Selbständig machen mit Techniker?

Hallo. Kann ich mich als staatl. gepr. Techniker Fachrichtung Energie-und Automatiesierungstechnik selbständig machen? zB. als Elektroinstallateur, oder ähnliches?
oder braucht man zusätzlich einen Meisterbrief?
 
B

Blutswende

Gast
Hallo,

schau Dich mal im Forum um. Dort sind schon ettliche Beiträge darüber.

Nur soviel. Nach der neuen HWO ist der Techniker dem Meister gleichgestellt. Somit kannst Du DIch auch selbständig machen.

Gruß Sven
 
P

Peter.Schühly

Gast
Hi,

Nein Du brauchst keinen Meisterbrief !

Mit der Novellierung der Handwerksordnung wurde der staatlich geprüfte Gestalter und Techniker dem Handwerksmeister gleich gestellt.

Dies bedeutet :

· Die Qualifikation der Absolventen von staatlichen oder staatlich anerkannten
Fachschulen für Technik sowie für Gestaltung wird in jedem Fall der
Meisterprüfung als gleichwertig anerkannt, so dass sich diese im Handwerk mit
Meisterzwang selbständig machen können.

· Das Inhaberprinzip wurde aufgehoben. Es ist jetzt nicht mehr notwendig, dass der Inhaber eines Handwerksbetriebes in der Handwerksrolle eingetragen sein muß. Handwerksbetriebe, die unter die Anlage A fallen, können einen Betriebsleiter mit den erforderlichen handwerklichen Befähigungen anstellen.

Das bedeutet neue berufliche Chancen für den staatlich geprüften Techniker, der nun als Betriebsleiter in die Handwerksrolle eingetragen werden kann.

In Deutschland wurden in den letzten 30 Jahren ca. 800.000 staatlich geprüfte Gestalter und Techniker ausgebildet.

Der Verein der Techniker e.V. hat als erste Interessensvertretung des deutschen Technikers vor ca. 3 Jahren mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks Kontakt aufgenommen und letztlich die Anerkennung des staatlich geprüften Technikers durch den ZDH erreicht.

Am 27.02.03, also rund 2 Monate bevor die Novelle der HWO kam, fand die Sitzung der deutschen Spitzenverbände unter dem Vorsitz des VdT in Stuttgart statt.

Teilnehmer waren:
Herr Dr. John, IG - BAU, Herr Heck, ZDH, Herr Dörflinger, BLBS Herr Hess, BLBS, Herr Schühly, VdT, Herr Dinkelacker, VdT und die Schulleiter der Stuttgarter Meister- und Technikerschulen.

Durch die Teilnahme der Schulleiter von Meister- und Technikerschulen konnte so die Problematik der Zulassung von HWK- und IHK- Berufsabschlüssen für staatlich geprüfte Techniker erörtert werden. Aufgrund der Anhörung dieser Experten konnten neue Aspekte innerhalb der Ein- / Zuordnungsproblematik diskutiert werden, die bislang nach Meinung des VdT noch nicht berücksichtigt wurden.

So konnte erreicht werden, dass der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Deutsche Gewerkschaftsbund in seiner Stellungnahme zur Novelle der Handwerksordnung und später in den Gesprächen im Bundeswirtschaftsausschuss sich für die Gleichstellung des Gestalters und Technikers einsetzte.

Weitere Information finden Sie unter www.vdt-portal.de > Info > HWO


Ein Problem könnte s mit den Netzbetreibern wegen der ein Tragung dort gegen die Gespräche laufen hierzu aber noch .. !

Sitzung der Spitzenverbände der Beruflichenbildung und der Netzbetreiber unter dem Vorsitz des VdT. Um in der Sache weiter zukommen lud der Verein der Techniker e.V. hat aus diesem Grund die

Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, der Kultusbehörde, den Verband der Netzbetreiber und der Gas/ Wasserwirtschaft, die Zentralverbände des Elektro- und Gas/Wasserhandwerks, den Berufschullehrerverband und die Vertreter der Technikerschulen als Experte der beruflichen Bildung zu einem Fachgespräch eingeladen.

Die Energieversorger legen Wert auf die Netz- und Versorgungssicherheit und
damit auf den Schutz des Verbrauchers und derer Anlagen. Dadurch ist es

erforderlich, dass nur hoch qualifizierte Fachleute in die Installationsverzeichnisse eintragen werden. Bei der ersten Sitzung dieser Art in der Geschichte der deutschenTechnikerbewegung, wurde im wesentlichen die Vergleichbarkeit zwischen der einjährigen Meister und der zweijährigen
Technikerausbildung den Vertretern derEnergiewirtschaft dargelegt. Wie wir erfahren haben, ist der Bundesinstallationsausschuss im Begriff seine Richtlinien zu überarbeiten.

Es ist davon auszugehen, dass bis Mitte desJahres 2004 die neuen Richtlinien vorgelegt werden.

Nun sind die Experten der beruflichen Bildung gefragt. Es besteht die einmalige Chance die Inhalte der Lehrpläne unserer Technikerschulen zu überprüfen und sie auf die wirtschaftlichen Belange hin abzugleichen.

Hierzu steht der VdT e.V. bereits in Gesprächen mit den Vertretern der Kultusministerkonferenz und des Berufschullehrerverbandes, deren Vertreter bekanntlich als Experten der beruflichen Bildung in den Kultusministerien und der Kultusministerkonferenz anerkannt sind.

Der VdT e.V. hofft, dass bis zum Herbst des laufenden Jahres eine positive Lösung des Problems

gefunden wird. Dieses wäre für die ca. 300.000 betroffenen staatlich geprüften Techniker ein zukunftweisendes Signal und würdesicherlich neue Existenzen in diesem Wirtschaftsbereich schaffen.


www.vdt.portal.de > Info > Installationsverzeichniss


Gruß Peter
 
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