Schraubenberechnung mit DAA Skript

Hallo zusammen,

wie berechnet man in dem angehängten Beispiel die benötigte Schrauben Größe?
Unabhängig vom Material der Bauteile, die Maße sind auch frei gewählt.

In den Skripten vom DAA wird ein solcher Fall meiner Meinung nach nicht aufgeführt. Hier werden nur Beispiele behandelt bei der die Schrauben längs ODER quer belastet sind.

Wie geht man in diesem Fall vor?

Nimmt Mann als Querbelastung die 10kN an, unabhängig von der Länge 300mm?
Rechnet man die Axialbelastung der Schrauben über ein entstehendes Moment aus?
Je nach angenommen Drehpunkt würden die Schrauben dann doch unterschiedlich stark axial belastet werden oder?

Vielleicht kann mir jemand dazu auf die Sprünge helfen?
Wie sehen das andere Kollegen vom DAA,
finde ich vielleicht die Beispiele in den Unterlagen nur nicht?

Danke im Voraus
 

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Hallo zusammen,

wie berechnet man in dem angehängten Beispiel die benötigte Schrauben Größe?
Unabhängig vom Material der Bauteile, die Maße sind auch frei gewählt.

In den Skripten vom DAA wird ein solcher Fall meiner Meinung nach nicht aufgeführt. Hier werden nur Beispiele behandelt bei der die Schrauben längs ODER quer belastet sind.

Wie geht man in diesem Fall vor?

Nimmt Mann als Querbelastung die 10kN an, unabhängig von der Länge 300mm?
Rechnet man die Axialbelastung der Schrauben über ein entstehendes Moment aus?
Je nach angenommen Drehpunkt würden die Schrauben dann doch unterschiedlich stark axial belastet werden oder?

Vielleicht kann mir jemand dazu auf die Sprünge helfen?
Wie sehen das andere Kollegen vom DAA,
finde ich vielleicht die Beispiele in den Unterlagen nur nicht?

Danke im Voraus
Weshalb meldet sich denn niemand von den anderen DAA- Kollegen?
Mir z. B. fallen 2 Lösungsvorschläge ein- aber ich lasse den anderen Forums- Experten hier gern den Vortritt.
 
Beide Belastungsfälle (Quer-/Längsbelastung) mit den größten Möglichen Belastungen berechnen.
Anschließend Schrauben auswählen, welche beidem Stand halten würden.
 
Beide Belastungsfälle (Quer-/Längsbelastung) mit den größten Möglichen Belastungen berechnen.
Anschließend Schrauben auswählen, welche beidem Stand halten würden.

Wüsste hier jetzt bei der Skizze im Anhang aber auf Anhieb nicht wie ich die größte Längsbelastung ausrechne.
Welchen Drehpunkt nimmt man zum Berechnen des Momentes an?
Die Kraft der Querbelastung F, egal wie weit der Angriffspunkt von der Anschraubfläche weg ist?

Ist das irgenwo in den Unterlagen aufgeführt, falls ja, wo?

Danke im Voraus
 
Ich habe zwar hier Formeln gefunden wie man sowas anscheinend berechnet,
https://www.schweizer-fn.de/maschinenelemente/schraube/schraubenverbindung.php ,
bin nur etwas verwundert dass diese Fälle bei den DAA Unterlagen (zumindest im Fach "Maschinenbautechnische Grundlagen")
nicht aufgeführt sind.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass die beim DAA für die Techniker da nicht so ins Detail gehen bei der Schraubenberechnung.

Zum Beispiel kam im Seminar mal die Frage, ob man nicht bei den (4?) Schrauben (gleiche Skizze wie bei dir) zwischen Zug für die oberen beiden und Druck für die unteren beiden unterscheiden müsste. Da hieß es vom Dozenten nur, dass man das im Studium macht. Der Techniker berechnet hier nur grob und geht da nicht so detailliert ran. 🤷🏼‍♂️
 
Hier mal mein Ansatz.
Ich habe es nach der Methode von schweizer-fn.de versucht mit der Formel Konsolenverschraubungen. In den DAA-Unterlagen finde ich dazu nichts.

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Ohne Gewähr 😄
 
Danke schon mal für die Mühe!
So in der Art hätte ich es auch versucht.
Aber gut zu wissen das Du bestätigst dass im DAA diese Fälle nicht behandelt werden.
 
Was ich hier noch versucht hätte irgendwie mit einfließen zu lassen wäre die auftretende Querbelastung.
Aber wie ich das dann mit der Längsbelastung kombinieren kann habe ich keine Ahnung.
 

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Ich bin mir nicht sicher, ob man das überhaupt kombinieren kann.

Schau dir mal HaSit3 Wanddrehkran an. Da gibt es eine ähnliche Aufgabe.
Dort zieht ein Seil an einer Konsole.
Die Kraft wird in X- und Y-Komponenten aufgeteilt und mit der größeren der beiden Kräfte werden die benötigten Schrauben berechnet.
 
Ja, genau diesen Wanddrehkran hatten wir erst vor kurzem im Seminar behandelt.

Und diese Frage zwecks Kombination der beiden Längs- und Quer-Kräfte konnte mir da auch nicht beantwortet werden.

Ich war der Meinung, wenn man einfach die größere auftretende Kraft zur Auslegung der Schrauben her nimmt, dann könnte doch unter Umständen der zusätzliche kleinere Teil zu Problemen führen? Je nachdem wie groß die Unterschiede der beiden Lastfälle sind.
 
Wegen der Querkraft, steht auf der folgenden Seite
die Formel für die Schraubenkraft F_a,Ly durch das Moment und darunter die Schraubenkraft F_K,Q die aufgebracht werden muß um die Schraubenverbindung duch Reibschluß zu halten. Diese beide Kräfte werden addiert F_s,ges und daraus die Schraubengröße berechnet (Sicherheit berücksichtigen).
Oder verstehe ich das vielleicht falsch?
 
Wegen der Querkraft, steht auf der folgenden Seite
die Formel für die Schraubenkraft F_a,Ly durch das Moment und darunter die Schraubenkraft F_K,Q die aufgebracht werden muß um die Schraubenverbindung duch Reibschluß zu halten. Diese beide Kräfte werden addiert F_s,ges und daraus die Schraubengröße berechnet (Sicherheit berücksichtigen).
Oder verstehe ich das vielleicht falsch?
Hallo notna11: Vorab, ich bin zwar kein Techniker und kann daher nicht beantworten, wie detailliert ihr das während der Techniker-Ausbildung behandeln werdet, bzw. mit welchen überschlägigen Ansätzen ihr da rangeht. Konkret würde ich (Maschinenbauingenieur) an die Aufgabe wie folgt rangehen: Die Kraft, die aus dem Moment heraus resultiert, wird nur von den beiden oberen Schrauben aufgenommen. Als Hebellänge für die beiden Schrauben kann man überschlägig die 200 mm ansetzen, die oben in der Skizze von "smarten" angegeben ist. Das hängt letztendlich von der Steifigkeit der Konsole ab, also wie steif das senkrechte Blech der Konsole ist. Im Zweifelsfall wäre also der Hebelarm eher kleiner als 200 anzusetzen, um somit dann eine höhere erforderliche Schraubenkraft zu erhalten. Diese Kraft wird dann durch die beiden oberen Schrauben aufgenommen und reduziert die Vorspannkraft der oberen Schrauben. Die "Rest-Vorspannkraft", die die oberen Schrauben dann noch (hoffentlich) besitzen, müssen gemeinsam mit der Vorspannkraft der unteren Schrauben noch ausreichend groß sein, um multipliziert mit dem Haftreibwert, der zwischen der Konsole und der anschließenden Konstruktion vorherrscht, noch eine ausreichend große Reibkraft zu erzeugen, damit die Konsole durch die Querkraft nicht rutscht, und die Schrauben somit nicht auf Scherung beansprucht werden. Falls Interesse besteht, kann ich den Lösungsweg auch gerne mit einem Video in meinen youtube-Kanal einstellen. Dann gebt einfach Bescheid :-)
 
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