Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von felted, 12 Feb. 2013.

  1. Hallo zusammen,

    kann man einen OPV (max. 10 mA Stromaufnahme) mit
    einer stabilisierten Spannung versorgen, welche durch
    eine Z-Diode realisiert worden ist?

    Was würde dagegen sprechen, die Spannungsversorgung
    eines OPV mit einer Z-Diode zu realisieren?

    Viele Grüße und Danke, Felted
     
  2. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Das Hauptargument:
    Bezüglich Verlustleistung ist die Lösung mit der Zenerdiode viel schlechter als eine Lösung mit einem Spannungsregler da immer auf maximal zu erwartenden Strom dimensioniert werden muss.
    Eher nur ein Nebenaspekt falls wirklich nur der Opamp mit der geregelten Spannung versorgt wird:
    Der Spannungsregler ist viel stabiler und genauer.
     
    #2 helmuts, 12 Feb. 2013
    Zuletzt bearbeitet: 12 Feb. 2013
  3. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Ok, verstehe.

    In meinem Fall habe ich einen Verstärker, der ein Signal von ca. 90 mV auf 10 V
    verstärken soll. Wie reagiert eingentlich ein OPV auf eine leicht schwankende
    Versorgungsspannung (Wenn man die jetzt doch mit Z-Dioden realisieren würde)?

    Grüße, Felted
     
  4. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Wenn das kein hochpräziser Messverstärker sein soll,
    wird das reichlich egal sein:
    OPVs haben eine hohe Supply Voltage Rejection Ratio.

    Wenn der OP am Ausgang nur wenig (d.h. hochohmig) belastet wird,
    spricht auch nicht unbedingt etwas dagegen, wichtig ist nur,
    die Z-Diode mit einem schnellen und einem größeren Kondensator zu überbrücken:
    Zweiterer sorgt dafür, dass die Versorgung auch ein bissl Impulse liefern kann
    und ersterer eleminiert das Rauschen der Diode.
    (Unter Umständen tut´s auch ein Tantal-Elko.)

    Wenn man jetzt den Bauteilaufwand (Vorwiderstand, Zener-Diode, 2 billige oder 1 teurer Ko)
    und auch die Verlustleistung nebst Erwärmung,
    unter Berücksichtigung der unstabilen Spannung betrachtet,
    ist der Helmut´sche Spannungsregler einfach die bessere Lösung.
     
  5. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Wir müssen von 28 V auf 15 V runter. Diese Differenz kann der Spannungsregler
    doch auch nur in der Form regeln, als dass die Differenz in Wärme (=Verlustleistung)
    umgewandelt wird, oder?

    Die Schaltung mit einem Spannungsregler würde ja auch aus mehreren Teilen bestehen.
    Am Eingang ein Co zum Filtern hochfreuenter Störquellen und am Ausgang ein Co zur
    Stabilisierung der Ausgangsspannung. Dann kommt noch eine Diode zwischen Aus- und
    Eingang zum Schutz des Spannungsreglers vor zu hoher Ausgangsspannung (kapazitive
    Last).


    Grüße, Felted
     
  6. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Bei einer Schaltung mit Z-Diode muss man auch noch die minimale Eingangsspannung betrachten. Genau für den Fall muss man den maximalen Strom(Opamp +Izmin) bei der Berechnung des Vorwiderstandes annehmen. Bei maximaler Eingangsspannung hat man dann viel mehr Strom als notwendig und somit zusätzliche Verlustleistung. Mit einem Spannungsregler hat man immer nur den Eigenstrom des Reglers plus den Laststrom. Beides praktisch unabhängig von der Eingangsspannung.
     
  7. AW: Spannungsversorgung für einen OPV mit Z-Diode?

    Jetzt ist es klar.
    Vielen Dank für Eure Hilfe! Felted
     

Diese Seite empfehlen