Staatlich geprüfter Techniker als Industriemeister Gehalt??

Dieses Thema im Forum "Berufsleben und Gehalt" wurde erstellt von Alemdar40, 13 Jan. 2018.

  1. Hallo,

    kurz zu mir, ich bin staatlich geprüfter Maschinenbautechniker, 28 Jahre und habe zusätzlich den Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Ausserdem besitze ich auch den Ausbilderschein.

    Ich habe jetzt fast eine Zusage als Industriemeister in einem Chemie Unternehmen. Dieses Unternehmen möchte mich, wenn als AT Angestellter einstellen.

    Meine Frage ist es, wieviel könnte ich mindestens als Gehalt haben können?? Was kann ich verlangen?

    Ich habe 12 Instandhalter dann unter mir. 37,5h die Stunde und überstunden werden mit dem Gehalt abgegolten.

    Vielen Dank
     
  2. Da würde ich von meinen Erwartungen aus den Tarifvertrag nehmen, die höchste Einstufung nehmen und sagen AT > höchster Gehaltsklasse....

    Von Deinem Alter her und als Industriemeister würde ich da aber Bedenken haben, ob die das wirklich so sehen oder ob die nicht einfach nur meinen, der Tarifvertrag gilt für Dich nicht.
     
  3. Hmm, und wie hoch wäre das? Ich meine Bruttolohn.

    Die wollen mir 50000 Jahresgehalt zahlen. Mit diesem Gehalt bin ich aber nicht ganz einverstanden.

    Was meinst du? Wollen die mich auf dem Arm nehmen?
     
  4. Dss Problem bei der ganzen sache ist, dass ich die Summe gesagt habe. Die Summe kommt mir aber jetzt zuwenig vor. Ich sagte halt, ich muss mind. 50000 haben. Die haben es sich aufgeschrieben.
     
  5. Ich glaub eher, das Unternhemen will sich, die im TV festgeschriebenen Zulagen sparen... .
    Als AT 50.000€ Jahresbrutto in Verbindung mit "überstunden werden mit dem Gehalt abgegolten" würde ich nicht eingehen.

    Wenn schon AT, dann wie "immie" geschrieben hat, Ende der tariflichen Tabelle + X !
     
  6. Hmm, so denke ich eigt auch.

    Ich habe jetzt die kommende Woche das 2.te Gespräch um die Details zu sprechen.

    Was meint Ihr, wie soll ich das jetzt angehen und sagen, ich möchte die höchste Stufe im Tarifvertrag dann als AT haben. Soll ich das per Mail schonmal ankündigen oder im Gespräch das sprechen? Ich könnte eigt auch sachen, dass ich ein anderes Gebot habe, was wesentlich höher ist und für mich nur noch Interesse hat, wenn ich auch die 5093, € Brutto Gehalt bekomme. Ich habe im Internet gefunden, dass das im Tarif als Höchstes Gehalt steht.
     
  7. Mal ganz ehrlich, 50k€/Jahr für einen "Teamleiter", d.h. Personalverantwortung, sind viel zu wenig. Zudem sind Überstunden schon inkludiert. Ich würde, aus meiner Erfahrung im Bereich IG Metall, eher so bei 70k€ ansetzen. All inclusive. Bedenke, dass AT keinerlei Bindung an den Tariflohn hat, d.h. von Tariferhöhungen bist du ausgenommen. Es sei denn du lässt eine entsprechende Klausel in den Vertrag aufnehmen.
    Das ist in einer kleinen, tarifungebundenen, Bude sicher schwerer durchzusetzen als in einem größeren, tarifgebundenen, Unternehmen.
    Die Argumentation im zweiten Gespräch wäre: Personalverantwortung / Budgetverantwortung (?) / Überstunden inkl. / Referenz auf Tarifvertrag
     
  8. Jetzt würde ich an Deiner Stelle mal auf die Gefühlsbremse treten.
    Du hast gesagt, was Du brauchst(willst) und der AG hat es akzeptiert. Evtl. doof gelaufen, aber da jetzt nochmal nachzukarten kann ganz doof ausschauen.

    Ich würde beim nächsten Gespräch fragen, wieso das AT sein soll, wenn es nicht die höchste Stufe überschreitet und was man in der Firma unter AT versteht, bzw. wie als AT dann Deine Gehaltsentwicklung aussehen kann

    Grundsätzlich solltest Du Dir gut überlegen, wie stark Du diesen Job haben möchtest und welche Entwicklungsmöglichkeiten dieser bietet.
     
    masls gefällt das.
  9. Naja, ein vernünftiger AG wird schon drauf schauen, dass da ein vernünftiger Abstand zwischen Vorgesetzten und Weisungsempfängern besteht.....
     
  10. Warum? Die Summe hast du doch selbst genannt:

    Als Arbeitgeber wären sie erstmal schön doof, wenn sie sagen würden: Was, nur 50.000? Wir dachten da eher an 70.000. Wären Sie damit einverstanden? ;)

    Du kannst dir maximal noch überlegen, wann du deinen Gehaltswunsch angegeben hast und wann du die Rahmenbedingungen genannt bekommen hast. Aber auch das macht keinen sonderlich tollen Eindruck, wenn du deinen Gehaltswunsch sagst, bevor du weißt was du alles tun sollst.

    Im zweiten Gespräch würde ich mich eher darauf konzentrieren, dass dir die Entwicklungsmöglichkeiten gezeigt werden, d.h. du fängst jetzt mit den 50.000 p.a. an und überlegst dir, wie sich das Gehalt die nächsten Jahre entwicklen soll (ggf. gleich mit irgendwelchen Zielen verknüpft).

    Wie bist du eigentlich auf die 50.000 gekommen?
    Was verdienst du jetzt?
     
  11. Hi,

    also ich habe mir folgendes überlegt. Ich will sagen,dass ich ein anderes Gebot bekommen habe und die Stelle fur 50000 Gehalt nicht mehr im Interesse ist. Was meinst du? Ich will die Stelle aber nicht fur 50000. Verdiene momentan 45 ohne Verantwortung.
     
  12. Willst du die Stelle an sich oder nicht?

    Denn mit der Argumentation würde ich mir als Arbeitgeber genau überlegen, ob ich dich einstelle. Sonst besteht die Gefahr, dass du beim nächsthöheren Angebot gleich wieder wechselst. Dann hole ich mir einen anderen Kandidaten, der nicht nur dem Ruf des Geldes folgt. --> Ich weiß, macht eigentlich jeder, ABER ob man es tut oder es offen sagt, ist ein Unterschied.

    Ich würde es nochmals mit einem Stufenplan versuchen, der sich über die nächsten z.B. 5 Jahre erstreckt. Erstmal bist du noch jung, hast faktisch keine Führungsverantwortung gehabt und bekommst jetzt 12 Personen untergeordnet. Wer sagt, ob du dich damit selber nicht übernimmst. So können auch beide Seiten ihre Gesicht wahren.

    Merksatz für das nächste Mal:
    Vorher einen Plan machen, was du möchtest (Minimum) und mit welchem Gehalt du in die Verhandlung gehen willst.
     
  13. Eine Bitte: Egal was du letzlich machst - es wäre für uns interessant zu wissen, was am Ende raus kommt. ;)
     
  14. Also..

    im Gespräch kam jetzt raus, dass die als AT - Verträge den Grundlohn niedrig halten und das ganze mit Bonis auftstocken. Ich habe 3600€ monatlich bekommen und mit Bonis komme ich auf 60 000 Jahresgehlt. Da ist aber alles drin wie z.b Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, VWL und Fixe Prämien.

    Was ich halt schlecht finde, das mein Grundlohn wenig ist.
    Was meint Ihr?? Was kann ich noch machen?
    Ich habe gesagt, ich überlege es mir und sage bescheid. Also zu 90% wollen die mich haben.
     
    Martin205 gefällt das.
  15. Super, dass du uns am Ergebnis teilhaben lässt!

    Meiner Erfahrung nach wird bei möglichen Bonuszahlungen viel getrickst, d.h. es werden tausend Gründe gesucht den Bonus zu kürzen. Rechnen darfst du damit also auf keinen Fall, denn fix ist nur das Fixgehalt.
    Das Grundgehalt finde ich persönlich zu niedrig für die Stelle. Du hast immerhin Verantwortung für 12 Leute. Zudem kommen noch die unbezahlten Überstunden hinzu. Und diese Überstunden wirst du machen um deinen Bonus zu erreichen. Also werden es realistisch vermutlich eher 40+ Stunden.
    Das sieht mir alles nach einem Hamsterrad aus.

    Wenn du was besseres hast, dann lass die Stelle sausen. Wenn nicht, dann mach es, sammle Erfahrung und schau dich weiter um.
     
  16. Wenn die Ziele realistisch sind, dann wäre mir das jetzt erst mal egal.
    Bedenklich find eich die Vorgehensweise an sich, denn für Dich gelten die tariflichen Regelungen gar nicht.
    Bei einem ehemaligen AG von mir wollte ein neuer Vertriebsleiter auch mal die Gehälter (IG Metall EG13 + EG14) der Vertriebler umwandeln als ATs in niedrigeres Grundgehalt + Provision, was der damalig Personalleiter (alter, harter Knochen !!) abgelehnt hat, da AT immer bedeutet Fixum > höchstes Tarifgehalt......
     
  17. Die haben gemeint, die prämien sind fix sowie die anderen Zulagen. So dass ich am Ende 60000 habe. Ich finde das Grundgehalt ebenso zu niedrig, was ich im Gespräch gesagt habe. Die meinten die Zuschläge sind fix, die bekomme ich auf jeden Fall. Sie meinte dann, dass sind 5000 Brutto monatlich wenn man es umrechnet.

    Ich weiss momentan echt nicht. Mein derzeitiger Arbeitergeber macht auch keine Erhöhung mehr seit Jahren. Das wären für mich 10 000 mehr im Jahr als das was ich momentan verdiene. Hmm hmm
     
  18. Wenn die Aufgabe Dir an sich zusagt, dann würde ich das machen.
     
  19. Ein Prämie lässt sich halt schneller streichen als ein Fixgehalt kürzen. Kann sein, dass es seit Jahren immer alle Prämien gab, aber so hat die Firma die Option mal schnell zu kürzen. Oder was steht dazu in deinem Arbeitsvertrag? Auf mündliche Zusagen kannst du im Ernstfall nichts geben. Ich würde es so sehen: Wenn dir die Stelle zusagt und du meinst, dass sie dich ggf. weiter bringt, dann würde ich anfangen. Sollten sie dich vergackeiern, kannst du in 2 Jahren immer noch die Reißleine ziehen.

    Und ja, 60.000 / 12 = 5.000, sollten sie dir schon zutrauen, dass du das auch selber herausfindest ;)
     

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