Sternschaltung mit Kurzschluss in einem Strang

Hallo an alle,

ich habe da so ein kleines Verständnisproblem, und zwar wenn ich jetzt eine eigentlich symmetrische Sternschaltung ohne Nullleiter habe und nun beispielsweise durch einen Wicklungsschluss ein Widerstand überbrückt wird, wie komme ich da genau jetzt auf den Leiterstrom in den verbleibenden Leitern? In der Aufgabe sind noch die Werte U=400V und R=52,9Ohm gegeben, aber ich kann mir um ehrlich zu sein nicht vorstellen, welche Spannungen jetzt genau an den Widerständen anliegen.

http://www.physikerboard.de/topic,21320,-leistung-in-sternschaltung-(eine-last-genullt?).html

Diesen Thread habe ich als einzigen zu diesem Thema gefunden, aber so richtig nachvollziehen konnte ich ihn nicht. Ich wäre euch wirklich super dankbar, wenn ihr mir dabei helfen könntet, die Schaltung nachvollziehen zu können :)
 
AW: Sternschaltung mit Kurzschluss in einem Strang

Zitat von JayRizzie:
Diesen Thread habe ich als einzigen zu diesem Thema gefunden, aber so richtig nachvollziehen konnte ich ihn nicht.
Obwohl dort alles haarklein erklärt ist. Vielleicht hast Du nicht bemerkt, dass in der verlinkten Aufgabe mit U die Erzeugerstrangspannung gemeint ist, in Deiner Aufgabe aber offensichtlich die verkettete Spannung mit U gemeint ist, also das [tex]\sqrt{3}[/tex]-fache.
 
AW: Sternschaltung mit Kurzschluss in einem Strang

Ja, das hab ich schon verstanden (bei mir müsste als Ergebnis für die Leistung ja dann [tex]2\sqrt{3} *U^{2} \div R[/tex] rauskommen wenni ch das richtig sehe), aber ich frage mich wie man auf die Spannung*[tex]\sqrt{3} [/tex] für einen Widerstand kommt.. ist das die Außenleiterspannung [tex]U_{12} [/tex] für den Widerstand auf Phase 2 und [tex]U_{31} [/tex] für den auf Phase 3 (für den Fall das Phase 1 kurzgeschlossen wird), oder wie setzt sich diese Spannung zusammen? Irgendwie hänge ich da schon seit heut mittag dran o_O
 
AW: Sternschaltung mit Kurzschluss in einem Strang

Jetzt geht's bei Dir aber vollkommen durcheinander. Egal, ob Du für die Spannung die verkettete oder die symmetrische Strangspannung einsetzt, es kann niemals herauskommen

[tex]P=2\cdot\sqrt{3}\cdot\frac{U^2}{R}[/tex] FALSCH!!!

Ich habe bereits in meinem vorigen Beitrag explizit darauf hingewiesen, dass in den beiden Aufgaben die Bezeichnung U für unterschiedliche Spannungen verwendet wird, in Deiner Aufgabe für die verkettete (oder auch Leiter-) Spannung, in der Aufgabe in dem verlinkten Thread aber die symmetrische Strangspannung.

Mach Dir klar dass die Leistung in jedem Widerstand UStr²/R ist (UStr=Verbraucherstrangspannung) und die Gesamtleistung demzufolge Pges=2*UStr²/R. Wie in dem verlinkten Thread bereits festgestellt wurde, und wie Du leicht per Zeigerbild oder per Maschensatz nachweisen kannst, liegt bei Kurzschluss in einem Strang an den beiden verbliebenen Widerständen jeweils die verkettete Spannung. Wenn die in der Aufgabenstellung mit U bezeichnet wird, wie das in Deinem Fall zu sein scheint (es sei denn, Du hättest es mit einem 690-V-Dreiphasensystem zu tun, was ich nicht annehme), dann ist die Gesamtleistung

[tex]P_{ges}=2\cdot\frac{U_{Str}^2}{R}=2\cdot \frac{U^2}{R}[/tex]

Wenn dagegen mit U die symmetrische Strangspannung gemeint ist, also UStr=U, wie in der Aufgabe in dem verlinkten Thread, dann ist die Gesamtsleistung

[tex]P_{ges}=2\cdot \frac{U_{Str}^2}{R}=2\cdot\frac{(\sqrt{3}\cdot U)^2}{R}=2\cdot\frac{3\cdot U^2}{R}=6\cdot\frac{U^2}{R}[/tex]
 

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