Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von tnightlife, 22 Nov. 2012.

  1. Hallo, ich habe ein Problem, anhand der Schaltungen, den Stromverlauf festzustellen.

    Kann mir eventuell einer dabei helfen? Ich weiß, wie die Bauteile reagieren müssen, nur komme ich nie auf den Stromverlauf, wie es in Musterlösungen steht. Worauf muss ich achten? Warum werden die Verläufe ohne jeden ersichtlichen Grund Rechteckförmig?

    Ich habe die Schaltungen aufgemalt und hochgeladen.

    Danke

    gesucht Verlauf iR und iN
     

    Anhänge:

    • 22.jpg
      22.jpg
      Dateigröße:
      30,3 KB
      Aufrufe:
      26
  2. AW: Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

    Hi tnightlife!
    Ich hab dir´s eingezeichnet;
    die GENAUEN Verläufe hängen von der Dimensionierung, d.h. dem Verhältnis R zu L bzw. C ab.
    Darum hab ich dir auch bei der obersten Schaltung dazugeschrieben, dass die Verläufe für sehr kleine L gelten;
    ist die Induktivität jedoch sehr groß, so ergeben sich tatsächlich rechteckförmige Stromverläufe,
    da die Drossel als sog "Saugdrossel" wirkt und einen (nahezu) konstanten Strom aus dem Netz saugt
    und durch den Widerstand durchdrückt.
     

    Anhänge:

  3. AW: Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

    Hallo,

    danke für deine Hilfestellung.

    Also in den Aufgaben ist es generell so, dass für R ein fester Wert angenommen wird (als bsp. 325 Ohm)
    und für L bzw. C = 0 oder L bzw. C => oo angegeben wird.

    Dann wird nach dem Verlauf des Netzstroms und/oder der Netzspannung gefragt und der Spannung und/oder dem Strom durch R.

    Ähnliche Verläufe, wie du sie gemacht hast, habe ich auch im Internet gefunden bzw. in meinen Unterlagen, ich kann die Verläufe aber nicht nachvollziehen.

    Wie bekommt man sowas in den Kopf? Es gibt ja verschiedene Kombinationen (Spule oder Kondensator mit einem Widerstand und die Verhältnisse/Dimensionierung zueinander, wobei die Dimensionierungen meist wie oben angegeben sind) und dementsprechend verschiedene Verläufe.

    A) Sollte man sich die Verläufe für die verschiedenen Schaltungen und Dimensionierungen einfach einprägen und sich damit abfinden.

    B) Oder sollte man sich Gedanken darüber machen (was mir iwie schwer fällt), sodass man es nachvollziehen kann, warum das so ist, was mir lieber wäre.

    Vor allem, dass der Netzstrom aufgrund der Induktivität (L => oo) einen rechteckigen Verlauf nimmt, kann ich gar nicht verstehen. Wie soll das gehen? Der Sinus/Cosinus-förmige (Netz)Strom bzw. Spannung gibt doch den Ton an, wie kann es sein, dass was rechteckiges aus dem Netz gesaugt wird, nur weil da eine Induktivität mit einem Widerstand in Reihe geschaltet ist?

    Ich hätte außerdem gedacht, dass dort gar kein Strom fließen kann, weil doch L => oo gilt, was ich damit verbinde, dass die Impedanz => oo wird und somit garkein Strom mehr fließen kann.

    Nochmal nach oben, sollte ich es wie in A) machen? Oder wie in B). Für B) bräuchte ich eine gute Informationsquelle in Form eines Buchs oder etwas im Internet, was alle von mir genannten Punkte einigermaßen verständlich abdeckt. Leider habe ich bisher nichts gefunden, was mich aufklärt.

    Danke
     
  4. AW: Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

    schade, dass bisher noch nicht gekommen ist (bis auf die lösung), hat denn keiner ein buch empfehlung oder homepage, wo das ganz gut erklärt wird?
     
  5. AW: Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

    Kein WECHSEL-Strom!
    Genauer:
    kein Wechselstrom-ANTEIL;
    der GLEICHSTROM fließt durch eine solche Drossel natürlich ungehemmt durch!
    ... und genau dieser Gleichstrom erscheint netzseitig des Gleichrichters als rechteckförmiger Strom.

    Leider hab ich keinen Buchtipp für dich und sonst könnte ich auch nur :google:.
     
  6. AW: Stromverlauf Schaltungen (B2 Brücke)

    Die Schaltungen mit Spule sind richtig schwierig, speziell bei der Einweggleichrichtung.

    Annahme: w*L >> R

    Uwechsel = Udach*sin(w*t)

    Beim Einweggleichrichter: I(L) ist ein kleiner Wechselstrom mit DC überlagert
    Ispule = Udach/(w*L)*(1+sin(w*t-90°))

    Beim Brückengleichrichter. I(L) ist ein Gleichstrom. Der Strom in der Spannungsquelle ist rechteckförmig!
    Ispule = Udach*2/(pi*R)

    Die Formeln stehen im Schaltplan.

    Im zip-File sind die Dateien für die Simulation mit LTspice.
     

    Anhänge:

    #6 helmuts, 29 Nov. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 29 Nov. 2012

Diese Seite empfehlen