Sensorik

Moin alle samt!

Ich bin auf der Suche nach Sensoren für die Ermittlung des PH-Wertes, der Temperatur, der Härte, des Nitrat- und Nitritgehaltes einer Flüssigkeit. Die jeweiligen Konsentrationen, bzw. die Temperatur, soll mittels SPS ermittelt werden und auf einem Display angezeigt werden. Mit der Temperatur habe ich das bereits einmal gemacht und einen PTC verwendet. Nur mit den anderen Größen habe ich keine Erfahrung. Hat jemand soetwas schon einmal gemacht und kann hier seine Erfahrungen schildern?!? Danke im Vorab.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
AW: Sensorik

Der frequenzy ist ein Aquarianer!
Willkommen im Club!
:thumbsup:
Als solcher bin ich mir der Relevanz der Wasserwerte bewusst
und ich hab da auch schon viel gebastelt
und auch schon viel gezüchtet (unter anderem höchst erfolgreich Aquarien :D).

Zu den einzelnen Werten:
Temperatur:
mehr oder weniger leicht beinflussbar (ich heize in der Regel nicht mit Heizstäben, sondern mit der Leuchtenabwärme),
leicht messbar - also warum nicht?

pH-Wert:
elektrisch messbar, doch nur mit teuren, wartungsintensiven und begrenzt haltbaren porösen Glassensoren,
für die Aquarienpraxis besser nicht (Chemikalienpantscherei, eklatante Fehlmessungen möglich!)
Wenn´s denn UNBEDINGT gemessen werden muss, dann besser mit Farbumschlagsreagenzien.
(Das machen viele Leute, aber es ist weitgehend irrelevant - im Sinne von für die Katz.)

Härte (Karbonat- wie Gesamt-):
Sehr sehr aufwändig mit ionenselektiven Sensoren messbar,
für die Aquarienpraxis besser nicht (Chemikalienpantscherei, eklatante Fehlmessungen möglich!)
Wenn´s denn UNBEDINGT gemessen werden muss, dann besser mit Titration (Tröpfchentest)
und das ist nahezu immer, wenn man´s braucht (Zucht von Weichwasseraten)
ausschließlich mit der Karbonathärtemessung getan.

Nitrit und Nitrat:
Siehe Härte.
Nitrit sollte in einem funktionierenden Wandl ohnehin immer praktisch Null sein;
Nitrat wird durch Wasserwechsel und/oder darin wurzelnde Philodendren o.ä. eleminiert.

Was ich aber bei deiner Auflistung vermisst habe
und was nicht nur ausgesprochen aussagekräftig, sondern auch ausgesprochen einfach zu messen ist, ist der
Leitwert:
(Dieser Wert ist proportional der Summe aller in Ionenform gelösten Stoffe.)
Wenn du das Frischwasser misst, erhältst du über den Anstieg ein Kriterium für die Notwendigkeit des Wasserwechsels;
beim Verschneiden des Leitungswassers mit aufbereitetem (z.B. aus einer Osmoseanlage)
gibt es einen guten Richtwert für erzielte Wasser.
 
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