Sternschaltung

Ich hab bei folgender Aufgabe Probleme:
Es geht um eine Sternschaltung im 400/230V-Netz. (mit L1,N, L3, L2)
- es gibt einen Motor mit P1=7,5kW, cos phi= 0,72 Ck für 2kvar
- eine Beleuchtung P=5,8kW, cos phi=0,95
- und einen dritten Verbraucher mit P=6,3kW
Gesucht sind die Ströme I1, I2, I3 zeicherisch und rechnerisch.
Hab wirklich keine Ahnung wie ich rangehen soll. Kann mir jemand weiterhelfen?:(
Liebe Grüße
 
AW: Sternschaltung

Hallo Zora1,

vielleicht könntest du uns mal eine Skizze zur Aufgabe machen. Ich bin mir im Augenblick nicht ganz sicher, wie die Verbraucher geschaltet sein sollen!
 
M

Motormensch

Gast
AW: Sternschaltung

Hab wirklich keine Ahnung wie ich rangehen soll. Kann mir jemand weiterhelfen?:(
Liebe Grüße
Na dann gebe ich Dir mal einen Tipp.
Vom Prinzip her ist es egal wie die Schaltung ist, da alles an Drehstrom hängt und symetrich aufgeteilt ist. (Es ist ja nichts anderes angegeben, also richten wir uns nach den Regeln der Technik, wo Verbraucher dieser Größenordnung am Drehstromnetz hängen.)

Du rechnest jetzt jeden Verbraucher einzel aus. Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung.
Bei dem Motor sind 2kVAr angegeben. Das ist eine Kompensation. Diesen Wert ziehst du vom Blindstrom ab.

Diese Werte kannst du dann einzeln zusammenaddieren, dann rechnest du den Gesamtstrom aus.

Das ganze kannst du zuerst mal zeichnen, so verstehst du es vieleicht leichter.
Mehr ist es eingentlich nicht. Viel Glück!
 
AW: Sternschaltung

Hey!
Vielen Dank für die Tipps, haben mir gleich weiter geholfen. Manchmal braucht man eben nur einen Denkanstoß:)
Hier mal meine Ergebnisse für die Allgemeinheit:
I1=39,7A
I2=26,5A
I3=27,39A
In=38,5A
Liebe Grüße
Zora1
 
AW: Sternschaltung

Hallo Zora1,

ich komme für I1 auf 45,29A, dem entsprechend komme ich auch auf einen anderen In!

Hier mal meine Ergebnisse für die Allgemeinheit:
I1=39,7A
I2=26,5A
I3=27,39A
In=38,5A
Liebe Grüße
Zora1
Hast du bedacht, dass die 0,72 bereits die Kompensation enthalten?
Demnach ist S :

[tex]S = \frac{P}{cos \varphi} = \frac{7,5 kW}{0,72} =10,41667 kVA [/tex]

Die Blindleistung wurde doch schon um 2kvar reduziert und damit ein neuer [tex]\varphi[/tex] von 0,72 erreicht. ;)
 
AW: Sternschaltung

Hier mal meine Überlegungen für I1:
- hab auch S=10,4kVA ausgerechnet
- dann die Kompensation berechnet und davon die vorhandenen 2kvar abgezogen, hab ein Q=5,2kvar induktiv erhalten
- dann wieder S ermittelt S1=9,13kVA
- dann I und cos phi ausgerechnet I1=39,7 cos phi=0,82
Was haltet Ihr davon;)
Liebe Grüße
Zora1
 
AW: Sternschaltung

Hallo Zora1,

wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann hat du die Blindleistung mit dem verbesserten [tex]\cos\varphi[/tex] berechnet. Anschließend hast du davon nocheinmal 2kvar abgezogen? Warum? Damit hättest du die Kompensation noch einmal kompensiert.

Eigentlich lässt die Aufgabenstellung nur zwei Interpretationen zu:

  1. es gibt eine Kompensation, die eine kapazitive Blindleistung von 2kvar hat und damit der induktiven Blindleistung entgegen wirkt :eek:
  2. mit der Kompensation wird eine Blindleistung von 2kvar erreicht (was ist aber so aus der Aufgabe nicht herauslese) :oops:

Wie bist du auf deinen Lösungsweg gekommen?
 
M

Motormensch

Gast
AW: Sternschaltung

Hier mal meine Überlegungen für I1:
- hab auch S=10,4kVA ausgerechnet
- dann die Kompensation berechnet und davon die vorhandenen 2kvar abgezogen, hab ein Q=5,2kvar induktiv erhalten
- dann wieder S ermittelt S1=9,13kVA
- dann I und cos phi ausgerechnet I1=39,7 cos phi=0,82
Was haltet Ihr davon;)
Liebe Grüße
Zora1
So würde ich es auch machen.
Du hast aber nicht die Kompensation, sondern die Blindleistung berechnent. :)

Im übrigen wenn der Motor schlechter als cos Phi 0,72 wäre, dann würde ich nicht nur auf 0.72 kompensieren, sondern mindestens auf 0.8

Da bei der Aufgabe auch ein cos Phi angegeben ist und zusätzlich noch die kVAr, so lese ich das auch so wie du gerechnet hast.
(Ergebnisse an sich habe ich nicht kontrolliert)
 
AW: Sternschaltung

Hallo Motormensch,

also zugegeben, dieser Lösungsansatz ist auch möglich.
Aber wahrschienlich benötigt man mal die originale und vollständige Aufgabenstellung, um das Problem zu lösen. Wie das hier öfters vorkommt, lassen die Aufgaben einen gewissen Interpretationsfreiraum (jedenfalls so, wie sie uns meistens dargeboten werden).
 
M

Motormensch

Gast
AW: Sternschaltung

Hallo Motormensch,

also zugegeben, dieser Lösungsansatz ist auch möglich.
Aber wahrschienlich benötigt man mal die originale und vollständige Aufgabenstellung, um das Problem zu lösen. Wie das hier öfters vorkommt, lassen die Aufgaben einen gewissen Interpretationsfreiraum (jedenfalls so, wie sie uns meistens dargeboten werden).
Du hast schon Recht, ich schrieb auch ich würde es so lösen mit meiner Begründung.
Wichtig ist dass es verstanden wurde, wie man so was rechnet und das hat Zora1 ja.

Wenn so eine Aufgabe in der Schule gestellt würde, so würde ein guter Lehrer wohl auch beide Lösungen akzeptieren, denn klar ist die Aufgabe nicht zu 100%.
Deswegen schreibe ich meist eine Begründung dabei, das hatte ich in der Schule auch meist so gemacht. :)
 
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