Schmierfähigkeit Kraftstoffgemisch

Mahlzeit zusammen,

Kraftstoffgemisch bestehend aus 98 Vol.% Super Bleifrei und 2 Vol.% destilliertem Wasser. Durch stetiges Rühren bildet sich eine Emulsion. Inwiefern verändert sich die Schmierfähigkeit dieser Emulsion gegenüber 100 Vol.% Super Bleifrei.

Hat einer eine Idee oder eine Eingebung?

Gruss radionline
 
AW: Schmierfähigkeit Kraftstoffgemisch

Mahlzeit zusammen,

Kraftstoffgemisch bestehend aus 98 Vol.% Super Bleifrei und 2 Vol.% destilliertem Wasser. Durch stetiges Rühren bildet sich eine Emulsion. Inwiefern verändert sich die Schmierfähigkeit dieser Emulsion gegenüber 100 Vol.% Super Bleifrei.

Hat einer eine Idee oder eine Eingebung?

Gruss radionline
Idee:

Da der Siedepunkt deutlich unter dem vom H2O liegt (wg. WBB) und somit die "Viskosität" hoeher ist als bei reinem Benzin, wird wohl die Schmierfaehigkeit durch diese Emulsion erhoeht.
 
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Servus,

Idee:

Da der Siedepunkt deutlich unter dem vom H2O liegt (wg. WBB) und somit die "Viskosität" hoeher ist als bei reinem Benzin, wird wohl die Schmierfaehigkeit durch diese Emulsion erhoeht.
die Schmierfähigkeit wird durch Wasser erhöht? Und das Wasser erhöht auch noch die Viskosität?
Schade das Wasser nicht brennt! Das würde ich sonst nur noch tanken :p.

Das verstehe ich jetzt nicht :? . Könntest Du das mal genauer erklären?

Gruß Daniel
 
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Also ich möchte auch gerne die Verdeutlichung, ein sehr interessantes Thema.
 
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Servus,



die Schmierfähigkeit wird durch Wasser erhöht? Und das Wasser erhöht auch noch die Viskosität?
Schade das Wasser nicht brennt! Das würde ich sonst nur noch tanken :p.

Das verstehe ich jetzt nicht :? . Könntest Du das mal genauer erklären?

Gruß Daniel
Ok, nehmen wir anstatt Benzin einfach Wasser als Grundmedium. Wuerden wir jetzt z.B. Glycerin hinzufügen, wäre die Viskosität von H2O deutlich hoeher als ohne. Grund hierfuer ist, wie schon bereits erwaehnt, die WBBs, sprich H-Brueckenbindungen. H2O kann lediglich 3 WBBs ausbilden, bei Glycerin (Propa-1,2,3-triol) mehr als doppelt so viele. Benzin hingegen garkeine, da es kein Dipolmoment besitzt und somit lediglich auf V.d.W-Bindungskraefte zurueckgreifen kann. Daher bekaeme man eine viskosere Fluessigkeit als nur mit dem Grundmedium. Und soweit ich weiss, ist Viskositaet ein Faktor, der den Schmierfaktor beeinflusst, da dieser somit langsamer "wegflutscht" (die Physiker wuerden hierbei von Traegheit reden - Schmieroel ist z.B. wesentlich traeger als H2O).

Naja, und bzgl. "Wasser nicht brennt": Wasser ist chemisch gesehen schon verbrannt ;-)
 
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Servus,

Ok, nehmen wir anstatt Benzin einfach Wasser als Grundmedium. Wuerden wir jetzt z.B. Glycerin hinzufügen, wäre die Viskosität von H2O deutlich hoeher als ohne...
ach was..... Aber das liegt wohl eher daran das Glycerin eine ca. 1480 mal höhere Viskosität als Wasser besitzt!!!

Naja, und bzgl. "Wasser nicht brennt": Wasser ist chemisch gesehen schon verbrannt ;-)
Da geb ich dir recht. Nur brennt das Verbrennungsprodukt von Wasserstoff echt schlecht :D.

Nach ein wenig googlen komme ich zu folgendem Ergebnis: Benzin hat eine Viskosität von 0,65 mPas und Wasser 1 mPas. Daher sollte die Viskosität steigen.

Gruß Daniel
 
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Nach ein wenig googlen komme ich zu folgendem Ergebnis: Benzin hat eine Viskosität von 0,65 mPas und Wasser 1 mPas. Daher sollte die Viskosität steigen.

Gruß Daniel
Na und was habe ich gesagt?

Das Bsp. mit Glycerin war lediglich zur Verdeutlichungen und besseren Vorstellungsmoeglichkeit, warum die Schmierfaehigkeit einer Benzin/H2O-Emulsion durch Zugabe von H2O steigt. Naja, egal...
Frage ist ja zumindest hiermit - endlich - beantwortet.
 
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Erst mal bin ich positiv überrascht das ich zu dem Thema noch einige Antworten bekomme bzw. sich eine Diskussion entspinnt. Danke!

Ok, laut der Erklärung von AUBEC müsste das von mir angesprochene Kraftstoff-Wasser-Gemisch eine höhere Viskosität haben. Grund ist wohl, das das Wasser 3 WBB aufbauen kann, Benzin nicht.
1. Wieso ist die Anzahl der WBB verantwortlich für die Viskosität?
2. Jeder Fachmann bestätigt, das bei ein Kurzstreckenfahrzeug aufgrund der fehlenden "Betriebstemperatur" Kondenswasser in das Motoröl gelangt und sich hier ebenfalls eine Emulsion bildet, die aber die Schmierfähigkeit des Motoröles herabsetzt, was somit zu erhöhten Verschleiß führt. Den gleichen Effekt hat man bei der Verbrennung von Rapsöl ohne Vorwärmung. Wie erklärt sich dieser Umstand? Inwiefern unterscheiden sich Motoröl und Benzin hinsichtlich der angesprochenen WBB'S?
 
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Erst mal bin ich positiv überrascht das ich zu dem Thema noch einige Antworten bekomme bzw. sich eine Diskussion entspinnt. Danke!

Ok, laut der Erklärung von AUBEC müsste das von mir angesprochene Kraftstoff-Wasser-Gemisch eine höhere Viskosität haben. Grund ist wohl, das das Wasser 3 WBB aufbauen kann, Benzin nicht.
1. Wieso ist die Anzahl der WBB verantwortlich für die Viskosität?
2. Jeder Fachmann bestätigt, das bei ein Kurzstreckenfahrzeug aufgrund der fehlenden "Betriebstemperatur" Kondenswasser in das Motoröl gelangt und sich hier ebenfalls eine Emulsion bildet, die aber die Schmierfähigkeit des Motoröles herabsetzt, was somit zu erhöhten Verschleiß führt. Den gleichen Effekt hat man bei der Verbrennung von Rapsöl ohne Vorwärmung. Wie erklärt sich dieser Umstand? Inwiefern unterscheiden sich Motoröl und Benzin hinsichtlich der angesprochenen WBB'S?
1. Naja, eigentlich doch schon selbsterklaerend; Je mehr polare Bindungsmoeglichkeiten aká H-Brueckenbindungen, desto mehr Atome ziehen sich gegenseitig an. :-) Wie WBB genau funktionieren kannst du sicher googlen oder in einschlaegiger Literatur nachlesenn (Vollhardt, Clayden etc.). Je mehr sie sich anziehen, desto fester sind die Molekuele zusammengezogen, umso hoehere Temperaturen braucht es, diese Kraefte zu leosen und die Molekuele wieder auseinander zu bringen.
2.Genau kann ich dir diese Frage nicht beantworten, da ich selber nur chemie studier und somit weniger mit Technik zu tun habe. Allerdings wuerde sich folgende Ueberlegung stellen: Benzin hat einen Flammpunkt von ca. 400K. H20 hingegen kondensiert bzw. siedet aber bereits bei 373K. Daraus wuerde ich eben die Vermutung anstellen, dass der Motor mit siedendem Wasser vollgepumpt wird und nicht genug Benzin verbrennt und somit den Motor schadet (Die eingespritzte Emulsion besteht hauptsaechlich bzw. ueberwiegend aus H2O), da Wasser eine vergleichsweise schlechte Schmierfaehigkeit besitzt. - Wie gesagt, lediglich eine Vermutung von nem Chemiker :-)
 
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Hi Aubec,

zu 2.) Haste da jetzt was durcheinandergeworfen? Es geht um die Emulsion aus Motoröl und Wasser, und die wird nicht eingespritzt!:? Aber egal. Wenn ich jetzt Deiner bisherigen Argumentationsschiene folge, dann wird durch das Wasser die Viskosität/Schmierfaktor herabgesetzt (da die von Wasser wesentlich niedriger ist als die von Motorenöl), genau anders herum als wenn das Wasser in Benzin kommt.
Was mir nur noch etwas nachhängt ist, das sich Wasser und Benzin nicht vermischen, eben eine Emulsion bilden. Kann man da von einer Veränderung der Viskosität ausgehen? Und kann man dies 1:1 auf den Schmierfaktor übertragen? Je nach Rührintensität bildet sich diese feiner oder "grober" aus. Den Effekt sieht man sehr gut wenn man Wasser in Salatöl gibt und mit einem Schneebesen unterschiedlich stark verrührt. Benetzt man jetzt ein schiefe Ebene mit dieser Emulsion und lässt einen Körper herabgleiten (so wird bei Diesel übrigens die Schmierfähigkeit bestimmt), ist die "Schmierung" bzw. Trägheit immer gleich? Vielleicht sollte man es einfach mal ausprobieren:)
 
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