Schwierigkeitsgrad Techniker teilzeit (im Vgl. zu Studium Maschinenbau)

Servus, ich werde im Juni diesen Jahres meine Ausbildung zum Industriemechaniker beenden. Direkt im Anschluss will ich mich weiterbilden. Ich bin 24 Jahre und verfüge über das Abitur LK Deutsch und Erziehungswissenschaften :) ). Eigentlich hatte ich vor den Techniker zu machen auf Teilzeit, um weiterhin noch Geld zu verdienen. Am Anfang war ich noch sehr unentschlossen, ob Meister oder Techniker, aber es wird wohl doch der Techniker, auch wenn ich mir da immer noch nicht sicher bin. Jedenfalls hat mein Lehrer an der Berufsschule und auch diverse Arbeitskollegen nahegelegt, dass ich doch mit Abitur studieren gehen sollte. Ich bin zwar eher praktisch veranlagt und kein Büromensch, aber naja, mein abi will ich schon nutzen und das Geld später muss auch stimmen. Da käme für mich nur ein Verbundstudium in Iserlohn in Frage, da ich weiterhin Geld verdienen will. Ich kenne aber einige Leute, die Maschinenbau studieren, bzw. studierten. Was ich da so gesehen habe, traue ich mir das nicht wirklich zu, vor allem, weil ich in Mathe im Grundkurs beim Abi immer nur eine 4 bis 4- hatte. Bei meinen Recherchen bzw. Nachfragen wurde mir von vielen gesagt, dass der Techniker fast den selben Schwierigkeitsgrad hat, wie ein Studium im Bereich Maschinenbau. Kann mir da einer was zu sagen?
 
Ich glaube gehört zu haben, dass das Maschinenbau Studium eines ist, welches die meisten Abbrecher hat. Ich bin zwar kein Maschinenbautechniker, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das in dem Bereich vergleichbar wäre
 
Da ich gerade den Techniker mache und auch 3-4 Semester Maschinenbau studiert habe kann ich das ganz gut vergleichen denke ich. Das Studium war, was Mathe und Informatik angeht, viel schwerer. Mathe setzt da an wo das Abi aufgehört hat. Dafür fing man beim Technischen quasi bei Null an. Der Prof musste z.B. erklären was eine Passung ist usw.

Beim Techniker fängt man mit Mathe irgendwo zwischen Klasse 8-10 an und geht auch viel langsamer vor. Man muss bedenken, dass jemand der vorher den Hauptschulabschluss gemacht hat vielleicht noch nie was von Gleichungen gehört hat.

Hab beides in Teilzeit gemacht und das Studium abgebrochen weil es in Teilzeit für mich nicht machbar war. 3 x wöchentlich + Samstags waren einfach zuviel. Zudem die Kosten von 300€/Monat. Falls ich jemals wieder studiere, dann in jedem Fall ein Fernstudium.

Ach ja, hab vorher Fachabitur mit dem Schwerpunkt Wirtschaft/Verwaltung und danach eine Ausbildung zum TZ gemacht.

Meiner Meinung nach passt der Techniker als Berufsbegleitende Weiterbildung besser als ein Studium. Wenn man Maschinenbau studieren will, sollte man das (wegen dem hohen Schwierigkeitsgrad) schon in Vollzeit machen denke ich. Kommt aber natürlich auch auf dich an. Jeder ist anders veranlagt.
 
Ok, vielen Dank, genau das wollte ich hören. Hätte ich auch fast so erwartet. Wie viele das Studium abbrechen, ist ja bekannt. Vollzeit kommt auf keinen Fall in Frage für mich, weil ich das Geld brauche. Daher wird es dann für ich wohl der Techniker auf Teilzeit. Veranlagt für Mathe bin ich nicht wirklich :) Für die Berufsschule hats locker gereicht, für den Techniker wirds wohl auch reichen denke ich dann, aber für ein Studium wohl kaum, wenn ich im Grundkurs im Abi schon nur immer nur eine 4 hatte.
 
Hab beides in Teilzeit gemacht und das Studium abgebrochen weil es in Teilzeit für mich nicht machbar war. 3 x wöchentlich + Samstags waren einfach zuviel. Falls ich jemals wieder studiere, dann in jedem Fall ein Fernstudium.
Ich bin gerade ein wenig irritiert. Du hast in Teilzeit studiert. Was genau ist da der Unterschied zum Fernstudium, bzw. Verbundstudium. Google kann mir nicht helfen.
 
Vorlesungen hast du 2-3 x wöchentlich abends 18:00-21:15 Uhr und 2-3 x monatlich samstags 08:30-15:15 Uhr.

Das heißt du musst anwesend sein. Also eigentlich ähnlich wie beim Techniker in Teilzeit, nur mit mehr wöchentlich Stunden. Diese Anwesenheitspflicht und die hohen Kosten haben mir das Genick gebrochen.
 
J

jack44

Gast
Servus, ich werde im Juni diesen Jahres meine Ausbildung zum Industriemechaniker beenden. Direkt im Anschluss will ich mich weiterbilden. Ich bin 24 Jahre und verfüge über das Abitur LK Deutsch und Erziehungswissenschaften :) ). Eigentlich hatte ich vor den Techniker zu machen auf Teilzeit, um weiterhin noch Geld zu verdienen. Am Anfang war ich noch sehr unentschlossen, ob Meister oder Techniker, aber es wird wohl doch der Techniker, auch wenn ich mir da immer noch nicht sicher bin. Jedenfalls hat mein Lehrer an der Berufsschule und auch diverse Arbeitskollegen nahegelegt, dass ich doch mit Abitur studieren gehen sollte. Ich bin zwar eher praktisch veranlagt und kein Büromensch, aber naja, mein abi will ich schon nutzen und das Geld später muss auch stimmen. Da käme für mich nur ein Verbundstudium in Iserlohn in Frage, da ich weiterhin Geld verdienen will. Ich kenne aber einige Leute, die Maschinenbau studieren, bzw. studierten. Was ich da so gesehen habe, traue ich mir das nicht wirklich zu, vor allem, weil ich in Mathe im Grundkurs beim Abi immer nur eine 4 bis 4- hatte. Bei meinen Recherchen bzw. Nachfragen wurde mir von vielen gesagt, dass der Techniker fast den selben Schwierigkeitsgrad hat, wie ein Studium im Bereich Maschinenbau. Kann mir da einer was zu sagen?

@franzl
ich bin 47j ,hab Dreher gelernt , auch studiert Konstruktionstechnik und ich bin ganz schön auf die Nase gefallen.
Mechanik und Mathe, und auch die anderen Fächer sind im Studium weit anspruchsvoller als bei einer Technikerausbildung.Dazu kommt ein ganz wichtiger entscheidender Tipp: Wenn du den Konstruktionstechniker machst und eine Lehre als Industriemechaniker hast, hast du fast keine Chance weil die konstruktive Berufserfahrung fehlt!!!
Mich hat das 14 Jahre arbeitslosigkeit gekostet . Als Industriemechaniker würde ich dir aus Erfahrung dringend raten den Refa Techniker zu machen und nicht den Konstruktionstechniker.
 
@franzl
Dazu kommt ein ganz wichtiger entscheidender Tipp: Wenn du den Konstruktionstechniker machst und eine Lehre als Industriemechaniker hast, hast du fast keine Chance weil die konstruktive Berufserfahrung fehlt!!!

Ich würde gerne verstehen wie das gemeint ist. Also ich interessiere mich für eine Weiterbildung zum Techniker und verstehe den Tipp nicht. Wenn ich doch gerade erst den Techniker (z.B. Konstruktionstechniker) mache, wie kann ich da gleichzeitig schon Berufserfahrung auf diesem Gebiet sammeln, wenn ich ganz normal in dem Beruf arbeite in dem ich ausgebildet wurde?
 
Guten Tag,

vielleicht kann ich auch etwas weiterhelfen.
Ich studiere in Iserlohn im Verbund Maschinenbau und bin sehr zufrieden.
Wir bekommen pro Semester zu jedem Modul ein Lehrbrief welcher selbstständig durchzuarbeiten ist.
Alle 14 tage Samstags findet eine Präsenzveranstaltung statt die gehen meist von 9:00-16:30 Uhr , wo offene fragen zu den Lehrbriefen geklärt werden und auch Übungsaufgaben vom Prof. vor gerechnet werden, außerdem kann man noch zu den Sprechstd. gehen falls weiterhin Sachen ungeklärt bzw. unklar sind.
Insgesamt ist es sehr anspruchsvoll neben dem Beruf, allerdings machbar!
Begleitend in den Grundlagenfächern findet ein Tutorium statt für Mathe und Techn Mech..

Gruß
 
Ich würde gerne verstehen wie das gemeint ist. Also ich interessiere mich für eine Weiterbildung zum Techniker und verstehe den Tipp nicht. Wenn ich doch gerade erst den Techniker (z.B. Konstruktionstechniker) mache, wie kann ich da gleichzeitig schon Berufserfahrung auf diesem Gebiet sammeln, wenn ich ganz normal in dem Beruf arbeite in dem ich ausgebildet wurde?
Viele die den Konstruktionstechniker machen sind ausgebildete Zeichner und haben schon einiges an Erfahrung in der Konstruktion gesammelt bevor die mit dem Techniker fertig sind. Techniker die z.B. in die AV wollen profitieren wiederum von Berufserfahrung als Zerspaner oder ähnlichem. Natürlich ist alles möglich, aber oft gibt die Ausbildung und Berufserfahrung schon eine gewisse Richtung vor.
 
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