Schallausbreitung in konstant bewegter Luft

Hi Leute, ich wäre euch für eure Hilfe bei folgendem Problem sehr dankbar!

Folgendes Szenario:
Ein überall gleichförmig, konstant bewegtes Luftvolumen mit konstanter Temperatur von ca. 20°C bewegt sich mit 10 m/s Geschwindigkeit bzgl. eines Mikrofons und zwei Schallquellen.
Die Anordnung sieht von oben so aus:
Bild1.png
Nun entstehen an beiden Schallquellen Signale.
Die Signale würden sich bei ruhender Luft beide mit ca. 343 m/s fortpflanzen und daher würden die Signale beider Schallquellen nach einer gleichen Zeit von ca. 0,029150 s am Mikrofon ankommen.
Jetzt ist aber die Luft konstant mit 10 m/s unterwegs, d.h. das Signal von Quelle 1 fliegt "mit dem Wind", das Signal von Quelle 2 fliegt "gegen den Wind".
Kann man einfach davon ausgehen, dass das Signal von Quelle 1 die 10 m Entfernung mit 343+10 m/s zurücklegt und das Signal von Quelle 2 mit 343-10 m/s?

Vielen Dank für eure Hilfe :)
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Nein, denn der Schall ist die Welle und nicht die bewegten Partikel.
Die pflanzt sich auch im strömenden Gas mit ihrer Wellengeschwindigkeit fort,
d.h. selbst wenn das mit 343 m/s strömt, erreicht die Welle nicht doppelte Schallgeschwindigkeit bzw. "steht" nicht .
 
Nein, denn der Schall ist die Welle und nicht die bewegten Partikel.
Die pflanzt sich auch im strömenden Gas mit ihrer Wellengeschwindigkeit fort,
d.h. selbst wenn das mit 343 m/s strömt, erreicht die Welle nicht doppelte Schallgeschwindigkeit bzw. "steht" nicht .
Das ist doch nur bei Licht so, oder?
Sonst dürfte es ja so etwas wie das Durchbrechen der Schallmauer gar nicht geben.
 
Oder anders ausgedrückt:
Der Schall, den ein Flugzeug, das mit Mach 1,1 geradeaus fliegt, erzeugt, wird nie "vor" dem Flugzeug sein.
D. h. wenn wir den Spieß umdrehen und das Flugzeug stationär, z. B. in einem Windkanal, annehmen, die Luftgeschwindigkeit aber auf Mach 1,1 setzten, dann wird der Schall des Flugzeuges vom Wind "weggetragen" und nie "vor" dem Flugzeug ankommen.
Oder habe ich einen Denkfehler?
 
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