Streckgrenze Re und Rp0,2

Guten Tag,
in Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im beruflichen Abitur bearbeite ich zur Zeit Prüfungen des Vorjahres.
Nun kam mir die Frage, bei der Dimensionierung eines Bauteils welcher Wert in die Rechnung einfließen muss.
Berechnet werden soll der Durchmesser bei dreifacher Sicherheit gegen Verformung.
Die Rechnung an sich stellt kein Problem da, nur die Frage was genau Rp0,2 ist. Im Tabellenbuch Metall Seite 41 bei Zugbelastung Lastfall 1 steht als Werkstoffkennwert Re (das ist klar) und Rp0,2.
Wenn in der Formel der zulässigen Biegespannung nach Re gefragt ist, muss ich dann Rp0,2 in Re umrechnen oder diesen Wert in die Rechnung einfließen lassen?
Meinen Re und Rp0,2 in diesem Fall das gleiche?
 
Rp0,2 (die im Gegensatz zur Streckgrenze) immer eindeutig aus dem Spannungs-Dehnungs-Diagramm ermittelt werden kann. Die 0,2 %-Dehngrenze ist diejenige (einachsige) mechanische Spannung, bei der die auf die Anfangslänge der Probe bezogene bleibende Dehnung nach Entlastung genau 0,2 % beträgt.
Re unterteilt sich in eine [untere]Re und [obere]Re, also einen Bereich der nicht eindeutig ist.
Eine Umrechnung von Rp0,2 zu Re ist mir nicht bekannt, bitte poste diesen mal. ;)
Meinen Re und Rp0,2 in diesem Fall das gleiche?
ja, bei den meisten Grundlagenanwendung (vor allem Schule) meint man das gleiche. Merken kannst du dir:
-bei duktilen Werkstoffen (z.B.S235) hast du aus einem Zugversuch den Re-Wert ermittelt, und zu verwenden.
-bei spröden Werkstoffen (z.B.EN-GJS-450-10 ) hat man kaum elastischen Bereich (Hook' Bereich), d.h. benutzt man für Berechnung hier den Rp0,2 Wert, weil ja der Re-Wert sehr schwer zu ermitteln ist.
 
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