Sieblinien Versuch

Hey,
für baustoffkunde muss ich ein sieblinien protokoll erstellen. nach durchführung des versuchs wurde nun der ückstand und durchgangswert so wie k wert und d summe errechnet und in ein sieblinien diagramm eingetragen.
Nun habe ich folgendes problem: die sieblinie verläuft so das mir es schwer fällt diese zu interpretieren.
ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr euch diese mal anschauen und mir ein paar anstoße dazu geben könntet
vielen dank
euer Ralf
 

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Hey Ralf, es wäre nützlich zu wissen in welchem Hinblick du die Sieblinie interpretieren sollst. Geht es lediglich darum, ob es ein kiesiger Sand o.Ä. ist oder sollst du Aussagen hinsichtlich Verdichtungsfähigkeit, Durchlässigkeit etc. machen?

Gruß Björn
 
Also für Beton ist das Material nicht besonders geeignet.
Bei den großen Körnungen fällt ja fast alles durch, diese Steine fehlen also.
Das bedeutet kleine Körnungsziffer und hoher Zementbedarf.
Ich hoffe , jetzt habe ich es um diese Zeit nicht völlig falsch erläutert.
Aber guter Beton wird zwischen A und B gemacht.

pauline
 
Hallo Pauline,
deine Aussage ist so nicht ganz korrekt.

Natürlich liegt die Siebline stellenweise im unbrauchbaren Bereich, aber das heißt nicht automatisch, dass sie nicht besonders für Beton geeignet ist.

Anhand der DIN 18196 würde ich die Siebline als intermittiernd gestuftes Sand-Kies-Gemisch klassifizieren.

Dass bei den großen Maschenweiten viel durchfällt heißt nicht, dass diese Steine komplett fehlen - sie haben immernoch einen Massenanteil von ~30%. Dies hat zur Folge, dass die Packungsdichte weniger optimal ist und der Zement daher etwas leistungsfähiger gewählt werden sollte.

Zum eigenen Klassifizieren von Böden hänge ich den Auszug der DIN 18196 bei.

Ich hoffe ich konnte helfen :)

Björn
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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Pauline,
deine Aussage ist so nicht ganz korrekt.

Natürlich liegt die Siebline stellenweise im unbrauchbaren Bereich, aber das heißt nicht automatisch, dass sie nicht besonders für Beton geeignet ist.

Anhand der DIN 18196 würde ich die Siebline als intermittiernd gestuftes Sand-Kies-Gemisch klassifizieren.
Dass bei den großen Maschenweiten viel durchfällt heißt nicht, dass diese Steine komplett fehlen - sie haben immernoch einen Massenanteil von ~30%. Dies hat zur Folge, dass die Packungsdichte weniger optimal ist und der Zement daher etwas leistungsfähiger gewählt werden sollte.
Björn
Also Björn, jede Kiesmischung ist geeignet um Beton daraus herzustellen. Aber man braucht mehr Zement dazu wenn die Sieblinie ungünstig ist.
Hochfeste Betone bestehen sogar vorwiegend aus "Sand".
Der Zement muß auch nicht leistungsfähiger sein, sondern einfach mehr.
Damit wird der Beton aber unwirtschaftlich.

Wenn man Bodenverbesserung mit Zement macht, kommt man auch mit 10 oder 20% Zement nicht auf eine vernünftige Festigkeit. Bei Sand oder Kies aber sehr wohl.

pauline
 
Ja, das weiß ich wohl. Auf diesen Aspekt hatte ich ja auch angesprochen. Nur deine erste Aussage, dass dieses Material nicht besonders für Beton geeignet ist, ist falsch - wie du ja nun selber festgestellt hast.

Aufgrund des höheren Feinkornanteil ist es richtig, dass man ,aufgrund der erhöhten spezifischen Oberfläche, mehr Zement benötigt. Da aber der Zementleim in dem 3-Stoffgemisch weniger Kräfte aufnehmen kann als das Korn an sich, hätte ich den Zement leistungsfähiger gewählt.

Hochfeste Betone haben einen erhöhten Zementanteil, dieser beeinflusst die Siebline dahingehend, dass der "Sandanteil" der Gesamtrezeptur erhöht ist. Das liegt aber an der Einteilung reinen Korngrößenbetrachtung.
Wenn man Bodenverbesserung mit Zement macht, kommt man auch mit 10 oder 20% Zement nicht auf eine vernünftige Festigkeit. Bei Sand oder Kies aber sehr wohl.

pauline
Diese Aussage ist für mich nicht klar formuliert. Meinst du Bodenverbesserung einmal mit Sand/Kies und einmal mit Zement?

Björn
 
Ja, das weiß ich wohl. Auf diesen Aspekt hatte ich ja auch angesprochen. Nur deine erste Aussage, dass dieses Material nicht besonders für Beton geeignet ist, ist falsch - wie du ja nun selber festgestellt hast.

Aufgrund des höheren Feinkornanteil ist es richtig, dass man ,aufgrund der erhöhten spezifischen Oberfläche, mehr Zement benötigt. Da aber der Zementleim in dem 3-Stoffgemisch weniger Kräfte aufnehmen kann als das Korn an sich, hätte ich den Zement leistungsfähiger gewählt.

Hochfeste Betone haben einen erhöhten Zementanteil, dieser beeinflusst die Siebline dahingehend, dass der "Sandanteil" der Gesamtrezeptur erhöht ist. Das liegt aber an der Einteilung reinen Korngrößenbetrachtung.


Diese Aussage ist für mich nicht klar formuliert. Meinst du Bodenverbesserung einmal mit Sand/Kies und einmal mit Zement?

Björn
Ich habe schon zu Beginn formuliert:
Also für Beton ist das Material nicht besonders geeignet.
Bei den großen Körnungen fällt ja fast alles durch, diese Steine fehlen also.
Das bedeutet kleine Körnungsziffer und hoher Zementbedarf.


Das habe ich nicht erst später festgestellt!

Es gibt keinen "leistungsfähigeren Zement".
Auch ein hochfester Beton hat den gleichen Zement wie ein Magerbeton.
Aber der W/Z-WErt ist geringer.

Eine Bodenverbesserung nennt man so, wenn Zement (oder Kalk) zugegeben wird. Das braucht der Straßenbau.

Mische ich den gleichen Prozentsatz an Zement unter Kies oder Sand statt unter den Boden, erreiche ich erheblich höhere Festigkeitenn nämlich einen Beton.

Bis zum E-Schein muß Dein Prof wohl nach viel Arbeit leisten.

pauline
 
Natürlich gibt es leistungsfähigeren Zement in Sachen Druckfestigkeit, je nachdem woraus der Zement besteht (Anteil Hochofenschlacke, Hüttensand etc.)

Das Einbringen von Zement/Kalk in vorhandenen Boden wird als Bodenverfestigung bezeichnet, eine Bodenverbesserung kann auch durch Bodenaustausch geschehen.
Mische ich den gleichen Prozentsatz an Zement unter Kies oder Sand statt unter den Boden, erreiche ich erheblich höhere Festigkeitenn nämlich einen Beton.

pauline
Was ist für dich Boden? Mit scheint dir ist die Definition nicht ganz klar. Kies oder Sand beschreibt nur die Korngrößen und somit in nahezu jedem Mischboden vorhanden.


Und lass uns hieraus kein Wettpisswettbewerb starten. Es ist ein Forum in welchem man über Zusammenhänge diskutieren kann/soll und kein "Ich-weiß-das-aber-besser-als-du-Ding"

Danke!

Björn
 
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