Schaltschrank, Stromlaufplan, E-Installation - Grundlagen

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von subman82, 8 Feb. 2011.

  1. Hallo zusammen!

    Ich wollt euch mal fragen, ob ihr gute Grundlagenunterlagen kennt über Schaltschränke und Stromlaufpläne. Ich hatte bis jetzt noch nix mit E-Installation zu tun und möchte mich da mal einlesen.Ich habe schon nach einzelnen Komponeten von Schaltschränken im Internet gegooglet aber das ist alles sehr verstreut. Ich müsste wirklich bei Null anfangen.
    Bauteile im Schaltschrank, lesen des Stromlaufplanes, Auslegen der einzelnen Komponeten, etc....
    Vielen Dank für eure Hilfe.
     
  2. AW: Schaltschrank, Stromlaufplan, E-Installation - Grundlagen

    Uhm ... harte Nuss, wie viele Jahre hast du Zeit?
    Ich würde eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker oder Elektroinstallateur (3 1/2 Jahre), evetuell zur Vertiefung mit nachfolgender Meister-, Techniker- oder Ingenieursausbildung (2-6 Jahre) empfehlen.

    Um ehrlich zu sein, würd ich wirklich die Finger von lassen wenn ich keine einschlägige Ausbildung - und vor allem Berechtigung für solche Tätigkeiten - habe. Das kann übel ausgehen, bis hin zu Gefängnisaufenthalten wegen fahrlässiger Körperverletzung oder schlimmerem.

    --> Man kann sich nicht einfach in die Planung "reinlesen", da braucht man theoretisches Wissen aus Schaltungstechnik, Physik, Elektrotechnik und einen ganzen Satz Praktische Erfahrung für.
    Elektrotechnik ist nichts fürs Selbststudium, ich hab schon zuviele üble Sachen gesehen wo Leute gesagt haben: "Das hat ein Nachbar von mir gemacht, der hat gesagt der kann das", als das ich hier mit gutem Gewissen Ratschläge für Literatur geben würde.
    Ich denke meine Berufsgenossen (damit meine ich jetzt Elektriker, Elektromeister, -techniker und -Ingenieure) werden mir damit Recht geben.

    Das einzige was ich ruhigen Gewissens empfehlen kann ist die Lektüre der DIN-VDE, genauer gesagt der DIN-VDE 0100
     
    #2 Engelskrieger, 8 Feb. 2011
    Zuletzt bearbeitet: 8 Feb. 2011
  3. AW: Schaltschrank, Stromlaufplan, E-Installation - Grundlagen

    Hi!
    Danke für den Tipp!! Ich sehe das auch so wie du aber ein gewisses Grundwissen ist schon vorhanden. Ich habe Maschinenbau studiert und hatte Elektrotechnik1+2, Regelungstechnik, Messtechnik und Elektrosteuerungstechnik. Ich habe vielleicht etwas übertrieben, dass ich bei null anfangen muss, da ich zu einigen Sachen schon Kontakt hatte. Mir fehlt vielmehr die Praxiserfahrung und möchte vorbereitende Arbeiten erledigen können. Die endgültige Installation macht natürlich der Elektriker. Ich such nur gutes Lehrmaterial auch aus eigenem Interesse an der Materie.
    Die Berechnungen aus dem Studium find ich dabei nicht sooo hilfreich. Schaltpläne lesen oder anderes griffiges wurde da nicht so ausführlich vermittelt, es waren mehr Formeln und zusammenhangsloses was ich jetzt zusammenfügen möchte.
     
  4. AW: Schaltschrank, Stromlaufplan, E-Installation - Grundlagen

    Hm ... okay, dementsprechend würd ich das emfehlen was (zumindest bei mir im Studium) von den Professoren empfohlen wurde: "Suchen sie sich ein Buch aus aus dem sie gut lernen können" ... oder so war das.
    In dem Fall würd ich mit einem oder zwei Schaltungstechnik-Büchern für Berufsschule anfangen um wirkliche Schaltungstechnische Grundlagen zu schaffen (davon gibt es bei Amazon zuhauf).
    Ausserdem zwei Bücher für Grundlagen Elektrotechnik, eines das die Hintergründe beschreibt (Elektrotechnik für Berufsschulen) und eins das die Mathematik beschreibt (ab Fachabitur aufwärts) um das mit den Formeln auf die Reihe zu bekommen.
    Dessweiteren ein bis zwei Monate mit in die Werkstatt (oder auf die Baustelle) gehen und Verteilungen unter Aufsicht mitbauen bzw. anschließen.

    Nicht zuletzt: Einen VDE-0100-Kurs mit Bescheinigung besuchen, damit der arme Elektriker (der sich häufig auf den Ingenieur verlässt) nicht dafür bestraft wird, daß der Schaltschrank den er gebaut hat von jemandem geplant wurde der das nicht darf.

    Absolut positiv: als Maschinenbauingenieur hast du ja eine gewisse vorstellung davon, daß bei Energieumsetzung auch Wärmeenergie frei wird, die man bei der Auslegung von Verteilungen und Schaltschränken mitberechnen muss. Das ist etwas was viele Elektromenschen häufig vergessen :(
     
  5. AW: Schaltschrank, Stromlaufplan, E-Installation - Grundlagen

    Bücher gibts genug, das habe ich leider auch schon herausgefunden. Dir fällt aber auch kein praxisnahes Buch ein oder? In erster Linie such ich etwas was die einzelnen Bauteile kurz beschreibt. Am besten Bild mit Namen und Funktion und dann noch eine Erläuterung wie man den Schaltplan richtig liest und für den Rest nehm ich mir danach Zeit. Das meinte ich mit "ich muss bei null anfangen". Ich brauch so die Basics , damit ich dem Elektriker die notwendigen Unterlagen zusammensuchen kann. Ich hab zwar auch interesse dran mich genauer rein zu lesen haben da haste schon recht, da brauch ich Jahre für:/

    Ich glaub ich muss mal wieder in die Bibliothek....:D

    Danke für deine Hilfe!
     
  6. Es ist verwunderlich welche Antwort auf eine simple Frage erteilt wird. Jemand möchte sich in die Theorie des Schaltschrankbaus einlesen und erhält eine schwülstige Aussage zu den Gefahren im Umgang mit Strom und der umfangreichen Materie. Wenn ich nach Literatur über Raubtiere frage, brauche ich keine warneneden Hinweise über den Umgang mit ihnen.
     
  7. Da kann ich Stromboli nur zustimmen. Einen Maschinenbau-Ingenieur die Qualifikation eines Hauptschülers zusprechen, eine einzige Peinlichkeit. Außerdem hat man ein Schlosser / Maschinenbauer, der sich mit der Elektrotechnik seiner Anlagen beschäftigt, also da kann Instandhaltung & Instandsetzung richtig Spaß machen. Mit guten Leuten, die den Blick fürs Ganze haben, arbeite ich halt gerne zusammen. Er will seine Anlage verstehen und der Elektro Abteilung effizient zuarbeiten, entweder sehr löblich oder man sparrt sich nur den E- Techniker/ Ingenieur. Wie auch immer,bis hier eine sinnlose Diskussion.
    Folgendes:
    Ich bin frischer Elektrotechniker und bin jetzt von der Industrie (hauptsächlich Instandhaltung) im Handwerk gelandet. Zu meinen zukünftigen Aufgaben wird u.a. das Planen und Projektieren von Schaltschränken für den Maschinenbau gehören. Wir erneuern bspw. gerade die Steuerungen einer Badeanstalt ein recht großes Projekt für uns. Oder wir bauen Steuerungen für kleine Antriebe, Pressen oder der gleichen. Bisher war ich damit beschäftigt, aus Skizzen für Verteilungen, Pläne zu erstellen und diese dann zu verdrahten. Also für reine Elektroinstallation, Gebäudetechnik.
    Also neuer Thread oder wiederbeleben? Ist ja im Prinzip die selbe Frage, halt nur konsequent.

    Projektieren von Schaltschränken Grundlagen
    VDE.Normen Schaltschrankbau
    Maschinenrichtlinien
    Symbole und Kennzeichnungen
    Normgerechte Pläne
    Beispiele , (modulare) Lösungskonzepte
    Sicherheitstechnik wdh.
    Schutzeinrichtungen/klassen/arten wdh.,
    vielleicht gute Fachzeitschrift?

    Das sind jetzt die Begriffe oder Themenschwerpunkte die mir so durch den Kopf gehen. Würde ja gerne wissen wie es bei anderen jung Technikern so läuft, aber wäre schön, wenn wir hier nicht rum diskutieren sondern etwas zusammentragen. Ansonsten gerne pN.

    Mfg
     
  8. Wozu diese Aufregung? Ich kann an den Antworten von Engelskrieger nix Verwerfliches finden!
    Die erste Antwort beruht auf der Unkenntniss über den Wissensstand von subman82. Nach der Klärung dessen ist der Hinweis auf die genannten Fachbuchrichtungen und die Empfehlung der praktischen Mitarbeit in dem zu erlernenden Wissensgebiet genau das richtige. Man kann sich nicht alles erlesen!
     
  9. @ subman82
    Wenn du unter "Schalten, Schützen, Verteilen in Niederspannungsnetzen" bei Google reinschaust, findest du eine Menge Anregungen. Das gleichnamige Buch von Siemens wäre bei deinem Vorhaben auch eine große Hilfe.
     
  10. vielleicht sollte man gleich unter Fachbücher googlen die so was beinhalten.
    eigentlich sollte in jedem guten Technik buch für Elektrotechnik die Symbole und Zeichnungen gut erklärt sein. In fast jedem Formelbuch stehen Erläuterungen zu den jeweiligen Symbolen.
     

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