hat sich gelohnt: Noch während des Fernlehrgangs bewarb sich die 40-Jährige auf eine international ausgerichtete Top-Stelle – und wurde genommen.

Für ihre besondere Leistungsbereitschaft und ihre große Eigenmotivation wird Ines Haack von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancELearning mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Fernlernerin des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Lernen gehört zum Leben von Ines Haack dazu: Kontinuierlich hat sich die 40-Jährige durch training-on-the-job von der Fachkrankenschwester bis ins Produktmanagement und Marketing im Health-Care-Bereich hochgearbeitet. Sie übernahm – mehr aus Berufung denn als Beruf – Ende der 90er sogar Marketingund Merchandisingaufgaben der deutschen House-Band „Brooklyn Bounce“ – und gewann prompt eine Goldene Schallplatte mit den Musikern. Doch trotz des vielfältigen praktischen Fachwissens kam die dreifache Mutter über eine bestimmte berufliche Position nicht hinaus: Für Leitungsaufgaben im Marketing fehlte ihr ein Zertifikat, das ihr das notwendige theoretische Fachwissen bescheinigte. Das war auch der Grund für die Zweifel eines Unternehmens für Medizinprodukte, mit dem sie für eine Arbeitsstelle im Gespräch war – und der letzte Anstoß für den Fernlehrgang „Marketing und Marktforschung“ an der Fernakademie für Erwachsenenbildung: „Ich wollte die Lücke in meinem Lebenslauf endlich schließen – durch das flexible Fernstudium konnte ich die Weiterbildung bequem in meinen Alltag integrieren“, erklärt Ines Haack.

Ihre Familie war von ihrem Engagement begeistert und unterstützte sie nach Kräften, ihr Mann fuhr sogar einmal im Monat mit den Kindern weg, damit sie in Ruhe lernen konnte. Der Erfolg kam prompt: Noch im Verlauf des Fernlehrgangs bewarb sie sich auf die Stelle als Abteilungsleiterin „Marketing und Vertrieb“ eines Weltmarktführers im Health-Care-Segment – und wurde sofort eingestellt. Ihr Ehrgeiz und ihre Disziplin beeindruckten und dank der fachspezifischen Fortbildung gab es auch keine Zweifel mehr an ihrer Kompetenz. Auch wenn sie ihr Ziel schon erreicht hatte, war es für Ines Haack selbstverständlich, den Lehrgang abzuschließen – übrigens mit Bestnoten. „Nicht nur, dass ich jetzt endlich meinen Traumjob habe, durch das gewonnene Wissen kann ich nun im Berufsalltag noch sicherer agieren. Für mich war der Fernlehrgang ein voller Erfolg!“, so die glückliche Studienpreisträgerin.
 

Thomas

Mitarbeiter
AW: Studienpreis DistancE-Learning 2010

Mit Fernlehrgängen zum Traumberuf

Thomas Rauthe (37) aus Groß-Zimmern erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Fernlerner des Jahres“

Thomas Rauthe aus Groß-Zimmern bei Frankfurt am Main stammt aus einer Familie, in der aus Tradition der ältere Sohn studiert und der jüngere ein Handwerk lernt. Auf Anraten seiner Mutter entschied er sich also nach dem Hauptschulabschluss für die Ausbildung zum Altenpfleger. Heute ist der 37-Jährige mit seiner beruflichen Laufbahn im Reinen, hat er doch letztlich seine Geschicke selbst in die Hand genommen und sich mit Fernlehrgängen bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) einen neuen beruflichen Horizont eröffnet. Der unregelmäßigen Arbeitszeiten als Altenpfleger überdrüssig, wechselte der Familienvater als Lagerleiter zu einem Pharmaunternehmen. Um sein Wissen für den neuen Beruf zu vertiefen, absolvierte er den Fernlehrgang „Logistikmanagement“ und gleich im Anschluss den Fernlehrgang zum „Geprüften Betriebswirt (SGD)“. Heute ist er nach einem erneuten Arbeitsplatzwechsel für die Entwicklung einer Lagerstruktur im Dienstleistungszentrum seines neuen Arbeitgebers zuständig.

Thomas Rauthe wird aufgrund seiner Entschlossenheit, sich durch Weiterbildungen ganz neue Verantwortungsbereiche zu erschließen, von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning zum Studienpreisträger in der Kategorie „Fernlerner des Jahres“ gewählt. Der Preis wird ihm am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Dass Thomas Rauthe seinem gelernten Beruf als Altenpfleger den Rücken kehrte, lag nicht an den Aufgaben. „Ich arbeite gern mit Menschen, die in irgendeiner Form ein Handicap haben“, betont der Studienpreisträger. Doch als junger Familienvater litt er sehr unter dem Zweischicht-Betrieb mit bis zu 16 Arbeitsstunden täglich. Als ein Pharmaunternehmen einen Lager- und Versandleiter suchte, der Erfahrungen als Pflegekraft vorweisen konnte, bekam er die Stelle. Doch zunächst nahm die Belastung eher zu als ab, denn um den neuen Aufgaben noch besser gewachsen zu sein, absolvierte Thomas Rauthe trotz 40- Stunden-Woche zwei Fernlehrgänge zum Logistikmanager und zum Betriebswirt. Als in dieser Zeit seine kleine Tochter an Diabetes erkrankte, wurde die ganze Familie auf eine harte Probe gestellt. „Die Kleine musste längere Zeit im Krankenhaus verbringen, was unseren Familienalltag völlig durcheinander brachte. Es war nicht leicht, das Lernen unter diesen Umständen diszipliniert fortzusetzen“, blickt der Preisträger zurück. „Doch meine Frau hat mich da sehr entlastet, und gemeinsam haben wir es geschafft.“

Nachdem ihm bei dem Pharmaunternehmen trotz seines nebenberuflichen Weiterbildungsengagements aus betrieblichen Gründen gekündigt wurde, fand Thomas Rauthe einen Job als Lagerleiter im Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. – ein Beruf, der all seine Talente und Fähigkeiten vereint. Sein neuer Arbeitgeber weiß seine vielseitigen Qualifikationen zu schätzen und hat ihn mit der Erarbeitung einer neuen Lagerstruktur für das Dienstleistungszentrum beauftragt. Und für die Zeit danach plant der passionierte Fernlerner schon einen nächsten Fernlehrgang … .

Den Bachelor in der Tasche – dank Fernstudium!

Manuela Richter (37) aus Berlin erhält den Studienpreis DistancELearning 2010 in der Kategorie „Fernstudentin des Jahres“

Manuela Richter aus Berlin blickt heute mit Stolz zurück auf ihr Bachelor- Studium, das sie per Fernstudium neben ihrem Beruf absolvierte. Mit dem Hochschulabschluss hat sie ihr persönliches Ziel erreicht, dem sie über ein Präsenzstudium aufgrund der dortigen Studienbedingungen nicht näher kam. Als sie das Fernlernen für sich entdeckte, war sie zudem von der Praxisnähe, die sie sich von einem Hochschulstudium wünschte, überzeugt. Und so schloss die 37-Jährige ihr Bachelor-Studium „Europäische Betriebswirtschaftslehre“ an der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) mit der Traumnote 1,8 ab. Aufgrund des Studiums konnte sie ihre berufliche Position verbessern und sattelt nun mit einem MBA-Aufbaustudium per DistancE-Learning noch drauf.

Manuela Richter wird aufgrund ihres herausragenden Fernstudienerfolges von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Fernstudentin des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Auf dem Weg zu ihrem akademischen Abschluss musste Manuela Richter so manche Klippe umschiffen: Zwei Versuche, nach ihrem Abitur ein Präsenzstudium zu absolvieren, scheiterten. Überfüllte Hörsäle, fehlende Betreuung, geringer Praxisbezug – all diese Umstände wirkten sich so negativ auf ihre Motivation aus, dass die heute 37-Jährige sowohl ihr BWL-Studium als auch das der Sozialwissenschaften abbrach. Sie entschied sich für einen praktischen Berufseinstieg und machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Doch obwohl der berufliche Erfolg nicht auf sich warten ließ, war der Wunsch nach einem akademischen Abschluss immer noch lebendig. Ihre Chance, diesen Traum zu verwirklichen, erkannte Manuela Richter erstmals, als sie einen Fernlehrgang in Englischer Handels- und Betriebswirtschaftslehre absolvierte. Sie war Feuer und Flamme für diese flexible Lernmethode und fand schnell das passende Fernstudium an der Euro-FH, das sie im März 2009 erfolgreich abschloss. Von Beginn an hat die Studienpreisträgerin dabei ein Online-Lerntagebuch geführt, um ihre persönlichen Studienfortschritte zu dokumentieren und auch anderen Mut zu machen. Bis heute schreibt sie in ihrem Blog www.eurofh.wordpress.com über ihr Fernstudium – denn mittlerweile baut sie mit dem MBA-Fernstudium International Management ihre akademische Karriere weiter aus.

Der berufliche Erfolg hat sich übrigens längst eingestellt: Bereits kurz nach Aufnahme des Bachelor-Fernstudiengangs honorierte Manuela Richters Arbeitgeber ihr Weiterbildungsengagement mit einer Beförderung zum Marketing Officer, jetzt unterstützt er außerdem ihr MBA-Fernstudium finanziell. Und der bereits erreichte Abschluss ebnet ihr nun auch den Weg für weitere höhere berufliche Positionen. „Das Wichtigste für mich: Ich habe mir bewiesen, dass ich auf Hochschulniveau studieren und meine selbst gesteckten Ziele erreichen kann“, freut sich die Preisträgerin.

Voll im Trend – ein Arzt wird noch einmal zum Studenten

Dr. Michael Reiche (51) aus Offenburg erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Fernstudent des Jahres“

Dr. Michael Reiche betreibt in Offenburg seit 17 Jahren seine eigene Arztpraxis zur hausärztlichen Versorgung. Doch der 51-Jährige hat längst erkannt, dass der Trend weg von der Einzelpraxis und hin zu größeren Organisationseinheiten geht: In einigen Jahren werden ambulante Fachzentren, medizinische Versorgungszentren und Ärztehäuser an der Tagesordnung sein. Solche Einrichtungen erfordern eine besondere Managementkompetenz. Deshalb entschloss sich der alleinerziehende Vater von drei Kindern, nach über 20 Jahren im Berufsleben noch einmal Student zu werden und seine Qualifikation als Arzt zu ergänzen: Er absolvierte erfolgreich neben seinen beruflichen und familiären Aufgaben den Master-Fernstudiengang „Health Care Management“ an der SRH FernHochschule Riedlingen.

Für das herausragende Weiterbildungsengagement, mit dem er sich den zukünftigen Herausforderungen seines Berufes stellt, zeichnet eine unabhängige Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning Dr. Michael Reiche mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Fernstudent des Jahres“ aus. Der Preis wird ihm am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Es forderte viel Organisationsgeschick von Dr. Michael Reiche, das Fernstudium mit seiner beruflichen Tätigkeit in der eigenen Praxis und seinen Verpflichtungen als alleinerziehender Vater von drei schulpflichtigen Kindern zu vereinen. Ausgerechnet in die Zeit seines Fernstudiums fielen elementare Neuerungen für Vertragsärzte, die ihm ein zusätzliches Engagement abverlangten. Dennoch schaffte er es, sich regelmäßig in die studentische Gemeinschaft einzubringen und sich mit seinen Kommilitonen auszutauschen. Seiner mehrfachen Belastung zum Trotz absolvierte Dr. Michael Reiche das Fernstudium mit der beeindruckenden Abschlussnote 1,8 und erhielt im Jahr 2009 den „Hartmannbund-Preis“ vom Verband der Ärzte Deutschlands für die innovativste gesundheitswirtschaftliche Abschlussarbeit an der SRH FernHochschule Riedlingen.

Das neu erlangte Wissen setzte der Arzt mit frischem Master-Titel gleich in die Praxis um: Er richtete einen praxisübergreifenden Qualitätszirkel für medizinische Fachangestellte ein, der von allen Beteiligten begeistert aufgenommen wurde. Ziel dieses Qualitätszirkels ist es, die Praxisabläufe effizienter zu gestalten. „Die Zukunft der medizinischen Versorgung liegt in der Kooperation und der Vernetzung“, betont der Studienpreisträger. „Dank meines Fernstudiums bin ich nun in der Lage, auf die strukturellen Veränderungen in der Gesundheitsversorgung zu reagieren. Meine neu gewonnene Kompetenz bietet enorme Vorteile, sowohl für mich als auch für meine Patienten.“ Mit dieser Einstellung und seinem frisch erworbenen Wissen ist Dr. Reiche ein Vorbild für alle niedergelassenen Ärzte, sich ebenfalls mit den zukünftigen Entwicklungen ihres Berufes auseinanderzusetzen und diese aktiv mitzugestalten.
 

Thomas

Mitarbeiter
AW: Studienpreis DistancE-Learning 2010

Gehörlosigkeit bedeutet nicht das Ende der Karriere

Sabrina Emmerling (40) aus Eschweiler erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“

Als Sabrina Emmerling aus Eschweiler im Alter von 22 Jahren ihr Hörvermögen verlor, änderte sich ihr Leben von Grund auf. Da sie nicht von Geburt an gehörlos war, hatte sie auch nie die Verwendung der Gebärdensprache gelernt und musste nun eigene Wege finden, um sich mit ihrer Umwelt zu verständigen. Auch auf ihren Beruf hatte der Schicksalsschlag Auswirkungen: Die heute 40- Jährige musste ihren Traum vom Medizinstudium aufgeben und schulte zur EDV-Kauffrau um. Acht Jahre lang arbeitete sie erfolgreich im Bereich der klinischen Forschung, bis sie aufgrund ihrer Ertaubung als Dateneingabekraft nur noch für anspruchslose Aufgaben eingesetzt wurde. Damit wollte sich die lebensmutige Frau aber nicht abfinden und meldete sich zum Fernlehrgang „Geprüfte Internet-Betreuerin“ an der Hamburger Akademie für Fernstudien an – mit Erfolg: Der Abschluss mit der Traumnote 1,2 legte den Grundstein dafür, dass sie endlich wieder ihrer Qualifikation entsprechende Aufgaben übernehmen durfte.

Für die beeindruckende Entschlossenheit, mit der sie ihre beruflichen Ziele in die Tat umsetzt und sich dabei durch ihre Behinderung nicht beeinträchtigen lässt, wird Sabrina Emmerling von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Sabrina Emmerling leidet seit ihrer Geburt an Neurofibromatose Typ II, einer erblichen Tumorerkrankung, die nach und nach zum Verlust ihres Hörvermögens führte. Dank eines Cochlea-Implantats konnte sie für wenige Jahre noch einen Teil ihres Hörvermögens retten, doch seit 2004 ist auch damit Schluss. Vollständig ertaubt, wurde sie zur Dateneingabekraft zurückgestuft – ein für sie untragbarer Zustand, der sie zur Fortbildung motivierte: „Mit dem Fernlehrgang wollte ich meinem Arbeitsumfeld beweisen, dass ich körperlich und fachlich durchaus in der Lage bin, anspruchsvolle Tätigkeiten zu übernehmen“, erzählt die Studienpreisträgerin. Es fiel ihr nicht immer leicht, den Fernlehrgang in ihren Alltag zu integrieren, denn neben ihrem Beruf musste sie in dieser Zeit auch mehrere Operationen und Rehamaßnahmen bewältigen. Doch Sabrina Emmerling schaffte, was sie sich vorgenommen hatte: Sie schloss den Fernlehrgang zur geprüften Internet-Betreuerin an der Hamburger Akademie für Fernstudien mit der Note 1,2 ab. „Das hat mir große Anerkennung bei meinen Kollegen eingebracht“, erzählt sie rückblickend. „Dank des Fernlehrgangs darf ich nun endlich wieder die Aufgaben übernehmen, die mir immer so viel Spaß bereitet haben.“

Sabrina Emmerling weiß, dass ihre Krankheit weiter fortschreitet und ihr die vollständige Erwerbsunfähigkeit droht, deshalb möchte sie sich noch weiter im IT-Bereich fortbilden. „Wenn ich irgendwann keiner regulären Arbeit mehr nachgehen kann, werde ich mein Wissen auf andere Weise aktiv einsetzen.“

Fernlernen mit Leidenschaft – eine Blinde macht’s vor

Beate Steitz (38) aus Winnweiler erhält den Studienpreis DistancELearning 2010 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“

Beate Steitz ist von Geburt an blind. Dennoch führt die 38-Jährige aus Winnweiler bei Kaiserslautern ein unabhängiges Leben und hat ehrgeizige Ziele. Um diese zu erreichen, bildet sich die Telefonistin in ihrer Freizeit weiter. Ihre bevorzugte Lernmethode überrascht dabei zunächst: Sie ist überzeugte Fernlernerin. Ein Fernstudium zu absolvieren, das fast ausschließlich aus Text besteht, erscheint für Blinde zunächst unmöglich. Doch mithilfe ihres Computers hat Beate Steitz einen Weg gefunden, die Studienhefte durchzuarbeiten. Ihren ersten Fernkurs zur „Geprüften Managementassistentin bSb – Schwerpunkt Kommunikation“ bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) hat sie mit der Traumnote 1,8 abgeschlossen; nun lernt sie Spanisch per Fernunterricht bei der SGD und im Anschluss daran ist bereits der nächste Fernlehrgang geplant.

Für ihre ganz besondere Leistung, sich nicht von ihrem fehlenden Augenlicht aufhalten zu lassen und sich erfolgreich per DistancE-Learning weiterzubilden, wird Beate Steitz von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lernen mit Handicap“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

„Behinderte müssen wesentlich mehr leisten als Nicht-Behinderte, um genauso ernst genommen zu werden“, weiß die Studienpreisträgerin. „Mit meinem Fernstudium wollte ich beweisen, dass ich mehr kann als telefonieren und tippen!“ Beate Steitz nutzt unterhalb ihrer normalen PC-Tastatur eine Braillezeile mit 80 Zeichen – Texte kann ihr Computer dadurch in Brailleschrift übersetzen und für sie lesbar machen. Über ihren Scanner kann sie auch gedruckte Texte digitalisieren und dann mithilfe der Braillezeile lesen oder sich von einer Sprachsoftware vorlesen lassen. Als besonderen Service erhält sie die Studienhefte ihres Spanischlehrgangs bei der SGD als PDF. Und wenn der Computer an seine technische Grenzen stößt, hilft die beste Freundin und beschreibt den Lernstoff mit Worten.

Eigentlich wollte Beate Steitz sich zur Logopädin ausbilden lassen, doch Lehrer und Berufsberater drängten sie, eine Ausbildung zur Telefonistin und Phonotypistin zu machen. Seitdem ist sie bei der Verbandsgemeinde Winnweiler in der Telefonzentrale und im Schreibdienst angestellt. Mit ihren Weiterbildungen möchte die 38-Jährige sich nun beruflich weiterentwickeln. Den Fernlehrgang zur Managementassistentin mit Schwerpunkt Kommunikation hat sie erfolgreich abgeschlossen. Auch wenn ihr berufliches Aufgabenspektrum sich bisher nicht erweitert hat – was nicht ist, kann ja noch werden.

Der nächste Kurs „Texterin und Konzeptionerin (SGD)“ ist bereits fest eingeplant, denn Beate Steitz schreibt gern. Derzeit sind es vor allem Pressetexte für ihren Gesangsverein, in dem sie seit 18 Jahren Schriftführerin ist, und für den Blindenverband, für den sie sich als Delegierte des Donnersbergkreises engagiert. „In Zukunft würde ich gerne mal ein Buch über die Schwierigkeiten und Erfolge der Integration schreiben, dabei könnte ich dann auch meine ganz persönlichen Erfahrungen miteinfließen lassen“, erzählt Beate Steitz.

Ausgezeichnet – Fernlernen für soziales Engagement

Christa Cholewinski (52) aus Hilden bei Düsseldorf erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“

Für Christa Cholewinski aus Hilden bei Düsseldorf wurde ein Schicksalsschlag zum Anstoß für eine Weiterbildungskarriere: Als 1994 ihr Sohn an Leukämie erkrankte, erlebte sie während der Zeit im Krankenhaus immer wieder, wie allein gelassen sich verwaiste Eltern mit ihrer Trauer fühlen. Auch als ihr eigenes Kind wieder gesund war, stand für die heute 52-Jährige fest: „Hier muss ich helfen!“ Neben Berufstätigkeit, Ehrenamt und Haushalt absolvierte die dreifache Mutter und Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Hilden zwei Fernlehrgänge an der Akademie für ganzheitliche Lebens- und Heilweisen (ALH), um verwaisten Eltern und Kindern kompetent und professionell beistehen zu können.

Christa Cholewinski wird für ihr besonderes Weiterbildungsengagement verbunden mit ihrer großen Hilfsbereitschaft von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“ ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Diagnose Krebs – die Erkrankung ihres damals 3-jährigen Sohnes und die Erfahrungen während der langen Klinikaufenthalte waren die Initialzündung für das ehrenamtliche Engagement von Christa Cholewinski – und gleichzeitig die Motivation, sich dafür gezielt weiterzubilden. Während ihr Kind wieder gesund wurde, schaffte es ein kleiner Mit-Patient leider nicht. „Ich habe gemeinsam mit den Eltern gelitten und getrauert und dabei gemerkt, wie wichtig das für sie war“, so die 52-Jährige. Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie die Selbsthilfegruppe „Sternschnuppenkinder“ für verwaiste Eltern. Später folgte das Projekt „Seiltanz“ für trauernde Kinder und Jugendliche, die Christa Cholewinski in Einzelsitzungen betreut. Das Angebot fand schnell große Nachfrage, doch der dreifachen Mutter fehlte ein psychologisches Wissensfundament, um auch in schwierigen Situationen und im Umgang mit labilen Menschen richtig agieren zu können. Sie suchte nach einer Weiterbildungsmöglichkeit und wurde am Fernlehrinstitut ALH fündig. Nur durch die Flexibilität der Lernmethode konnte sie die Fortbildung in ihren Alltag mit Beruf, Familie und Ehrenamt integrieren.

Durch die Fernlehrgänge „Psychologische Beraterin“ und „Psychotherapie“ kann Christa Cholewinski nun genau erkennen, wann eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt – und entsprechend reagieren. Mittlerweile nutzt die Studienpreisträgerin ihr Fachwissen auch als Seminarleiterin und arbeitet für mehrere Jugendämter als Familienhelferin bei Todesfällen. Und auch bei ihrer täglichen Arbeit beim Kinderschutzbund profitiert sie von dem neuen Know-how, denn auch dort muss sie oft anspruchsvolle zwischenmenschliche Situationen bewältigen. „Meine Geschichte zeigt, wie eine schlimme Erfahrung zu etwas Gutem verhelfen kann. Ich freue mich, dass ich gebraucht werde – und helfen kann!“, so Christa Cholewinski.
 

Thomas

Mitarbeiter
AW: Studienpreis DistancE-Learning 2010

Fernlernen macht einen Ingenieur fit für’s Controlling
Bernd Pelzer (50) aus Delbrück bei Paderborn erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“

Bernd Pelzer aus Delbrück bei Paderborn hat hohe Ansprüche an sich selbst – alles was er anpackt, möchte er bestmöglich machen. Der 50-jährige Vertriebsingenieur investiert deshalb seit Jahren ganz bewusst in den Ausbau seines Fachwissens, um sich neue berufliche Perspektiven zu erschließen. Dabei hat er das Fernstudieren als flexible Lernmethode für sich entdeckt – und mit seinen beiden zuletzt abgeschlossenen ILS-Fernlehrgängen „Buchführung und Bilanz“ und „Internationale Rechnungslegung“ seinen Chef nachhaltig beeindruckt: Er wurde kurzerhand zum Prozessverantwortlichen für Finanzbuchhaltung und Controlling befördert.

Die vorbildliche Einstellung zum berufsbegleitenden Lernen und sein kontinuierliches Weiterbildungsengagement haben die unabhängige Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning überzeugt, so dass Bernd Pelzer mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“ ausgezeichnet wurde. Der Preis wird ihm am 27. April 2010 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel übergeben.

Bernd Pelzer war schon immer ein neugieriger Mensch, der sich gern in neue Themenfelder einarbeitete. Nach seinem Studium im Bereich Feinwerktechnik war er seit Mitte der 80er erfolgreich als Ingenieur tätig – zuerst im Bereich Entwicklung und Qualitätssicherung, anschließend im nationalen und internationalen technischen Vertrieb. Doch von Anfang an interessierte er sich für die wirtschaftlichen Zusammenhänge und sattelte entsprechend drauf – mit einem Fernstudium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur. Sein neues Fachwissen brachte er auch gleich firmenintern in den Aufbau eines effektiven Controllings ein. Mit Eigeninitiative und vielen Ideen engagierte der Delbrücker sich für dieses Projekt und stellte bald fest, dass vieles nur mit weitreichenderen Kenntnissen in internationaler Buchführung zu optimieren ist. „Das Controlling mitzugestalten, liegt mir seit Jahren besonders am Herzen und motivierte mich sehr“, begründet der Studienpreisträger rückblickend seine Lernmotivation.

Mit dem Fernlehrgang „Buchführung und Bilanz“ fand der engagierte Ingenieur beim ILS Institut für Lernsysteme die passende Spezialisierung – und die anschließende Fortbildung „Internationale Rechnungslegung“ ergänzte sein neues Fachwissen noch um die notwendigen internationalen Aspekte. Für das Fernlernen hat er sich dabei ganz bewusst entschieden: Um das Wissen unmittelbar beruflich einsetzen zu können, verkürzte der 50-Jährige seinen letzten Lehrgang „Internationale Rechnungslegung“ sogar von zwölf auf nur vier Monate, und schloss diesen – genauso wie den Fernkurs davor – mit der Traumnote 1,2 ab. Die Beförderung zum Prozessverantwortlichen für Finanzbuchhaltung und Controlling folgte auf dem Fuße. In dieser Funktion ist der Delbrücker unter anderem mit der Einführung einer neuen Software zur Optimierung des Ressourceneinsatzes betraut. „Ohne die Fortbildungen hätte ich diese Aufgaben nicht so erfolgreich übernehmen können“, sieht Bernd Pelzer sein Engagement bestätigt. „Und ohne die flexible Methode Fernstudium hätte ich nicht so schnell damit loslegen können“, freut er sich.#

Preiswürdiges Betreuungskonzept beim ILS-Fernlehrwerk für deutsche Schüler im Ausland

Das ILS-Fernlehrwerk gewinnt den Studienpreis DistancE-Learning 2010 in der Kategorie „Service des Jahres“

Die Lehrerin Inge Döll-Krämer aus Hamburg weiß, wie man Schüler motiviert, ohne sie im Klassenzimmer vor sich zu haben, oder wie man Eltern bei pädagogischen Fragen berät, ohne sich persönlich mit ihnen zu treffen. Möglich ist dies beim ILS-Fernlehrwerk, das im Auftrag des Auswärtigen Amtes seit 1980 Schulunterricht für Kinder und Jugendliche im Ausland anbietet – für die Klassenstufen 5 bis 10 in allen drei Schulformen. Konsequent hat die Fernlehrwerksleiterin Inge Döll-Krämer dabei die Möglichkeiten des Internets in das Betreuungskonzept des Fernunterrichts integriert: Wo Jugendliche über alle fünf Kontinente verstreut ohne Klassenverband lernen, schafft ein virtueller Klassenspiegel das Gefühl, sich an anderen messen zu können, sorgt ein weltweiter Elternabend via Skype für den Austausch unter Eltern und hilft ein spezieller Fragebogen, den die Eltern zu Beginn der Fernschulzeit ausfüllen, auf Besonderheiten im Lernalltag der Fernschüler/innen in der Fremde einzugehen.

Nicht nur das ausgereifte Betreuungskonzept des ILS-Fernlehrwerkes beeindruckte nun die unabhängige Jury des Studienpreises DistancE-Learning 2010, sondern auch der herausragende persönliche Einsatz von Inge Döll-Krämer. Die Jury wählte sie für den Studienpreis in der Kategorie „Service des Jahres“ aus. Im Rahmen einer feierlichen Gala nimmt Inge Döll-Krämer am 26. April 2010 in Berlin den Preis vom Fachverband Forum DistancE-Learning entgegen.

Zurzeit betreuen Inge Döll-Krämer und ihr Team aus 15 voll ausgebildeten Lehrer/innen rund 900 Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt. Über 7.500 Schüler/innen wurden in den vergangenen 30 Jahren unterrichtet – und erfolgreich ins deutsche Schulsystem reintegriert, wenn die Auslandsaufenthalte der Eltern zu Ende gingen. Die ILS-Fernlehrgänge bieten dafür ein Unterrichtsprogramm, das den besonderen Anforderungen an das eigenständige Lernen ohne Präsenzunterricht gerecht wird. Alle Materialien – von den speziell für den Fernunterricht konzipierten Unterrichtsheften bis zum Tuschkasten sowie physikalischen Versuchsgeräten – erhalten die Fernschüler/innen alle sechs Monate per Luftpost-Paket. Fragen zum Unterrichtsstoff können jederzeit mit den Fernlehrern besprochen werden – telefonisch oder per E-Mail. Doch damit nicht genug: „Anders als in Präsenzschulen erfahren die Lehrer im Fernunterricht meist nur indirekt von den Widerständen ihrer Schüler“, so Inge Döll-Krämer. „Diese Auseinandersetzung müssen häufig die Eltern führen, die deshalb auch besondere Unterstützung brauchen.“ Die persönliche Betreuung der Eltern ist ein Herzstück der pädagogischen Arbeit des Fernlehrwerkes. Mit einem Elternhandbuch werden sie auf ihre Rolle vorbereitet, darüber hinaus setzt das ILS auf individuelle Beratung mit wöchentlichen Elternsprechtagen.

Das besondere Engagement von Inge Döll-Krämer zeigt sich bei ihrer Unterstützung der jungen Prüfungskandidaten, die am Ende ihrer Fernunterrichts- Schulzeit zur Abschlussprüfung nach Deutschland kommen. Rund fünf Prozent der Fernschüler/innen beenden ihre Schullaufbahn mit einer so genannten Externenprüfung vor der Hamburger Schulbehörde. Wer ohne Eltern zu der Prüfung anreist, für den übernimmt Inge Döll-Krämer in ihrer Freizeit auch die Rolle der Gastmutter. „Ich fiebere eben mit meinen Schülern mit, zu denen gerade durch die besondere Betreuung eine enge Bindung entsteht“, erzählt die engagierte Lehrerin. Die guten Noten ihrer Fernschüler/innen bestätigen sie in ihrer Arbeit.

Die Preiskategorien und das Wahlgremium des Studienpreises DistancE-Learning 2010

Der Studienpreis DistancE-Learning – eine Auszeichnung mit Tradition

Bereits seit 1985 verleiht das Forum DistancE-Learning die Titel „Fernlernerin des Jahres“ und „Fernlerner des Jahres“.

1988 schrieb der Fachverband erstmals den „Studienpreis Lebenslanges Lernen“ aus. Er geht jährlich an Menschen, die auf beeindruckende Weise bewiesen haben, wie kontinuierliches Fortbildungsengagement mit beruflichem und privatem Erfolg und Zufriedenheit belohnt wird. Darüber hinaus wird bei preiswürdigen Nominierungen der „Jugendpreis Fernlernen“ vergeben, und zwar an Jugendliche, die sich mithilfe von DistancE-Learning erfolgreich auf einen staatlichen Schulabschluss vorbereitet haben. In unregelmäßigen Abständen wird zudem der Sonderpreis „Lernen mit Handicap“ vergeben, um auf die besondere Lernsituation von Menschen mit Handicaps aufmerksam zu machen und deren herausragendes Lernengagement zu würdigen. Um das Potenzial von DistancE-Learning auf Hochschulniveau zu dokumentieren, vergibt der Fachverband seit 2005 den Studienpreis DistancELearning auch in der Kategorie „Fernstudentin des Jahres“ sowie „Fernstudent des Jahres“. Neben den Absolventen-Preisen gibt es seit 2005 noch drei weitere Kategorien: „Innovation des Jahres“ für Best-Practice-Anwendungen in der Wirtschaft, „Service des Jahres“ für herausragende Serviceleistungen von DistancE-Learning-Anbietern, die einen deutlichen Schritt über die Verbraucherschutzbestimmungen hinausgehen sowie „Publikation des Jahres“ – eine Auszeichnung für Fachleute, die sich durch Veröffentlichungen oder wissenschaftliche und bildungspolitische Aktionen für die Entwicklung und Etablierung von DistancE-Learning engagieren.

Die Jury des Studienpreises DistancE-Learning

Die Jury des Studienpreises DistancE-Learning besteht aus den ständigen Mitgliedern Dr. Martin H. Kurz, Präsident des Forum DistancE-Learning, Michael Vennemann, Leiter der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU), Dr. Henning Kappel, Leiter des Fernstudienzentrums der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie Preisträger des Studienpreises „Publikation des Jahres 2005“, Claus Wachenheim, Vice President Human Ressources der Lufthansa Cargo AG sowie Eduard Wörner, Ltd. RegSchulDir (AD), Regierung Unterfranken, Würzburg. Dazu kommen fünf jährlich wechselnde per Losverfahren festgelegte Mitglieder des Fachverbandes Forum DistancE-Learning.
 
Top